Audio PC: Selbst bauen oder kaufen? #250

21. Januar 2014

Die heutige Folge des delamar Podcasts widmet sich ganz dem Audio PC – erfahre, ob es besser ist, sich einen zusammenzubauen oder einfach einen fertig zu kaufen. Gibt es sogar noch andere Möglichkeiten, um sich einen guten Audiorechner für die Musikproduktion ins Tonstudio zu stellen? Dazu besprechen wir alle möglichen Kriterien, die dir deine Kaufentscheidung erleichtern sollen.

Es ist eine spannende Sendung geworden, ich wünsche dir viel Spaß beim Hören!

Bauen oder kaufen? – Audio PC für das Tonstudio

Es gibt eine Menge zu erzählen, wenn es darum geht, sich einen Audio PC für das Tonstudio selbst zu bauen oder zu kaufen. Worauf gilt es dabei zu achten? Geht es um den Arbeitsspeicher oder eher die CPU? Brauchst Du eine große Festplatte? Welche Komponenten sind wichtig für ein gutes Werkzeug im Studio? Wieviel Geld solltest Du in die Hand nehmen und investieren? Gibt es bestimmte Marken, auf die man sich gut verlassen kann beim Kauf?

Uns interessiert natürlich auch, wie viel Geld Du beim Kauf deines Audio PCs in die Hand genommen hast. Schreib uns deine Erfahrungen in die Kommentare!

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13 Kommentare

bei “Audio PC: Selbst bauen oder kaufen? #250

  1. Zufall: fast gleichzeitig zum Podcast hat sich mein Audiorechner „verabschiedet“, und nun muß ich zwangsläufig neue Komponenten kaufen. Da ich seit mitte der 90er meine Rechner immer selber zusammen baue, hab ich auch kein Problem mit einer entsprechenden Konfiguration.

    Was ich zum Podcast selber noch hinzufügen will ist folgeneds: es wird ja anfangs erwähnt, das man einen 4 Jahre alten Rechner heute noch zusammen stellen kann. Da muß ich ein klein wenig widersprechen. Gerade was Teile wie Mainboard, CPU und Ram betrifft, so sind in der Regel nur „aktuell“ erhältliche Artikel auf Lager…bzw eine Generation zurück liegend. Und selbst WENN man noch ältere Komponenten kaufen KANN, dann zu Preisen, wo man potentere Hardware(=aktuell erhältliche) erwerben kann.
    Mir hat es zum Beispiel das Board: ASUS P5K gehimmelt, und würde gern weiter den E8400 und 4GB Ram verwenden, da ich erstens damit schon gut arbeiten kann, und zweitens damals auch schon gutes Geld ausgegeben hab. Leider gibt es so gut wie keine 775er Boards mehr, oder nur zu Preisen, wo man locker ein 1055er bekommt.
    Das Thema Geld ist natürlich nicht unwichtig. Wenn ich so zurück schaue, dann geb ich seit Einführung des Euros immer so ca 300Euro für MB, CPU und RAM aus.
    Was mir noch aufgefallen ist, das die Entwicklung der Hardware schön langsam am Limit ist, und ein aktueller Core i5/i7 für normale 1-Track Projekte mit hoher Wahrscheinlichkeit die nächsten Jahre nicht an die Wand gefahren werden kann. Für professionelle Filmmusik oder orchestralische Geschichten, sieht die Sache natürlich wieder anders aus, aber wir befinden uns hier bei Delamar hauptsächlich eh nur im Homerecordingbereich wo ein einziger Rechner zum Musik machen eingesetzt wird.

    Aja: von einen fertigen Rechner hab ich immer schon die Finger gelassen ;)

  2. Ein Wort zu Windows 8: Einfach Classic Shell (http://classicshell.sourceforge.net/) installieren und du bist glücklich! Ein kostenloses und supertolles Startmenü mit Möglichkeiten ohne Ende. Danach die Kacheloberfläche einfach nie anrühren und alles ist gut … nein besser, denn Windows 8 ist nun einmal moderner als Windows 7 und unterstützt „von Haus aus“ z.B. bereite USB 3.0, so dass man keine besonderen Treiber mehr braucht.

