Studio-Mikrofone: Die Qual der Wahl #241

19. November 2013

Wer in seinem Arsenal mehrere Studio-Mikrofone hat oder sich zwischen zwei beim Musikalienhandel bestellen Mikros entscheiden möchte, braucht einige Kriterien dafür. Warum nicht alles Gold ist, was glänzt und warum statt der vielzitierten Features und Merkmale immer das Ohr die letzte Instanz bei der Entscheidung ist, erfährst Du in den hier vorliegenden 30 Minuten delamar Podcast für Musiker und Musikbegeisterte.

Viel Spaß und beste Unterhaltung beim Hören!

Wichtige Wahl der Studio-Mikrofone

Auch nach 241 Episoden im delamar Podcast können wir wieder eine Erkenntnis nennen, die sich durch (fast) alle Folgen hindurch zieht: Einfach mal hinhören – hilft immer. Aber natürlich ist gerade bei der Wahl von Studio-Mikrofonen auch wichtig zu wissen, worauf man achten muss und wo die Unterschiede überhaupt zu suchen sind. Und genau deswegen haben wir die heutige Folge aufgenommen. Wir gehen zu dritt jenseits von Produktmerkmalen, Features und den Blendereien im Marketing der Hersteller auf die kleinen und feinen Unterschiede ein.

Wenn Du diesen Podcast gehört hast, dann weißt Du so einiges mehr über Studio-Mikrofone und wie Du auf Basis deines eigenen Geschmacks herausfindest, welches das passende für dich und deine Stimme (oder dein Tonstudio) ist.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Hören dieser Episode und natürlich viel Glück bei unserem Gewinnspiel!

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13 Kommentare

bei “Studio-Mikrofone: Die Qual der Wahl #241

  1. Tommy Telkemeier Nov 19, 2013

    Diese Spannung bis es endlich Montag 21 Uhr ist und losgeht, ist ja immer groß bei mir. Hat sich auch diese Woche wieder gelohnt.
    Vielleicht erweitere ich meinen Fundus an Mikros noch ein bisschen. Das hat mich schon etwas angefixt :D

  2. Zille1976 Nov 20, 2013

    Danke für diesen schönen und informativen Podcast.

    Am Ende bleibt aber als Fazit, dass jeder selber testen muss was zu seiner speziellen Aufnahmesituation passt.

    Mit Spannung erwarte ich schon euren nächsten Podcast.

    Bis dahin liebe Grüße
    Zille1976

  3. Felix der “Upright Bassist” Nov 20, 2013

    Mit Spannung wird der neueste delamar-Podcast erwartet, Spannung bringt auch die Saiten von Zupf- und Streichinstrumente in Stimmung, außerdem sorgt sie für Genuss bei — sonst wirkungslos dahinplätschernden — Songs sowie Auftritten und bringt schließlich Strom zum Fließen. Man kann also durchaus sagen, dass Spannung eine wichtige Quelle ist…

    Wer sich nun fragt, wieso das Thema der Erwähnung und so vieler Worte wert sei, war beim Live-Event zu dieser Episode nicht dabei… Nur so viel: es lohnt sich immer, allein schon wegen des Chats, dabeizusein! :)

  4. Tommy Telkemeier Nov 20, 2013

    Mal wieder eine super Folge. Sehr interessant das mit der 5 Volt Spannung aus der dann 48 Volt werden soll.
    Freu mich schon jetzt auf den nächsten Podcääst.

  5. Jochen Nov 20, 2013

    Danke für vielen Informationen rund um Studiomikrofone. Leider stehe ich immer noch vor dem Problem ein gutes Einsteiger Mikro für die Homerecording Gitarrenaufnahme zu kaufen. SM57 oder AKG C1000 oder Fame oder tBone?
    Ohne oder mit Phantom Spannung?

    Habt ihr eine Idee?

  6. Ein wahrlich guter Allrounder ist das von Carlos im Podcast liebend gerne näher erwähnte Shure-SM7B, mit dem ich eine Zeit lang arbeiten durfte.
    Eigentlich ein speziell für Sprache konzipiertes Mikrofon, weist es eine wahrlich extrem gute Sprachverständlichkeit auf und ist nahezu völlig unanfällig bei Nebengeräuschquellen.

    Lüftergeräusche ? Computersurren ? Amp-Brummen ?
    Lässt das Shure quasi unbeeindruckt !

