Volle Packung Drums: Satte 80 (!) Minuten delamar Guitar. Ausnahmsweise widmen wir uns in diesem Special nicht Gitarre und Bass, sondern dem Ur-Instrument: der Trommel. Im ersten Teil geht es um das geschickte Tuning deines Kits – das Stimmen, Justieren und Dämpfen der Trommeln (und teils auch der Becken). Viel Spaß beim Reinhören!

Drums Special I: Tune your kit
delamar Guitar #141

Und am achten Tag sprach Gott: »Let there be drums!« Liebe Gitarristen, seid uns nicht böse, aber wir haben ja angedroht, dass wir unseren und euren Horizont erweitern wollen.

Trommeln gibt es in allen Farben, Formen und Größen, die man sich nur vorstellen kann. Tja, der werdende Schlagzeuger hat sein Schlagzeug gekauft, nun steht es da, und jetzt? Klingt erst mal putzig, gar nicht so wie bei der Lieblingsband oder dem Lieblingsdrummer.

Wie Du deinem Traumsound etwas näher kommst, warum auch Schlagzeuger regelmäßig ihr Schlagzeug stimmen sollten und viele andere Tipps erfährst Du hier.

Die Themen

  • Felle runter
  • Kanten der Fellauflage kontrollieren (spanfrei, glatt, gleichmäßig geschliffen)
  • Schrauben und Gewinde prüfen, ggf. nachschneiden/Schrauben wechseln
  • Flügelschrauben an der Bassdrum – ein No-Go?
  • Felle aufziehen und dehnen
  • Klangfarbe und Grundnote der Kessel
  • Dämpfung der Bassdrum – Bater-Pflaster
  • Dämpfung der Toms – Moongel
  • Die Snaredrum klingt blechern – was nun?
  • Becken stimmen – geht das?
  • Das Set stimmen – wie fange ich an?
  • Die Bassdrum
  • Die Toms
  • Die Snare

Sag deinem Schlagzeuger, er möge sich delamar Guitar anhören, um etwas zu lernen, Spaß zu haben und endlich mit den Gitarristen mitdiskutieren zu können! ;)

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7 Kommentare

bei “Drums Special I: Tune your kit – DG141

  1. Moin Ihr Delamari,

    hier einmal meine Anmerkungen, Falk McHawk, Drummer bei „The Baltic Scots“:

    Erstmal super Klasse und vielen Dank, dass Ihr diese Folge gemacht habt! Jetzt haben wir Trommler auch mal was richtig interessantes zu hören ;-) . Und wenn es schon so ist, will ich auch mal meinen Senf dazu geben. Nicht zu allen Punkten aber was mir so hier und da einfällt.

    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Stimmung und auch Kaufberatung durchaus durch einen guten Schlagzeuglehrer vermittelt werde sollte. Habt Ihr keinen Lehrer, fragt einfach, ob Ihr gezielt dafür ein paar Stunden bekommen könnt. Oder fragt einfach erfahrene Schlagzeuger, die Ihr kennt aus Eurer Umgebung. Beisst ja keiner! Eigentlich…
    Ganz wichtig finde ich den Weg in den lokalen Handel. Lasst Euch dort mal beraten. Das ist gar nicht schlimm und meistens gibt es eh den Internetpreis. Da kann ich auch Probespielen und direkt vergleichen. Die übergeben Euch das Set der Wahl dann auch nicht einfach im Fabrikzustand, sondern übergeben es geprüft und gestimmt und beantworten auch Fragen. Wir hier im Raum Kiel/Lübeck haben da hervorragende Stores!
    Dann spart man sich auch das ganze Spiel und Gehampel mit den Gewinden und Schrauben und geht z. B. nicht mit einem metrischen Gewindeschneider in ein zölliges Gewinde, welche sehr oft vorhanden sind!! Aufpassen!

    Thema Felle: Es knackt übrigens nur Remo, da diese geklebt sind. Die anderen (Evans, Aquarian) sind geklemmt und knacken nicht. Trotzdem zentriert man diese. Wie das geht? Kann man sich auch erzählen lassen, z. B. Workshops von Spezialisten, die auch gegen Gebühr ein Set z. B. im Studio stimmen. Ich wüsste jemanden, der hier vielleicht auch als Gesprächspartner für den Podcast toll wäre!

