Lead vs. Rhythm – DG007

6. April 2013

Sie stehen im Rampenlicht und werden angehimmelt: die Leadgitarristen in Rock- und vor allem in Metalbands. Dabei ist das Rhythmusgitarren-Spiel wesentlich essentieller für einen Song als jedes Sologenudel. In der siebten Folge von delamar Guitar diskutieren Jens, Henry und Carlos, ob und inwiefern die Fokussierung auf die Sologitarre überhaupt gerechtfertigt ist. Sollte der Rhythmusgitarre endlich jene Aufmerksamkeit zugedacht werden, die sie eigentlich verdient. Viel Spaß!

Lead vs. Rhythm – delamar Guitar DG007

Es ist fast wie bei der Entscheidung, wer den Bass übernimmt: wer von den beiden Gitarristen in einer Band spielt die Rhythmusgitarre, wer darf neben dem Sänger oder der Sängerin als Sologitarrist die Blicke auf sich ziehen? Klar, hat man nur einen Gitarristen in der Band, dann stellt sich diese Frage nicht. Aber in der klassischen Besetzung einer Rock- oder Metalband treten Gitarristen bekanntlich paarweise auf. Auch die Möglichkeit, dass beide Gitarristen sich das Solospielen mehr oder weniger brüderlich teilen, wird nicht selten ergriffen. Trotzdem leidet die Rhythm Guitar oft unter ihrem stiefmütterlichen Image und wird deshalb auch beim Üben vernachlässigt.

Gib es zu: Es macht auch Dir wesentlich mehr Spaß, die neusten Soli Deiner Helden zu zocken und Dich beim Üben auf Scales und Licks zu konzentrieren. Ist es nicht so? In der siebten Folge von delamar Guitar, dem Podcast zur Gitarre und ihren Saitensprüngen, wollen wir endlich Schluss mit dem stiefmütterlichen Dasein der Rhythmusgitarre machen und ihr zu dem Ansehen zu verhelfen, das ihr gebührt.

Wir huldigen den Rhythmusgöttern aus Rock und Metal, für die Malcolm Young und James Hetfield nur zwei prominente Beispiele sind. Wir erläutern Dir, weshalb Du dich künftig deinem Rhythmusspiel öfter und intensiver zuwenden solltest. Du bekommst Tipps, wie Du es auf den Punkt bringen und ihm auf die Sprünge helfen kannst. Die Themen im Überblick:

  • Rhythmus-Spiel als Stiefmütterchen des Gitarrenspielens
  • Malcolm Young vs. Angus Young (AC/DC)
  • James Hetfield vs. Kirk Hammett (Metallica)
  • Die Rolle des Rhythmusspiels beim Üben
  • Wie das Solospiel vom Üben des Rhythmusspiels profitieren kann
  • Einen oder zwei Gitarristen in der Band
  • Spielen beide Gitarristen dasselbe, ist dann einer überflüssig?
  • Tipps zum Üben des Rhythmusspiels

Was meinst Du? Ist die Rhythmusgitarre das Aschenputtel des Gitarrenspiels und verdient sie nicht doch den goldenen Schuh? Welche Tipps zur Verbesserung des Rhythmusspielens kennst Du? Wir sind sehr gespannt auf Deine Meinung, Deine Anregungen, aber auch Deine Kritik. Nutze die Kommentarfunktion und lass uns und allen delamari von Deinem Wissen profitieren. Stay tuned & ROCK ON!

