Gitarre oder Luxusobjekt? – DG053

31. Mai 2014

Wie jetzt, 45.000 Euro für eine neuwertige Telecaster?! Ja, das kommt vor. In dieser Folge von delamar Guitar geht es um das Spannungsfeld zwischen Gitarren bzw. Bässen als kostbaren Sammlerstücken und Saiteninstrumenten, die nur ihren musikalischen Zweck erfüllen sollen. Ab wann ist ein höherer Preis nicht mehr gerechtfertigt, wenn allein die Güte, Spielbarkeit und Klangqualität betrachtet werden?

Viel Spaß!

delamar Guitar #053 – Player oder Sammler?

Diese Episode von delamar Guitar, dem Podcast zur Gitarre und ihren Saitensprüngen, widmet sich dem weiten Feld zwischen der Otto-Normal-Gitarre und dem schieren Luxusobjekt. In letzterer Kategorie tummeln sich ja die schillerndsten Instrumente, etwa die bei einem deutschen Musikalienhändler zu habende Fender Birdflower Telecaster Master für – Festhalten! – 45.000,- Euro inklusive Mehrwertsteuer. Um mal wieder in weltliche Sphären hinabzusteigen, fragen wir uns: Ab welchem Preis bekomme ich einfach kein Plus an Klang bzw. Funktionalität mehr?

Wo steckt denn das ganze Geld bei einer kostspieligen Gitarre? In Frage kommen Holz, Elektronik und Mechanik, Herstellungsland, Qualitätskontrolle, Produktionsverfahren (CNC vs. Hand) und das Feintuning. Okay, es gibt ja noch Bindings, Einlagen, Verzierungen, Nitro- vs. Poly/Acryl-Lack und dergleichen. Schwebt der Rest nur noch im Reich des Ideellen?

Antworten

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7 Kommentare

bei “Gitarre oder Luxusobjekt? – DG053

  1. Hi,
    als Trommler lauschte ich früher immer gerne im lokalen Guitarshop, wenn der flöhehustenhörende Gitarrensammler (nennen wir ihn mal E. oder Mister SM57) wieder mal die Edelstrat in eine Gibson Les Paul umtauschte…
    Wegen den, nur mässig gefeaturen, hinteren Mitten, ha, ha, ha
    Und immer schön laut!
    Nächste Woche das ganze wieder zurück, oder doch lieber Gretsch?
    Der Nitrolack hat doch einfach mehr Spitzen in den Höhen!

    Wann isch em Fender sei Dochter heier, krigg isch ä Box unn en Ämplifeier

    Ohne Gitarristen wäre es aber nicht so schön…
    LG, Peppi
    www.trtrtr.de

  2. So oder ähnlich :)

  3. Tommi Jun 2, 2014

    Hallo zusammen,

    ich hab da mal etwas gefunden, das sich wohl jeder Gitarrist einmal durchlesen sollte. „Physik der Elektrogitarre“ von Prof. Dr.-Ing. Manfred Zollner von der Hochschule Regensburg. Das Buch ist noch nicht veröffentlicht, aber Auszüge als PDF kann man laden und lesen. Ich empfehle zu Beginn unter „0. Einstimmendes“ gleichden ersten ersten Eintrag „0.1 Auf dem Holzweg“

