Überschätzte Musikprogramme #232

17. September 2013

In der heutigen Episode des delamar Podcasts geht es um Musikprogramme, die (maßlos) überschätzt sind. Erfahre heute, welche Software wie DAW (Digital Audio Workstation), virtuelle Instrumente, Effektplugins oder andere maßlos überschätzt sind und mehr versprechen als sie tatsächlich halten können. Es gibt Input von unseren Moderatoren, den delamari im Chat und noch einige interessante Erkenntnisse, die aus einer unserer Umfragen stammen.

Stay tuned & viel Spaß beim Hören!

Musikprogramme, die maßlos überschätzt sind #232

Gibt es sie denn noch tatsächlich? Wenn ich so zurückdenke, dann scheinen die Hersteller mit ihren Versprechungen im Marketing etwas zuröckhaltender geworden zu sein – oder bin ich selbst einfach nur etwas abgebrühter und kann schon Versprechungen von Tatsachen unterscheiden? Dieser Frage gehen wir in den heutigen 30 Minuten auf den Grund. Erfahre, welche Musiksoftware und welche Musikprogramm uns in der Vergangenheit enttäuscht haben und welche Plugins einfach nie das leisten konnten, das sie versprochen hatten.

Eine der spannenden Erkenntnisse aus der Aufzeichnung zu dieser 232. Episode ist sicherlich, dass unsere Zuhörer genau die üblichen Verdächtigen wieder nannten, die bereits in unserer Umfrage aus diesem Jahr zur Sprache gekommen waren. Ist deswegen also auch etwas dran an diesen Aussagen? Erfahre es hier.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Hören dieser Folge und wir freuen uns über deinen Kommentar hier unterhalb der Shownotes.

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9 Kommentare

bei “Überschätzte Musikprogramme #232

  1. Alex 28 Sep 17, 2013

    Wieder einmal spannende 30 Minuten die, ich denke noch einmal 30 in Verlängerung gehen sollten. Hier nicht mit dem Thema überschätzt, sondern, was auch angesprochen wurde, sehr interessant wäre, außerhalb von den big bossen wie Waves, UAD, usw., zu erfahren was dem dann das Wasser reichen kann. So zu sagen das Gegenstück dazu.

    Nun einmal noch etwas zu dem ganzen DAW hin und her. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Pro Tools und Logic unter den Profis den Ton angegeben haben. Ich selber habe bis zur letzten verfügbaren PC version vor dem Ankauf von Emagic an Apple mit Logic gearbeitet. Der Grund dafür war ganz einfach das logic gegenüber Cubase etwas mehr an Funktionalität anbot. Pro Tools, blieb dann doch eher den großen Recordingstudios vorbehalten, denn dafür wurde es gemacht. Nun irgendwann stieg ich mit dem kommen von Cubase 4 von Logic um weil ich mir einfach keinen teuren Mac kaufen möchte. Wenn ich mich heute, zwischen Cubase und Logic entscheiden müsste und ich hab mit Logic X zwei Songs gemixt, würde ich klar zu Cubase tendieren. Die haben da in meinen Augen ihre Hausaufgaben gemacht und das ganze funktioniert. Pro Tools hingegen hat sich ja immer mehr für den allgemeinen Markt geöffnet, nur, es mag an meinen Gewohnheiten liegen, würde ich mir das nicht auf meinen Heimrechner zum Komponieren ziehen. Die haben ihre Stärken im Bandrecorden, Audio editieren und Mixen, dafür ist es 1a und hat deutlich gegenüber den anderen die Nase meiner Meinung nach vorn. Aber als Allrounder fehlt da noch einiges finde ich. Dann kam ja später noch Ableton Live dazu. So hat jede DAW ihre Stärken und Schwächen, jede tut das, für was sie von anfang an stand, am besten. Ich denke das sollte man nicht vergessen. Einen richtig wirklichen Topallrounder von dem einige träumen würde es wohl nur geben, wenn sich alle Entwickler an einen Tisch setzen würden und gemeinsam ein Produkt auf den Weg bringen würden. Darauf möchte ich jedenfalls nicht warten und so bleibt jedem besser die DAW zu verwenden, die zu seinen bedürfnissen am besten passt.

