Lust oder Frust? Übungspläne für Gitarre und Bass – DG010

27. April 2013

Wer sein Instrument gut beherrschen will, der muss üben und Lehrjahre sind ja bekanntlich keine Herrenjahre. In der zehnten Folge von delamar Guitar unterhalten sich Ann, Jens und Henry über Übungspläne für Gitarre & Bass. Während Henry, ganz Altrocker, eher den Waldorf-Pädagogen mimt, lassen Ann und Jens so richtig den ollen Pauker raushängen.

Viel Spaß und beste Unterhaltung mit dieser Episode!

Lust oder Frust? Übungspläne für Gitarre und Bass – delamar Guitar DG010

Das Erlernen eines Instruments soll Spaß machen. Trotzdem kommt gerade wenn Du am Anfang stehst und deine ersten Gehversuche unternimmst, schnell der Punkt, an dem Du den Spaß verlieren könntest. Hier würdest Du sehr gerne den trockenen Übungsplan zur Seite legen und wieder zum Spaß übergehen. Dann spielst Du zwar das, was Dir Spaß macht, aber vielleicht nicht unbedingt das, was Dich weiter bringt. Ist das Üben am Instrument im engeren Sinne all das, was keinen Spaß macht? Das ist jetzt natürlich etwas überspitzt formuliert. Wie Du in dieser Folge erfahren kannst, ist es nämlich nicht unumstritten, was zum Üben im engeren Sinne dazugehört.

Die beste Methode, effektiv und effizient zu üben, ist, sich einen Plan zu machen und diesen diszipliniert durchzuhalten. Insbesondere, wenn Du keinen Lehrer hast, ist die Entwicklung eines Übungsplans und vor allem auch das nachhaltige Dranbleiben nicht ganz so einfach. Ohne Anleitung und Aufforderung von außen ist es nicht immer leicht, sich selbst zu motivieren bzw. zu disziplinieren.

Auch dir ist es vielleicht mal so ergangen, dass Du dir technisch etwas Neues draufschaffen wolltest, dann aber doch lieber Songs oder Licks und Riffs gespielt hast, anstatt richtig zu üben. In dieser Folge von delamar Guitar, dem Podcast zur Gitarre und ihren Saitensprüngen möchten wir dir ein paar Tipps geben, wie Du deinen Übungsplan zusammenstellen und mit welchen Tricks Du dich motivieren kannst, am Ball zu bleiben.

  • Wie lange sollte eine Übungseinheit sein?
  • Üben…was ist das und was macht man da eigentlich?
  • Vorsicht vor Verletzungen: Aufwärmen ist Pflicht!
  • Gitarre oder Bass werden mit zwei Händen gespielt: Anschlag- und Greifhand gleichermaßen trainieren!
  • Stretch- und Technikübungen: Die Spinne lässt grüßen ;-)
  • Tonleiter und Skalen: Harmonielehre auf dem Griffbrett
  • Rhythmus und Groove: Das Timing nicht vergessen
  • Picking-Techniken: Alternate Picking, Economic Picking, Legato, Finger Picking und was zur Hölle ist Chicken Picking?
  • Ist das Üben zu Drum Loops dasselbe wie zum Metronom?
  • Belohne Dich selbst: Licks über Jamtracks spielen und dabei Spaß haben

Wenn Du auch Tipps und Tricks für das Üben von Gitarre oder Bass hast, dann teile dein Wissen und deine Erfahrung mit allen delamari, indem Du einen Kommentar zu dieser Folge schreibst. Wir freuen uns auf Dein Feedback! Stay tuned und ROCK ON!

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21 Kommentare

bei “Lust oder Frust? Übungspläne für Gitarre und Bass – DG010

  1. Rotrose Apr 28, 2013

    Vielen Dank für die informative Sendung! Ich finde es schön, dass zum ersten Mal das wirkliche Spielen des Instruments thematisiert wurde. Ich würde mir zu diesem Bereich noch mehrere Folgen wünschen.

