In der heutigen Folge und auch in der nächsten Folge wird es verschärft um Overdrives gehen. Jo, alter Hut. Grünlinge, wie den Tubescreamer, gibt es zu Hauf. Ist klar, was soll es da schon neues geben? Lass dich gerne von diesem kleinen Pedal überraschen.

Im Test: Nobels ODR Mini Overdrive Pedal
delamar Check #019

Die ehemalige Hausmarke des Musicstores No.1 gehört mittlerweile schon zur guten Hamburger Tradition: Nobels hat Klassiker gebaut, mit dem SST19 einen der ersten Rackeffekte, die bezahlbar waren. Dann gab es noch einen spitzen Chorus im Handtaschenformat, ähnlich dem Rockman. Geiler Scheiß quasi.

Jeder Hamburger Musiker, der in den 1990er Jahren angefangen hat Musik zu machen, kennt den kleinen Laden in Altona noch. Leider gibt es den an der Stelle nicht mehr. Bei meiner nächsten Hamburg-Erkundung muss ich mal schauen, wo der Nachfolger davon geblieben ist. Ich bin, was meine Heimatstadt angeht, seit einigen Jahren nicht mehr auf dem laufenden.

 

Nobels ODR Mini Overdrive Pedal

Satt in der Farbe – ebenso im Klang?

 

Das kann das Nobels ODR Mini Overdrive Pedal

Jedenfalls ist Nobels wieder aus dem Nirvana aufgetaucht und bringt neue Sachen an den Start. Wie eben den ODR-Mini. Klein, grün, und wie sich heute herausstellte, eine echte (bezahlbare) Konkurrenz für den angestaubten Ibanez Tubescreamer.

Den Hype um das Teil habe ich nie verstanden. Ich habe insgesamt vier Stück davon. Und am besten klingen die drei, wo nicht Tubescreamer draufsteht… Jetzt habe ich einen fünften, so wie es aussieht.

Das bietet die Hardware

Sehr solides Metallgehäuse, von der Größe her wie die kleinen tc Pedale. Alles ordentlich verschraubt, nichts wackelt. Die Potis haben einen angenehmen Widerstand beim Bewegen, da verstellt sich nichts ungewollt. Ein Highlight ist, dass die Potistellungen im Dunkeln leuchten.

Die LED ist Grün (was sonst) und leuchtet ausreichend hell – ohne zu blenden. Als Zugabe gibt es noch Klebeband und Gummifüsse, die man selber aufkleben kann, wenn man möchte.

 

Nobels ODR Mini Overdrive Pedal

Der Lieferumfang enthält praktischerweise Klebestreifen zur Befestigung.

 

Der Versuchsaufbau im Detail

  • 1x Spear E-Gitarre RD250 mit PhatCat Tonabnehmern
  • 1x Hughes and Kettner Tubemeister 18W, Harley Benton 2x12er .V30 Box
  • 2x Gitarrenkabel von Cordial
  • Mikrofone: Sontronics Halo und Delta 2
  • Es wurden keine EQs/Effekte verwendet
  • Kompressoren: Waves CLA3A bei den Rhythmus Gitarren und ein CLA76 bei der Leadgitarre

Fazit

Ich bin begeistert. Endlich mal wieder was aus meiner Heimatstadt, von dem ich vollständig überzeugt bin, nachdem es den Bratwurst Schorsch und die Anjola am neuen Pferdemarkt nicht mehr so wirklich gibt!

Leute, der Overdrive kostet 79 Euro. Die ist er wert. Ich empfehle auch mal nach den anderen Nobels-Pedalen Ausschau zu halten. Die Großen, also in der Boss Größe, haben einen Anschluss, um die Pedale fern zu schalten. Das bedeutet, man muss sie nicht auf dem Board haben und kann sie per MIDI-Switcher ins Rack einbauen. Auf diese Weise lassen sich die Kabelwege kurz halten.

Wie ist deine Meinung zum Pedal?

So – die finale Wertung überlasse ich euch! Teilt mir doch einfach mit, wie ihr dieses Overdrive findet. Was haltet ihr von Nobels? Hamburger – ihr seid speziell gefragt: Wer von euch kennt noch den Musicstore No.1 und No.2? :-)