    Es hat schon seinen Grund, warum nicht nur Michael Jackson mit seiner teils schrillen Shouter-Stimme das Shure verpasst bekam. Auch tiefen Bariton wie Barry White verlieh es schmeichelnde Wärme bei sehr klarer Sprache.
    Darüber hinaus ist es sehr gut als Instrumentalmikro zweckentfremdbar, insbesondere für Bläser (helle Sounds), Bass, Snare, Kick und Dinge wie angezerrter Blues/Jazzgitarre etc. Bei akustischer Klampfe allerdings klingt es m.M. nach aber etwas zu müde.

    Das Shure braucht allerdings ein gutes Pre-Amp um es auf vernünftigen Pegel zu bekommen, weil es einen ansonsten eher schwachen Ausgangspegel hat.

    Es böte sich als reines Studiomikrofon auf Grund seiner Eigenschaften zwar auch für den Live-Einsatz an… aber da hätte ich nur Panik, das da irgendwas kaputt gehen könnte und mit einem Porsche würde ich ja auch nicht an einem Crash-Car Rennen teilnehmen ;-)

  7. Alex 28 Nov 22, 2013

    Der Allrounder gibt es den?

    Meiner Meinung nach nicht. Klar kann man die extrem neutralen Mikrofone für vieles nutzen, doch hat es sich im laufe der Zeit nicht als positiv herausgestellt, das Mikrofone ihre Eigenschaften mitbringen? Wie SM 57 an Sneare, Percussion und Gitarrenamp, MD 421 an den Toms, C 414 gerade wenn es um möglichst naturbelassene Signale geht und so könnte man die Liste ewig weit fortsetzen.

    Inzwischen hat sich bei mir so einiges angesammelt von Rode, Shure, AKG usw. bis zu Neumann. Alle bringen irgendwo ihre Stärken zum Vorschein, sind an anderen Stellen doch wieder etwas schwächer was man aber auch positiv im Mix ausnutzen kann.

    Für den Anfang ist eine möglichst neutrale Wiedergabe wichtig aber nicht alles. Mein erster Stolz war ein Rode NT 2 A. Mit einem Amp der dem ganzen auch eine gewisse Farbe gibt heute noch gern für Backings genutzt und auf 8 geschaltet in der Kickdrum sehr interessant mit unter.

    Z.B. nehme ich ein SM 57 auch gerne für Blockflöten wenn sie in einen Rockmix hereinsollen. So „entfremdet“ sich das ganze wieder, wo einem alle sagen, dafür ist es optimal, ergeben sich für einen selber durch experimentieren, andere Felder die einen Sound prägen können.

    • Im wesentlichen stimmt es (und stimme Dir da zu), das es keinen Allrounder für wirklich Alles gibt. Zu anwendungsspezifisch sind die Dinge und letztlich auch sehr von Geschmäckern abhängig.

      Wer das Geld hat um sich eine kleine Mikrofonflotte zuzulegen und sich damit prädestinierten Aufgabenbereichen stellen zu können (ein prädestiniertes Mik für Gesang, weiteres Instrumentalmikro, Studio/Live- Situationen usw.) sollte darin auch investieren, denn auch m.M. nach hängt die Güte einer Aufnahme letztlich von der prädestinierten Kette ab, über die sie aufgenommen wurde… und da ist das Mik alleine nicht das einzige Glied einer Kette.

      Nicht viele haben allerdings das Geld, bzw. wenn, dann wird m.E. oftmals falsch investiert. Für ein gewisse Budget werden dann oft 2-3 günstige Alternativen gekauft, die halbwegs zwar ein ganzes Repertoire abdecken können, aber eine einzig ganz bestimmte Sache dann auch nicht richtig gut (genug) machen.

      Insofern würde ich immer eher dazu tendieren, mir etwas zuzulegen, was eine wesentliche Sache (z.b. Gesang) wirklich gnadenlos gut beherrscht- und da keine großen Kompromisse eingehen (auch wenn es vlt. etwas teurer ist)- und dann ersehen, wie flexibel das Mik noch einsetzbar ist und die dadurch eingehenden Kompromisse in einer akzeptablen Toleranzgrenze liegen, wo günstigere Alternativen nun auch nicht unbedingt bessere Ergebnisse in ihrer Flexibilität liefern und sogar in ihrem eigentlichen Hauptaufgabengebiet (wie z.B. Gesang) der o.g. „1. Wahl“ obendrein auch noch deutlich unterliegen. Da würde ich insofern den einen und anderen Taler mehr investieren, um zumindest eine Sache wirklich gut machen zu können.

