Die Episode rund um den Audio Kompressor und die Kompression von Audiosignalen. Teils für ambitionierte Einsteiger, vor allem aber für Fortgeschrittene eignen sich die in knapp zwei Stunden gepackten Infos zur Dynamikbearbeitung. Diesmal roh und ungeschnitten in einer Sendung mit unserem lieben Gast Andreas Balaskas, dem erfahrenen Mastering-Engineer aus Berlin!

Der Kompressor im Fokus
delamar Studiotalk #010

Ein Kompressor soll die Dynamik eines Audiosignals verändern. Beispielsweise werden damit Pegelausschläge (z.B. laute Anschläge eines Schlagzeugs) abgemildert.

Nicht immer, aber oft mit dem Ziel, das derart gezähmte Audiomaterial dann am Ende insgesamt wieder lauter machen zu können machen – im Idealfall ist es nun druckvoller, konsistenter (gleichmäßiger) und durchsetzungsstärker, ohne dass es »plattgewalzt« und eindimensional klingt. Siehe auch unser großer Artikel (mit Video) zum großen Thema Audio Kompressor: Wie funktioniert der Kompressor?

Die Sache ist aber nicht bei weitem nicht so einfach, wie wir es gerade darzustellen versucht haben. Es gibt viele Szenarien, in denen man die eben getätigten Aussagen relativieren und/oder um detailliertere Ausführungen ergänzen muss. Auch das versuchen wir schon zu Beginn dieses ausführlichen, lebhaft diskutierten Podcasts. Was dich sonst noch erwartet:

Inhalt der Sendung

  • Was macht ein Kompressor?
  • Was bewirken die Parameter eines Kompressors im Einzelnen?
    • Ratio (Kompressionsrate)
    • Attack
    • Release
    • Gain
    • Mix bzw. Dry/Wet (Stichwort Parallelkompression)
    • Look Ahead
    • Kompressorkurven (bei gewissen Plugins)
  • Techniken
    • Downward Compression
    • Upward Compression (Parallel)
    • Serial Compression
    • Sidechain Compression
  • Audio-Kompressor-Typen
    • Röhre bzw. Vari[able] Mu
    • FET (Feldeffekttransistor)
    • Opto bzw. optoelektronisch
    • VCA (Voltage Controlled Amplifier)
  • Kompressor vs. Limiter
  • Bauformen (Rack, Bodentreter, Plugin etc.)
  • Single-Band vs. Multiband-Kompression
  • Techniken
    • Verschiedene Einschwingkurven
    • Feed forward/Feed back[ward]
    • RMS vs. Peak
  • Wann nutzt man welchen?
    • Single- vs. Multiband
    • Klassiker vs. »Brot-und-Butter-Kompressor«
    • »Glue« (aka »Kitt«) vs. reine Dynamikeingrenzung
    • Klassische Vertreter
  • Dein Feedback ist gefragt!

    Welche Kompressoren nutzt Du wofür? Hast Du Ergänzungen und Korrekturen zu unseren Ausführungen parat? Komprimierst Du auch mal mit Sättigungseffekten oder anderen, nicht dediziert in die Kategorie der Kompression firmierenden Effekten? Wir sind sehr gespannt auf deinen Kommentar! :)

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    3 Kommentare

    bei “Der Kompressor für Fortgeschrittene – TST010

    1. Slashgad Mai 6, 2018

      Hi !

      Sehr interessante Sendung mit Andreas Balaskas. Bin eh ein Fan von ihm – vom Musotalk her.

      Btr.: Upward-Compression
      Was Andreas Balaskas hier (so ab. ca 65 min) über die Upward-Compression sagt, ist exakt auf den Punkt – das ist genau richtig (IMO). Ich war etwas überrascht, daraufhin den Kommentar „Ich find‘ das alles ein bisschen schwammig…“ aus der Schweiz zu vernehmen.

      Mit Parallel-/NY-Kompression hat das nichts zu tun. Beruhigend, dass auch der sonst allseits kundige Thom mal daneben liegen kann – nobodys perfect! (Gerade habe ich mir dein super Video zum Thema „Mastering für Spotify & Co“ reingezogen).

      Bei der parallelen Kompression hebt man ja leise Anteile des Signals an und mischt sie dem Ausgangs-Signal bei, so dass der maximale Pegel gleich bleibt, aber die leisen Anteile (Geräusche, Dreck, Raum whatever…) im Endsignal deutlicher zu hören sind.
      Diese leisen Anteile bleiben bei der Upward-Compression (weitgehend oder komplett – je nach Threshold) unberührt. Erst wenn das Signal diesen Threshold überschreitet, fängt die Kompression an zu arbeiten und hebt diese überschreitenden Signale an. Und zwar je weiter die Ratio unter 1 liegt um so mehr. Bei der Ratio mit dem Wert 1 ist die Neutralstellung, drüber wird normal komprimiert.
      Je mehr die Ration gegen 0 geht, um so stärker wird das überschreitende Signal angehoben.
      Eigentlich ALLES ÜBERFLÜSSIG , was ich hier gerade geschrieben hab – AB hat es ja genauso gesagt. Anyway…

