Digitale Distributoren zum Vertrieb eigener Musik #91

16. November 2010

Mit unserem Gast Peter Esser von audiomagnet sprechen wir in dieser Folge über digitale Distributoren zum Vertrieb der eigenen Musik und als Werkzeug zum Musikmarketing. Anlass ist der in Kooperation mit delamar veröffentlichte und von Popakademie Baden-Württemberg und audiomagnet herausgegebene Leitfaden zur Künstler-Online-Selbstvermarktung. Erfahre mehr über die einzelnen Anbieter, die Möglichkeiten, die sie dir bieten und wie Du dich für den richtigen digitalen Distributor entscheiden kannst.
Dazu gibt es eine Menge Tipps rund um Marketing und Ausrichtung in diesem Podcast für dich.

Viel Spass beim Hören der aktuellen Show!

Digitale Distributoren zum Vertrieb eigener Musik #91

Mit über 70 delamari im Chat haben wir die aktuelle Folge am gestrigen Abend aufgezeichnet und möchten uns ganz herzlich für die vielen Ideen und Anregungen in diesem bedanken. Leider war die Show so packend, dass wir relativ wenig im Chat mitlesen konnten, um Fragen mit aufzunehmen. Vielen Dank an alle für das Vorbeihören und wir freuen uns schon auf die kommende Show!

Der Leitfaden zur Selbstvermarktung für Musiker gibt dir einen Überblick zur aktuellen Lage in Sachen digitalen Distribution und bietet zugleich einige gute Ideen für alle, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Als Gast haben wir Peter Esser eingeladen, der einerseits Pressesprecher von audiomagnet, andererseits Co-Autor des Leitfadens ist.

Finde heraus, ob sich der Absatz von CDs oder digitalen Downloads besser lohnt, wie Du deine Kreativität für die geschickte Vermarktung der eigenen Musik einsetzen kannst und warum Individualität auch für den Vertrieb von MP3s so wichtig ist. Erfahre, warum Facebook, Twitter & Co. genauso wichtig wie ein gutes Merchandising ist.

Des Weiteren geht es um den Unterschied zwischen Vertrieb und Marketing und wie Du deine Musik verpacken kannst. Erfahre Peters Standpunkt zu Major Label vs. Selbstvermarktung und inwiefern heute keine Mittelsmänner mehr benötigt werden.

Danke an die Spender!
Das delamar Team bedankt sich bei den Spendern Timo Schade, C. Rensen, Tolga Koeroglu und Kai Birkenfeld für die Unterstützung.

In der heutigen Show fallen übrigens Kontrapunkt, Song der Woche und Hörerfragen weg. Die holen wir kommende Woche nach.

Jetzt wünsche ich dir viel Spass beim Hören der 91. Episode des delamar Podcasts!

Antworten

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11 Kommentare

bei “Digitale Distributoren zum Vertrieb eigener Musik #91

  1. Die Frage, die ich mir letztendlich stelle und die nicht im Podcast besprochen bzw. diskutiert worden ist: warum brauche ich überhaupt einen Vertrieb, oder anders gefragt: ab wann benötige ich einen Vertrieb? Insofern ist mir der Podcast schon einen Schritt zu schnell.
    Gerade durch das Internet habe ich doch eigentlich die Freiheit, meine Musik auf meiner Homepage selbst zu vertreiben und sie in den einschlägigen social networks, Fanzines etc. pp. zu promoten.

    • Carlos Nov 16, 2010

      Absolut richtig, Jens. Auch dahingehend meine Frage mit der Unterscheidung zwischen Vertrieb und Marketing. Das Marketing allein kannst Du als Band oder Musiker übernehmen, den Vertrieb auf der eigenen Homepage oder mit einfachen Mitteln wie PayPal auch. Sobald Du aber beispielsweise in iTunes möchtest, bist Du auf einen digitalen Distributor angewiesen. Diese Dienste ermöglichen dir, in die grossen Stores zu kommen – das ist ihre Dienstleistung.

  2. Hi Jens,
    wenn du den Leitfaden dir anschaust, siehst du, dass es tatsächlich auch Dienste gibt, die nach dem Prinzip „We make money when you make money“ zunächst kostenlos dir eine Technik anbietet, die dir ermöglicht, z.B. auf deiner Seite Musik anzubieten, ohne dich mit paypal etc. auseinandersetzen zu müssen (ja, auch audiomagnet… aber nicht nur). Von da aus, kann ich deine Frage auch beantworten mit: sobald du dich traust, einen Preis an deine Musik zu heften, kannst du Vertriebsdienste nutzen, die dir schlicht Arbeit abnehmen. Wenn man bei Vertrieb immer nur an itunes und Amazon denkt, greift man schlicht zu kurz.
    my 2 Cent =)
    Peter

  3. Hallo Carlos, hallo Peter,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Dass man zur Nutzung diverser Stores (itunes wurde bspw. genannt) ggf. einen Vertrieb benötigt, da solche Stores nur via Vertrieb und nicht im Direktkontakten zum Künstler arbeiten, ist mir bekannt gewesen. Meine Frage, ab wann ich einen Vertrieb zum Verkauf meiner Musik benötige, bezog sich auch nicht darauf, sondern setzt viel allgemeiner an. Gibt es nicht allgemeinere Kriterien, anhand derer man evaluieren könnte, ob an einem gewissen, definierbaren (Zeit-)Punkt eine Zusammenarbeit mit einem Vertrieb der richtige Schritt in die richtige Richtung wäre?

