Akustik vs. Optik – Was macht Erfolg aus? #230

3. September 2013

Mit Pauken und Trompeten meldet sich der delamar Podcast nach seiner Sommerpause zurück. In einer erweiterten Runde mit den Kollegen von delamar Guitar sprechen wir heute über das Thema Akustik vs. Optik und die Chancen für den Erfolg im Musikbusiness. Es ist eine interessante Diskussionsrunde geworden, in der über den Einfluss der Attraktivität von Musikern auf deren Erfolg mit ihrer Musik gesprochen wurde. Das und noch einige weitere Änderungen zum Ablauf erwartet dich in der 230. Episode des delamar Podcasts.

Erfolgreich im Musikbusiness – Akustik vs. Optik #230

Es ist die erste Episode unserer Show nach der gefühlt langen Sommerpause. Mit frischen Ideen, einer erweiterten Runde und einer Menge Anekdoten melden wir uns zurück und suchen unseren Weg in die neue Staffel. Es gibt einige größere Änderungen zum Showformat, die du in dieser Folge erfahren kannst. Was diese sind, das erfährst Du natürlich nur, wenn Du die Show tatsächlich auch hörst, denn in den Shownotes wird es hierzu nichts geben.

Inhaltlich dreht sich die heutige Folge um den Erfolg im Musikbusiness. Eine amerikanische Studie hat belegt (ja, ja, ich weiß…die Studien…), dass optisch erfassbare Äußerlichkeiten mehr Einfluss auf den Erfolg einer Band haben als die gespielte Musik oder das spielerische Talent. Betrachtet man sich die letzten Jahrzehnte der modernen Musikgeschichte, so dürfte das nicht gerade für jeden eine Überraschung darstellen. Nichtsdestoweniger haben wir mal diese Erkenntnisse genommen und darüber eine Folge lang diskutiert.

Was denkst denn Du über Optik im Vergleich zu Akustik? Welche hässlichen Vögel haben in der Vergangenheit einen großen Erfolg im Musikbusiness gefeiert?

Antworten

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10 Kommentare

bei “Akustik vs. Optik – Was macht Erfolg aus? #230

  1. Felix Baarß Sep 3, 2013

    Matthias der Magier – es sind doch tatsächlich 29:59 Minuten geworden!

  2. Matthias Müller Sep 4, 2013

    Ja…. So war mein Auftrag! :-)

  3. Britti Sep 4, 2013

    Schön, dass ihr wieder da seid. Ich nehme euch auch in verkürzter Variante!

  4. Maik Ohl Sep 4, 2013

    Ich möchte hiermit als treuer delamari, Kritik (in vollem Respekt und mit Wertschätzung) an dem 30 Minutenformat anbringen. Vielleicht mag es Themen geben die nicht so auszureizen sind, aber dann kann man doch fix ein zweites Thema mit auf die Agenda nehmen. Bei einer wirklichen Diskussion würde doch auch beim kleinsten Thema keine Stunde reichen.

  5. Drago Sep 4, 2013

    Hmmmm……. ! 30 Minuten sind schon sehr kurz!

  6. Alex 28 Sep 4, 2013

    30 Minuten?

    Ist jetzt nicht böse gemeint aber für mich ist Delamar Guitar immer das kleinere, dafür aber auch fachspezifischere gewesen. Im „großen“ Delamar Podcast ging es immer gut gemixt zur Sache. Ich lass mich aber dann mal überraschen was kommt und wie es dann wird.

    Dann noch einmal etwas zum Thema an sich. Es fällt schon deutlich auf, das Aussehen viel mit Erfolg auf der Bühne zu tun hat. Viel wichtiger finde ich, wie es Maria ansprach, ist aber das was man verkörpert. Ich denke da an z.B. Carl Cox der keine Traumfigur hat. Wenn der aber auflegt bebt eben der Club. Auch Rammstein würde ich auf der Bühne nicht unbedingt als Schönheiten bezeichnen, wenn man so sieht wie die da geschminkt sind. Aber die Show zusammen macht es hier aus, das die Konzerte absolut klasse sind. Dann finde ich auch das einiges daran liegt, wie kulant die jeweilige Zielgruppe ist die man anspricht. Unser Rapper mit seinen 90 Kilo ist auch nicht der schönste, aber dort wo wir auftreten kommen die Leute in erster Linie wegen der Texte. Und so finde ich das es ein Thema ist, das sich seinen Weg in den jeweiligen punkten sucht.

