Die Daseinsberechtigung der Printmedien – DG125

25. Juni 2016

Mit unserem lieben Gast Andreas Eberhardt diskutieren wir, welche Daseinsberechtigung die Printmedien in den Bereichen Gitarre und Bass, Homerecording & Co. heute haben. Mit welchen Attraktionen können die papiernen Publikationen eigentlich aufwarten? Das und mehr heute im delamar Podcast – viel Spaß!

delamar Guitar #125 – Printmedien, quo vadis?

Wir freuen uns sehr, dass Andreas Eberhardt, Betreiber von BuenasIdeas, unsere Runde bereichert. Am Anfang sprechen wir mit ihm noch einmal kurz über die Musikmesse 2016. Für die Saitenfreunde hab es diesmal wenig Neues, viele große Hersteller fehlten. Weitere Eindrücke von der Frankfurter Schau hörst Du übrigens im Musikmesse 2016 Recap des delamar Podcast.

Zum Hauptthema. Henry stellt fest, dass eine großen Zeitschrift zum Thema Gitarre & Bass – anders als noch um die Jahrtausendwende herum – mehr technische Artikel und vernünftige Testberichte bietet. Gleichzeitig bekundet die Runde einstimmig, dass die Verfügbarkeit der Hefte selbst bei großen Buch- und Zeitschriftenhändlern (Bahnhof, Flughafen, Tankstelle etc.) nicht sichergestellt ist.

Warum haben Zeitschriften heute noch ihre Berechtigung? Höre unsere Einschätzung und schreib uns deine Gedanken zum Thema hier in die Kommentare. Besten Dank!

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6 Kommentare

bei “Die Daseinsberechtigung der Printmedien – DG125

  1. Pfau Thomas Jun 25, 2016

    Ich bin z.B. ein kompletter Computerfreak . auch Musikmachen am Pc macht inzwischen sehr viel Spass.
    Aber wenn es um Lesestoff geht da bleibe ich beim klasischen Printmedium.
    ein Buch oder eine Zeischrift finde ich klassisch schöner zum Lesen.
    Ich meine es wirkt lebendiger und nicht so Digital.

  2. Guido Laub Jun 27, 2016

    Hallo Thomas,

    erstmal Danke für deine Meinung. Ja klar. Ich verstehe was du meinst. Auch ich fasse lieber ein Buch an wie ein e-book reader, ne App oder was weiß ich. Wie auch in der Sendung dargestellt. Die Haptik und Wertigkeit ist stumpf geiler. Aber der „Mehrwert“ das schneller informieren, objektive Meinungen dritter, alternative Texte, Rezessionen etc. snack ich mir doch deutlich schneller, einfacher, bequemer und kostengünstiger im Netz rein. Das kann ein Buch oder ein Fachmagazin nicht leisten. Aber Hey! jeder wie er Bock hat.

  3. Patrick P Jun 28, 2016

    hab den pod zwar noch nicht zu ende gehört, muss aber doch schnell was loswerden:
    1) In Bad Kissingen gibt es die alle im Podcast erwähnten Musikzeitschriften am Bahnhof. Da hab ich nie Probleme
    2) Ich hab auch gerne was zum Lesen in der Hand.
    3) Schade dass es die Computermusic in Deutschland nicht gibt.
    4) Ich war am Sonntag auf der Musikmesse. Da waren wenig Leute da und ich konnte sogar mal die Pedale an dem nur Pedale Teststand anspielen und musste nur warten bis der Typ vor mir weg war… also Sonntag war echt leer.
    5) Ich wühle natürlich auch gerne im netz, auf Delamar, bonedo, etc…

    Hoffentlich hört ihr nicht auch auf, oder was ist mit dem „Hauptpodcast“??? Ich hoffe, das ist nur ein Drohung um ein neues Format einzuführen…

    Höre euch immer gerne wieder und hab noch keinen Pod verpasst.

