Strat, Paula und Co. – DG003

9. März 2013

In der dritten Folge unseres delamar Guitar Podcasts schauen wir (Ann, Henry, Jens und Carlos) in unsere Gitarren- bzw. Basskoffer und plaudern über die Spezifikationen der Gitarren- und Basstypen. Du wolltest schon immer gerne wissen, was der Unterschied zwischen einer Stratocaster und einer Les Paul oder zwischen einem Jazz- oder Precision-Bass? Dann wirst Du in dieser Folge voll auf Deine Kosten kommen.

Viel Vergnügen!

Strat, Paula und Co. – delamar Guitar DG003

Herzlich Willkommen im unendlichen Universum der Gitarren und Bässe. Wir nehmen die verschiedenen Gitarren- und Basstypen vom Korpus bis zur Kopfplatte über Steg, Brücke, Hals und Sattel genauer unter die Lupe und laden Dich ein zur Reise durch unendlichen Weiten, die noch kein Mensch zuvor … ach, lassen wir das! Ob unendliche Weiten oder der Dschungel unzähliger Artenvielfalt, klar ist, dass wir in dieser Folge lediglich eine schmale Schneise ins Dickicht schlagen können, um Dir zumindest eine erste Richtung ins El Dorado zu weisen.

So konzentrieren wir uns zunächst auf die Grund- oder Urtypen der Gitarre: die Telecaster, Stratocaster und Les Paul sowie den Jazz- und Precision-Bass. Dabei erklären wir Dir die wichtigsten Bauteile an einer Gitarre und erläutern diverses Fach-Chinesisch. Die Topics der heutigen Folge sind:

  • Was zeichnet eine Stratocaster aus?
  • Was sind die Spezifikationen einer Les Paul?
  • Was macht man eigentlich mit einer 7-Saiter?
  • Jazz-Bass vs. Precision-Bass
  • Was ist eine Mensur?
  • Welche verschiedenen Halsprofile gibt es?
  • Relic, distressed, geaged?
  • Aktive vs. passive Tonabnehmer

Es gibt aber nicht nur nur Tech-Talk pur, sondern Du erfährst zudem, weshalb Carlos und Henry in unverschämt inniger Verbrüderung Strats für mehr oder weniger besseres Brennholz halten, Jens definitiv keine Angst vor dem von Lester W. Polsfuss geschürten Scheiterhaufen hat und der wahre Gitarrengott unseres Podcasts weiblich ist.

Das Feedback auf unsere ersten beiden Folgen hat uns echt aus den Socken gehauen! Herzlichen Dank dafür! Damit das so weitergeht, halte Dich nicht zurück, wenn Du Anregungen und Tipps hast oder Kritik äußern möchtest. Lass uns und alle Hörerinnen und Hörer an Deiner Meinung teilhaben. Wir freuen uns auch im Anschluss an diese Folge auf regen Austausch. Stay tuned & Rock On!

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11 Kommentare

bei “Strat, Paula und Co. – DG003

  1. Torador Mrz 9, 2013

    Ich würde vielleicht noch hinzufügen, dass ein klassischer Fender Precision Bass nicht wirklich gut zum Slappen geeignet ist, da man diesen typischen perkussiven, knackigen und höhenreichen Slapsound damit einfach nicht besonders gut hinbekommt. Wer also als Bassist in die Richtung Funk (teilweise auch Soul) tendiert, ist mit dem Jazz Bass deutlich besser bedient.

    Auch sollte man noch einmal betonen, dass der Jazz Bass außer dem Namen keine besonderen Merkmale aufweist, die ihn musikalisch in Richtung Jazz festlegen. Wie auch im Pod gesagt, ist er ein sehr vielseitiger Bass und in nahezu allen Stilistiken einsetzbar. Für Jazz ist er nicht besser oder schlechter geeignet, als irgendein anderer E-Bass, auch gegen einen Precision Bass spricht im Jazz nichts.

  2. Raphael Mrz 10, 2013

    Hm…war ein bissel lahm der Pod. Sorry…ich höre mir die Podcasts ja eigentlich sehr gerne an, aber den fand ich jetzt offfen gestanden ein bissel mau.
    Die Thematik was ist Strat was ist Paula, was ist ein Jazzbass und was ist Prezi (Jungs und Mädels…wenn Klassiker, dann sollte noch der Stingray erwähnt werden!!!) und wofür benutze ich was ist vielleicht auch alles ein bissel abgedroschen und verhadert in abgenudelten Klisches und festgefahrenen Images.
    Darum: Man ignoriere die Anderen. Nehme ein Instrument auf dem man sich wohlfühlt und macht einfach sein Dings. Was das „Idol“ oder das „Vorbild“ spielt…who cares?! Zitat: „Wer schöpferisch sein will, muss Autoritäten herausfordern.“…
    In diesem Sinne…eine gesegnete Nachtruhe!