    An sich ist das Thema Felle fast genauso vielfältig, wie Gitarrenseiten. Sticks übrigens auch. Könnte man ’ne ganze Sendung draus machen.
    Dann habt Ihr über die Flügelschrauben an der Bassdrum gesprochen. Die gab es früher fast immer. Finde ich persönlich nicht schlimm, da ich (nicht nur) meine Bassdrum beim Gig oder im Studio eh direkt nochmal in der Stimmung prüfe oder sogar erst vor Ort stimme. Liegt ja manchmal an der Gegebenheit. Club, Pub, große Bühne, … da kann man variieren.
    Hat man das mit dem Stimmen mal gelernt und für sich geübt, dann geht es ja auch schnell. Ich muss ja auch ein defektes Fell ggf. in kürzester Zeit beim Gig tauschen können. Warum Henry alle Schrauben auf Inbus tauscht ist mir übrigens ein Rätsel. Als Drummer hab ich immer mehrere Schlüssel im Anschlag, z. B. am Haustürschlüssel, Autoschlüssel, Stickbag, an der Snare, und und und… Und um 23 Uhr bekomme ich auch keinen Inbus mehr aus dem Baumarkt und der Hausmeister ist weg. Beim Vierkant geht im Notfall dann auch noch die Zange!

    Die beschriebene Stimmtechnik finde ich OK. Das macht jeder ein wenig anders. Aber nochmal, die Stimmung der Bass, Snare und Toms kann tatsächlich variieren, je nach dem, wo ich spiele. Im Studio nehme ich mir Zeit und kann das alles ganz genau machen. Live muss man manchmal schnell was nachstummen können, abhängig von Räumlichkeiten, Temperaturschwankungen, oder es verstimmt sich was während des Gigs.
    Das muss man natürlich üben üben üben! Gehört für mich nun mal auch dazu. Gegen verstimmen gibt es übrigens Hilfsmittel im Fachhandel. Nutze ich nicht aber die Suchmaschine wird helfen.
    Ach ja, das Bassdrum-Loch. Kann man machen oder manchmal auch nicht. Ich persönlich habe das Loch nur, wenn ich weiß, dass da ein Tonmann ein Mikro reinpacken muss. Spiele ich im Pub akustisch, dann nutze ich gern ein geschlossenes Fell. Mikrofonierung ist ja übrigens auch ein Thema für sich und gab es auch schon bei delamar.
    Auch das Dämpfen ist so eine Sache. Ich sage nur: Weniger ist mehr! Das mit dem feuchten Küchentuch kannte ich noch gar nicht, finde es aber sehr sympathisch! Auch dieses Thema machen einige zur Philosophie und der Fachhandel hat da auch viele teils überflüssige Hilfsmittel.
    Becken passen für mich in die Sendung so nicht rein, denn die wären bestimmt auch eine eigene Sendung wert. Mit den Sticks und Fellen…

    Ich glaub, ich bin durch!

    Gibt es Fragen zu meinem Kommentar, dann kontaktiert mich doch einfach.

    Ich freue mich auf die nächste „Drummer“-Sendung!

    Slàinte Mhath
    Falk McHawk

    • Hi Falk
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Und ja, wir haben noch ein paar Sendungen mehr geplant. Auch zu den Themen die du vorgeschlagen hast 😊

      Ich hab da ja leider ’nur‘ Gitarristen als Gesprächspartner 😁
      Wenn du Lust und Zeit hast schreib mich mal auf Facebook (über delamar) an.

      Das mit den Imbusschrauben lag einfach an zwei Dingen:
      Ich habe mal Snaredrums gehabt, die die schon dran hatten. Das waren Trommeln, die Kevlar Felle hatten.
      Da waren dann pro Fell 24 Schrauben dran. Und das ohne Akkuschrauber war echt nervig. Der Einfachheit halber hab ich dann alle Schrauben an allen Trommeln getauscht und fand das dann recht praktisch. Auch, dass ich nicht mehr die Flügelschrauben suchen musste, die sich gerne mal bei längeren Reisen im Koffer losgedreht haben.

