Gitarre aufnehmen mit unterschiedlichen Mikrofonen #143

15. November 2011

Heute gibt es eine Menge Klangbeispiele von Gitarrenaufnahmen auf die Ohren. Erfahre alles über die richtige Wahl der Waffen bei der Wahl der Mikrofone. Wir haben zahlreiche Aufnahmen mitgebracht und sprechen über deren Unterschiede und warum welches wann wie gut funktioniert. Dazu kommt der Kontrapunkt, der Song der Woche und natürlich eine delamar Hörerfrage. In dieser geht es am Rande um das Vocal Recording – es bleibt interessant bis zum Ende.

Ich wünsche dir viel Spass beim Hören!

Gitarre / Recording: Das richtige Mikrofon auswählen

In fast voller Besetzung haben wir die aktuelle Sendung zum Thema Gitarrenaufnahmen produziert. Dazu kannst Du verschiedene Aufnahmen derselben Gitarreaufnahme hören. Jedes Mal wurde diese über ein Reamping-Verfahren erneut in den Gitarrenverstärker gegeben und mit einem anderen Mikrofon an derselben Stelle aufgenommen. Wie die klanglichen Unterschiede sich gestalten, kannst Du in der heutigen Sendung erfahren.

Zunächst einmal sind hier die genutzten Mikrofone und deren aktueller Strassenpreis:

  • beyerdynamic TG-X58 50,- Euro
  • Shure SM57 98,- Euro
  • Shure beta 27 399,- Euro
  • Shure beta 98 240-280 Euro
  • Shure beta 91a 279,- Euro
  • Shure beta 181 398-450 Euro
  • beyerdynamic m201tg 199,- Euro
  • Neumann U87ai 2600,-

Im Vorfeld muss ich auch noch ganz klar sagen, dass das hier nicht die typischen Mikrofone sind, mit denen Gitarren aufgenommen werden. Es handelt sich eigentlich um die Mikrofone, die wir zur Erstellung des Drum Recording Tutorials von Hersteller Shure zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Nichtsdestotrotz eignen sich die Aufnahmen bestens, um die unterschiedlichen Charakteristika anschaulich darzustellen.

 

Song der Woche

Heute stellt Dirk Vetter seinen Song unter dem Alias „deephatone“ vor. Der Song trägt den Titel „Free Africa“ und wie er klingt, das hörst Du in der heutigen Show.

 

delamar Hörerfragen

Wir versuchen der Frage auf den Grund zu gehen, ob auch preiswertes Musik Equipment dazu taugt, gute Aufnahmen zu machen. Natürlich keine einfache Frage und vor allem auch keine, die nur eine Meinung auf unserer Seite hervorruft. Lass dich überraschen, was wir zu erzählen haben.

Sodele, jetzt wünsche ich dir viel Spass beim Hören der aktuellen Episode. Schreib uns dein Feedback in die Kommentare!

Antworten

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2 Kommentare

bei “Gitarre aufnehmen mit unterschiedlichen Mikrofonen #143

  1. ArcticA Nov 15, 2011

    Diese Folge fand ich irgendwie mal wieder angenhem… „fruchtig“! ;)

  2. Hallo, sehr aufschlussreiche Sendung. Für mich ist aber unverständlich, dass nicht bzw. nur am Rande darauf hingewiesen wird, dass Eingriffe mit dem EQ das Klangbild ohne Probleme in die richtige gewünschte Richtung verändern können. So kann das U87 dann eben auch luftig und druckvoll und eben nicht „langweilig“ klingen und wäre eben keine „Fehlbesetzung“.
    Und auch die von uns beiden nicht präferierte SM57-Kopie von Thomann kann man damit in die richtige Richtung drücken, so dass sie kaum noch von anderen Mikrofonen unterscheidbar ist. Das fehlte übrigens noch in meinem Artikel zum Thema.

    So lange ein Mikrofon den gewünschten Frequenzbereich überträgt geht das ohne Probleme. Die Verwendung einer verzerrten E-Gitarre zum exemplarischen Vergleich von Mikrofonen macht für meinen Geschmack wenig Sinn, weil, wie auch im Podcast an verschiedenen Stellen trefflich bemerkt wurde, das Frequenzspektrum stark eingeschränkt ist (nur mitten sind zu hören) und man kann aufgrund der nativen Verzerrung kaum noch hören, ob das Mikro evtl. verzerrt. Und Mitten kann nun wahrlich jedes Mikro ab Wert von 1,- Euro wiedergeben. Da ist nur noch entscheidend, ob das Mikro auch den Schallpegel verträgt und richtig wandelt, aber genau das ist hier nicht kontrollierbar wegen der verzerrten E-Git. . Deswegen klingen alle Aufnahmen auch sehr ähnlich. Wörter, wie „klingt irgendwie“ klingt in diesem Zusammenhang für mich einfach nur esoterisch. Entweder klingt es oder es klingt nicht. „Irgendwie“ deutet in diesem Zusammenhang schon auf den Graubereich, in dem kaum noch jemand einen Unterschied hört und in dem es aus musikalischer und klanglicher Sicht keine signifikanten Unterschiede mehr herauszuarbeiten gibt.
    Und wenn es schon so wenig Unterschiede sind, dann bleibt nur noch der Preis als Entscheidungskriterium und dann nehme ich kaum das U87 für den Gitarrenverstärker, wenn ich gleichzeitig einen Sänger, ein Saxophon oder einen Streicher aufnehmen muss, denn da treten Unterschiede zu einem SM57 deutlicher hervor. Also SM57 vor den Gitarrenverstärker (oder eben eine Billigkopie davon bzw. ein passendes SM58 in welcher Version auch immer) und das U87 an den Platz wo es gebraucht wird (Gesang, leise Signale, anderes Aufnahmepattern als Niere usw.).

    Grüße, Markus

© delamar.FM