    Einen Tipp der meinen Üben revolutioniert hat möchte ich hier auch nochmal loswerden: 5 Minuten wirklich fokussiertes Üben sind effektiver als 20 Minuten in denen man nebenbei den Kopf in den Wolken hat.
    Deshalb übe ich mit einem Küchentimer, den ich auf 5 Minuten einstelle – Zum Beispiel 5 Minuten nur Arpeggien. In der Zeit mache ich dann aber nichts anderes – keinen Schluck Wasser, keine Gedanken an irgendwelche anderen Dinge, nichtmal einen Blick auf die Uhr. Das hilft mir die „langweiligen“ Übungen täglich eine halbe Stunde konzentriert und effektiv durchzuziehen. Danach belohne ich mich eine halbe Stunde lang mit spaßigen Übungen wie neue Songs lernen/raushören, zu einem Jamtrack improvisieren oder Songs für die Band zu üben. So kommt jeden Tag meine Gitarrenstunde zusammen.

    • Jens Geilich Apr 28, 2013

      Danke für Deinen Tipp! Das ist wirklich eine sehr gute Idee. Wichtig und richtig: Konzentriertes, diszipliniertes Üben ist die halbe Miete. Und ebenso wichtig: Eine Übungseinheit mit Spaß beenden.

  2. Raphael Apr 29, 2013

    Interesant zur Abgrenzung zwischen „Üben“ und „Spielen“…ich glaube ich würde – wenn man mich nach einer Definition fragen würde, was ich unter üben verstehe eher sagen: „Sich mit etwas auseinandersetzen, z.B. analytisch. Und das dann so, dass ich damit ein Ziel verfolgt. In diesem Zusammenhang kann dann auch Üben darin bestehen Songs oder einzelne Parts für die Band zu üben (nicht jeder schüttelt alles locker flockig aus dem Handgelenk und manch einer sucht in der Band auch die Herausforderung seine persönliche Komfortzone zu verlassen…dann muss man seine Sachen halkt auch extern nochmal üben…

    Click Track:
    Irgendwie etwas dogmatisch wie ihr den Click Track in dem Poddy behandelt. Ich glaube man sollte sich zunächst mal die Frage stellen WOZU man überhaupt mit Click übt.
    In erster Linie geht es darum das Timing einigermaßen stabil zu bekommen und den übenden dahingehend zu erziehen, dass wenn er ohne Metronom klimpert, dass er dann sein Tempo halten kann.
    In zweiter Linie ist das Timing auch eine Art Kontrolle. Z.B. in dem etwas sportlicheren Gedanke auch ein bestimmtes Lick schnell und noch schneller spielen zu können ist der Klick die Kontrollinstanz, die uns sagt wo die Grenze ist.
    Natürlich kann man sich auch hinsetzen und versuchen gezielt laid back etc… zu spielen.

    Im Pod wurde auch festgestellt, dass Click halt aber auch sehr langweilig ist! Ich persönlich übe schon lange nicht mehr mit Click. Wenn ich im Studio irgendwas einspiele, dann benutze ich evtl. einen Click. Beim üben nehme ich mir eher einen Loop zu Hand. Das mache ich aus folgenden Grund:
    Ein Click hat KEINE „Mikrotime“ ein Drum Beat, der von Hand eingespielt wurde hat eine Microtime, die sich in der relativen Anordnung der einzelnen Elemente zueinander zeigt.
    Ich finde es viel interessanter auf nen Beat zu üben, da ich hier dann auch direkt auf das Feeling aufspringen kann, was vorgegeben ist und ich denke, dass das genau das ist was wichtig ist. Schlussendlich interessiert sich niemand dafür ob man auf nen Click spielen kann oder nicht. Interessieren tut, ob man groovt oder nicht (ich glaube in dem Punkt bin ich mit Ann d’accord)

    Der Tipp mit der Eieruhr (s.o.):
    Ja nicht schlecht der Tipp…wenn auch 5 Min etwas kurz sind ;-)
    ABER durchaus nicht schlecht der Tipp. Ne Möglichkeit wäre auch sich ein Zettel und nen Stift nebenan zu legen um sich mögliche Gedanken wie „was koche ich später“ aufzuschreiben um sich nicht zu sehr ablenken zu lassen…

    Plek vs. Finger am Bass:

    Ich würde nicht sagen, dass es sich hier um eine Streitfrage unter Bassisten handelt (zumindest kenne ich da niemanden…). Ich denke, dass das Plek halt eine mögliche Variante ist sich am Bass auszudrücken. Man höre sich z.B. mal Leute an wie Helmut Hattler oder Helmut Schmidt (jeder der Tatort guckt, könnte den aus der Vorspannmusik kennen…). Gerade wenn man mal von der Metal Schiene weggeht wo der Bass in aller Regel oder zumeist eher uninteressantere Sachen spielt ist es teilweise echt abartig was manch einer mit dem Plek am Bass so zaubert! Daher denke ich, dass es sich nur lohnt auch diese Technik in sein Reportoire mit einzubauen. Ich persönlich spiele meistens Fingerstyle. Greife aber auch sehr gerne zum Plek oder auch zu anderen Techniken…

    @ Ann:
    Wie kommt es, dass Dir beim Slappen die Hand weh tut? Das sollte so nicht sein. Bzw. auch nicht, dass man nach ner Woche wieder alles verlernt hat (wenn ich das richtig gehört habe). Aus der kurzen Schilderung im Pod würde ich sagen versuch deine rechte Hand beim Slappen locker zu lassen. Der Trick ist, dass man mit möglichst wenig Bewegung viel Geräusch mitnimmt. D.h. eher kleinere Bewegungen und eine gute Koordination der Dead Notes mit rechter und linker Hand. Schau mal bei YOUTUBE nach Scott’s Bass Lessons. Die sind da ganz gut. Andy Irvine kannst du da auch mal eingeben. Der macht auch diverse Tutorials

    @ Henry:
    Wenn du Skalen übst, wie Du das im Poddy sagst, übst du dann die ganze Zeit meinetwegen eine dorische Skala hoch und runter oder bettest du das dann in andere Übungen mit ein?

    • Rotrose Mai 2, 2013

      Hallo Raphael,

      die 5 Minuten haben sich in meinen Ohren auch immer sehr kurz angehört. Aber dann habe ich es ausprobiert und gemerkt, dass diese Zeit ziemlich lang sein kann. Wenn man beispielsweise 5 Minuten lang ( wirklich komplett ohne Pause! ) G-Dur o.ä. übt, ist das schon ziemlich anstrengend und reicht vollkommen aus.

    • @Raphael

      Richtig, Scott’s Bass Lessons sind super.
      Ich hatte leider einen recht brutalen Bruch, der schlecht behandelt wurde – und kann seitdem meine Hand nicht mehr so mhm „verwenden“, wie ich es für’s Slappen eigentlich müsste. Die Bilderbuchtechnik ist so für mich leider nicht mehr verwendbar.

      Zum Click:
      Gerade für Anfänger halte ich den Klick für unverzichtbar. Zumindest ich hatte am Anfang wenig Gefühl für „Mictrotiming“. Ich denke man muss erstmal selber und nur für sich den ganzen Spaß recht sicher drauf haben, DANN kann man auch auf Drumtracks umschwenken und selber darauf achten wie „laid back“ man jetzt wirklich spielt ;)

      Allerdings ab und zu mal Sachen auf dem Click auszutesten und dann doch merken, dass man selber ein paar ungünstige Timingtendenzen hat halte ich für wichtig. Auch wenn ich selbst sehr Clickfaul bin. Aber alle wirklich tighten Musiker, die damit ihr Brot verdienen (und die ich persönlich kenne), die prügeln sich bis zum Erbrechen mit dem Nervgepiepse.

      Zum Plek:
      Hui, dann hast du ein freundlicheres Umfeld als ich. Plek ist definitiv ein Spieltechnik, mit der man total interessante Sounds erziehlen kann (gerade mit Flats)- allerdings in meinem Umfeld etwas verpönt. Warum auch immer.

      Zur 5 Minuten Uhr:
      Wenn du wirklich eine Übung, die im Endeffekt nur zwei bis acht Takte lang ist, fünf Minuten lang durchspielst – dann ist das vergleichsweise ziemlich viel.
      So mache ich das selber auch, je nach Stresslage sechs, sieben „anstrengende“ oder „ungebliebte“ Übungen durchziehen und man hat eine halbe Stunde wirklich effizient geübt – eben nicht nur rumgejammt.

