Filter, Folter & andere Tricks #186

12. September 2012

Mit einer Menge Elan geht es weiter mit der 186. Episode, in der wir über das Produzieren von Musik sprechen und uns mit dem Filter eines der vielleicht wichtigsten Werkzeuge zur Klangformung vornehmen. Erfahre heute, welche Arten von Filtertypen es gibt, worin sich diese unterscheiden und wo Du diese in deiner Musik einsetzen kannst.

Viel Spaß beim Hören & beste Unterhaltung!

Filter Tricks in der Musikproduktion

Alle sprechen davon und die wenigsten sind sich eigentlich sicher, worum es genau bei den Filtern geht. Was sind Filter überhaupt und warum sind sie so wichtig für die Musikproduktion und das Homerecording? Sind alle Filter gleich? Werden Equalizer auch zu diesen gezählt oder ist das nur ein ähnliches Werkzeug? Warum machen so viele Produzenten ein solches Aufsehen um diese Teile?

Das und vieles mehr ist Thema in der heutigen Show des delamar Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte. Du kannst dich auf eine Menge Informationen und Anregungen für deine Musik freuen. Dazu haben wir noch einige Kommentare besprochen und sprechen in der delamar Hörerfrage über das Thema Online-Aktivierungen von Musiksoftware und was passiert, wenn die Unternehmen pleite gehen und der Server verschwindet.

Wenn Du noch Anregungen zum Thema Filter & Filtern hast, freuen wir uns auf deinen Kommentar unter diesen Shownotes. Kommende Woche geht es dann mit der nächsten Aufzeichnung am Montag ab 21 Uhr weiter. Schalt dich doch auch ein und genieße 50% mehr Sendung.

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12 Kommentare

bei “Filter, Folter & andere Tricks #186

  1. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Sep 12, 2012

    Hallo!

    Das Reimwort für heute: „Rasierpaste“ :-)

  2. matthes Sep 12, 2012

    Hallihallo!

    Dann lege ich mal mit der indischen „Priesterkaste“ nach.

  3. Avandi Sep 12, 2012

    Also ich hätte anzubieten: “Polierpaste“ Gilt das?

  4. Kriss Sep 12, 2012

    StierMaske … eine Maske die aussieht wie ein Stier :D

  5. Rotrose Sep 12, 2012

    Ich schmeiße mal die Papierquaste in den Raum :D

  6. Johanni Sep 12, 2012

    Zier-Quaste (also das, was manchmal zur Zierde am Ende einer Kordel zu finden ist).

  7. dergitarrist Sep 23, 2012

    Naja… das war nix. Sorry, aber die Folge besteht aus nicht viel als oberflächlichem Gerede und gefährlichem Halbwissen („De-Esser ist eine Art EQ“… eieiei…)

    • Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Sep 24, 2012

      Hallo!

      Nun ja … sooo falsch ist das nun auch nicht, was den De-Esser angeht.
      Als Erwiderung stelle ich ein Zitat aus der Wikipedia dar: „Falls ein Deesser nicht im Effektrack zur Verfügung steht, kann man aus einem herkömmlichen Kompressor mit Sidechain-Eingang und einem herkömmlichen Equalizer selbst einen Deesser zusammenstellen. Das Ausgangssignal wird dabei über den Equalizer in den Sidechain-Eingang des Kompressors geschleift. Die Einstellungen am Equalizer stellen hierbei die Frequenzen der Zischlaute zur Verfügung (ab etwa 7 kHz anheben, den Rest absenken) und am Kompressor kann die Absenkung eingestellt werden.“ (von de.wikipedia.org/wiki/DeEsser ).

      Der De-Esser arbeitat -so gesehen- denn auch mittels eins EQs, wenn auch dieser nicht der Hauptbestandteil des De-Essers ist. Deswegen find‘ ich die Aussage aus dem Podcast nicht grundsätzlich falsch.