    • Jens Geilich Mrz 10, 2013

      Hallo Raphael!

      Danke für Dein kritisches Feedback. Sicherlich, einige Themen unserer Podcastfolgen werden für alte Haudegen vielleicht eher „mau“ sein. Das ist leider schwer zu vermeiden, da wir uns ja nicht ausschließlich an die Fraktion der erfahrenen Sixstringer, sondern auch an jene wenden möchten, die erst kurz dabei sind. Und getreu Deinem Zitat, werden sich Anfänger wahrscheinlich zunächst an ihrem Idol orientieren, um sich erst später als Fortgeschrittene auf dem Weg zum eigenen Stil von dieser Autorität langsam zu emanzipieren.

      Der „Stingray“ ist mit Sicherheit ein Klassiker. Aber mit Erstbaujahr 1976 leider kein „Urtyp“ wie der von uns behandelte Jazzbass (Erstbaujahr 1960) und Precisionbass (Erstbaujahr 1951). MusicMan ist ja auch mehr oder weniger aus Fender hervorgegangen (wurde von zwei ehemaligen Fender-Mitarbeitern gegründet). Leo Fender himself wurde 1975 Geschäftsführer von MusicMan. Ich gehe mal davon aus, dass es aufgrund dieser Konstallation auch zu entsprechendem Wissenstransfer beim Instrumentenbau gekommen ist ;-) Hinsichtlich der „Urtypen“ hätten wir uns eher mit dem Rickenbacker 4000 und folgende beschäftigen müssen (Erstbaujahr meines Wissen Ende 1950er). Rickenbacker ist auch hinsichtlich der Bauart gegenüber den Fenderbässen eher eigenständig als MusicMan.

      Stay tunded & ROCK ON!

      • Raphael Mrz 10, 2013

        Moin der Jens…
        in der Tat es ist nicht immer leicht den Spagat für alle Zielgruppen hinzubekommen. Dennoch…ich denke das Thema ist mittlerweile so abgenudelt und man findet da wirklich an jeder Ecke irgendwas dazu wo ich mir die Frage stelle, wozu ein weiteres „Produkt“ (ich bezeichne jetzt den Pod mal als Produkt), der sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Aber gut „who am I to judge these things…“

        Stingray:

        In der zeitlichen Perspektive hast du sicherlich recht. Der Stingray ist mit sicherheit erst spät dazugekommen, wenn man bedenkt, dass die erste Version den Prezis schon 1951 auf den Markt kam. Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass es ja auch ne Zeit gedauert hat, bis sich der E-Bass auch wirklich flächendeckend durchgesetzt hat.
        Anders wie bei der Gitarre, wo es ja schon zu ende der 20er die ersten Versionen von elektrischen Gitarren gegeben hat oder anders formuliert wo es die ersten zärtlichen Versuche gegeben hat die Gitarre zu elektrifizieren, hatten Bassisten bis Dato auf Kontrabässen gespielt. D.h. man musste die alteingesessenen Kontrabassisten zum E-Bass bewegen und wer weiß, das der Mensch ein Gewohnheitstier ist, das gerne in Konventionen verharrt, weiß auch, dass sowas nicht so leicht ist (hierzu eine kleine Anmerkung: Speckbrettbauweise war zu Anfang der 50er unter Gitarrenbauern verhöhnt! Leo Fender hatte im Sinn eine Gitarre zu fertigen, die leicht und in Massenproduktion herzustellen ist…). Die zweite Zielgruppe für den neu erfundenen E-Bass waren Gitarristen! „Ein schlechter Gitarrist ist immer noch ein guter Bassist“…solche Sprüche hört man ja zu weilen heute immer noch in der 50+ Generation!
        Weiter…wenn man auch bedenkt, dass selbst heute wo man weiß, dass man mit dem Bass auch kreativ spielen kann (Steve Bailey, Victor Wooten, Lee Sklar, Jonas Hellborg, Jaco Pastorius und meiner eins ;-) ) immernoch feststellt, das Bassisten rar sind und wenn es darum geht nen guten Bassisten zu finden, dass der Dichtewert dann nochweiter sinkt….
        Kurzum…
        die Zeit ist nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor für die „Markanz“ eines bestimmten Modells. Daher würde ich den Stingray (auch wenn er – wie du gesagt hast auch irgendwie Leo ist) da durchaus zu den historischen Typen dazuzählen. Nicht zuletzt auch, da es einer der ersten Aktivbässe ist und natürlich auch im Ton nicht mit dem Prezi oder dem Jazzbass zu vergleichen ist, die ein besonders prägnantes Mittenspekrum haben, was der Stingray so nicht hat und eher drahtig daher kommt…
        Du hast natürlich auch recht, dass man vielleicht noch den Rickenbacker dazuzählen sollte. Vielleicht müsste man dann noch Alembic mit den ersten Edelbässen nennen…ABER…wer spielt bitte diese Dinger heutzutage? Man sieht sie (außer bei Lemmy (heißt doch so, oder?) ja eher selten wohin gegen man den Jazzbass und den Stingray ja fast an jeder Ecke irgendwie zu Gesicht bekommt.

