Modeling III: Recap – DG030

14. September 2013

Zum Abschluss unseres Specials über Modeling für Gitarristen und Bassisten wollen wir in dieser Folge von delamar guitar, dem Podcast zur Gitarre und ihren Saitensprüngen, die wesentlichen Aspekte rund um den Einsatz von Software- und Hardware Modeling zusammenfassen. Dabei diskutieren wir auch grundsätzliche Fragen, für wen in welchem Kontext Modeling interessant sein kann, für wen eher nicht und welche Vor- und Nachteile dieses Verfahren hat. Viel Spaß!

delamar guitar #030 – Modeling III: Recap

Nach zwei Folgen zum Modeling für Gitarre und Bass gilt es nun, einen Strich unter unser Special zu ziehen und die wesentlichen Aspekte in der Diskussion zusammenzufassen. Nachdem wir uns zunächst eingehender mit dem Modeling via Plugins und anschließend mit Hardware Modeling beschäftigt haben, steht in dieser Folge von delamar guitar eine ausführliche Rekapitulation (neudeutsch »Recap«) an. Das Modeling von Amps, Stompboxen und Cabinets einschließlich Mikrofonabnahme hat Gitarristen wie Bassisten eine Tür zu einem riesigen Universum klanglicher Optionen geöffnet. Nie war es so einfach, sich für vergleichsweise geringe Kosten die verschiedensten Verstärkertypen sowie Effektpedale, Boxen und Mikrofone ins Gitarren- und/oder Bass-Rig zu holen.

Doch nach wie vor ist Modeling umstritten, insbesondere unter puristischen Vintage-Freunden. Nicht selten ist eine kritische Haltung auf den falschen Einsatz von Modeling bzw. die falsche Bedienung der Soft- und Hardware zurückzuführen. Aufklärung tut Not, damit Du dir eine solide Meinung bilden kannst. Das Ergebnis ist natürlich offen und wir sind gespannt auf Deine Erfahrungen. Die Shownotes dieser Folge:

  • Für wen ist Modeling interessant, für wen eher nicht?
  • Ist Modelling nur für Studiozwecke brauchbar?
  • Vor- und Nachteile im Live-Einsatz
  • Grundsätzliche Tipps zum Programmieren von Presets
  • Die idealtypische Signalkette des Gitarrensounds
  • Lenkt Modeling vom Spielen und Aufnehmen ab?
  • Willkommen in der Programmierhölle!
  • Ist Modeling grundsätzlich günstiger?

Wie findest Du die Idee, Audiokommentare zu unseren Podcastfolgen zu verfassen und könntest Du Dir vorstellen, zu einem »Call In« in eine unserer Podcastfolgen zu kommen? Schreib uns deine Meinung als Kommentar unter den Artikel zu dieser Folge oder sende uns Deine Ideen, Fragen und Themen an jens [ät] delamar [punkt] de. Stay tuned & ROCK ON!

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9 Kommentare

bei “Modeling III: Recap – DG030

  1. Axel Christel Sep 14, 2013

    Hallo liebes Delamar-Team,
    endlich kann ich als semiprofessioneller Live-Mucker auch mal etwas zum Thema sagen =)

    Ich verwende seit ca 7 Jahren das Boss GT8 Multieffekt und spiele die meisten meiner Gigs Line In mit Hilfe der Preampsimulation. Es stecken in den Sounds mittlerweile Jahre kontinuierlicher Nachbearbeitung und ich kann sagen, ich bin sehr zufrieden.
    Vorweg: Wir ziehen mit einer eigenen Anlage durch die Gegend und der Sound bleibt insofern immer annähernd gleich. Wenn wir bei einem Event eine Verleihfirma haben, bringe ich einen Verstärker mit. Man weiß ja nie. Auch wenn ich dafür gesteinigt werde: Wenn ich über den Amp gehe lasse ich die Preampsimulation an! Und ja, das klingt (bei mir) gut.
    Ich gebe mal ein paar kleine Tipps und Tricks, die allgemein hilfreich sind:

    Low Cut + High Cut, auch wenn die Ampsimulation läuft ist der Frequenzbereich nicht automatisch eingegrenzt.

    Weniger ist mehr, man braucht live weniger Gain und Zerre als man im Proberaum denkt.

    Bei High Gain sounds können die Höhen des Preamps auch mal ganz abgedreht werden. (subjektive Erfahrung meinerseits –> ausprobieren)

    Soll der Sound fetter werden, keine Bässe reindrehen!
    Das kommt Live auf Euch zurück, denn ein echter Gitarrenamp schafft gar keine zu fetten Bässe, die PA schon.
    Stattdessen: Hebt die Tiefmitten an, 500 Hz – 1 kHz

    Egal wieviele Effekte Ihr gleichzeitig auf einen Patch legen könnt, 3 – 4 sind Maximum falls Ihr nicht absichtlich spacige Sounds kreiren wollt. (z.B. Zerre, Hall, Echo, Chorus)

    Nutzt Live den Global-EQ. Der legt sich auf alle Sounds,
    d.h. kommt alles zu dumpf rüber, Bässe runter, evtl. Höhen rauf usw. Nicht vergessen beim nächsten Gig wieder zu nullen!