      Klar, das z.B. SM57 ist insbesondere für Live&Loud eine unverwüstliche Legende, mit der man gerade bei der Suche nach „was ist da wirklich so empfehlenswert“ quasi keinen Irrtum begehen kann. Das kann man insofern schon blindlings Einsteigern und Fortgeschrittenen empfehlen, die sich mit dem Mik auch auf längere Sicht weiter entwickeln werden.
      Für Studio hingegen für separate Aufnahmen, gibt es in ähnlicher Preisklasse aber wiederum weitaus bessere Miks- die ich allerdings dann wiederum nicht Live benutzen würde.
      Daher gibt es auch m.M. nach insofern keinen wirklichen Alleskönner !

      Es sollte da schon abgewogen werden, ob es eben für einen zumindest wesentlichen (wichtigsten) Anwendungszweck seine Sache teuflisch gut macht- das ist primär wie ich finde- und sich dann erst für evtl. andere Dinge einsetzen ließe, als sein Geld in günstige Alternativen zu stecken, die zwar (angeblich) möglichst vieles können- aber kaum eine einzige Sache davon richtig gut.

      Fazit: Eine Eier legende Wollmilchsau gibt es nicht wirklich und wer „Eines für Alles“ sucht, wird immer Kompromisse eingehen müssen. Besser ist, man macht aber eine Sache wirklich richtig gut- als viele Sachen nur „halbgut“.

  8. Sebastian Nov 22, 2013

    Die Sache mit der begrenzten Spannung aus dem USB-Port hat mich schon ein wenig stutzig gemacht – ist ja nicht nur bei Mikrofonen so, sondern auch beim Audiointerface. Sehr informative Folge!

  9. Strubi3 Nov 24, 2013

    Wenn die begrenzte Spannung schuld an schlechterer Klangqualität bei USB-Mikrofonen ist, wie viel schlechter klinkt dann ein U87, dass mit einem USB Bus-powered RME Babyface aufgenommen wurde, im vergleich zu Aufnahmen mit externer Stromquelle?

  10. Jochen Nov 25, 2013

    Danke für die vielen Informationen!

    Ich suche ein solides Studio Mikro für die Aufnahme einer Akustikgitarre. Der eingebaute Pickup bietet nicht genug Bandbreite und liefert nicht den Sound den ich gerne hätte.

    Ich würde Mikro und Pickup mixen wollen, um ein gutes Ergebnis beider Tongeber zu bekommen.

    Mex sagt, dass das SM57 gut für Live Aufnahmen ist. Das schwebt mir gerade als Anwendungszweck nicht vor.

    Was könnte man als Homerecording Mikro nehmen?

  11. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Nov 25, 2013

    Hallo!

    Auch bei dieser Sendung habe ich mit Spannung darauf gewartet, ob’s mal nicht doch wieder mehr als 30 Minuten werden.
    Tja, das nennt man dann wohl Phantomspannung… ;-)

  12. Tommi Apr 10, 2014

    Hallo zusammen,
    ich weiss, ich bin ein bisschen spät dran, aber aus aktuellen Anlass (bevorstehender Mikrofonkauf) stellt sich nach dem Hören dieser Folge auch für mich die Frage rund ums Thema Spannung. Ich habe ein RME Babyface und benutze es, wie von RME angedacht, ohne zusätzliche Energiequelle (nur USB). Die Frage der Qualitätseinbusse aufgrund von Spannungswandlungen stellt sich für mich nicht, da ich keinen Direktvergleich machen kann. Aber nun zu meiner Frage. Wenn die Argumente im Podcast schlüssig und nachvollziehbar wären, würde das bedeuten, die Ingenieure von RME hätten brutalen Murks gebaut und würden quasi „Schrott“ verkaufen? Vielleicht gab es ja Antworten während des Live-Chats, doch der ist leider vorbei. Vielleicht kann ein technisch versierter Delamari einem Laien wie mir das erklären. Denn, so leidenschaftlich auch Henry seine Argumente vorgetragen hat bin ich doch eher gewillt, mich auf das technische know-how der RME-Entwickler zu verlassen.

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