  3. Ein Mucker Jan 22, 2014

    Am besten ist es, wenn man einen dedizierten Rechner für seine Audio/Midi Software betreibt und bei diesem auch darauf verzichtet, irgendwelche Spiele oder andere Software (außer Betriebssystem natürlich) zu installieren. Früher habe ich mir meine Rechner auch selber zusammengeschraubt, heute könnte ich das immer noch, verzichte aber gerne, da ich gemerkt habe, dass es so etwas wie Zukunftssicherheit nicht gibt. Sobald neue Hardware oder Software da war musste ich jedes mal feststellen, dass das mehr an Geld, was ich z.B. für Mainboard, Steckplätze, Schnittstellen ausgegeben hatte mit den neuen Möglichkeiten obsolet oder durch neue Technik ersetzt wurde, sodass ich mir das irgendwann geschenkt habe, da es im Endeffekt sowieso darauf hinausgelaufen ist, einen komplett neuen Rechner zusammenzubauen. Mittlerweile benutze ich einen 4 Jahre alten IMac mit 8 GB RAM und der erfüllt meine Ansprüche voll und ganz. Meine Ideen oder Musik werden nicht besser wenn ich statt 32 Bit 64 Bit benutze oder mir Terabyteweise Plugins oder Libraries installiere. Vernünftige Hardware sollte es natürlich schon sein, also kein 300 € PC aber für die von Carlos genannten 1.000 € kann man schon eine gute Kiste bekommen. Ansonsten gilt hier, denke ich, dass selbe wie bei Bürosoftware: 90% der User benutzen nur 10% der Funktionen. Damit will ich sagen, dass es auch nicht zwingend notwendig ist, sich ständig neue Sequenzer und Audiosoftware aufzuspielen um damit ‚besser‘ Musik machen zu können. Also kann man bei dem heutigen Stand der Technik durchaus ein System benutzen, dass auch noch in zehn Jahren ansprechende Resultate liefern wird.
    Viel interessanter wird irgendwann die Frage werden, in wie weit die Hersteller von Audiosoftware dazu übergehen werden, ihre Software „as a Service“ zu verkaufen. D.h. man zahlt praktisch „Jahresabo“ damit man eine Lizenz bekommt und die Kiste läuft. Im Grunde genommen ist die Entwicklung vieler Komponenten schon ausgereift und es gibt hier keine Quantensprünge mehr. Microsoft hat das schon längst erkannt. Es gibt eigentlich keine großartigen Gründe dafür, von Office 2007 auf eine der nachfolgenden Versionen umzusteigen, deshalb stellen sie den Support irgendwann ein und da sie auch das Betriebssystem besitzen, könne sie die Leute ja auch dazu treiben. Bei Audiosoftware wird es auch immer weniger Gründe geben, den nächsten Releasewechsel mitzumachen, somit lohnt es sich durchaus, sich schon mal jetzt Gedanken darüber zu machen, seine ausrangierten Rechner inklusive Software zu behalten. Wenn es irgendwann nur noch möglich sein wird, seine Software mit aktivierter Internetverbindung zu installieren und zu starten und seine Projekte in der „Cloud“ sichert könnte das irgendwann durchaus ärgerlich werden ;-)

  4. Das kleine und das große Moped!

    Ich habe mittlerweile zwei Rechner als Audio PC ausgestattet.
    Das große Moped: I7 Prozessor, 12 GB Ram, SSD Harddisk, 8 Kanal Focusrite, Cubase 6.5., 2 Monitore. Preis war vor 2 Jahren ca. 1400 Euro ohne Interface.

