Modeling II: Hardware – DG029

7. September 2013

Mit dieser Folge setzen wir das Modeling-Special fort. Diesmal geht es um Hardware-Modeling, d.h. um nicht-native Methoden der Simulation von Amps, Effektketten, Cabinets usw. außerhalb des Computers. Darüber hinaus erfährst Du viel über die Signalkette der Gitarre, die Tücken des guten Sounds und die Debatte, ob Modeling im Vergleich zur »Vintage-Lösung« des Originals besser, schlechter oder gleich gut klingt. Schließlich fragen wir nach den Gemeinsamkeiten sowie Unterschieden zwischen Modeling und Profiling.

Viel Spaß!

delamar Guitar #029 – Modeling II: Hardware

Die Reaktionen auf den ersten Teil bestärken uns in der These, dass das Thema Modeling ein besonders heißes Eisen unter Gitarristen wie Bassisten darstellt. Und in unserer Entscheidung, dieses Thema mehrteilig zu diskutieren. Ging es im ersten Teil des Specials um das Modeling mittels diverser Plugins und eigenständig lauffähiger Software, konzentrieren wir uns in dieser Folge auf das Hardware-Modeling. Damit sind nicht-native Modeling-Geräte gemeint, die außerhalb des Computers existieren und betrieben werden. Viele von Euch werden solche Geräte insbesondere mit Produkten von Line 6, einem der Branchenriesen in diesem Segment, identifizieren.

Daneben existieren heute allerdings viele Alternativen, zum Teil von namhaften Amp-Herstellern. Mit dem Fractal Audio Axe FX existiert seit einigen Jahren eine Art »Excalibur« auf dem Hardware-Modeling-Markt, weshalb dieses Gerät in unserer Folge nicht zu kurz kommt. Mit Markus Hohmann steht uns hier ein Experte zu diesem Gerät zur Verfügung. Carlos San Segundo und unsere Ann bringen sich mit ihren Kenntnissen zum Avid Eleven Rack ein, während Jens über seine Erfahrungen mit dem Line 6 POD HD berichtet.

Ein innovativer Neuling treibt den Modelern seit kurzem den Schweiß auf die Stirn: der Kemper Profiling Amplifier. Was der Unterschied zwischen Modeling und Profiling ist und ob man diese beiden Herangehensweisen überhaupt miteinander vergleichen kann, erfährst Du ebenfalls in dieser neuen Folge von delamar Guitar, dem Podcast zur Gitarre und ihren Saitensprüngen. Last but not least gibt es noch ein Crashkurs in der Signalkettenkunde von der Gitarre über den Amp zur Box. Die Episode in Stichpunkten:

  • Fractal Audio Axe FX
  • Avid Eleven Rack
  • Line 6 POD HD
  • Kemper Profiling Amplifier
  • Unterschiede zwischen Software- und Hardware-Modeling
  • Ist der Vergleich mit »Vintage« überhaupt sinnvoll?
  • Ist Modeling »billiger« als Vintage?
  • Modeling vs. Profiling

Wir interessieren uns brennend für deine Erfahrungen mit Hardware-Modeling. Teile uns diese als Kommentar mit und diskutiere mit anderen Gitarristen und Bassisten auf delamar.FM! Auch wenn Du keine direkte Erfahrungen mit Modeling hast, freuen wir uns auf deine Fragen und dein Feedback. Stay tuned & ROCK ON!

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3 Kommentare

bei “Modeling II: Hardware – DG029

  1. Ramon Smith Sep 9, 2013

    Viel gute Informationen!

    Was mir irgendwie fehlt, ist der Ansatz, NICHT den Röhrenamp nachbilden zu wollen, sondern im Digitalen Sounds zu kreieren, die nicht (oder nur mit endlosem Aufwand) ohne Modeler realisierbar wären.
    Das ‚unrealistische‘ Verhalten nicht als Problem, sondern als Möglichkeit.
    In ner AC/DC Tribute Band bestimmt unangebracht, aber der perfekte Nährboden für neue, ungewohnte Sounds.

    Und zum Kemper: Wenn ich mit mehrtägigem Aufwand im Studio mit teurem Equipment und viel Liebe zum Detail den ‚perfekten Sound‘ für bestimmt Songs gefunden habe und dann die möglichkeit habe genau diese Klangkette mit auf Tour zu nehmen, dann ist das die meiner Meinung nach beste Einsatzmöglichkeit für den Profiler. Auch wenn ich dadurch „nur“ die perfekte Mikrofonposition und Übersprechungsfreiheit eines simplen Setups in eine handliche Kiste packe, habe ich viel gewonnen.

    Meiner Meinung nach sollte der Kemper ohne EQ/Gain Regler kommen ;)

  2. patrick pierson Sep 18, 2013

    Hallo,
    mal so ne Frage, ich bin von meinem Modeller weggekommen und zurück zu Bodentretern aus zwei Gründen: man ist mit bodentretern flexibler (mal schnell noch nen chorus auf den aktuellen sound drauf ohne in programmieren zu müssen…) und was mich noch genervt hat sind die umschaltzeiten gewesen. Vai spielt doch auc das axefx und ich bilde mir ein, dass er letztes jahr bei der g3 tour auch hin und wieder kurze sound aussetzer hatte… welcher modeller macht das nicht? oder sind die mitlererweile so schnell, dass man das nicht mehr hört???

    ciao pat

    • Die Umschaltzeiten bei Presetwechses des Axe-Fx sind extrem kurz, können faktisch nur wahrgenommen werden, wenn der Ton der Gitarre beim Umschalten gehalten wird. Wir reden hier von ca 20 – 30ms maximal.
      Es geht aber auch zu 100% ohne „Lücken“, also vollkommen gapless Umzuschalten: Das Axe-Fx II bietet seit FW9 die Funktionalität von sogenannten Scenes, vergleichbar mit einem MIDI Looper: Bis zu 8 verschiedene Sets von on/off Einstellungen pro Preset können per Midi angesteuert werden – OHNE Presetwechsel. Nutzt man die Möglichkeit, z.B zwei Kanäle mit den 2 vorhandenen Amp-Blöcken in einem preset zu realisieren (Blöcken im Axe-Fx) kann man quasi den Aufbau eines analogen Gitarrenrigs mit Effektgeräten und einem 2-kanaligem Amp, welches per MIDI Looper automatisiert werden kann, komplett im Axe-Fx II innerhalb eines (!) Presets nachstellen ohne vorhandene „Löcher“ beim Kanalwechsel oder diversen Effekte Umschaltereien.

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