      • dergitarrist Sep 25, 2012

        Naja… so argumentiert ist jeder Effekt, der nicht zeitverändernd arbeitet eine Art EQ. Da steht eher: Ein De-Esser ist eine Art Kompressor, dem man mittels EQ sagt kann, welche Frequenzen er komprimieren soll. ;)

        Nichts für ungut. Ich hör die Podcasts gern und oft und habe auch schon das ein oder andere gelernt. Aber die Folge war meines Erachtens einfach nicht die Beste. Kommt vor. Und dann darf auch mal kritisches Feedback kommen, finde ich.

        Grüße.

      • Carlos Sep 25, 2012

        Danke dir für dein Feedback. Es ist immer schwer einzuschätzen, welche Themen bei welchen Hörern ankommen und nicht Jedem ist mit einem bestimmten Thema geholfen.
        Die Sache mit „ist wie ein EQ“ ist eine schön einfache Erklärung für Einsteiger, die es noch nicht so mit den Fachbegriffen haben – denn der damit erzielte Effekt ist, dass bestimmte Frequenzen (die Sibilanzen) weniger hörbar gemacht werden. Ob das nun technisch mit einem Dynamikeffekt oder nicht geschieht, ist nur für uns fortgeschrittene User wirklich relevant :)

  8. Das H Okt 4, 2012

    In diesem Podcast kam ja wieder mal die gern gehörte Aussage, analoge Filter (bei Bedarf durch andere Geräteklasse ersetzen) kängen eben einfach besser als emulierte digitale. Konkret wurde (von Matthias, gaube ich) gesagt, man würde bei digitalen Filtern die Stufung hören.

    Kann das aber nicht auch einfach daran liegen, dass MIDI nur 128 Stufen hat? Die Stufung des Filterlaufs würde also durch das Drehen am Knöpchen erzeugt und nicht etwa durch den Filter!

    Und analoge Filter haben auch analoge Knöpfchen, die ziemlich viele Zwischenwerte erzeugen können. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerspannung

    Insofern sollte es auch Quatsch sein, einen analogen Filter mit einem digitalen Steuergerät (Akai MPK 25) anzusteuern, weil die eben intern auch nur 7 Bit haben, schätze ich.

    Theoretisch sollte bei einem automatisierten Filterlauf in der DAW keine Stufung auftreten — falls nicht intern auch wieder bloss mit 7 Bit gerechnet wird.

    Keine Ahnung, wie das wirklich ist. Wisst ihr dazu was?

  9. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Jan 29, 2013

    Hallo!

    Zwei Anmerkungen möcht‘ ich machen: die Resonanz bei Filtern und die Hüllkurve.

    Ich kenne die beiden Begriffe und vor allem deren Auswirkungen auf den Klang vor allem aus der elektronische Musik, was sicherlich daran liegt, dass man damit (auch) unnatürliche Klangbilder erzeugen kann.
    Inwieweit das in den eigenen Musikgeschmack passt, kann jeder für sich selbst entscheiden.

    Zu den Begriffen:
    Für die Resonanz will ich mal von http://www.sequencer.de/synth/index.php/Filter zitieren: „Alle Filtertypen können einen ‚Resonanzbuckel‘ bekommen, der den typisch ‚elektronischen‘ Klang ausmacht. Diese sind Vertärkungen/ Betonungen um die Eckfrequenz herum.“ Die „Verstärkungen um die Eckfrequenz“ sind also hier wichtig.
    Klanglich äußert sich das -bei gering eingestellter Resonanz- darin, dass der Klang etwas schärfer und aggressiver, zumindest voller klingt (hängt natürlich auch vom ursprünglichen Klangmaterial ab); zumindest schärfer und aggressiver als im Vergleich zur abgeschalteten Resonanz. Bei sehr hoch eingestellter Resonanz kann ein Pfeifen entstehen (zumindest kann der Klang in diese Richtung gehen), was die Unnatürlichkeit des Klangs noch unterstreicht – aber genau das kann je nach Musikrichtung gewollt sein.
    Ich glaube, dass bespielsweise „Higher State of Consciousness“ von Josh Wink diesen Klangeffekt benutzt – der ganze Spannungsbogen dieses Stücks anderem darauf auf, dass die Filter- und Resonanzwirkung mehr und mehr verstärlt wird, bis das besagte Pfeifen auftritt – letzteres ist eigentlich in anderen Musikrichtungen völlig ungewollt, passt aber hier genau zum Spannungsbogen. (Kann man sich auf http://www.dailymotion.com/video/x1k7io_josh-wink-higher-state-of-conscious_music#.UQgzhvJ_7vQ anhören; der von mir beschriebene Effekt fängt spätestens ab etwa 2’30“ an.)

