Stereopanorama nutzen – Panning & andere Geheimnisse #116

10. Mai 2011

In der aktuellen Episode geht es um das Thema Stereopanorama und das Panning von Instrumenten beim Abmischen von Songs. Eine knappe Stunde lang sprechen wir über die Verwendung des Drehreglers und warum es wichtig ist, das Stereopanorama überhaupt ernst zu nehmen. Dazu haben wir einen Song der Woche, den Kontrapunkt (heute natürlich thematisch passend) und eine delamar Hörerfrage zum Thema -10 dB Schalter am Mikrofon.

Ein Podcast für Musiker vollgepackt mit wertvollen Informationen – viel Spass beim Hören!

Stereopanorama & Panning in der Musikproduktion #116

Meine Befürchtungen waren vollkommen unbegründet, denn wir hätten auch noch eine weitere halbe Stunde über Stereopanorama und Panning in der Musikproduktion sprechen können. Um genau zu sein haben wir auch noch relativ lange nach der Aufzeichnung mit den delamar im Chat gesprochen – allerdings über Equalizer Plugins und deren Qualität. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die sich live hinzugeschaltet und ihre Anregungen in die Sendung gegeben haben.

Hier sind einige der Fragen, die wir im Rahmen der heutigen Folge geklärt haben:

  • Wohin sollten Instrumente im Mix gedreht werden?
  • Was ist Panning überhaupt?
  • Wie funktioniert das Stereopanorama?
  • Was ist die Panning Law bzw. der Stereo-Pan-Modus?
  • Was kannst Du mit einem guten Panning beim Abmischen deiner Songs erreichen?
  • Ratgeber für das Stereopanorama für Kick Drum, Snare Drum, Hihat, Overheads, Room und andere Drums
  • Tipps für das Panning von Bass, Gitarre Rhythmus, Lead Gitarre, Solo Gitarre, Keyboards, Piano, Pads, Streicher, Vocals & Gesang, Lead Vocal, Backing Vocals, Solo Vocals

Song der Woche
Der heutige Song der Woche kommt von unserem Hörer Torsten Roth und heisst „Summertime“. Viel Spass beim Hören!

delamar Hörerfrage

Rocky fragt sich, was genau das -10 dB Pad bei seinem Mikrofon soll und ob er es besser einschaltet oder lieber ausgeschaltet lässt. Erfahre, was wir dazu denken.

Die heutige Folge des delamar Podcasts ist nicht nur sehr spassig, sondern bietet dir eine Menge Informationen, Tipps und Tricks für deine Musik. Ich wünsche dir viel Spass beim Hören und wir freuen uns auf dich in der kommenden Woche zum Thema Drum Recording.

Antworten

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind mit * markiert

5 Kommentare

bei “Stereopanorama nutzen – Panning & andere Geheimnisse #116

  1. Haha ich habe zuerst ,,Pennen ist sehr wichtig“ gehört, anstatt „Panning ist sehr wichtig.“

    Ich habe übrigens eine Frage: Womit nehmt ihr die ganzen Podcasts auf? Oder wie kann ich so etwas Ähnliches machen ohne viel Geld aus zu geben. Brauche ich irgendein spezielles Mikrofon oder so? Ich habe nämlich ein Macbook.

    Alles Gute,

    ~ Zac Sullivan ~

  2. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Mai 11, 2011

    Hallo!

    -96 dB hilft immer! ;-)

  3. Hallo Zac,

    Du benötigst ein Mikro, ein Audio-Interface und eine Software, mit der Du die Audiosignale aufnehmen und ggf. bearbeiten kannst. Im Grunde genommen bietet Dir Dein MacBook all dies bereits schon. Das MacBook hat ein eingebautes Mikro, ein Audio-Interface erübrigt sich damit schon. Die Software wird im iLife-Packet mit GarageBand mitgeliefert. So ausgestattet, müsste schon einiges möglich sein.

    Liebe Grüße
    Jens

  4. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Mai 22, 2011

    Hallo!

    Paul erwähnte im Podcast die folgende Idee: Man könne eine Gitarre nach rechts legen, während eine etwas anders klingende Gitarre auf dem linken Kanal liegen solle – im daraus resultierden Klangbild wird das Stereopanorama ausgenutzt, und gleichzeitig wird durch die Unterschiedlichkeit der Gitarrenklänge Abwechslung und Änderung erzeugt.