    Das Mofa:
    Mehr aus Jux habe ich dann meinen normalen Aldi Büro PC mit 4 GB Ram mal als Alternative mit den preiswertesten Komponenten Behringer USB Interface (25 Euro) Billigtaste und Controller (ca. 35 Euro) ausgestattet.
    Midi Interface (9,90 Euro) Als Software habe ich hier konsequent auf kostenlose, bzw. günstigste Lösungen wie Reaper, Free VST Plugins etc. gesetzt.

    Was ist daran spannend?
    Es ist die Beschränkung. OK – das Setup kann nicht alles, aber vieles und gewiss alles wesentliche. Und sich beim Produzieren darauf zu reduzieren, kann extrem hilfreich und sinnvoll sein.

    Daher propagiere ich mittlerweile gerade für Anfänger und Gelegenheitsnutzer, die Lösung die man im Grunde für nicht mehr als 150 Euro (PC vorausgesetzt)zusammenbasteln kann.
    Auch 2014 ist z.B. Bouncing ein adäquater Weg.

    Viel Spaß beim Experimentieren…

    Jo

    • Hallo Jochen, wie genau Hard-und Softwaremäßig sieht deine 150€ Version denn aus? Ich habe nich viel Ahnung von Digimusik von Hard- und Software aber schon……

      Danke Lutz

  5. Bastian Schick Jan 23, 2014

    Interessanter Podcast!

    Abe, was mit fehlte waren etwas konkretere Hardware-Empfehlungen bzw. wie es zum Thema Ausfallsicherheit von SSDs steht oder ob XEON-CPUs Sinn machen können?

    Kann ich Filmmusik produzieren, wenn ich die onboard GPU verwende, die ja zumeist 3 Monitore ansteuern kann? Reicht ein HD4000 chipsatz dafür? Oder brauche ich eine PCIe GPU, wenn ja welche mindestens?

    Welche Hadrware haben de Podcast-Teilnehmer konkret verbaut?

    Grüße, Bastian

    • Peter C. Jan 23, 2014

      Um Filmmusik zu produzieren braucht es doch erst einmal entsprechende Musiksoftware und keine spezielle Videosoftware.

      Für das Ausgeben der Filmspur aus einer DAW auf mehreren Bildschirmen, reicht eine simple PCIe Sub/Display Port Grafikkarte, die es schon ab ca. 15 Euro gibt.
      Die Karten müssen ja auch nichts groß an Leistung erbringen, sondern nur das Bild auf mehreren Monitoren ausgeben können.

      Es ist aber was ganz anderes, wenn Du dich selbst mit Filmschnitt- und dann noch in Full HD befassen und nicht einfach nur in der DAW eine fertig produzierte AVI-Datei synchronisieren möchtest und alles mit der Musik auch noch on the fly editierst.
      Für Compositing in Sachen Full HD- gar ohne internes Musikstudio, kann ein Rechner und GPU daher nie schnell genug sein. Für sehr flüssiges Arbeiten in HD bräuchte es für diesen Fall wenigstens einen potenten I-5/I-7 der letzten Generation mit mind. 6 GB RAM und halbwegs schneller GPU.
      Es geht auch immer noch weniger bis runter zu einem Dual-Core der Marke „etwas leistungsfähigerer Office-Rechner“, aber dann fängt natürlich der Workflow auch erheblich an, darunter zu leiden.

      Wie gesagt, für das Komponieren/Synchronisieren von Ton zum fertig produzierten Bild aber, braucht es selbst nun allerdings keinen Hochgeschwindigkeitsrechner für eine simple Absicht einer Videoausgabe.

      Ein z.B. Ressourcen fressender unkomprimierter HD-Film kann für eine Synchronisierung ja auch erst einmal in Auflösung und Qualität runter komprimiert werden (ich benutze dafür z.B. Virtual Dub), damit der Film in der DAW nicht zu viel Ressourcen klaut und später wird die fertig synchronisierte Tonspur mit Musik, FX und Sprache etc. dem originalen HD-Film wiederum zugefügt.