      • Raphael Mai 3, 2013

        Zum Slappen:

        Ich mache beim Slappen relativ kleine Bewegungen. Teilweise slappe ich aus den Fingern raus und das Handgelenk ist relativ ruhig dabei. Das geht also auch und ist v.a. für filigranere Sachen wie Double Thumbing ganz gut…

        zum Click:

        Hm…ich denke Click und Drum Loop erfüllen zunächst mal den gleichen Zweck. Sie geben ein zeitliches Gerüst vor. Da sehe ich zunächst erst mal wenig unterschied. Oder anders formuliert: Wenn man bei 40bpm versucht Viertel zu spielen ist das ungemein schwerer als bei 80bpm Halbe. In der Tat wäre das ja auch der erste schritt, wenn man mit Click übt, dass man dann in die Double Time geht, wenn’s in der normalen Geschwindigkeit nicht geht weil die Abstände zu groß sind.
        Auf der anderen Seite halte ich das Click spiel schon für wichtig. Allerdings (!!!) nicht des Clickes wegen, sondern um ein stabiles Timing zu erlangen oder um das Timing mit Übungen wie Thom W. weiter unten beschrieben sind zu machen…
        Contra Click:
        Der Vorteil, den ich bei Loops sehe ist, dass diese ja die menschliche Komponente haben (vorausgesetzt es sind welche die von Hand eingespielt sind). Folglich wird man auch versuchen sich daran anzupassen…und das ist ja dann auch schlussendlich das was man im Volksmund mit „es Groovt“ beschreibt. Oder auch wieder anders formuliert: Wenn man aufnimmt können Timing Schwankungen extrem nervig sein. Sie müssen es aber nicht, wenn a) die Schwankungen in einem bestimmten Rahmen sind und b) wenn die ganze Band „miteiert“…
        Ist das klar worauf ich hinaus will???

        Zum Plek:
        Man muss Autoritäten herausfordern, wenn man schöpferisch sein will!!! Zumindest hat das mal Kant gesagt…
        insofern muss man bei sowas auch streitbar sein oder den Bassistenjoker ausspielen. Sind die Leute drum rum zu festgefahren in ihren Kreativschubladen, dann lacht man sich halt eine neue Band an. Ich für mich hatte da bisher immer recht viel Glück und habe halt immer (auch bei den Jobs) halt 3-4 Linien immer in Peto, die ich anbieten kann. Meistens stößt das was ich mache auf Gefallen und von daher kann ich lästigen Diskussionen meistens aus dem Weg gehen und wenn es dann doch mal vorkommt, dass man in der „falschen Band“ gelandet ist, dann such ich mir halt wieder was anderes…haha…
        ABER…es gibt da in der Tat Leute, die sehr restriktive Vorstellungen davon haben, was man mit nem Bass alles so zaubern kann…man darf da dann vielleicht nicht gleich die ganze Trickkiste öffnen, sondern sich da langsam vortasten :-)
        Das mit den Flats klingt interessant in Kombi mit dem Plek. Hast du da zufällig Audiomaterialß Würde mich mal interessieren…

        Zur 5 Minuten Uhr:
        Hm…man sollte sich halt immer im Hinterkopf behalten für was man irgendwas übt. Wenn es ne Streching Übung oder so was an Gedöns ist…ja warum auch nicht. Aber wenn man sich „problemorientiert“ mit einem Thema auseinandersetzt, dann finde ich 5 Min nicht so arg viel. …um es konkret zu machen: Wenn ich ein Lick oder sowas auf Geschwindigkeit bringen will, dann wären 5 Min wohl zu wenig…denn das Quäntchen an Fortschritt wäre so klein, dass es erst mit ganz viel Zeit wahrnehmbar wäre, so dass man dann irgendwann die Lust verlieren würde. …

      • Rotrose Mai 3, 2013

        @Raphael:

        Thema 5-Minuten Uhr: Genau da ist das Metronom der stärkste Motivator! Ich steigere mein Tempo immer ein kleines bisschen und führe darüber Buch. So mache ich meinen Übungserfolg messbar.
        Sicher, wenn man sich jetzt akut etwas draufschaffen muss ist das Konzept nichts. Für einen mittel- bis langfristigen Erfolg klappt das für mich super, denn einen Stunde am Tag habe ich für mein Hobby immer und so kann ich die Zeit optimal ausnutzen.