    Verlockend sind spezielle Effekte wie z.B. ein Pitch-Pedal, das die Gitarre höher oder tiefer stimmt. Ich würde die Finger davon lassen, es klingt nicht annähernd authentisch oder professionell.

    Falls Ihr noch Anfänger seid im Bereich E-Gitarre. Nutzt zunächst ein paar Analoge Effekte mit Verstärker, nur so könnt Ihr erfahren wie ein Gitarreneffekt klingen soll und diese Vorstellung dann auf die Programmierung eines Multieffekts übertragen.

    In der Live-Situation: Macht Euch die Arbeit, schreibt die Einstellungen Eurer wichtigsten Sounds heraus oder speichert sie auf dem PC ab und habt diese im besten Fall beim Gig dabei! Nichts hält ewig und wenn Euer MultiFX den Geist aufgibt geht die ganze Arbeit von vorne los. Ihr könnt Euch vorstellen, ich spreche aus Erfahrung.
    Wer die finanziellen Mittel und den Platz hat, kann sich auch ein kleines Backup mitnehmen. Ich hab z.B. immer noch ein Digitech RP255 dabei. Klanglich nicht so der Brenner but the Show must go on.

    Ich hoffe der Shitstorm der Analogkäsefans wird nicht so krass und ich konnte einigen ein paar nützliche Ratschläge geben. =)

    Liebe Grüße
    Axel

    • Jens Geilich Sep 14, 2013

      Hallo Axel! Vielen Dank für Deine ausführlichen Tipps. Kann mich vielen Deiner Tipps anschließen. ROCK ON!

    • Henry Kresse Sep 22, 2013

      Hi

      Ist im übrigen immer mein reden. Was sich über Kopfhörer gut anhört ist in anderen Situationen nicht immer zweckdienlich. Live benutzt man immer weniger Verzerrung. Damit man überhaut etwas differenziert wahrnimmt.
      Ähnlich verhält es sich mit Effekten: Den Wet Regler des Effekts soweit aufdrehen, dass man den Effekt deutlich hört und dann wieder soweit zurückdrehen, dass man meint es ist deutlich zu wenig. Dann ists aber grade richtig. Und wird auch als Effekt wahrgenommen und nicht als Störgeräusch.
      Wie hältst du das mit den Effekten?

      Gruss
      Henry

      • Axel Christel Sep 26, 2013

        Hi Henry,
        in Sachen Verzerrung bin ich in den letzten Jahren auch immer weiter zurück gegangen mit dem Hintergedanken, dass ein „geiler“ Zerrsound und schönes Sustain vor allem von einem guten Frequenzgang kommen, und nicht von immer mehr Gain.
        Was Hall und Echo angeht, bin ich von Hall immer mehr auf ein leises langes Echo umgestiegen. Es bleibt differenzierter, meine ich. Zerre und Hall/Echo benutze ich fast ausschließlich bei Soli gleichzeitig, bei Rhytmus fehlt da einfach die Tightness =)
        Mein Credo bei sowas ist eigentlich: Sobald man während des Liedes denkt „Da is Hall drauf“, ist es meistens schon zu viel. Gilt meiner Meinung nach auch für Gesang.
        Vor allem in Livesituationen würde ich sagen, im Zweifelsfall ein trockneres Signal.
        Btw, ich denke auch, dass man auf digitalem Weg nie die letzten 5% erreicht, allein schon weil es auf der Bühne mit Amp sich fantastisch anfühlt. Aaaaber auch analoge Rigs klingen oft nicht besonders ;)

    • Henry Kresse Sep 22, 2013

      Im übrigen bin ich Analogkäse-Anhänger :)

      Gruss
      Henry

  2. Alex 28 Sep 19, 2013

    Hallo, also Audiokommentare mögen eine gute Sache sein, nur wer nimmt sich die Zeit das dann alles zu hören? Da hab ich das schneller gelesen. Interessanter fände ich da, fragen in Audio gestellt und das ganze dann wie eine art Interview im Podcast zu gestalten. Also mehrere Hörer stellen ihre Fragen via Audio und ihr seid so zu sagen dann die interviewten.

    • Jens Geilich Sep 20, 2013

      Hallo Alex! Vielen Dank für Dein Feedback! Die Idee, der aufgenommenen und eingesendeten Frage, die wir dann in eine Folge integrieren könnten, ist ja nichts Neues hier bei delamar. Eine gute Idee! Was hälst Du (und die anderen) davon, in eine Sendung zu kommen und mit den Moderatoren direkt zu sprechen? Uns schwebt hier eine Art von „Call In“ – Show mit ausgewählten Zuhörern und ihren jeweiligen Anliegen vor.

  3. Alex 28 Sep 20, 2013

    Hallo Jens. Die Idee finde ich absolut genial. Gerade weil ich z.B. als Tontechniker und angehender Bassist auch etliche Fragen hätte, die das ganze aus einer technischen Sicht betrachten würden. Allgemein denke ich würde dadurch vielleicht auch weiterer Input für alle dabei herum kommen. Egal welcher von uns Zuhörern, in eurer Sendung seine Fragen an euch stellen kann.

    • Jens Geilich Sep 20, 2013

      Dann schicke uns doch Deine Fragen via Mail an: jens [ät] delamar [dot] de, damit wir uns vorbereiten können und wir schauen dann, für wann wir uns verabreden können.

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