Der Tonstudio Preis / Lena & ESC / Songwriting Pitches #67

1. Juni 2010

In der heutigen Folge des delamar Podcasts geht es um ein wirklich schwieriges Thema: Der Tonstudio Preis. Der Kunde möchte möglichst wenig bezahlen und der Betreiber des Tonstudios benötigt genügend Geld, um zu überleben. Und dazu kommt dann noch der Wettbewerb. Wir sprechen über den Tonstudio Preis, den gewonnenen Eurovision Song Contest, Songwriting Pitches und klären die Frage, was ein ästhetischer EQ ist.

Der Tonstudio Preis / Lena & ESC / Songwriting Pitches #67

Die Aufzeichnung am gestrigen Abend hat richtig Spass gemacht, zumal sich wieder eine Menge interessierter delamari im Live-Chat eingefunden haben. Es wurde eifrig über die angeprochenen Themen diskutiert und wir sagen Danke an alle, die sich den Montagabend dafür Zeit nehmen. Uns macht es sehr viel Spass mit dieser Interaktion.

Die Themen der heutigen Folge waren breit gestreut – kein Wunder bei dieser Woche. Wir sprechen über Apple, GEMA, die Hardrockband Bonfire, den Eurovision Song Contest, Lena, den richtigen Preis im Tonstudio, lösen das Gewinnspiel auf und klären einige Hörerfragen, die auch für dich sehr interessant sein dürften.

Hier ist die chronologische Übersicht der heutigen Sendung:

 

Ein Gericht überpüft Apple’s Druck auf Tonträgerfirmen

Unter der Hand ist es eigentlich ein offenes Geheimnis, dass Apple am liebsten selbst besitmmt, wohin die Reise gehen soll. Nun prüft ein amerikanisches Gericht, ob Apple unrechtmässigerweise Druck auf Labels und Tonträgerfirmen ausgeübt hat. Konkret geht es um Vorwürfe, die behaupten, dass Apple keine Musik mehr bewirbt, die zuvor eine exklusive Vorveröffentlichung beim Amazon’s MP3-Dienst hatten.

 

Lena gewinnt den Eurovision Song Contest

Wir haben es nicht kommen sehen, freuen uns dafür aber umso mehr, dass die Europameisterschaft im Singen endlich mal wieder nach Deutschland geholt wurde. Wir sprechen über das Event am vergangenen Samstag, die Künstler und Sänger, die Songs und verraten dir, worum es am Ende ging.

 

Der Tonstudio Preis – Wie findest Du den richtigen Preis?

Hauptthema des Abends war die Preisfindung für Tonstudios oder, um es in anderen Worten zu sagen, der richtige Tonstudio Preis. Zum einen wollen Musiker und Bands, die ins Tonstudio gehen, nicht exorbitant viel Geld zahlen müssen. Auf der anderen Seite aber müssen die Betreiber eines Tonstudios aber ihre Familier ernähren, das benötigte Musikequipment bezahlen und auch etwas für die Vorsorge tun.

Wir sprechen darüber, wie man den eigenen Preis für das Tonstudio festlegen kann und wie ein Musiker oder eine Band entscheiden kann, ob der Preis für die Aufnahme gerechtfertigt ist. Es geht weiterhin um den Einfluss von Musikequipment, das KnowHow und die Ausbildung auf den Tonstudio Preis.

 

Der Tipp der Woche

Im Tipp der Woche gibt es heute einen alten Bekannten in neuem Gewand. Bei Markus kannst Du ab morgen das VST-Plugin Dino Isa, ein Denoiser bzw. Entrauschungseffekt, für kleines Geld erwerben.

 

delamar Hörerfragen

Sehr breit gefächert sind die heutigen Hörerfragen der delamari. Zunächst besprechen wir, wie Du als Songwriter deine Songs anbieten kannst. Es geht um so genannte Songwriting Pitches, Webseiten, auf denen Du erfährst, wer gerade was sucht und worauf Du dabei achten kannst. Des Weiteren sprechen wir über die Notwendigkeit als Veranstalter so genannte Listen mit Musikfolgen an die GEMA weiterzureichen und klären die Frage, was gemeint ist mit der Begrifflichkeit „ästhetischer EQ“.

Du siehst, es ist wieder eine spannende Sendung geworden, in der es eine Menge zu entdecken und zu lernen gibt. Deine Fragen kannst Du uns an fragen/ät/delamar.de schicken. Über dein Feedback in den Kommentaren, via Email, Twitter, YouTube, MySpace oder Facebook freuen wir uns natürlich.