    Nun zur Hüllkurve: Felix Baarß hat ein paar Wochen nach diesem Podcast einen Artikel veröffentlicht, in dem er ausführlich beschreibt, was eine Hüllkurve ist.
    Oft ist von Hülllkurve bei Klangerzeigern die Rede (die viel erwähnten A D S R) – was damit gemeint ist, beschreibt sein Artikel anschaulich. (siehe https://www.delamar.de/faq/huellkurve-teil-1-17286/)
    Nun kann man eine solche Hüllkurve nicht nur für Klangerzeuger, sondern auch für Effekte festlegen, beispielsweise auch für Filter. Wie schnell wirkt der Filter? Wie lange hält seine Wirkung an? Wie schnell flacht seine Wirkung wieder ab? – das sind typische Fragen, die durch eine Hüllkurve bei Filtern beantwortet werden.
    Das ist -zumindest im Groben- mit einer selbst programmierten Automatisation vergleichbar; eine selbst programierte Automatisation umfasst allerdings (nach meinem Sprachgefühl) oft einen längeren Abschnitt, beispielsweise einen halben Takt (oder auch zwei oder 16 Takte) und ist individuell gesetzt, also beispielsweise vom Produzenten oder Abmischer. (Es gibt natürlich auch eine Mikroautomatsation -im Sinnne von „ganz kleiner“ Automatisation- , bei der ein Automatisationsschritt vielleicht nur einen Notenbruchteil erfasst – aber das lassen wir mal außen vor.)
    EIne Hüllkurve wirkt -um auch das grob zu beschreiben- auf den einzelnen gespielten Ton und ist nicht individuell gesetzt; d.h., solange die Hüllkurve nicht verändert wird, wirkt dieselbe Hüllkurve auf jeden gespielten Ton gleichermaßen. Felix Baarß beschreibt das auf der zweiten Seite seines Artikels – mit Klangbeispielen!
    Wer diesen Klangeffekt (Filter mit Hüllkurve) mal zuhause ausprobieren möchte und das noch nicht so kennt, kann das mit dem kostenlosen VSTi „T-Force Alpha TS“ oder mit den VST-Effekt „T-Force Trance Gate“ ausprobieren (beides Freeware von Mastrcode Music). Beide enthalten die gleiche Filter- und Filterhüllkurven-Technik, der VSTi enthält dazu -wenig überraschend- noch ein paar Klangerzeuger.
    Zum ersten Testen des „T-Force Alpha TS“ mal folgender Vorschlag: ein Preset raussuchen, das lange ausklingt; den Filter auf „LP“ (lowpass) stellen, die Grenzfrequenz auf einen recht tiefen Wert stellen; bei „Filter Envelope“ die Attackzeit hochdrehen (bildlich: auf ein Uhr); auf der „Modulations“-Seite „Triggers Filter Env“ auf „on“ setzen – dann sollte der Ton zittern und vibrieren.
    Klingt sehr nach elektronischer Musik – aber das ist ja kein Fehler. :-)

© delamar.FM