        zu den Vorbildern:

        JAIN!
        In der Tat, vermutlich fängt so ziemlich jeder Anfänger mit nem Vorbild an – zumindest in unserer heutigen Zeit von Massenkonsum wo alles in seiner Präsenz einem vor der Nase sitzt. Wenn man mal die Autobiographie von Miles Davis liest (absolut zu empfehlen! Auch wenn man kein Jazzfan ist…) oder sich mit Ray Charles auseinandersetzt…dann stellt man fest, wie sich der mediale Anteil, bzw. der mediale Aspekt bei Vorbildern/ Idolen etc… verändert hat.
        Vermutlich schaut der Anfänger zunächst mal auf seinen Lieblingsinstrumentalisten. Aber genau diese Ebene sollte man schleunigst verlassen und sich mit Harmonielehre, Technik, Gehörbildung und dem intensiven Studium von allen möglichen Musikrichtungen zu befassen. Anschließend sollte man seinen Kopf dazu einsetzen wozu er da ist, nämlich zum nachdenken und dann sollte man das was man gelernt hat so einsetzen, dass es einem gefällt. Konventionen sollte man auch lernen kritisch zu sehen. Denn hätten sich alle immer an Konventionen gehalten, hätte es nie eine kreative weiterentwicklung gegeben. Man sollte auch lernen die „Comfort Zone“ zu verlassen…wer dies nicht tut, schränkt sich ein!
        Und genau an dieser stelle wird es wieder interessant sich mit ein paar Biographien auseinander zu setzen. Wer z.B. mal das Vergnügen hatte sich mit Lee Skla oder TM Stevens zu unterhalten, der merkt wie diese Leute offen durch die Welt gehen und sich hier und da Sachen aufgreifen, die sie sich dann in ihr eigenes „Vokabular“ einarbeiten…
        Das Verteifen auf EIN VORBILD führt vermutlich eher in die Sackgasse.
        Generell finde ich – ich weiß nicht ob du das ähnlich siehst – dass es sehr viele Enthusiasten gibt, aber wenige Musiker…

        P.S.: Wenn ich richtig informiert bin, dann war die Paula (in Zusammenarbeit mit Lester Paulfus oder so ähnlich) auch die Antwort von Gibson auf den Erfolg, den Fender mit dieser neuartigen Gitarre (Telecaster, bzw. die ersten Modelle hießen glaube ich noch Broadcaster) schon sehr früh erzielt hat. Die Strat (1954 auf den Markt gekommen) könnte man mit ein wenig Phantasie als die 2.0 Version der Tele ansehen…

  3. ArcticA Mrz 12, 2013

    Aloa!

    Ich find, es wird langsam. Aber mir ist der Poscast immernoch zu kurz u zu oberflächlich.

    Ich bin kein richtiger Gitarrist, aber kann nich vermeiden, ab u zu was mit Ihnen zu tun zu haben ;) (u selbst mal Kleinigkeiten zu spielen)
    Aber sogar mir sind einige Dinge inzwischen klar, die ihr mMn einfach nicht erläutert.
    Ein paar Fragen, die für mich absolut grundsätzlich sind:

    – Was ist klanglich charakteristisch für die (zB) „Birnenbauform“? (Eine Diskussion darüber ob man Les Paul für Metal nehmen KANN oder SOLLTE hilft mir doch überhauptnicht weiter, wenn ich mir unter dem Klang nichts vorstellen kann.. Ein ol´school-Blackmetaler brauch nich zwangsläufig eine tief dröhnende „Bass“-Paul mit Engl-Amp)
    also… – Welche Hölzer klingen wie?
    Naja, was solls, muss als Beisliel reichen.

