In diesem Podcast hörst Du unsere Erfahrungen, für welche Gitarristen ein digitales Rig und für wen hingegen ein klassisches analoges Rig sinnvoll ist. Haben »echte« Amps mit Boxen und Mikrofonierung im Zeitalter von Kemper, Axe-Fx und Line 6 noch eine Daseinsberechtigung? Wir haben uns zu lebhaften Diskussionen hinreißen lassen, aber das bleibt bei so einem Thema nicht aus …

Digital? Analog? Welches Rig für wen
delamar Guitar Digital #002

Es geht hier nicht um Preis oder Qualität. Wir wollen einmal beleuchten, für wen welche Technik am meisten Sinn ergibt. Grundsätzlich bekommst Du mit beiden einen guten Ton, es gibt gut und billig oder geil und teuer. Aber was brauchst Du für deinen konkreten Anwendungsfall?

Die Szenarien

  • Übungsamp
  • Bedroom Player
  • »One Trick Pony« für Blues / Metal
  • Top 40 Player
  • Recording
  • Monitoring – In-Ear / Monitorbox / Gitarrenbox

Übungsamp

Übungsamp für Anfänger oder Fortgeschrittene – gibt es da Unterschiede? Reicht ein einziges Gerät aus oder braucht man da schon mehr Material?

Bedroom Player

Die Bedroom Player spielen nur für sich zu Hause. Reicht da das gleiche Besteck wie in der Übungssituation? Was sagt dein Partner oder deine Partnerin dazu? Gibt es da Stress, wenn die Gitarrenpedale auf dem Sonntagskuchentisch herumliegen? Die Platzsituation ist nicht zu unterschätzen.

»One Trick Pony«

Der Blueser oder der Metaller braucht unter Umständen nur einen richtig guten Sound und für den Rest wird der Volume-Poti genutzt. Wohingegen der Top-40-Gitarrist jede Menge verschiedene Sounds braucht. Ist es da sinnvoll, in eine sündhaft teure Modeling-Lösung zu investieren, oder ist ein guter Amp und ein Box hier die bessere Lösung?

Monitoring

Willst Du den Druck, den eine echte Gitarrenbox produziert, oder kommst Du mit In Ear Monitoring klar? Wird der Krach toleriert? In einem kleinen Club oder Proberaum macht das Full Stack vermutlich wenig Sinn. Frei nach dem Motto »Kann man so machen, ist dann halt Kacke«.

Deine Gedanken zum Thema

Was denkst Du zum Thema? Teile deine Gedanken mit allen Hörern und Lesern. Was wäre dein Für und Wider zu den Fallbeispielen? Wir sind gespannt auf dein Feedback!

Antworten

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind mit * markiert

4 Kommentare

bei “Digital? Analog? Welches Rig für wen – DGD002

  1. Hi,
    seid ihr beim Guitar Summit in Mannheim? Bin am überlegen dahin zu fahren. Mal sehen. Hab den Eindruck, dass es da mehr zu sehen geben wird als auf der Musikmesse. Eure Meinung?

    Komischerweise bin ich ein Hybrid Spieler. Live nehm ich einen Modeller (Boss Gt100) und geh damit auf die Enstufe (send-Return) meines Röhrencombos. Hatte auch schon oft das Problem mit Pedalen, dass die nicht gehen oder (der Gitarrist baut bei unserer Band als letztes auf, weil er vorher den Technik Kram verkabeln muss…) ich die nur schnell hinstelle und dann doch irgendiwe alle Regler verstellt sind… so hab ich meine Sounds und gut. Praktischer und sicherer.

    Daheim beim Recorden gerade andersrum. Mit Pedalen und Röhrenvorstufe komme ich beim Homerecorden schneller zum gewünschten Sound als mit digitalen kisten. Da hab ich dann aber den digitalen Anteil bei der Box (also Cab-Sim). Das passt bei mir besser als die Box zu mikrofonieren, einmal probiert und war nicht glücklich damit.

    Gruß Patrick

    oh, falls da mal jemand in meine „Songs“ reinhören will,
    https://www.youtube.com/channel/UCOXMcrVQ834yTYjf0Ee6YtQ

    • Hi Patrick
      Ich werde mich vermutlich auf dem guitar Summit herumdrücken.
      Vielleicht schaffen wir es ja mal auf einen Kaffee oder so.

      Du hast da ein paar coole Songs am Start auf You Tube.

      Gruss
      Henry

      • Patrick P Jun 7, 2017

        Hi, ich hoffe auch, dass ich zum Guitar Summit kommen kann. Ich halt mal die Augen nach einem Delamar Shirt offen. Hoffentlich kommt da nix dazwischen.
        Danke für das Lob. Obwohl die Drums ja nur so midi loops sind, also dir als Drummer sind die wahrscheinlich zu statisch… ist für mich aber am einfachsten so…
        Gruß Patrick

  2. Florian Aug 4, 2017

    Einfach um das mal auf euer Radar zu bringen: mit Guitarix (http://guitarix.org) gibt es mittlerweile auch ein (mMn) brauchbares Amp+Cab Modelling Paket für Linux.

    Das ganze versucht erst garnicht bekannte Amps abzubilden, sondern gibt eher einen Bastelkasten um eigene Sounds zu kreieren. So kann man zB aus 6 verschiedenen Röhrenmodellen in verschiedenen Verschaltungen wählen. (zB 12AX7 in der Vorstufe und 6V6 in der Endstufe).

    Dazu gibt es noch eine ganze Reihe Bodentreter und Effekte. Und wenn das nicht reicht besteht die Möglichkeit die (auf Linux) üblichen Pluginformate einzubinden.

    Das ganze läuft auf einem entsprechenden konfigurierten aber in die Tage gekommenen MacBook [1] mit 96kHz und unter einer Millisekunde Latenz.

    Ich seh ein, dass das nicht für „jedermann“ ist… Aber meinen Verstärker zuhause hat das ganze schon ersetzt und ich versuche gerade eine sinnvolle Möglichkeit zu finden das für den Live Betrieb zu nutzen.

    [1] keine Ahnung wie alt, aber ist nen Core2Duo.

© delamar.FM