In dieser Ausgabe stellen wir dir gleich zwei Plugins vor, wobei Du eines davon in den letzten 3-4 Sendungen schon hören konntest. Die Rede ist von Kush Audio’s Gold Plate sowie Audified’s Speak Up. Es verspricht, eine spannende Episode zu werden. Viel Vergnügen!

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Mikrofone für Gitarre im delamar Check – der Sontronics Halo/Delta 2 Test. Heute wird es britisch und nein, es geht nicht um die Verstärker mit dem grossen M im Namen, sondern um einen Hersteller für Mikrofone aus Grossbritannien. Jetzt habe ich endlich was mit Ed Sheeran, den Abbey Road Studios, Dave Groll oder Sting gemeinsam: Mikrofone von Sontronics!

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Test: Cordial Kabel und das Pedalboard – DC016

Hallo liebe Gemeinde und Freunde des gepflegten Pedalboards. In der heutigen folge von delamar Check geht es um Patchkabel, Gitarrenkabel und die Verkabelung der Mikrophone in deinem Gitarrensetup sowie deren Auswirkungen auf den Klang. Vor allem wird beleuchtet, wie sich das Grundrauschen ändert, ob überhaupt eines da ist und wie sich die Cordial Kabel im Gegensatz zu 08/15-Kabeln vom Grabbeltisch machen.

Cordial Kabel und das Pedalboard – Versuchsaufbau
delamar Check #016

Der erste Versuch wurde mit »Würfel«-Kabeln diverser Hersteller sowie No-Name-Kabel durchgeführt. Mit dabei sind unter anderem diese grottigen, bunten Patchkabel, die jeder von euch kennt und vermutlich auch nicht sonderlich gut findet. Damit habe ich mein Pedalboard bestückt und es für euch aufgenommen.

Im Anschluss daran habe ich das Pedalboard mit den Cordial Kabeln der Reihe Encore Typ CRI ausgestattet. Die Kabel zu den Amps und der Gitarre habe ich gelassen, wie sie sind. Während des dritten Versuchs habe ich die Signalkabel zu den Amps und von der Gitarre zum Board auch ausgetauscht. Hier kamen dann Kabel aus der gleichen Baureihe zum Einsatz, jeweils in 6m länge.

Zu guter Letzt habe ich die 6,50 € Mikrophonkabel gegen hochwertigere Kabel aus der Peak Serie Typ CPM7, 5FM 234 ausgetauscht. Ich bin gespannt, wie ihr die Ergebnisse findet.

Die verwendeten Geräte im Einzelnen

Die Gitarre ist eine Sperr RD250 mit Chat Cat Tonabnehmern. Verstärkt wird auf der rechten Seite durch ein JTM45 mit einer 2×12 Box. Auf der Linken Seite kommt ein Tonmeister 18 – ebenfalls an einer 2x12er Box – zum Einsatz. Zur Mikrophonierung nehme ich für den Marshall ein SM58 und für den Tonmeister ein Sennheiser E609.

 

JTM45 mit der 2×12 Box + Tonmeister 18 – ebenfalls an einer 2x12er Box.

 

Dazwischen liegt mein Schatz: Das Pedalboard, was ich momentan für ein Bandprojekt im Pink Floyd Stil spiele. Eine bunte Mischung aus digitalen und Analogen Effekten. Ich gehe mal die Reihenfolge durch:

Als Stromversorgung habe ich ein DCT200 von Fame gewählt, weil ich hier die meisten galvanisch getrennten Ausgänge habe und die Pedale alle sauber und rauschfrei funktionieren. Am Anfang hängt ein Ernie Ball Volumenpedal, an dessen Tuner-Ausgang ein BossTU3s hängt.

Als nächstes kommt ein Keeley Compressor Plus, ein tc Electronics Sub’nUp Octaver, ein Fulltone OCD, eine Mesa Engineering Throttle Box sowie ein Russian Big Muff von EHX (Re-Issue). Danach gehts in die Modulationsfraktion: Die übernimmt ein Modfactor von Eventide, ein tc electronics Alter Ego Delay, ein Boss Tera Echo und zum Schluss mein liebstes Kind: Das Hardwire Supernatural Reverb.

