Heute treffen zwei Welten aufeinander – Das FRFR-Abhörsystem und die Gitarrenbox. Ihr FĂĽr und Wider im Bereich von Gitarre und Bass besprechen wir bei delamar Guitar Digital … die Folge ist stellenweise geradezu philosophisch geworden. Viel VergnĂĽgen!

FRFR versus Gitarrenbox
delamar Guitar Digital #003

Im Gitarrenzirkus kann man die Kategorien FRFR (»full range, flat response«) und Gitarrenbox gegenüberstellen. Die zu Erstgenanntem zählenden Lautsprecher und Kopfhörer sollen das Signal mit einem möglichst breiten Übertragungsbereich und weitgehend unverfälschtem Timbre wiedergeben. Gitarrenboxen sind indes Spezialisten mit einem vergleichsweise eng gefassten, unregelmäßig verlaufenden Spektrum. Wir klären zunächst die Kategorien und stürzen uns dann ins Getümmel.

FRFR – Full Range Flat Response

  • Ăśberträgt Frequenzen von circa 20–20.000 Hz
  • Theoretisch linearer Frequenzgang
  • Theoretisch ohne Klangfärbung

Gitarrenbox

  • Ăśberträgt Frequenzen von ~60 Hz bis max. ~7 kHz
  • Frequenzgang weicht relativ stark von der Linearität ab
  • Färbung ist relativ stark (quasi wie ein Equalizer)

Der Knackpunkt

Eine Gitarrenbox erzeugt ihren Sound selbst und direkt, klingt also vergleichsweise konstant und berechenbar.

Bei Modeling-Verstärkern aller Couleur, die zum Anschluss an FRFR-Systeme gedacht sind, wird man von der Variabilität des letztendlich hörbaren Klangs geradezu überrumpelt. Unterschiedliche Abhörsysteme UND dank Tragbarkeit oft auch unterschiedliche Raumakustiken verwässern das ursprüngliche Versprechen eines eineindeutigen Sounds stark.

Eine Monitoring-Umgebung sollte so vertraut sein, dass man irgendwann wirklich beurteilen kann, wie an einem Sound gefeilt werden sollte. Das kann aber sehr schwierig werden, wenn so viele Variablen im Spiel sind wie bei digitalen Amps mit FRFR-Systemen zur Vertonung.

All das und mehr besprechen wir in dieser Folge. Viel SpaĂź!

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