    • Henry Mai 2, 2013

      Hi

      zum warmwerden spiel ich die Skalen und dann denk ich mir Übungen dazu aus, bzw. übe die auf diversen Lagen…
      Ich such mir auch zufällige Nummern, wie Telefonnummern o.ä., verteil die auf die Skala und spiel das dann :-)

      • Raphael Mai 3, 2013

        Klingt ein bissel wie Mathe ;-)
        Für’s Verständnis:
        Angenommen du hast eine Zahlenfolge wie 20570868 dann würde die 2 der Sekunde, die 0 weiß nicht was, die 5 der Qunte, die 7 der Septime, die 8 der Oktave entsprechen?

        Da fällt mir noch eine gute Übung für Impro und Gehör ein.
        Ziel ist es der Impro Kontur zu verleihen, dass man lernt die Akkordtöne zu hören und diese als zentrale Bausteine in deiner Linie zu sehen
        Man nehme eine Akkordfolge wie z.B.:
        | Dm7 | G7 || (hier in diesem Fall eine II-V Verbindung)

        Jetzt nimmt man sich pro Takt einen Ton und wenn der Akkordwechsel kommt greift man den nächstliegenden Akkordton des nächsten Akkords.
        D.h. wenn ich bei der II ein d spiele, dann würde sich bei der Dominante (G7) die Septime anbieten (f), wenn man aufwärts spielt oder wenn man abwärts spielt, dann würde ein h kommen…das geht ewig so weiter…
        EIne Sequenz könnte z.B. so aussehen (bei einer Note pro Takt:
        | d | f | a | h | c | d |…
        …bei zwei Noten pro Takt:
        | d f | g h | c d | f g |…

      • Henry Mai 3, 2013

        Musik basiert auf Mathe bzw umgekehrt.
        Deswegen sind Musik und Mathe die einzigen universellen Sprachen auf diesem Spiralarm des Universums :)

        Du hast es erfasst: Vom Grundton aus kann man die Skala von 0-9 durchnummerieren und dann baut man sich anhand von Telefonnummern Riffs und Licks :)

        Probier mal die Nummer des Kanzeramtes über eine Mixolydische Skala :)

        Gruss
        Henry

      • Henry Mai 4, 2013

        Genau :)

        030 18 272 2720

        Ich weiss die bonner Rufnummer nicht mehr. Aber die hier ist auch nicht schlecht :)

  3. Thom Wettstein Apr 30, 2013

    Die Sache mit dem Metronom ist für mich mitunter eine der wichtigsten. Ich übe nicht gerne mit einem Drumloop. Genau wegen dem Mikrotime fühle ich mich eingeengt. Ich stelle das Metronom auf 2+4. Das heisst: Bei Tempo 120 stelle ich das Metronom auf 60 und interpretiere die Ticks als snare. Wenn man einzählt, schnippt ja man auch auf 2+4 (bitte nicht auf 1+3). Seit ich mit diesem System übe, bin ich sehr viel sicherer geworden im Time.

    • Raphael Mai 1, 2013

      Interessant…
      wenn du mit Metronom übst, weil du der Auffassung bist, dass dich die Mikrotime einengt…warum progammierst du dann das Metronom wie ein Drum Loop (Ticks als Snare und so)? UND…was machst du dann in einer Bandsituation wo du wieder mit der Mikrotime konfrontiert wirst?

    • Henry Mai 3, 2013

      Engt das nicht ein sich so auf die 2 und die 4 zu konzentrieren?

      Die Kunst etwas gut zu spielen ist ja eigentlich zu wissen, wann man etwas nicht spielt :)

      Hast du schon mal versucht dein Spektrum auf 6/8 und 5/4 zu erweitern?

      Ich kann 5/4 echt empfehlen – die Beats auf 1,3 und 5 programmieren und dazu jammen, erst mal nur mit Akkorden und später dadraus Melodien machen :)

      Gruss Henry

      • Raphael Mai 3, 2013

        Die Idee ist viel mehr, dass man ein anderes Gespür für Timing bekommt.