    Carlos hat diese Idee beiseite geschoben, weil sie zum Thema Recording gehöre und nicht zum Abmischen. Zu Pauls Ehrenrettung möcht‘ ich sagen, dass ich seine Idee _sehr_ gut finde. Zwei Gründe will ich dafür anführen:
    — Abwechslung und Änderung sind für das Ohr interessanter als Gleichförmigkeit – und eben das ist das Ziel dieses Effekts: den Klang von rechts und den von links so voneinander zu unterscheiden, dass sie in einem (leichten) Kontrast zueinander stehen und so die Gleichförmigkeit verhindern.
    — Pauls Idee lässt sich auch auf andere Instrumente übertragen, vor allem auf solche, die akkordgestützte Begleitung spielen; is‘ zumindest meine Meinung. Da denke ich vor allem an flächige Synthie-Klänge (weniger an E-Bass oder so). Das kann dann so aussehen: Man erstellt einen flächigen Klang und teilt ihn auf einen rechten und einen linken Kanal auf -> auf rechts und auf links können unterschiedliche Effekte gelegt werden. Beispielsweise: rechts und links Delays mit verschiedenen Delayzeiten; oder links einen anderen Distortioneffekt als rechts; oder … die Möglichkeiten sind schier endlos. Entscheidend ist nur, dass die linksseitigee Effektkette einen etwas anderen Klang als die rechtsseitige Effektkette ergibt. Dann ergeben sich wieder die schon erwähnten Änderung und Abwechslung. Wenn man’s damit nicht übertreibt, kann man dem Klangbild damit mehr Fülle und Lebendigkeit verleihen.

    So, darauf aufbauend noch ein bisken Musikphilosophie:

    Nach meinem Dafürhalten steckt hinter Pauls Idee ein eigener Kompositionsansatz, der sich von dem im Podcast beschriebenen Ansatz deutlich unterscheidet.
    So wie ich das verstehe, hat man im Podcast folgendes beschrieben: Man hat bereits die Instrumente aufgenommen, und zuvor hate man natürlich schon die Melodie, das Arrangement, den Songverlauf usw. festgelegt – anders gesagt: man hat bereits alles fertig aufgenommen und überlegt nun, wo im Stereopanorama man die fertigen Aufnahmen unterbringen soll -> die Stereoaufteilung erfolgt also ganz am Schluss, gewissermaßen am Ende der Kompositionskette.
    Bei Pauls Idee sehe ich das grad andersrum: Man überlegt sich, wie man das Stereobild füllen möchte -> welche Instrumente will ich haben, welchen Anteil sollen Melodie und Begleitung haben, welche Klänge will ich wo hören usw.

    Etwas anders gesagt: ein melodieorientierter Ansatz, bei dem zuerst primäre musikalische Komponenten festgelegt werden ein klangorientierter Ansatz, bei dem zuerst Klänge und deren Aufteilung festgelegt wird.
    Beide Ansätze dürften sich in der Realität auch mal in einem Lied nebeneinander finden; es ist aber auch möglich, nur einen einzelnen Ansatz zu verfolgen und den anderen links liegen zu lassen: Singer/Songwriter (die mit dem Sologesang und der einzelnen Akustikgitarre) verfolgen fast ausschließlich den erstgenannten Ansatz, manche Computerfrickler bauen sehr auf den zweitgenannten Ansatz.

    Pauls Idee war ja, zuerst die Klangverteilung im Stereopanorama festzulegen und dann erst die primärmusikalischen Inhalte (Melodie u.ä.) festzulegen…so fasse ich zumindest seinen Einwand auf. Genau das wird ja auch manchmal so gehandhabt; deswegen find‘ ich’s schon gut, dass er das erwähnt hat.

  5. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Dez 26, 2011

    Hallo!

    Vielen Dank für den Podcast!

    Nachdem ich den Podcast heute nochmal gehört hab‘, is‘ mir noch die folgende Frage eingefallen:

    Ich habe an anderer Stelle gelesen, dass man nicht das volle Stereopanorama ausnutzen solle, sondern nach rechts und links höchstens zu 80 Prozent gehen solle (die 20 Prozent ganz links und 20 Prozent ganz rechts im Stereopanorama solle man also nicht nutzen).
    Wenn ich mich recht entsinne, war das damit begründet, dass die Stereopositionen ganz außen unnatürlich und verwirrend klängen.

    Was haltet Ihr davon?
    Natürlich gilt auch hier der Satz, dass jede Regel gebrochen werden kann, wenn man will…aber gibt es Eurer Meinung nach Musikrichtungen / Klangsituationen / Lieder / Arrangements, bei denen diese 80-Prozent-Regel wirklich sinnvoll ist?

    Für Antworten + Anregungen (vom delamar-Team oder von interessierten Lesern) bin ich dankbar.

© delamar.FM