      Hoffe, konnte ein wenig helfen.
      Viele Grüße
      Peter

      • Bastian Jan 24, 2014

        @Peter

        Um Filmschnitt geht es mir nicht, nur ums Videoabspielen beim Komponieren in der DAW.

        Frage zum Runterkomprimieren: In welchs Format komprimierst Du den Film? Sörensen.mov?

        VG, Bastian

      • Peter C. Jan 26, 2014

        Hallo Bastian,

        Ich rekomprimiere Filme in MPEG-4 (Part2) für Avi/Win-PC, bzw. mp4 Formate für Mac (beide Formate basieren auf den standardisierten H.263/H.264-Codec), da sie wegen des sehr geringen Speicherplatzbedarf und einer sehr schnellen Dekodierung(Ausgabe), kaum Performance kosten und sogar auch noch auf sehr alten, langsamen oder eben ausgelasteten Systemen problemlos und stabil laufen.

        Komprimierungen kann man natürlich auch bei anderen verwendeten Codecs wie z.B. Sorenson oder Cinepak ohnehin sehr weit runter fahren, da bei der Synchro auf etwas langsameren Systemen und Findung eines Kompromiss nun nicht die Bildqualität der entscheidende Faktor ist, sondern Performancegewinn und ein Bild stabiles Timing.

        Grüße
        Peter

      • Bastian Jan 26, 2014

        Hi Peter,

        ok, vielen dank für Deine Infos!

        erhalte i.d.R. mp4 Dateien von den Regissuren und wandle die probehalber in sorensen .mov um und schaue dann was sich ressourcenschonender abspielen lässt.

        VG, Bastian

  6. McDjBoahEy Jan 23, 2014

    Mal so am Rande:

    Was so im Radio unter Kommerz läuft und Leute wie Rihanna, Beyoncè und Producer Timbaland usw. Millionen verdienen, dafür brauchts heute wohl kaum ein Hi-End PC.
    Da tut es ja auch eine ganz alte Win95-Kiste und zwei Sampling CD`s ;-)

    Das ist alles so übertrieben heute mit den Anforderungen a là höher, schneller, weiter.
    Hört euch doch mal die Musiklandschaft an.
    Mit dem PC und Technik ist heute ja alles möglich aber ist die Musik nu so viel besser geworden ?
    Das was man eben so im Radio hört, primitive Beats aus der Box, 3 Notengeplänkel, Futter von der Sampling-CD und etwas Gebrabbel drüber, totkomprimiert und ohne jegliche Dynamik mehr… brauchts ausgerechnet also DAFÜR ein gigantomanisches PC-Monster und die tollsten VSTi`s für die größten und audiophilsten Ansprüche ????????

    In diesem Sinne
    MC

  7. Alex 28 Jan 28, 2014

    Also mal zwei Dinge zu dem ganzen. Ja der Audio PC von 2010 hat mich schon ordendlich etwas gekostet, dafür aber schnurrt er flüsterleise vor sich hin und kommt nur bei sehr vielen Orchesterspuren +40 über Vienna in den Bereich von Schwierigkeiten. Alles was ich sonst an normalen Mixen um die 60 Spuren fahre interessiert fast garnicht. Sicherlich wird später einmal eine größere CPU Folgen aber sonst ist alles im Lot. Was ich noch wichtig finde, um solche Dinge relativ problemlos zu bewältigen, ist ein bisschen darauf zu schauen, wie lange es denn CPU’s für meinen Sockel gibt. Bei RAM darauf achten, das wenn man sich erst einmal nur 16 leisten kann, das Kit auch nachrüstbar ist. Ich betreibe das nur für meine Band als Hobby. Denn noch ist es ein Segen wenn der Rechner in zwischen fast vier Jahre ohne Probleme läuft. Es ist halt wie mit allen Dingen die etwas kosten, am Ende setzt sich Qualität durch.

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