Ach, übrigens: Welche Themen sollen wir für die nächsten Sendungen einplanen?

Antworten

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8 Kommentare

bei “Der Tonstudio Preis / Lena & ESC / Songwriting Pitches #67

  1. Jakob Siegler Jun 2, 2010

    Sehr interessanter Podcast.
    Vielen Dank für das ausführliche Thema zum Tonstudio-Preis.

    Übrigens gehöre ich zur Zeit zu den genannten Leuten, die ein Praktikum nach dem anderen machen. Anders kommt man meiner bisherigen Erfahrung gar nicht mehr zu einem Fuß in der Tür der Medienbranche. Es scheint halt enorm wichtig zu sein, zukünftigen Arbeitgebern eine Vielzahl von (mehr oder weniger sinnvollen, aber möglichst namenhaften) Referenzen präsentieren zu können und dafür im Vorfeld finanzielle Durststrecken zu absolvieren.
    Deswegen hätte mich natürlich sehr interessiert, wie ihr als Produzenten und Tontechniker selbst den Schritt geschafft habt, von euren Studiopreisen leben zu können.
    Ansonsten, wie gesagt, vielen Dank für den interessanten Podcast und Carlos, wenn du Praktikanten brauchst, sag Bescheid ;-)

    Rock on.
    Jake

  2. Phunkateer Jun 2, 2010

    Ich schreib mir jetzt ein Skript, das jede Woche folgendes postet:
    „Wieder ein super podcast. Weiter so!“ ;-)

    Im Ernst: Wieder ein sehr interessanter und unterhaltsamer Podcast, und das, obwohl das Thema „Tonstudiopreisfindung“ eigentlich garnicht meins ist.

    Bin schon gespannt auf die Tracks der delamari in den zukünftigen Folgen.

  3. n4Sphere Jun 2, 2010

    schade das ich nicht live dabei sein konnte im chat, aber auch als geschnittene variante gefällt mir der podcast!!

  4. Matthias Jun 3, 2010

    Hallo Jakob,

    warscheinlich hast du ja recht, aber irgendwie fühle ich mich doch unwohl, wenn es Firmen gibt, die ihr Konzept auf die Ausbeutung von Praktikanten ausrichtet und du nach 6 Monaten harter Arbeit nur durch den nächsten Praktikanten ersetzt wirst. Naja… Generation Praktikum halt.

    War übrigens eben auf deiner Myspace-seite…. ich mag deinen Song „Endlich Zeit“!

    weiter so…

    Matthias

  5. Hallo Carlos und Co :-)

    Toller Podcast und mega interessantes Thema, ich erinnere mich noch an mein erstes professionelles Tonstudio Projekt, neben einem Witzpreis von 400,- DM für ein komplettes ca. 400 qm großes Gebäude kamen leider auch weitere Kosten dazu die ich damals falsch kalkuliert habe, nicht nur Heizung, Strom, Wasser, Müllabfuhr, Steuerberatung, Telefonkosten, Umsatzsteuer und so weiter mussten bedacht werden sondern auch die laufenden Kredite wollten bedient sein, zudem habe ich was die Werbung angeht komplett geschlafen, wie sagte schon Mister Ford „Wer nicht wirbt der stirbt“.

    Mein Preis war damals 25,- DM per hora, das ist wie Ihr der angegebenen Währung entnehmen könnt, schon länger her.

    Mein Tipp ist, kalkuliert gut, lieber ein Preis der real ist als Dumping Preise die wie ein Loch im Eimer wirken, also ich will damit sagen Ihr blutet bei Niedrigpreisen Euer Unternehmen Tonstudio stetig aus, der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und ein wenig ausruhen sollte man ja auch noch können.

    Faire Preise und zwar fair nicht nur für den Kunden sondern auch für den Tonstudio Betreiber, das ist zumindest schon einmal ein Ansatz.

    Gruß, Andreas

    • Carlos Jun 8, 2010

      Hallo Andreas und vielen Dank für deine netten Worte! Vor allem aber vielen Dank für deine Einblicke. Ich denke die Worte von Herrn Ford sind wirklich wichtig. Marketing ist mind. 50% des Erfolgs, wenn nicht mehr. Gerade die vielen versteckten Kosten werden von vielen überhaupt nicht reingerechnet…
      Und das Ausbluten ist genau der Punkt: Am Ende des Tages ist nicht nur das Unternehmen ausgeblutet, sondern der Mensch gleich dazu…

  6. Jakob Siegler Jun 4, 2010

    @Matthias:
    Vielen Dank fürs reinhören.

© delamar.FM