    Gruß
    Patrick P

    • Matthias Müller Jun 29, 2016

      Jo….. Am Bahnhof in Frankfurt gibt es auch alle Musikzeitschriften!
      Auch die ausländischen Zeitschriften! Allerdings kosten die dann um ein vielfaches mehr….! Da lad ich sie mir lieber auf mein iPad…. wenn ich sie schon haben muss. Allerdings empfehle ich, der sehr viel Zeitschriften gekauft habe lieber zu einem Buch zu greifen. Dort sind nicht nur so häppchenweise die wichtigen Informationen zusammengetragen worden!
      Ist ja logisch, man muss ja nicht im nächsten Monat wieder ein Buch mit Inhalt füllen…….

  4. Slashgad Jun 30, 2016

    Hi

    Also zunächst mal: nicht jeder liest seine Zeitschriften auf der Toilette! Und beim Arzt habe ich mein Tablett immer dabei. Und ratet mal was ich da lese. Natürlich das Computer Music Magazin. Das gibt es übrigens auch im Browser zu lesen (Google Chrome). Das hat den Vorteil, dass man viel Platz im Regal und im Keller spart! Und ich lese mittlerweile ganz gern auf dem Laptop (so auf der Seite liegend und den Screen um 90 Grad gedreht – Shortcut „AltGr“ + „Pfeil“ wer’s mal probieren will). Oder halt auf dem Tablet.

    Das interessante bei Computer Music Magazin ist übrigens, dass es jetzt seit ein paar Monaten in der gedruckten Ausgabe auch ohne DVD erscheint. Der Grund liegt darin, dass der Download zu einem Heft mittlerweile nicht mehr auf eine (DL-) DVD passt, also 9 GB deutlich übersteigt. Zuletzt stand da was von 18 GB Download auf dem Heft. Also muss jeder sich die ganzen Plugins und Videos eh runterladen. Das macht das gedruckte Heft natürlich auch weniger zwingend. Bei dieser Zeitschrift liegt für mich der Schwerpunkt ohnehin auf den 4 Stunden Videos, die dabei sind. Der Rest ist für mich nur Beiwerk.

    Aber dass Berichte im Internet objektiver sind, als die Beiträge in den Zeitschriften, das halte ich für ein Gerücht. Ich lese allerdings auch gerne Kommentare bei Thoman oder Amazon als Ergänzung zu Test-Berichten. Allerdings hört man da auch, dass die Firmen sich teils selbst um gutes Feedback kümmern und hier gute Beurteilungen einstellen.
    Natürlich weiß ich nicht, wie das bei Zeitschriften läuft, bei denen der entsprechende Hersteller auch mit seiner Werbung vertreten ist. Aber in der Regel sind die Mitarbeiter schon fachlich kompetent.

    Für meine Begriffe kommen die gedruckten Medien bei euch etwas arg schlecht weg. Und dass man hier einem Medium die Daseinsberechtigung abspricht – also Hallo! Das geht mir eindeutig zu weit!

    Wenn ich mich schnell in ein neues Thema einarbeiten will, dann greife ich nach wie vor gern zu Fachmagazinen – nicht nur was die Musik angeht. Die sind relativ aktuell und die Leute, die da am Werk sind haben Ahnung von der Sache. Gute Informationen muss man teilweise nach wie vor bezahlen. Im Internet ist halt auch viel Schrott.
    Wenn ich allerdings schon voll drin bin in einem Thema, dann brauche ich nicht mehr unbedingt eine Zeitschrift.

    Und dann gibt es da noch einen Aspekt, der bei euch glaube ich nicht vorkam (ich muss noch den Rest zu Ende hören…). Bei Noten zu einem Song ist es nach wie vor besser, sich an etwas gedrucktem zu orientieren. Und ein sauberes Blatt mit Noten und Tabulatur hat schon große Vorteile im Vergleich zu einem ASCII-Tab. Zudem hat man als Abonnent Zugang zum Download der Songs (mp3s z.B. bei GUITAR, GUITAR ACOUSTIC, AKUSTIK GITARRE) und den PDFs zu den Workshops. Bei Sound & Recording kann man als Abonnent jede Ausgabe als PDF herunterladen. Bei BEAT gibt es am Jahresende alle Ausgaben in PDF-Form. Da kann man Platz im Keller sparen. Nur eine Übersicht über die Inhalte eines ganzen Jahrgangs – die vermisse ich noch.