Das Spiel beginnt

Als erstes spiele ich die Gitarre ohne Effekte durch die gesamte Signalkette an. Im Anschluss hört ihr einige Sekunden das Grundrauschen, welches ich über die Mikros eingefangen habe. Danach spiele ich ein paar übliche Pedalkombinationen und lasse es wieder ausklingen. Was man unbedingt beachten muss, ist, dass gewisse Effekte ein Eigenrauschen produzieren. Das nehme ich allerdings auch auf und wir werden sehen, wie sich das Ganze verhält.

Nach einem Kabeltausch mache ich weiter wie beschrieben. Erst das Pedalboard mit neuen Kabeln ausstatten, dann die Instrumentenkabel wechseln. Zu guter Letzt ersetze ich noch die Mikrophonkabel.

Das Ergebnis ist sehr spannend

Bei den alten Patchkabeln fand ich, dass man einiges an Details verloren hat. Es mulmte relativ stark. Bei dem E609 musste ich einen Lowcut bei ca. 130 Hertz setzen, damit es nicht mulmt. Bei 391 Hz gab es einige unschöne Resonanzen, die nicht erträglich waren. In der Aufnahme musste ich diese um 8 dB absenken, damit es nicht klingelt. Bei dem Marshall war das kein Thema – ist sicherlich eine Eigenart des Mikros.

Cordial

Das Pedalboard bestückt mit den hochwertigen Cordial Kabeln.

Erstmal ist beim Austausch der Patchkabel der klangliche Unterschied hörbar, aber das Rauschen blieb. Man kann mehr Details der Effekte und der Eigenheiten der Gitarre ausmachen. Die Transienten sind deutlich hörbarer. Ansonsten alles genauso wie vorher. Das habe ich auch so erwartet.

Beim Tausch der Instrumentenkabel wurde es plötzlich interessant: Das Rauschen, das mich durch die ersten zwei Aufnahmen begleitete, war weg. Das habe ich direkt beim Umstöpseln gemerkt. Das Gitarrenkabel hat einen sog. Silent Plug, was bedeutet, der Tip des Klinkensteckers wird beim herausziehen abgeschaltet und dann ist schlagartig Ruhe, ohne Knackser.

 

Der Silent Plug sorgt augenblicklich für Ruhe, sobald man den Stecker zieht.

 

Das hört man auf der Aufnahme deutlich heraus. Auch die Details der Gitarre und der Effekte kommen noch besser heraus. Ich habe auch nur mal den Marshall mit dem einen Kabel verbunden und zum Ärger meiner Nachbarn ein bisschen ohne Board gezockt. Da ist ruhe in den Spielpausen.

Austausch der Mikrophonkabel und die Folgen

Jetzt wird es nochmal richtig interessant: Den Lowcut beim E609 konnte ich auf 120 dB runternehmen, ohne dass es mulmte. Die Resonanzfrequenz hat sich geändert. Resonanzen waren jetzt bei 165 Hz, ebenfalls um 8 dB abgesenkt.
Grundsätzlich kann man sagen, die Kabel machen die Musik. Der Unterschied von den Würfelkabeln, zu dem Gesamtpaket eines Herstellers macht sich deutlich bemerkbar.

Jetzt noch ein Wort zur mechanischen Qualität. Jeder von uns kennt diese wundervollen, bunten Patchkabel. Ich habe lange in meiner Kramkiste suchen müssen, bis ich welche gefunden habe, die nicht knacken und rascheln. Außerdem sind sie eingegossen und man kann sie nicht so ohne weiteres reparieren. Eigentlich Wegwerfartikel. Ich bin nicht mehr bereit sowas zu kaufen.

 

Durch die alten Patchkabel gingen jede Menge Details verloren.

 

Letzte Worte zu den Kabeln im Test

Die Kabel, die wir für den Test bekommen haben, sind mechanisch hoch belastbar. Alle Stecker sind Stabil, ebenso das Gehäuse, als auch die Innereien. Diese Kabel werden vermutlich sehr, sehr selten bis gar nicht kaputt gehen. Es sei denn, man schert sie ab. Die Encore Serie ist für den tourenden Musiker gemacht. Was aber nicht bedeutet, dass man sie nicht auch im Studio nutzen kann.