    Ich gehe einmal („eigen-erfahrungsnaiv“) davon aus, dass es für einen allenfalls semi-professionell ambitionierten Musiker (zumeist beginnt man ja noch eine Stufe tiefer, nämlich als Hobbyist) nicht von vorne herein empfehlenswert (notwendig) ist, sich an einen Vertrieb zu wenden bzw. wenden zu müssen, sobald die ersten Songs im Kasten sind. Letztendlich beginnt man seine „Karriere“ ja im Proberaum über die Bühne und die zum Gig angebotenen, homestudioproduzierten Tonträger (welche auch immer, i.d.R. CDs). Denkt man sich eine solch konstruierte, idealtypische „Karriere“, dann stelle ich nun die Frage, ab wann kommt der Punkt, sich an einen Vertrieb zu wenden?

  4. Carlos Nov 17, 2010

    Ich würde sagen, dass es keinen definierten Zeitpunkt gibt, an dem es sich lohnt. Definitiv ist aber auch klar, dass es keinen Grund gibt, auf die Leistung eines Vertriebs zu verzichten.

    Die Preise sind bei den meisten Dienstleistern mehr als fair und keiner bindet dich mit deinem Release für immer an sich. Insofern würde ich immer auf einen solchen Vertrieb zurückgreifen.

    Dazu kommt, was Peter auch im Podcast gesagt hat: Marketing und Vertrieb greifen bei einigen Anbietern ineinander über, so dass die aus einem solchen Deal gewonnenen Vorteile die Kosten bei weitem überwiegen.

    • man kann es auch so formulieren: Ab dem Moment, an dem du es für richtig hälst, ist der Zeitpunkt gekommen. Wenn ich mir anhöre, was einige Leute mit eigenen Mitteln an „Proberaumaufnahmen“ auf die Beine stellen und auch die Aufnahmen meiner Band – z.T. mal schnell ne Idee übers Handtelefon festgehalten – und das mit dem vergleiche, was ich an alten Aufnahmen einiger Indie Bands habe: Da klingt die Proberaumaufnahme von heute oft um Längen besser. Man muss die Balance finden zwischen Musik verschenken als Promo und Ernsthaftigkeit. Denn da machen wir uns auch nichts vor: erst das, was etwas kostet hat in den Augen der Konsumenten wirklich einen Wert. ;-)
      Lieben Gruß
      Peter

  5. dizmac Nov 18, 2010

    In meinem beruflichen Umfeld, das aus Produzenten und Musikern besteht, kauft inzwischen niemand mehr eine CD. Im privaten Umfeld kauft inzwischen niemand mehr eine CD. In allen Großstädten haben die großen CD-Shops ihre Pforten längst geschlossen. iTunes % Musicload dürften zusammen über 2 1/2 Milliarden Songs verkauft haben. Spricht das für gute CD- und Vinylverkäufe? Es gibt jedoch Ausnahmen, dann werden CDs gekauft. Zum Beispiel: Konzerte, Geschenk, Liebhaberei, Vinylgeeks, DJs. Ich würde soweit gehen zu sagen: Nische. Ich habe einen Bekannten, der ein Label betreibt. Der rümpft die Nase beim Thema MP3-Verkauf. Er gibt an, dass sich beim Verkauf eines einzelnen Tracks als MP3 nichts verdienen lässt. Außerdem bringt er gerne seine Compilations unter die Leute und das am liebsten als CD. Auch ich kaufe noch CDs – wenn nicht anders an die Musik ranzukommen ist. Ich verstehe oft nicht, warum Musiker & Bands im Jahr 2010 ihre Musik immer noch nicht online zum Verkauf haben. Schon oft hörte ich einen Titel über Internetradio und suchte danach im Netz. Etliche findet man schnell bei iTunes & Co. Klicken, kaufen, fertig. Wenige haben ihre Songs in der hintersten „Ladenecke“, so dass man eine Import-CD aus USA beziehen muß und dergleichen.

    Zum Thema „Kreativer Vertrieb“ muß ich sagen, dass ich darunter etwas anderes verstehe. Mit einem Künstler zu überlegen, wie man sein Album z.B. auf Vinyl an die Leute bringt, ist für mich eher Marketing. Allerdings scheint heute ja vieles „kreativ“ zu sein und der Begriff wird heute breiter verwendet. Wikipedia hilf weiter ;-) Dennoch finde ich die Zuordnung unzutreffend.

    Nur meine 2 ct.

  6. Da Bone Nov 20, 2010

    Interessanter Podcast, der Gast scheint aber auch eher vorgefertigte PR Phrasen zu verwenden, oder?

  7. @Da Bone hmmm… da schlägt wohl durch, dass ich der Pressesprecher des Unternehmens bin, das schlägt wohl auf meine Sprache durch ;-)

    @dizmac ich finde die Trennung in Marketing und Vertrieb unsinnig. In der BWL ist der Vertrieb Teil des Marketings. Marketing umfasst die gesamte Kette Produktkommunikation, -bewerbung und -verkauf. Deswegen habe ich mich so um diese Frage gewunden. Das eine ohne das andere zu diskutieren macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Richtig, ist, dass ich das klarer hätte ausdrücken können und es so etwas gaga klingt. Bin halt auch Mensch und rede in Live-Situationen nicht immer druckreif… ;-)

    Lieben Gruß
    Peter

  8. Joe_CGN Jul 21, 2012

    Ohne Ironie: Da hat die 5 Jahres-Progonose wohl leider nicht gestimmt… Audiomagnet ist offline.

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