  7. Ich finde euch hier nun allerdings zu lahm.
    Von 30 Minuten, die im übrigen mehr als ausreichend sein sollten, vergeudet man 15 Minuten mit Nettigkeiten aller Art um mal endlich das Thema zu beginnen !
    Wesentlich kann man den Mädels kann zustimmen, das Optik nicht immer gleich Attraktivität ist !
    Es gilt visuelle Reize auszulösen und die sind eben nicht durch „Schönheit“ verknüpft, sondern einzig und allein durch die Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu erregen.
    Glaubt ihr, das sich Riri, Gaga und Co nur durch ihre völlig austauschbare Fahrstuhl-Musik ihren Status als Supertars erhascht haben ?
    Allein diese Zwei beantworten wohl jede Frage bezüglich Show und musikalischen Anspruchs bzw. Optik… und insbesondere der musikalischen Zunft der Damenwelt ist mit Besorgnis entgegen zu sehen, denn wer erreicht heute noch kreischende Aufmerksamkeit, wenn er nicht bald völlig nackt (jetzt reicht noch nicht mal mehr simple Unterwäsche oder stilvolle Dessous inkl. Nippelblitzer) im Publikum steht ???
    Eben auf Grund der „für nötig befundene Show-Zugabe“ der Musikindustrie, eben propagiert insbesondere durch Rihanna, Gaga und Beyoncè etc. Heute sind es strippende Sängerin (oder singende Stripperin)… aber demnächst wird man Grenzen überschreiten, die den Begriff „Hardcore“ in der Musik ganz andere „Ansichten“ verleihen wird.
    Insbesondere die Damenwelt in der Musikindsutrie steht doch schon kurz vor der Zwangsprostitution… was damals nur der „Besetzungscouch“ vorbehalten war… aber demnächst das zahlende Publikum beansprucht (und die Industrie in ihrer Mess“Latte“ für nötig befindet), um eine Show mit Megastars verkaufen zu können.
    Daher meine Frage…wie viel Optik (und ich bin bestimmt nicht prüde) ist moralisch mit niveauvollen Geschmack und wirklicher Kunst eigentlich noch von Industrie und Publikum bezüglich Musik vertretbar ???

  8. Jürgen Bromant Sep 6, 2013

    Ein sehr sehr problematisches Thema. Es ist ein allgemeiner Trend in unserer Gesellschaft, sich permanent selbst optimieren zu wollen – vor allem auch visuell. Sei es durch Styling, Fitnessstudios, Shoppingtouren, das richtige Auto, den richtigen Partner usw… wenn wir dann alles richtig gemacht haben, kann der Große Erfolg ja nicht mehr lange auf sich warten lassen, glauben wir.
    Für mich persönlich, als kreativen Menschen, ist das alles überaus neoliberal, das ist Ausverkauf des eigenen Werkes, Ausverkauf der eigenen Persönlichkeit.
    Wir sind Musiker, wir sind Künstler. Wir benutzen die Musik als abstrakten Ausdruck unseres inneren Wesens, unserer Befindlichkeit.
    Ich will mich keinem Trend anpassen, die „richtigen“ Klamotten tragen, den „richtigen“ Style haben, nach dem aktuellen Massengeschmack attraktiv aussehen.
    Ich habe selbst genug Substanz, von der ich zehren bzw. die ich dem Publikum anbieten kann. Für mich findet ein künstlerischer Wettkampf höchstens auf der Ebene der Kunst selbst statt.
    Ich möchte auch nicht den Ruhm und das Geld eines Dieter Bohlen haben, wenn ich dafür dann im Gegenzug auch Dieter Bohlen sein müsste.

  9. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Sep 9, 2013

    Hallo!

    Was den Inhalt der Diskussion angeht: Das wort „Optik“ ist da womöglich missverständlich, glaube ich.

    So wie ich die Studie in Erinnerung habe, ging es darum, den vermuteten Sieger eines Musikwetbewerbes zu benennen; ich stelle mir das so vor, dass man einfach die Aufritte der teilnehmenden Bands gezeigt hat. Anders gesagt: Es ging nicht um Hitparaden- oder Radioerfolge, sondern darum, das Konzertpublikum zu überzeugen – das ist -wenig überraschend- ein großer Unterschied.