Da investiert man einmalig Geld und hat auf Jahre seine Ruhe. Ja, die Encore Serie ist teuer, es lohnt sich aber auf jeden Fall. Die Mikrophonkabel aus der Peak Serie von Cordial werden in meinem folgenden delamar Check auch noch eine Rolle spielen. Es bleibt also weiterhin spannend.

Die Kabel sind genauso gut verarbeitet, allerdings für die Festverlegung im Studio konzipiert. An den Enden gibt es jeweils einen Schrumpfschlauch, der sich beschriften lässt. Man macht die Hulse warm und sie schließt sich um die Beschriftung. Klanglich habe ich zu diesen Kabeln eine hohe Meinung. Und ich gehe davon aus, dass sich diese nächste Woche noch bestätigen wird.

Deine Meinung ist wie immer gefragt

Bis dahin freue ich mich über dein Feedback zur Sendung. Welches sind deine Lieblingskabel? Gibt es einen bestimmten Hersteller, auf den Du schwörst? Auf welche Patchkabel setzt Du und welche Mikrophonkabel sind das Mittel deiner Wahl? Bis nächste Woche, wenn es heißt, nicht nur Amps sind britisch!

Das NEXI Industries Blues Ultra Starter Board im delamar Check: Was es genau ist und wie es klingt, hörst Du im Hintergrund dieser Episode. Für dich haben wir das Board auf Herz und Nieren getestet und es gegen einige Standard- sowie High-End-Pedale antreten lassen. Viel Spaß dabei!

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Im heutigen delamar Check widmet sich Henry unbekanntem Terrain: Im Spitfire Audio Hans Zimmer Strings Test geht es voll und ganz um Streicher. Was passiert, wenn man 344 Musiker in den Air Studios in London versammelt und eine gigantische Soundbibliothek erstellt? Das und noch mehr erfährst Du in dieser Folge.

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Kush REDDI Test – DC012

In dieser Podcast-Episode auf dem Speiseplan: der kompakte Kush REDDI Test. Hör das Review zu einem Audio Plugin, das eine DI-Box mit charakterstarkem Sound emuliert. Es pfeift auf das Gebot der maximalen klanglichen Transparenz. Wie gut das Ding auf E-Bass und Synthesizer klingt, nimmt Henry für dich unter die Lupe – viel Spaß!

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Zwei Audio Plugins zum Mastering – ausnahmsweise ein Pärchen in delamar Check. Für Henry gehören sie untrennbar zusammen bei der Beantwortung von Fragen wie »Ist mein Track laut genug, um wettbewerbsfähig zu sein?«, »Ist laut auch laut genug?« oder »Muss ich den Loudness War noch mitmachen?«. Alle Details zu den zwei Helferlein für Mastering Engineers hier und jetzt …

MAAT Digital DRMeter MkII &
Nugen Audio MasterCheck Test
delamar Check #010

  • Plugins für Windows (ab Version 7) & Mac OS (ab Version 10.8)
  • Schnittstellen: VST2, VST3, AAX, AU
  • Nugen Audio MasterCheck zusätzlich als RTAS (32 Bit)
  • Demoversionen erhältlich

MAAT Digital DRMeter MkII

MAAT Digital DRMeter MkII

MAAT Digital DRMeter MkII

On den korrekten Pegel für deine Produktion geht im Mastering gar nichts. Der Loudness War ist vorüber – zumindest sind viel weniger Opfer zu beklagen als noch vor ein paar Jahren. YouTube, SoundCloud & Co. haben ihm den Garaus ausgemacht.

Warum das so ist? Bei Hochladen der Dateien auf einen Streamingdienst deiner Wahl werden die Dateien durch einen eigenen Algorithmus der jeweiligen Portale geschickt. Diese sorgen dafür, dass es zwischen den einzelnen Tracks/Videos nur minimale Lautstärkeschwankungen gibt.

Das bedeutet, wenn Du dein Master stark limitierst und komprimierst, bis an die 0-„>dBFS-Grenze kurz vorm Clipping, wird es etwa auf YouTube nicht wesentlich lauter klingen. Im Gegenteil, dein Track wird an Lebendigkeit und Brillanz verlieren. Wenn dein Track etwas leiser ist und mehr Transienten aufweist, dann wird der auf dem Streamingdienst deiner Wahl wesentlich besser klingen. Richtig laut mastern ist für die heutigen Streaming-Angebote nicht der Weisheit letzter Schluss.