  2. audiobus Sep 18, 2013

    Für mich ist Samplitude überschätzt. Viele Schritte, wie zum Beispiel ein vst-PlugIn auf zu rufen, dauern einfach immer mehrere Klicks länger als in anderen DAWs. Es sieht zwar ganz schick aus aber mehr is dann auch nicht zu zu sagen.

  3. Jürgen Bromant Sep 18, 2013

    Ich finde das oft gelobte T-Racks Bundle überschätzt. Mastering zum „Schnäppchenpreis“ klingt leider auch billig und flach, wie man an diesem Programm sieht bzw. hört.
    Da bekomme ich sogar mit Wavelab und Freeware VST-Plugins bessere Ergebnisse hin, als mit T-Racks.

  4. „Logic und Cubase aus einer Schmiede“ ?
    Lasst das bloß nicht den Charlie (Karl Steinberg) hören !

    Steinbergs’s Cubase war bezüglich Logic (hervorgehend aus C-LAB’s Creator/Notator), ein gänzlich anderes System, in dem sich Steinberg’s Spur basierter Sequenzer (Cubase) letztlich in der Moderne durchgesetzt hat und mit dem erschwinglichen Harddisc-Recording für Jedermann auf Mac`s und X-86`er so langsam aber sicher auch Pro Tools den Rang ablief (während Logic dann von Emagic übernommen, mit dem Falcon weiterhin auf den schon deutlich sterbenden Atari setzte).

    Naja, nichtsdestotrotz ist das aber alles Jacke wie Hose, denn erfolgreich Musik machte man mit allen diesen Tools… und da ist das völliger Quatsch insbesondere heute zu glauben, das eine Tool (Logic) wäre nun besser als das Andere (Pro Tools) oder umgekehrt, wobei wir beim Kern der Frage von „überschätzter Software“ wären.

    Ich denke nicht, das man im professionellen Bereich (und ich meine jetzt nicht Dinge wie Musicmaker, Ejay, Garageband und Konsorten) mit den bewährten Studiostandards (Logic, Cubase, Pro Tools)unterfordert sein könne, bzw. professionellen Ansprüchen nicht gerecht werden könnte.
    Der Workflow mag ja gewöhnungsbedürftig unterschiedlich sein, aber letztlich ist das doch völlig Latte, ob mein z.B. Piano Plug-In nun auf Pro Tools, Logic oder Cubase eingebunden wird. Deswegen machen die DAW’s ja nicht die bessere oder schlechtere Musik, bzw. machen sie von alleine erst einmal überhaupt keine Musik !
    Da sitzt ja Gott sei Dank noch ein Musiker dahinter.

    Daher finde ich solche, äh, nennen wir sie mal ruhig „Genitalvergleiche“ nach dem Motto:“Meine Daw ist besser als deine“ oder „sie ist die einzig Wahre“ als völlig albernen Kindergartenquatsch !
    Überschätzen kann man insbesondere diese Tools nun überhaupt nicht. Man kann vielleicht eher davon reden, sich selbst zu überschätzen kreativ Musik zu machen. An solchen Tools mit ihren enormen Möglichkeiten sollte es nun wirklich nicht hapern.

    Es ist natürlich etwas völlig anderes, wenn ich Musik mit professionellen Mitteln und Werkzeugen komponieren will und mir dann ein spartanisches Baukastenwerkzeug wie den Musikmaker zulege und nachher im Walde stehe und dann der Meinung bin :“Ja, der Musicmaker wird aber völlig überschätzt !“

    Klar, so wie auch früher Hits in der Garage oder Mutti`s Rumpelkammer aufgenommen wurden, gibt es auch heute Produktionen, die mit simpelsten Mitteln entstehen und eine durch und durch überzeugende Qualität haben.
    Das liegt vielleicht aber auch mehr an der Originalität eines Stücks oder einfach, weil man sich anspruchshalber auf das wesentliche (mit kleinen Kompromissen) beschränkt hat.
    Was ich damit sagen möchte ist, das man vielleicht manchmal auch einfach nur seine eigenen Ansprüche gemessen seiner Mittel überschätzt !

    Mit den Mitteln die einem heute so zur Verfügung stehen (ob Profitools, Freeware, günstig, teuer) wäre man vor gar nicht mal so langer Zeit wahrscheinlich DAS Non-Plus Ultra Studio weltweit gewesen… und vorher hat man ja nun auch keine qualitativ schlechte Musik produziert… und da war man PC-technisch im Gegensatz zu Heute noch quasi in der Steinzeit.

