Simple Mixing-Tricks #343

8. März 2016

Du willst es doch auch – einfach umzusetzende Kniffe in Sachen Mixdown, die Wunder wirken oder zumindest eine vernünftige Grundlage für weitere Schritte schaffen. So geht es beim delamar Podcast heute um simple Mixing-Tricks aller Art. Wir wünschen gute Unterhaltung und eine satte Portion Erkenntnis!

Podcast #343 – Simple Mixing-Tricks

Wir beginnen mit den Pegeln einzelner Spuren…oder sogar von einzelnen Audioclips. Bei Ersteren kannst Du mal probieren, zunächst alle Fader auf -∞ zu stellen und dann behutsam hochzuziehen, um Stück für Stück ein ausgewogenes Mischverhältnis der Spuren zu bekommen.

Was nun die Clips angeht, haben viele DAWs eine Funktion namens »Clip-Gain«, mit dem sogar jedes separate Schnipselchen auf einer Spur in der Lautstärke angepasst werden kann – nützlich, wenn die Takes einer Aufnahme-Session nennenswert in ihren (Durchschnitts-)Pegeln variieren. Siehe auch unser großer Artikel zum Thema Gain Staging.

Schlichter geht es kaum, doch natürlich bekommst Du noch viele, viele weitere Tricks zum gekonnten Abmischen in der DAW, am Mischpult & Co. Viel Spaß!

Antworten

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12 Kommentare

bei “Simple Mixing-Tricks #343

  1. Hi Leute! Ich eröffne in dieser Rubrik dann mal die Kommentarrunde mit einer Frage an Matthias: dein Reverb-Tipp interessiert mich nun brennend. Verstehe ich das so richtig: Ich schicke das zu verhallende Signal – beispielsweise ein Lead Vocal – auf eine AUX-Spur, beginne damit, diese Spur mit einem Equalizer zu bearbeiten und schicke dann erst den Reverb auf den AUX-Kanal? Ginge da nicht auch der umgekehrte Weg, dass man zuerst das Signal über einen AUX-Kanal verhallt und hinterher den Equalizer einsetzt oder ist das wirklich so ein starker klanglicher Unterschied?

    • Matthias Müller Mrz 9, 2016

      Richtig, zuerst das Signal abgreifen und mit dem EQ, wie im Podcast beschrieben beschneiden, und danach erst verhallen! Es geht auch umgekehrt… klingt aber anders und nicht so gut. Wirst du schnell merken, wo der Unterschied ist, wenn du es ausprobierst!

      • Okay, ich probiere beide Varianten mal aus. Wie genau setzt du den EQ im AUX-Kanal ein? Also wo nimmst du was raus und wo gibst du was dazu? Und vor allem, wieviel nimmst du aus den jeweiligen Bändern raus, bzw. gibst du dazu? ;-) Oder ist das je nach Song/Projekt ganz individuell?

      • Matthias Müller Mrz 16, 2016

        Die Richtwerte hatte ich ja schon im Podcast genannt! Feinjustierung dann immer nach Gehör; da es vom Song abhängig ist

      • Okay, danke. Ich hör’s mir noch mal an. ;-)

  2. Slashgad (GAD-music) Mrz 11, 2016

    Hi!

    O.k. – ja das mit Hall klingt interessant!

    Deswegen hat z.B. der ULTRA REVERB von EVENTIDE gleich 2 EQs (Pre+Post)und darüber hinaus noch Delay und Compressor miteingebaut. Dem stand ich nur bisher etwas hilflos gegenüber…
    Der CUBASE REVerence hat ja auch eine EQ drin – allerdings hinterm Hall (soweit ich weiss).

    Das mit den Pegeln war mir bisher auch nicht so klar. Oft habe ich sogar bis -1 bis -2 dB normalisiert. Und dann hatte ich nachher Probleme… Also besser -10 dB. (… is mir fast ein bisschen peinlich… aber „wat shells?“)

    VG Slashgad

  3. Aus dem Grund lasse ich das mit dem Normalisieren immer gleich wieder. Ich mache das immer so, dass – wenn ich neue Spuren kriege -, ich mir diese zuerst anhöre und dann stückchenweise damit runterfahre. Die angesprochenen -10 dB sind dabei schnell erreicht. Ich gehe da oft sogar noch weiter und regle einzelne Tracks sogar runter auf -15 dB.

  4. Slashgad Mrz 14, 2016

    Hi noch mal!

    …apropos peinlich, etwas nioch nicht zu wissen. Gerade ist mir noch was begegnet zu diesem Thema:

    Hier bei diesem „Roundtable“-Talk von NI – da ist jemand von den Profis, der ehrlich zugibt, dass er auch nicht alles gleich richtig gemacht hat:

    „Native Sessions Sonic Hooks LA – Artist roundtable“
    https://youtu.be/jIYd1G2wn14?t=35m39s (;-) !!!

    Lohnt sich überhaupt, dieser TALK…

    VG Slashgad

  5. Meine Anmerkung zu einer großen Gefahr bei paralleler Spurbearbeitung, Parallelkompression im Speziellen:
    Das Problem mit der klassischen Methode, die Spur zu duplizieren, die zweite extrem bearbeiten, komprimieren etc. und dann dazumischen ist, dass dadurch das Signal IMMER auch lauter wird. Ich bin überzeugt dass die meisten Leute Parallelkompression nur deswegen so geil finden weil immer ein Lautstärkeschub mit dabei ist. Besser für solche Zwecke Plugins verwenden die bereits einen Mixregler integriert haben, da gibt´s ja aktuell schon ne Menge. Und diese dann direkt auf dem Track als Insert einfügen. Aber auch hier drauf achten dass das Lautstärke bei 100 % Wet und 0 % gleich ist!!!

    Daher ganz allgemein mein wichtigster Mixing Tipp: Bei jeglichen Bearbeitungen, A/B Vergleichen etc, immer penibel drauf achten dass die Lautstärke exakt gleich bleibt, alles andere ist Selbst-Verarsche :-)

    • Matthias Müller Mrz 15, 2016

      Das stimmt! Mit gleicher Lautstärke abhören bzw. ein Gefühl von Lautstärke zu entwickeln ist extrem wichtig!

      • Hi Matthias! Habe deine Vorgehensweise jetzt einmal probiert. Vielen Dank dafür. Das zahlt sich wirklich aus. Hast du meine Frage, die ich dir weiter oben hierzu gestellt habe, schon gesehen? ;-) LG

  6. Damian Apr 8, 2016

    Hallo Matthias
    Deine Tipps haben mich begeistert! Ich war im Urlaub und hab mir die Sendung gleich 2 mal hinter einander angehört (gab anschliessend Ärger mit meiner Frau ;-)). Danach schnell zurück ins Hotel und gleich auf dem Laptop ausprobiert (nochmals Ärger mit meiner Liebsten ;-)). Hat sich aber gelohnt, ich werde den Halltrick und auch die anderen Tipps anwenden. Vielen Dank und viele Grüsse, war übrigens eine der besten Folgen für mich!

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