Um jetzt herauszubekommen, wie laut Du dein Master letztendlich machen musst, hilft dir ein Metering-Plugin wie das MAAT Digital DRMeter MkII. Henry, Thom Wettstein und Mastering-Koryphäe Friedemann Tischmeyer – Letzterer ist Entwickler des Plugins und delamar-Veteran (von ihm stammt z.B. die Artikelreihe »Mastering am Computer« auf delamar).

Da kommt noch mehr – freu dich jetzt schon auf den dazugehörigen Studiotalk, der auf diesem Kanal in Kürze erscheinen wird.

MAAT Digital DRMeter MkII: Features

  • Dynamic Deviation (Dynamische Abweichung) von der vorhandenen dynamischen Dichte zur tatsächlichen Lautheit
  • Gleichzeitige Anzeige der Relativen und absoluten Lautheit
  • Alle gängigen internationalen Lautheits-Standards wie R128 und A/85
  • Praxisnahe Presets für Normalisation auf iTunes, YouTube, Tidal, Spotify und CD-Produktionen
  • True Peak
  • Peak to Loudness Ratio (PLR)
  • Sample Peak to short Term Loudness Ratio
  • Max./min. LUFS, RMS

Eindruck

Die Bedienelemente sind logisch angeordnet und die Oberfläche ist sehr aufgeräumt. Nach einem Klickt auf die Titelleiste des Plugins kommt man an alle gängigen Einstellungen und kann sich die mitgelieferten Presets laden.

Video von Thom zum MAAT Digital DRMeter MkII

Wer braucht es wofür?

Wer? Jeder, der Musik, Film-Soundtracks und Radiostreams professionell bearbeiten will.

Wofür? Zum Festlegen der korrekten Lautheit eines Tracks für ein bestimmtes Medium. Neben der richtigen Lautheit ist es auch unumgänglich, die dynamische Integrität des Titels sicherzustellen. Das klappt hiermit bestens. Der Mastering-Engineer kann nach dem ersten Durchhören und dem Beobachten der Meter ziemlich genau einzuschätzen, was zu tun bleibt.

Nugen Audio MasterCheck

Nugen Audio MasterCheck

Nugen Audio MasterCheck

Auch dieses Plugin findet man üblicherweise auf dem Masterbus. Es beherrscht die üblichen Lautheitsskalen wie R128, A/85 und das K-Metering von Bob Katz. Die Skalen lassen sich flexibel einstellen, wenn auch nicht so weitgehend wie beim DRMeter.

Mit einem zugeführten Send-Signal können – ähnlich wie beim Flux:: Pure Analyzer – aus verschiedene Quellen auf einmal analysiert werden. Sehr praktisch beim Einsatz von für Referenz-Tracks.

Es folgt eine knackige Auflistung weiterer Fähigkeiten, bevor wir am Schluss auf das Killer-Feature schlechthin zu sprechen kommen.

Nugen Audio MasterCheck: Features

  • Presets für:
    • Apple iTunes Radio
    • Spotify
    • Radio
    • EBU R128
    • ATSC A/85
    • Mobile Streaming
  • Standardisierte Messungen:
    • Programm Loudness
    • PLR
    • Short Term Loudness
    • ITU Intersample Peaks

Das Killer-Feature

Du kannst dir anhören, wie dein Master sich auf verschiedenen Streaming-Diensten anhören wird. Außerdem hörst Du bei Bedarf allein den Unterschied zum Original (»das Delta«). Henry hat erschreckt, was da an Qualität auf der Strecke bleibt. Eine Funktion, die einem wirklich die Augen öffnet.

Auf der Website des Herstellers findest Du übrigens eine tolle Anleitung zum Mastering für iTunes & Co.

Schlusspunkt

Bilde dir deine Meinung mit unseren Anstößen im Podcast – wie üblich, überlassen wir das Fazit dir und wollen hiermit nur eine starke Anregung zum Test der beiden Plugins liefern.

Lass uns wissen, was Du von den beiden Plugins hältst. Wir freuen uns über deine Kommentare und Anregungen!