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2 Kommentare

bei “Lead vs. Rhythm – DG007

  1. Raphael Apr 25, 2013

    Lead vs. Rhythm…
    hm…

    Als ausgebildeter Bassist und Gitarrist würde ich nicht zwischen Rhythmus und Lead unterscheiden in dem Sinne, dass es da eine klare Grenze gibt. Ich würde es eher so sehen, dass beides irgendwie auch miteinander zusammenhängt. Gewiss muss nicht jeder mit einem Inferno aus „g-schredde präsentiert: 1001 Note pro Minute“, aber wenn es drauf ankommt solle man als ambitionierter Musiker schon wissen, welche Möglichkeiten (harmonisch) man hat.
    D.h. es stellt sich für mich nicht die Frage lerne ich ein Lick nach dem nächsten (was ich eh nur dann für sinnvoll halte, wenn man damit Transfehr betreibt!), sondern man sollte an den Punkt kommen, wo man sich mit dem Instrument auszudrücken weiß und das ohne nachzudenken was muss ich als nächstes tun und „welche Noten habe ich in der Skala D-Dorisch?“…
    Mal abgesehen davon ist meine Erfahrung, dass es die Unterscheidung zwischen Rhythmusgitarre und Leadgitarre eher mehr in dieser Rock und Metal Kiste gibt. In anderen Musikrichtungen und Genres wird da eher weniger unterschieden.
    Um es kurz zu fassen:
    Ich würde jedem raten, der sich ambitioniert mit seinem Instrument auseinandersetzt sich
    a) einen intelligenten Übeplan aufzustellen, der zwischen kurzfristigen Zielen (z.B. in einer Woche/Monat) und mit langfristigen Zielen (z.B. in einem Jahr) unterscheidet
    b) sich an folgende Grundsätze zu halten:
    1. sag niemals NEIN
    2. erst Mofa fahren, dann Honda
    3. Immer das üben was man nicht kann
    4. Offen sein und auch den Blick über den Tellerrand wagen. Sich auch mal mit nichtgitarrenmusik beschäftigen (z.B. Stimmführung bei Bach/Paganini/etc…oder ein Klavierstück auf Gitarre transferieren, bzw. Stücke der Beatles eignen sich auch gut als Chord Melodies
    c) sich mit den folgenden Inhalten auseinander setzen:
    1. Gehörbildung (das ist die halbe Miete! Wer hört, hat Plan!)
    2. Musiktheorie (da gibt’s z.B. gute Bücher von Frank Haunschild und Frank Sikora)
    3. sich mit so vielen Styles wie möglich auseinander zu setzen. Wer das beherrscht, der kann Musik wirklich wie eine Sprache ansehen und einfach reagieren und auch „outside the box“ anwenden und klischehaftes Schubladendenken beiseite packen
    4. Rhythmus! Da gibt’s z.B. gute Rhythmusschulen von Dante Agostini oder z.B. von Sigfried Fink (Übungen für kleine Trommel)
    5. Üben Üben Üben! Von nix kommt nix! Ganz einfach und nur weil man nen Recti hat, heißt das noch gar nix!
    6. Technik im weitesten Sinne (komplexe Akkorde und Umkehrungen schnell finden und greifen können, ein paar Fingerübungen für ein bissel Speed, Picking Techniken, etc…)
    7. Sich auch Leute suchen, mit denen man gut und unkompliziert jammen kann. Ggf auch mal an eine Open Stage gehen und mutig ins kalte Wasser springen…

  2. Henry Mai 3, 2013

    B1 – Schenkst du mir 100€?
    B2 – Wenns ne Shadow is ok :)

    Ansonsten stimme ich voll und ganz zu.

    Rhythmus ist unabdinglich und sollte auch verstanden sein.
    Allerdings gibts da ein Problem Rhythmus hat eine Gefühlskomponete.
    So manch einer kann da üben bis zum erbrechen und kriegt es nie gebacken.
    Zumindest nicht alleine. Da ist die Empfehlung sich dringend andere Musiker zu suchen und so viel wie irgend möglich mit denen zu jammen.
    Es gibt halt Menschen, die alleine rhythmisch nix gebacken kriegen, aber die zusammen mit anderen durchaus mitspielen und grooven können.

    Da sprech ich aus jahrelanger Erfahrung als Band und Schlagzeuglehrer :)

    Gruss
    H.

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