    Bei einem Konzert geht’s natürlich auch darum, wie die Musiker sich auf der Bühne präsentieren (und nicht nur, welche Musik sie auf der Bühne präsentieren), ob und wie sie mit dem Publikum interagieren, ob sie gleichermaßen Spaß und ernsthaftes Engagement rüberbringen – all das, was den Liveauftriit von einer CD-Aufnahme halt unterscheidet. (Sonst könnt‘ man ja gleich ’nen CD-Spieler auf die Bühne stellen, wenn’s auf den Live-Faktor nicht ankäme.)
    Anders gesagt: Das Aussehen spielt da meines Erachtens eine untergeordnete Rolle, wichtig ist hier vor allem die Bühnenpräsenz – und die kann man optisch sicherlich besser als akustisch beurteilen. So gesehen, ist das Ergebnis der Studie nicht überraschend.

    Ich glaube daher, dass die Studie kein Plädoyer für gutes Aussehen war, sondern vielmehr belegt hat, wie wichtig ein guter Bühnenauftritt (mit Bühnenpräsenz) für eine Band sein kann. Das ist nicht überraschend, aber gut zu wissen. :-) Ein Beispiel: Die Ärzte, die -musikalisch betrachtet- vielleicht nicht die allerbeste Band sind, aber auf der Bühne sehr unterhaltsam sind. Da macht die Bühnenshpw einen ganz großen Unterschied zur Studioaufnahme und bringt dem Zuschauen einen bedeutenden Mehrwert im Vergleich zur CD zuhause.

    Die Musikrichtung spielt da sicherlich auch eine Rolle: Bei Jazzkonzerten steht die Musik deutlich im Vordergrund, bei Rock ist das Auftreten schon wichtiger, bei Pop ist die Bühnenshow sogar wichtiger als die Musik (ist zumindest mein Eindruck).

    In der Podcäst-Diskussion ging’s auch um Aussehen. Ich denke da an Pop- und Mainstream-Phänomene wie Lady Gaga, Boybands aus den Neunzigern oder Hairmetal su den Achtzigern – mit der Feststellung, dass in diesen „Musik“bereichen das Aussehen eine große Rolle spielt. Ja, leider. :-(
    Dem 08/15-Konsumenten von 08/15-Musik ist die Musik halt nicht wichtig, stattdessen ist das Image wichtig. Das ist in jeder populären Musik so, schon seit Elvis – was aber, wenn sich die Hörerschaft nicht sooo sehr für eine Band interessiert? Dann kann das Image nicht über Details vermittelt werden (die ein Hörer erst durch genaueres Interesse in Erfahrung bringen könnte), sondern muss einfach und anschaulich dargestellt werden – und da sind wir beim Aussehen angelangt.
    Ich will’s mal pessimistisch formulieren: Die Überbetonung des Aussehens ist ein Zeichen dafür, dass die Musik in ihrer tragenden Rolle verflacht; die Musik ist nicht mehr die Basis für den Erfolg (sondern das Aussehen), weil die Musik zu schwach und das Publikum zu desinteressiert ist. Ein aktuelles Beispiel: die diesjährigen MTV-Awards. Davon ist mir nur in Erinnerung geblieben, dass Miley Cyrus offensichtlich Unterwäsche zuhause im Schrank (und auf der Bühne) hat und dass Lady Gaga einen echt klasse Hintern hat – eine sehr wertvolle Erkenntnis! ;-) Von der Musik ist mir _nichts_ haften geblieben. Das zeigt recht gut, wie (un)wichtig Musik im Massengeschmack ist; es ist Oberflächlichkeit gefragt, so dass Image nur über oberflächliche, leicht konsumierbare Themen dargestellt werden kann (wie beispielsweise das Aussehen).

  10. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Nov 2, 2013

    Hallo!

    Ein technischer Hinweis am Rande: Der Dateiname enthält die Nummer „231“, obwohl es Folge 230 ist.
    Wer (wie ich) alle Folgen runterlädt und nach Dateinamen sortiert, sollte das bedenken.

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