    Die ganze Medienlandschaft ist ja im Umbruch. Und ich finde das schon auch problematisch, wenn man statt der Tageszeitung und der Tagesschau nur noch mit Informationen aus dem Netz, oft Facebook und YouTube versorgt wird. (is bei mir ja ähnlich…)

    Und auch Internetseiten wie delamar.de zum Beispiel – die leben doch auch von der Werbung oder? Sind die dann objektiver ? Ich weiss nicht..

    Also ich bin froh, dass es so Zeitschriften wie Sound & Recording noch gibt! Ich wunder mich zwar, dass man die meisten Inhalte auch im Netz lesen und herunterladen kann, ohne Abonnent zu sein (sogar die DAW-Projekt-Files der DeConstructed-Workshops). Aber ich habe diese Zeitschrift trotzdem abonniert (aus Prinzip) und hoffe dass sie auch noch weiter existieren kann.
    Bei Computer Music sieht man ein bisschen wo die Reise hingehen kann. Man kann die Zeitschriften nur noch online lesen und sie kommen mit einem nicht unbedeutenden Download daher. Immerhin kann ich so von überall ein englisches Magazin lesen und bin auf keine Bahnhofs-Buchhandlung angewiesen.

    Und zudem bieten Zeitschriften auch die Möglichkeit sich einigermaßen auf dem aktuellen Stand zu halten, ohne dafür viel Zeit im Netz herumhängen zu müssen. Ich denke für einen professionellen Musiker spielt das vielleicht auch eine Rolle.

    VG Slashgad

    P.S.: Wie soll das werden , delamar ohne die Stimmen von Carlos, Matthias und Maria ???

  5. Moin
    Mich stören ja auch nicht die Printmedien.
    Ich bezahle auch gerne für die Inhalte. Und ich hoffe ich habe auch ausreichend zu Anfang der Sendung klargestellt, dass die Inhalte sich kontinuierlich verbessert haben.

    Mich stört, dass ich die Zeitschriften nicht flächendeckend bekomme, warum das so ist, kann wohl nur deren Vertrieb erklären. Ich habe nun mal keinen Bock für irgeneine Zeitschrift nach Frankfurt, Hamburg, München oder sonstwohin zu fahren nur um die dann für 6,50€ zu kaufen. Kosten/Nutzen stehen da in keinem Verhältnis.

    Mich stört, dass ich bezahle und trotzdem Seitenweise Werbung bekomme. Wenn ich für Premium Kontent bezahle, dann erwarte ich das auch und nicht Werbung. Aber nun gut, ist nur meine Meinung. Fair enough.

    Was mich auch stört, ich zahl ein Abo für ein Print Medium und muss dann für den identischen Onlinekontent nochmals zahlen, nur damit ich die gleiche Zeitschrift mochmal auf dem iDevice oder Android Gerät lesen kann. Da überlege ich mir doch ernsthaft, was ich davon brauche.

    Ehrlich gesagt kann ich auf Printmedien Verzichten, auch aus Gründen des Umweltschutzes. Die Zeitschriften liegen bei mir immer noch ein paar Jahre herum, bevor ich die meisten wegwerfe. Das ist meiner Auffassung nach nicht mehr Zeitgemäss. Ich muss auch sagen, dass Onlinewerbung wesentlich effektiver ist. Die Zeitungen werden einmal gelesen. Dann fällt einem vielleicht auch die Werbung auf. Dann fliegt die Zeitung mit der Werbung weg. Aus dem Auge, aus dem Sinn.

    H.

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