Modeling I: Plugins – DG028

31. August 2013

Mit dieser Folge von delamar Guitar, dem Podcast zur Gitarre und ihren Saitensprüngen, starten wir eine kleine Serie zum Thema Amp-Modeling. Anfangen möchten wir mit Software, also dem Einsatz von Plugins zur Simulation von Gitarrenverstärkern, Cabinets und Effekten.

Viel Spaß!

delamar Guitar #028 – Modeling I: Plugins

Modeling ist schon seit einigen Jahren ein großes Thema unter Gitarristen wie Bassisten. Und wie das mit heißen Themen so ist, scheiden sich hier die Geister. Auf der einen Seite findest Du die begeisterten Befürworter und auf der Gegenseite beinharte Kritiker. Eher selten findet man die gemäßigtere Fraktion, die quasi in der Mitte steht und mit einer Haltung des »Kommt drauf an« weniger ideologisch das Pro und Contra des Modeling beleuchten und auf die jeweilige Anwendungssituation bezogen diskutieren. Wir von delamar Guitar versuchen uns dieser Mittelposition anzuschließen und in den geplanten drei Folgen unseres Modeling-Specials der Thematik weitgehend ideologiefrei zu widmen.

Im ersten Teil soll es ausschließlich um Software-Modeling gehen, wohl wissentlich, dass beim Modeling eigentlich immer Software am Start ist. Treffender wäre die Umschreibung, dass es in dieser Folge um Modeling via Plugins gehen soll. Es gibt heute bereits eine schier unüberblickbare Menge von Anbietern und selbstverständlich können wir nicht alle besprechen. Ann, Jens und Henry diskutieren deshalb eine subjektive Auswahl an Plugins diverser Hersteller, als da wären:

Wenn Du Erfahrungen mit Modeling via Plugins hast, dann möchten wir Dich herzlich einladen, uns Deine Meinung zu posten. Stay tuned & ROCK ON!

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15 Kommentare

bei “Modeling I: Plugins – DG028

  1. Sebastian Sep 1, 2013

    also ich persönlich finde die sounds aus der podfarm super
    vorallem in kombination mit recabinet da braucht man auch keinen amp mehr. mache fast alle eps und demos mit dem kram die sache ist die man muss sich halt damit auseinander setzen um gute sounds zu bekommen vor allem das ändern des soundes im nachhinein das ist wesentlich einfacher

    • Jens Geilich Sep 3, 2013

      Hallo Sebastian!
      Danke für Dein Feedback! Ja, Du hast recht … der Umgang mit Modeling-Plugins muss geübt und gelernt sein. Dann kann man eine Menge rausholen.

      ROCK ON!

  2. Jürgen Bromant Sep 2, 2013

    Ich benutze seit Jahren die jeweils aktuelle Guitar Rig Version. Teilweise zum Recording, aber so gut wie immer zum allabendlichen Üben, um die Nachbarn zu schonen.
    Ich finde schon, dass der klangliche Charakter der benutzten Gitarre ziemlich gut wiedergegeben wird.
    Es klingt halt ziemlich ‚perfekt‘, was ja auch nicht immer wünschenswert ist. Wenn ich ein bisschen mehr „Dreck“ in den Aufnahmen haben möchte, dann nehme ich meinen Verstärker über ein Mikro auf und verzichte gänzlich auf Amp Modeling.
    Wenn allerdings ein makelloser „Schönklang“ verlangt wird, dann ist Modeling bei mir erste Wahl.
    Amplitube und GTR habe ich neben Guitar Rig auch schon ausprobiert, aber sie gefallen mir weniger, da bei diesen Programmen der Klang künstlich „angefettet“ und seiner Dynamik beraubt wirkt.
    Guitar Rig kann ich jedoch uneingeschränkt empfehlen.

    • Jens Geilich Sep 3, 2013

      Servus Jürgen,

      stimme Dir zu. Mir gefällt das GuitarRig auch gut. Amplitube ist auch nicht schlecht. Mit dem GTR muss ich noch persönlich Erfahrung sammeln. Auf den ersten Blick sieht das Plugin aber höchst intuitiv in der Anwendung aus und die Hörbeispiele können neugierig machen.

      Danke für Dein Feedback … ROCK ON!

  3. Alex 28 Sep 2, 2013

    Hallo,

    als ich anfing Bass zu spielen habe ich das ganze über Steinbergs VST Rack gemacht, da ich es in Cubase eh dabei hatte. So weit, so gut. Später kam dann eine Ampeg Combo ins Haus und alles was ich über Guitar Rig übte klang nicht mehr. Meine komplette Spielweise musste ich ändern. Anschläge der Saiten usw. Ich kann nur jedem raten der anfängt Bass zu lernen sich gleich eine kleine Übungscombo zu kaufen. Die gibt es gebraucht zu hauf für ein relativ kleines Geld und man gewöhnt sich gleich eine richtige Spielweise an. Wenn man dann allerdings weiter ist und dann auch einmal die Softwaremöglichkeiten in betracht nimmt können da sehr interessante Effekte bei entstehen.

    • Jens Geilich Sep 3, 2013

      Hallo Alex!

      Dein Hinweis ist sehr wichtig und absolut zu bedenken, denn die Spieltechniken und -weisen sind in der Tat anders als über einen Amp. Einsteiger sollten unbedingt nicht ausschließlich auf Modeling (via Plugins oder Hardware) vertrauen, sondern unbedingt auf einem echten Amp üben.

      Danke! ROCK ON!