        Odd Time Signatures wie 5/4 oder 7/8 sollten natürlich auch beherrscht werden.
        Ich habe mal ne Zeitlang an der Musikhochschule in einer Balkancombo gespielt und da habe ich mit bei einem Stück in 11/8 eine globale Rhythmusstruktur zurechgelegt, die ich in Gruppen aufgesplittet habe…

  4. patrick pierson Mai 2, 2013

    oh noch ne sache, die mal gut zur Geltung kam: Aufhören wenns weh tut!!!!!!! Ich hab mal ein Technikstück (Hummelflug in bearbeitung von Troy Stettina) für Gitarre geübt und erst langsam und auswendig gelernt und immer schön weiter und langsam und langsam und langsam geübt und dann mal schneller und schneller … gerade als ich so in die Nähe des erwarteten Tempos kam, bekam ich ne Sehnenscheidentzündung…. hab dann aber auch nciht gleich aufgehört, weil man is ja gerade so gut drin und sooo arg tuts nicht weh und überhaupt, lange nicht mehr so schön schnell und sauber gepsielt und das lass ich doch ncih allles jetzt gehen, wenn ich aufhöre etc…. naja, irgendwann bin ich sie wieder losgeworden, die entzündung, und muss jetzt tierisch aufpassen, auch beim mausrumschieben etc…. voll doof. das ganze ist bestimmt schon 6 jahre her….
    pat

  5. Thom Wettstein Mai 2, 2013

    @Raphael
    es ist nicht so, dass ich das Metronom als Snare sehe. Es geht eher darum die leichten Taktteile zu betonen. Dadurch bin ich nicht in einem Raster gefangen. Ich kann darüber alle möglichen Taktarten und Phrasierungen spielen. 6/8, 12/8, 4/4, Quintolen… Es ist zwar ein Bisschen tricky am Anfang, doch es macht durchaus Sinn. Ich habe diese Technik im Musikstudium kennengelernt. Da ich E-Bass spiele habe ich die Fakultät Jazz besucht. Da ist die 2+4 Betonung das A+O.

    • Raphael Mai 2, 2013

      Ah jetzt verstehe ich wie du das meinst.
      Du lässt das Metronom/Click nicht auf 1-2-3-4 laufen, sondern nimmst die Off Beats…ja das ist nicht schlecht.
      Auch ne nette Übung um die Time zu vervbessern, die sich v.a. gut am Schlagzeug eignet. Man nehme einen Click und interpretiere den um einen 16tel verschonen oder auch mehrere 16tel verschoben. D.h. der Click tönt dann nicht auf die den jeweiligen Downbeat (1-2-3-4) sondern meinetwegen auf die zweite 16tel (ein-SE-un-de …oder pi-ZZA-pi-zza)…

  6. Raphael Mai 2, 2013

    …vielleicht auch noch eine nette Sache:
    Ich habe – damals als ich noch extrem viel geübt habe – immer versucht mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. D.h. Wenn ich sowas wie Skalen oder Arpegien geübt habe, dann habe ich mir hier und da kleine Etüden geschrieben oder habe mir ein Playback programmiert, wo ich die einsetzen konnte.
    Generell finde ich auch sinnvoll sich Ziele klarzu machen. Kurzzeitziele (z.B. was will ich in der kommenden Woche erreichen) und Langzeitziele (Z.B. was will ich in 1-2- Jahren erreichen)…

  7. Henry Mai 3, 2013

    @Raphael

    Das macht auf jeden Fall Sinn :)

    Für mich selbst halte ich das ähnlich. Wenn man übt und dann anfängt sein Zeug in der Band zu spielen und dann merkt, dass alles so viel flüssiger läuft hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt :)

    Gruss
    Henry

  8. Raphael Mai 3, 2013

    @ Henry:
    Zum Thema „Musik basiert auf Mathe und umgekehrt“:

    Diese Übung hört sich sehr freaky an und könnte aus der Reihe „Verkrassung“ stammen…haha.
    Wie sich da wohl die Nummer aus dem Kanzleramt anhört über Mixo???

    Noch kurz für’S Verständnis:

    0=Prim
    1=Sekund
    2=Terz
    3=Quarte
    4=etc…

    7=Oktave
    8=None
    etc…

    gehst du das so an?

© delamar.FM