      Slainte
      Henry

  2. Guido Laub Jun 3, 2017

    @Falk McHawk: Bor!! erst mal Danke für dein Statement. Find ich total klasse das Du dir die Zeit genommen hast hier zu schreiben. Bestimmt macht der Henry was daraus. Ich selber habe Null Plan von Drums.
    Wir freuen uns nur immer über Reaktionen und deine war üppig.

    Gruß Guido

  3. Hallo Leute,

    vielen Dank für diese Sendung. Viele Infos, ich werde die glaube ich noch so 2-4 mal hören :)

    Schon ein sehr interessantes Feld. Obwohl ich selber gar kein Schlagzeug spiele sondern Livemischer damit zu tun habe lohnt es sich wirklich, sich da mal fortzubilden. Drums halte ich für so etwas wie mein Lieblings“instrument“ aber ich weiß wirklich viel zu wenig darüber und verlasse mich darauf, dass die Drummer selber Material und Stimmung etc im Griff haben. Meist stimmt das sogar :)

    Apropos stimmt ;) — möglicherweise habe ich etwas falsch verstanden, aber um die Eigentöne der Trommeln zu merken, oder halt auch die Tonhöhe der gestimmten Toms etc kann man denke ich auch jede einigermaßen vernünftige Sound Analyzer App benutzen… hier mal ein Beispiel an einem Plastikbecher (gerade kein Schlagzeug in der Küche) :

    https://drive.google.com/file/d/0BywqSRW-KtPkT2pBQVdhZDlYUzA/view?usp=drivesdk

    Der Falk hat ja auch schon was dazu geschrieben, aber ich denke auch, dass man die Stimmung des Drums an den Raum anpassen sollte. Je nach Raummaßen, Akustik, Aufstellort etc kann das Schlagzeug schon sehr anders klingen in meiner Erfahrung. Deshalb kommt man gerade live eigentlich nicht drumherum, da etwas herumzudrehen. Im Buch „Mixing with your mind“ wird sogar empfohlen, den Aufstellort des Schlagzeugs danach zu wählen wo die Floor Tom am besten klingt IIRC. Den Luxus kann man sich ja nun auch nicht immer gönnen, aber jut :)

    Also — vielen Dank noch mal für den umfangreiche Einführung. Definitiv Inspiration und Potritt für mich da noch mehr drüber zu lernen!
    Eike

    • Hi Eike
      Du hast natürlich absolut recht, was das Stimmen angeht. Das hängt nicht unwesentlich vom Raum ab.
      Zu dem Thema wird es eine eigene Sendung geben. Mir ging es ja erstmal nur um die Basics. Die Feinheiten sind noch einige Sendungen mehr wert.

      Die Sachen, die ich vorgetragen habe sind mein persönliches Tool Kit. Zu der Zeit wo ich das gelernt habe gab es keine Apps 😊
      Es ist natürlich eine coole Sache, dass es sowas mittlerweile gibt.
      Für mich haben solche Lösungen einen entscheidenen Nachteil. Ohne Strom gehts nicht. Und ich finde man sollte ersteinmal die Technik, Fertigkeiten lernen, bevor man derartige Hilfsmittel benutzt. Allein schon mal um das Verständnis zu bekommen und das Gehör zu trainieren.
      Mit einer Stimmgabel kann man auch eine Gitarre stimmen, aber kaum einer weiss wie das funktioniert. Mit einem Stimmgerät ists einfach, das zeigt dir alles an. Was machst du aber wenn die Batterie alle ist?
      Ich würde mich nicht allzusehr auf die Technologie verlassen, eher auf mein Gehör.
      Aber auch hier: Das kann jeder halten wie er möchte.

      Vielen Dank auf jeden Fall für deinen Beitrag 😊

      Grüsse
      Henry / delamar

      • Ich bin nur auf den „Trick“ mit der App gekommen, weil irgendwer von Euch meinte, man könnte den Ton ja mitm Telefon aufnehmen.

        Im Allgemeinen stimme ich Dir aber natürliich voll zu: ich verlass mich auch im Zweifel lieber auf mein Gehör als auf Analyzer etc. Vielleicht braucht man aber mal aus welchen Gründen auch immer eine externe Referenz — dann kann ja jeder selbst entscheiden wie diese aussieht. Hängt ja auch von der Situation ab.
        Ich freue mich jedenfalls auf weitere Folgen zum Thema :)

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