  4. Patrick Pierson Sep 3, 2013

    Hallo,
    ich hab die Podfarm auch schon oft verwendet, aber man muss schon ein wenig schrauben, bevor man einen tollen Sound bekommt. Ich nehm im Moment meine Vorstufe auf und leg da dann eine Boxensimulation drauf. Ist für mich die geschickteste Lösung.

    Kommt auch eine Folge zu Hardware-Analog-Simulationen? Es gibt ja auch Pedale, die Amps simulieren sollen. Box of Rock oder die Sachen von AMT oder es gibt auch so Ampeinschübe von Randall(?) oder wars ne andere Firma???
    Kommt da noch ne Folge?????????

    • Jens Geilich Sep 3, 2013

      Hi Patrick,

      ja, wir werden in der kommenden Folge (029) über „Hardware-Modeling“ sprechen. Leider besprechen wir nichts von AMT oder Randall. Aber was (noch) nicht ist, kann ja werden ;-) Die „Box of Rock“ ist meines Wissens ein Distortionpedal und keine Modeling-Hardware, sofern Du die von Z.vex meinst.

      Danke für Dein Feedback … ROCK ON!

      • patrick pierson Sep 9, 2013

        Hallo Jens,
        natürlich sind die sachen, die ich angesprochen habe keine Modelling-Hardware in dem Sinne, aber sie wollen ja auch (z.b. box of rock nen Plexi) einen bestimmten Verstärkersound simulieren. Dewegen hab ich ja auch Analog-Modelling geschrieben….

        yeah rock on!!

  5. Mattes Sep 4, 2013

    Hi,

    ich habe selbst eine Zeit lang mit GuitarRig und Amplitube „herumgespielt“. So richtig überzeugt haben mich beide nicht (auch nicht in der aktuellen Version): die Demosounds in den Promo-Videos klingen gut, aber wenn ich meine Klampfe anschließe und mir ´nen Wolf an den Reglern drehe, fehlt irgendwie etwas. Es kommt einfach keine richtige Spielfreude auf (Ausnahme Amplitube Ampeg-Pack für Bass; das klingt recht ordentlich).
    Finde die LePou Geschichten für verzerrten Sound wesentlich besser, was Klang und Spielgefühl angeht. Um noch einen drauf zu setzen: vor ein Paar Monaten habe ich Headcase von Acmebargig entdeckt. Richtig geil! Und das für schmales Geld. Sieht zwar nicht so schön aus wie die großen Konkurrenten, aber Klang und Spielgefühl sind der Hammer (meine persönliche Meinung). Darüber hinaus kann man sich sogar eigene Amps zusammenbauen. Lohnt sich auf jeden Fall mal anzutesten.
    Schöne Grüße
    Mattes

    • Jens Geilich Sep 4, 2013

      Hallo Mattes! Vielen Dank für Deinen Tipp. Leider kann ich persönlich die Plugins nicht verwenden bzw. testen, da es diese anscheinend nur als VST gibt, was mich als Mac-User ausschließt. Bisweilen verweise ich auf einen Artikel zu diesem Plugin hier auf delamar: http://www.delamar.de/freeware/free-vst-plugins-acmebargig-preampus-week-bringt-fuenf-neue-amps-3981/

      ROCK ON!

      • Mattes Sep 4, 2013

        Danke für die Antwort! Die 5 Amps aus dem Delamar-Artikel hatte ich im Nachhinein auch angetestet: für mich kein Vergleich zu Headcase (obwohl auch ganz gut).
        Es ist schon erstaunlich, was man für lau im Netz finden kann!
        Schöne Grüße

  6. Philip Sumesgutner Sep 5, 2013

    Mir fällt auf, dass bei Software-Modelling so oft vergessen wird, mit was für ein Interface man das trockene Gitarrensignal in den PC/MAC reinholt. Die Soundkarte muss da unbedingt mitspielen. Und das in Bezug auf Latency, Dynamic, Rauschen und Impedanzanpassung.
    Weiter muss man sich, wie oben erwähnt, mit den Modellers mehr auseinandersetzen als mit einem normalen Amp. Das ist schwierig, wenn man es selten macht. Wenn man damit sogar live spielt (mit MIDI Fussschalter, FRFR), dann ‚kennt‘ man die Sounds wie ein Verstärker. Und klar, bei manchen Amp-Modellen, egal ob Amplitube, Guitar Rig, etc, muss man manchmal halt eine falsche Lautsprecherbox anschliessen und wissen, wie sich das virtuelle Micro vor der Box verhält, etc. Viele, viele Parameter… und die machen es aus und da liegt das grösste Problem, weshalb viele sagen, dass irgendwas gut und irgendwas schlecht klingt.
    Ausserdem… in jeder Modelling Software gibt es Schrott und Perlen. Pauschal lassen sich die grossen Modeller nicht bewerten. Man müsste da Amp für Amp, Effekt für Effekt durchgehen.

  7. Ein Tipp:
    Peavy Revalver, ist meiner Meinung nach am besten für verzerrte Sounds geeignet.
    Vorallem der 6505+ Amp.
    Als Cabinet benutze ich gerne externe Impulse von z.B. Catharsis oder Messiah.
    In der Kombination nehme ich schon seit Jahren Metal auf und im finalen Mix hört man finde ich keinen Unterschied zu realen Amps.
    Ein weitere Tipp sind auch die Oranges bei AmpliTube.

    Grüße,
    Phil

  8. Zimmermann Nov 10, 2014

    Mich interessiert wie analoge Preamps z.B. Engl 530
    mit Modelingsoftware agieren. Kriege ich mit einer Röhrenvorstufe autent. Feeling ?

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