    Letztlich zählt doch nur das Ergebnis und der „normale Zuhörer/Konsument“ fragt nun auch nicht danach, mit welchen Programmen ein Lied gemacht wurde… da die Meisten ohnehin heute glauben, da drückt man nur noch auf ein Knopf und dann kommt Musik fix und fertig produziert heraus :D

  5. ArcticA Sep 20, 2013

    Die überflüssigste Software ist die, mit der der Hexer den Podcast auf 30 Minuten verstümmelt! :(

  6. Shang Lee Foo Sep 23, 2013

    MELODYNE gehört für mich zu der am weit überschätzten Software überhaupt.
    Als kleines sparsam eingesetztes Korrekturtool ist es sinnvoll aber die Leute bügeln ihre Gesänge komplett und so glatt das Lebendigkeit und Emotion auch gleich wegkorrigiert wird !!!!!!!!!!!!!!!!!
    Noch schlimmer finde ich allerdings AUTOTUNE. Dieses Gurgeln ist einfach nur Ohrkrebs !!!!!!!!!!!!!

  7. Martin Sep 24, 2013

    Hallo,

    ich finde nicht das NativeInstrumentsKomplete (n. Carlos) überschätzt werden. Vielmehr überschätzen viele meiner Freunde die kreative Kraft von Presets. Maschine etwa kommt wie viele NI Produkte mit Unmengen von Presets, vorgefertigten Sounds. Viele klingen wirklich gut aber, jeden falls in meinem Umfeld, vergessen die Leute, dass für besonders eigenwillige Sounds tatsächlich der eigene Wille relevant ist.

    Vor einer Weile sagte der Sounddesigner von DepecheMode, dass er als erstes alle Presets aus Neuanschaffungen löscht.

    Besonders die ArtistsSets und komprimierte Drums klingen zwar besser als z.B. Musicmakersachen und sind „beweglicher“, allerdings besteht die Gefahr, dass der Gesamtsound an die FXten Drums angepasst wird und man sich so nur schwerlich dem Gleichklang entziehen kann.

    Nach Rolf Grossmann von der Uni Lüneburg können zwar auch „Presetschleudern“ im künstlerischen Prozess wirksam eingesetzt werden – nur bezog sich sein Kommentar im BR2 auf Geräte mit 20 -200 Presets der 80er/ 90er Jahre und nicht auf etwa NI oder RobPapen oder Nexus oder eben all diese Teile die mit 1000+Presets kommen…

    Kennt Ihr auch so Leute, die lieber 1h lang Presets nach einem schönen SubBass durchsuchen statt einfach mal testweise den CutOff zu bemühen?

    Macht weiter so. Beste Grüße, Martin

  8. Alex 28 Sep 25, 2013

    Ja, ich kannte da einmal einen sehr gut. Ist schon ein par Jahre her. Aber das war ich. So fing alles erst einmal an.

  9. Frank Dluzak Jan 30, 2014

    Hi Liebe Musikfreunde
    Habe mir jetzt einmal die Mühe gemacht die Lesermeinungen zu lesen, ich halte die ganze Discusion darüber welche DAW die bessere ist für unnötige Luftumwälzung. Ich selber höre zur Etwas betagteren Generation von Musik Schaffenden. Und eine Erkenntniss ist mir dabei schon recht früh gekommen: ist der Song gut und in sich schlüssig, dann spielt die Quallität des Mixes nur eine untergeordnete Rolle. Anders ausgedrückt einem scheiß Song hilft auch die Teuerste DAW nicht in die Charts.
    Der einzige Grund nach dem sich seine Software aussuchen soll, passt der Workflow zu mir, werde ich regelmässig mit updates versorgt, und mit welchem Produkt arbeiten meine Mittmusiker und Kolegen. Und kann ich die Software Später noch aufwerten oder upgraden? Gerade auf dem Gebiet VST Plug ins tut sich soviel kaum hatt man sich eigearbeitet gibt es schon wieder mal updates.Also viel mehr zeit für das Komponieren und arangieren investieren,den die jeweilige DAW macht nur das was ich von ihr velange.Die grösten Musikstücke wurden zum überwiegenden Teil von echten Musikern und realen Instrumenten eingespielt und wenn Dan mal 16Spuren zur Aufnahme vorhanden waren wärmste der König,

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