      Ich benutze ja gerne diesen (Auto-)DynamicEQ von Meldaproduction. Da ist das ganz anschaulich mit diesen 2 Kompressions-Arten.
      Man kann in diesem Plugin die Kompression für ein einzelnes EQ-Band im GUI des EQ’s einstellen, indem man an dem „Kreuz“ dieses Frequenz-Punktes nach oben oder nach unten zieht:

      The ultimate dynamic equalizers, MAutoDynamicEq and MDynamicEq (bei 1 min)
      https://youtu.be/07Df5kDC9xY?t=1m7s

      nach unten = normale (Downward-) Compression

      nach oben = Upward-Compression

      (… auch wenn hier von „expansion“die Rede ist – es geht hier genau genommen um Upward-Compression!)

      Man könnte so z.B. eine Kick im Gesamt-Mix anheben und dabei den Rest unverändert lassen.

      Aber insgesamt zur Sendung; unbedingt mehr davon !!!
      Das ist eine gute Kollaboration!!!!
      ´
      VG Slashgad

      • Thom Wettstein Jun 4, 2018

        Hi Shlashgad.
        Vielen Dank für deinen konstruktiven Kommentar.
        Ich möchte jetzt nicht noch mehr Verwirrung stiften, doch der Andreas hat beim Podcast eine Upward Expansion beschrieben. Wir haben nach dem Podcast alle nochmals nachgelesen. Die Parallele Kompression ist eine Art der Upward Kompression. Kompression bedeutet immer, dass die Dynamik kleiner gemacht wird. Wird die Dynamik vergrössert spricht man von einer Expansion.

        Siehe hier:
        https://en.wikipedia.org/wiki/Parallel_compression
        oder hier:
        https://www.soundonsound.com/techniques/parallel-compression.
        Beim Sound On Sound Beitrag steht folgendes:

        Parallel Compression
        „Given the difficulty of finding a true upwards compressor,” I hear you respond,”is there an alternative way of achieving something similar?” I’m glad you’ve asked that, because yes, there is. The idea of parallel compression was conceived to achieve much the same goal as upwards compression. In other words, its aim is to leave the delicate loud transients intact while raising the level of low-level signals — but to do so employing only the standard downward compressors found in conventional studios.

        Jedenfalls ist die Parallel Kompression nicht zu 100% mit einer Upward Compression gleich zu setzen. Ich habe langsam das Gefühl, dass niemand so richtig weiss was Upward Compression genau ist. Ich denke ich werde mal unseren Guru Bob Katz fragen, damit er uns aufklärt.

        Der Kompressor Podcast wurde ja Live auf YouTube auf Andreas’s Masterlab Academy Kanal gestreamt. Dort stehen einige gute Kommentare. Schau dir doch mal die Zeilen von Mex_Official an und lese die Antworten von Andreas: https://www.youtube.com/watch?v=hMhd5dqsTuw&t=3194s

        Lieber Gruss
        Thom

      • Thom Wettstein Jun 4, 2018

        Hi Shlashgad.

        Vielen Dank für deinen konstruktiven Kommentar.
        Ich möchte jetzt nicht noch mehr Verwirrung stiften, doch der Andreas hat beim Podcast eine Upward Expansion beschrieben. Wir haben nach dem Podcast alle nochmals nachgelesen. Die Parallele Kompression ist eine Art der Upward Kompression. Kompression bedeutet immer, dass die Dynamik kleiner gemacht wird. Wird die Dynamik vergrössert spricht man von einer Expansion.

        Siehe hier:
        https://en.wikipedia.org/wiki/Parallel_compression
        oder hier:
        https://www.soundonsound.com/techniques/parallel-compression.
        Beim Sound On Sound Beitrag steht folgendes:

        Parallel Compression
        „Given the difficulty of finding a true upwards compressor,” I hear you respond,”is there an alternative way of achieving something similar?” I’m glad you’ve asked that, because yes, there is. The idea of parallel compression was conceived to achieve much the same goal as upwards compression. In other words, its aim is to leave the delicate loud transients intact while raising the level of low-level signals — but to do so employing only the standard downward compressors found in conventional studios.

        Jedenfalls ist die Parallel Kompression nicht zu 100% mit einer Upward Compression gleich zu setzen. Ich habe langsam das Gefühl, dass niemand so richtig weiss was Upward Compression genau ist. Ich denke ich werde mal unseren Guru Bob Katz fragen, damit er uns aufklärt.

        Der Kompressor Podcast wurde ja Live auf YouTube auf Andreas’s Masterlab Academy Kanal gestreamt. Dort stehen einige gute Kommentare. Schau dir doch mal die Zeilen von Mex_Official an und lese die Antworten von Andreas: https://www.youtube.com/watch?v=hMhd5dqsTuw&t=3194s

        Lieber Gruss
        Thom

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