    Aber wenn ich mir nun eine Gitarre kaufen wollen würde, wäre ich nicht sooo viel schlauer, als vorher. Zumindest nicht, wenn ich nicht gaaaanz am Anfang stehe und nur HUMBUCKER, ICH BRAUCH WAS MIT HUMBUCKERn!!! pöbelnd durch den Musikladen rausche.
    Noch ein Beispiel für Kaufentscheidungsfindungsfragen:
    – Spielt die Gitarrenbauart grundsätzlich eine Rolle bei der Wahl des Amps? Wenn ja, was kommt grundsätzlich für ein Ergebnis raus?
    (Voluminös klingende Gitarre + Peavey 6505= kalt, brachial, passable Bässe/ Voluminös klingende Paula + diverse Engl = Bass-overkill warmes Gegrummel)

    Sowas in der Art halt… klar ist alles diskutabel, aber ich finde, dass jedes Bauteil, über das man spricht in klanglicher Hinsicht durchleuchtet werden muss. Ob Metal, oder nicht, ist mir egal.

    @ Carlos: Ich bin Baujahr „Mitte der 80´er“ und ich muss dir sagen, dass mir Mr. Blackmore und Deep Purple/ Andere Bands dieser u früherer Tage soundtechnisch durchaus nicht egal sind ;) U überhaupt… Blackmore ist auch für Rainbow verantwortlich und das war mit Cozy Powell und R.J. Dio schon etwas, was man als Metal Grundbaustein identifizieren kann!

    (davon unabhängiger) Anspieltip:
    Rainbow – Long live Rock´n Roll
    GammaRay – Long live Rock´n Roll (Rainbow-Cover – surprise surprise)

    • Raphael Mrz 12, 2013

      Yngwie Malmsteen könnte man noch als „Strategen“ mit Strat hinzufügen und natürlich die Buben von Iron Maiden…

      • Jens Geilich Mrz 12, 2013

        Jo … vor allem Davey und Adrian, Malmsteen ist geil, aber nicht unbedingt mein Fall.

    • Jens Geilich Mrz 12, 2013

      Hallo Artica,

      danke für Dein Feedback. Die von Dir angesprochenen und in dieser Folge vermissten Themen bzw. Inhalte werden uns im weiteren Verlauf alle noch begegnen. Im Übrigen: diese Folge war weniger als Kaufberatung konzipiert, weshalb Deine „Kaufentscheidungsfindungsfragen“ (was für ein Wort … eignet sich für´s Galgenmännchenspiel) nicht zur Diskussion gekommen sind.

      Stay tuned & ROCK ON!

  4. Jürgen Bromant Mrz 15, 2013

    Ich bin ja eigentlich ein Stammhörer des Delamar Podcasts, fand den aktuellen Gitarrenpodcast aber auch etwas mau. Vor allem in den ersten 20 Minuten wurden dauernd Themen angerissen, aber sobald es etwas spezieller wurde, wusste keiner genau bescheid und man ging zum nächsten Punkt über.
    Dass es Fender und Gibson und Strats und Paulas gibt, weiß doch jeder.
    Ihr hättet mal ein bisschen drauf eingehen können, WAS man wirklich braucht und was nur Voodoo ist:
    Muss es die teuerste Strat aus dem Custom Shop sein? Reicht auch eine günstige Fender aus Mexiko? Oder gar eine Squier aus China?
    Sind die Paulas anderer Hersteller genauso gut/schlecht wie die von Gibson?
    Zahlt man bei den großen Herstellern nur für den Namen oder sind sie wirklich besser?
    Was sind die Geheimtips bei Gitarrenmodellen? Gibt es ein bestimmtes Modell mit dem jeder glücklich wird?

    Gegen Ende war es dann doch noch etwas interessanter, wo ihr über aktive PUs gesprochen habt – so kann es ruhig weitergehen.
    Das war wirklich lehrreich. Besser als nur aufzuzählen, „es gibt dies, es gibt das…“…

    • Jens Geilich Mrz 15, 2013

      Lieber Jürgen,

      sind wir alle nicht ein bisschen „Voodoo“ ;-)
      Danke für Dein Feedback! Die interessanten Fragen, die Du stellst, sind doch viel zu schade, um sie in einer Folge zu verheizen. Das fanden und finden wir jedenfalls. Deshalb stehen diese Fragen auch auf unseren Zetteln, um daraus jeweils einzelne Folgen zu machen. Deshalb: Stay tuned & ROCK ON!

  5. WassIssn Mrz 26, 2013

    Ich würde Birke nicht wirklich als weich bezeichnen.

    Angeben ist die Brinellhärte.
    Ahorn europ. 28
    Ahorn kanad. 35
    Birke 27
    Buche(Rotbuche) 33
    Eiche 34-41
    Erle 17
    Esche 37-41
    Douglasie 20
    Doussie 42
    Fichte 12

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