    LG

  4. Guido Laub Jun 4, 2014

    Ich habe den Pod mit großem Interesse gehört. Kein Wunder, gehöre ich ja zu der Fraktion, die behaupten das eine gute Gitarre nicht teuer sein muss. Aber was ist gut und was macht bei einer Gitarre wie viel aus.
    In eurem Pod hat es Markus ja schon gut rüber bringen wollen, indem er seine Squier für 350€ mit einer Orig. Fender Strat für ca.3500€ vergleichen wollte. Nur mal btw. gehen wir mal von einem jungen Menschen aus der sich eine Gitarre kaufen möchte. Schließlich muss er noch einen Amp haben und das ein oder andere Effektgerät steht da auf der Wunschliste. 350€ sind überschaubar und kann man mit Weihnachtsgeld und Geburtstag, durchaus zusammen bekommen , in sagen wir mal einem Jahr. Würde er jetzt ne Orig. Fender haben wollen müsste er 10 Jahre warten um Musik machen zu können. 10 Jahre (!!!) Abgesehen davon hat er dann eine 3500€ Klampfe und wahrscheinlich den ausgeprägten Wunsch, auch einen Amp auf dem Level haben zu wollen + Kleinteile+ Effekte+ schieß mich tot. Noch mal zu Markus, schade das er da abgewürgt wurde, da genau da für mich der Hase im Pfeffer liegt. Ihr habe ja selber innerhalb der ersten Sekunden geklärt gehabt. Ein Instrument für 45.000€ kann NIX, aber auch kein garnis mehr. Seh ich genauso. Aber wenn man diese Frage so schnell beantworten kann, bleibt noch zu klären, ab wann gibt es denn umproportional wenig Gitarre fürs Geld. Wo fängt die Schere an sich wieder zu öffnen ? Ich zitiere eure Einleitung s.o. :“Ab welchem Preis bekomme ich einfach kein Plus an Klang bzw. Funktionalität mehr?“ Diese Frage blieb für mich unbeantwortet.
    Ich freu mich auf die nächste Sendung.

    • Jens Geilich Jun 5, 2014

      Danke für Deinen Kommentar, Guido! Ich würde mal so versuchen zu antworten: Dein Beispiel mit dem „jungen Menschen“ würde ich so konkretisieren, dass ich keinem Anfänger empfehlen würde, mit einem Instrument jenseits der 300-400 Euro einzusteigen, eher noch drunter. Der fortgeschrittene Gitarrist sollte sich seine Kohle insofern einteilen, dass sowohl eine gute Gitarre als auch ein guter Amp drin ist. Dabei würde ich der guten Gitarre einen Budget-Vorrang einräumen. Wer in ein Instrument weit jenseits der 2000 Euronen investieren möchte, sollte wissen, was er tut. Viele kleinere Marken bieten unter 2000 Euro sehr geile Instrumente an, die den großen Originalen kaum nachstehen. Wer ein Unikat haben möchte und insofern nicht nur nach einem guten Instrument, sondern einer rentablen Geldanlage Ausschau hält, dem stehen die entsprechenden Möglichkeiten offen, vorhandenes Budget vorausgesetzt.
      Deine konkrete Frage „Ab welchem Preis bekomme ich einfach kein Plus an Klang bzw. Funktionalität mehr?“ lässt sich meiner Meinung nicht allgemein und generell beantwortet, da mir bzw. uns schlicht die Testmöglichkeiten fehlen. Ich jedenfalls durfte noch keine Gitarre jenseits der 10.000 Euro ausgiebig testen. Sollte es eine allgemeine Antwort geben, ich kenne sie jedenfalls nicht.

  5. W.T. Rowen Jun 6, 2014

    Eine Gitarre sollte gut bespielbar sein! Dafür muss der Spieler sie in die Hand nehmen und spielen, den jede Hand ist anders und jeder hat seine Präferenzen. So gesehen müßte es auch „Frauengitarren“ geben?

    Vor einiger Zeit traf ich einen Folkwangabsolventen, der haushoch über meinen Fähigkeiten spielen konnte. Er nahme meine alte `60er Höfner und spielte mit mir. Meine Erkenntis danach: Es kommt nicht auf den Preis, sondern auf Technik und Ausdruck an, eine Gitarre zum Klingen zu bringen.

    Ein Jahr Gitarrenunterricht bringt mehr, als die gleiche Investition in eine teureres Instrument. Die Überlegung, in den Preis einer Gitarre zu investieren um auf der Bühne besser zu klingen könnte sogar kontraproduktiv sein – s.o.

    Preisfrage: Wenn würdest Du lieber hören, Eric Clapton auf einer Customshop Fender oder einen Durchschnittsgitarrero auf einer €40.000,– Fender?

  6. Guido Laub Jun 9, 2014

    Wo ist hier nur der „like“ Button ? :-D

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