Wie baue ich eine Band oder ein Musikprojekt erfolgreich auf? #89

2. November 2010

Ja, was für eine Frage! In diesem Podcast geht es darum, wie Du die richtigen Leute und Mitmusiker findest, um eine Band oder ein Musikprojekt erfolgreich zu machen. Der Erfolg ist natürlich Definitionssache. Für den einen ist der Gig auf dem Schulkonzert ein Erfolg, der andere möchte die grössten Bühnen der Welt rocken. Wie auch immer. Tatsache ist, dass alle Bands und Musikprojekte einen gemeinsamen Nenner haben: Die Menschen, die sich engagieren. Und da wir Menschen alles andere als perfekt geboren wurden, kommt es häufig zu Problemen in den unterschiedlichen Gefügen. Und genau hier drum dreht sich der heutige Podcast.

Des Weiteren besprechen wir heute auch das brandneue Cakewalk Sonar X1, das gestern erst der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde und im Dezember auf den Markt kommt. Wir haben einen entspannten Song der Woche und im Kontrapunkt werden heute die Schoten übelster Sorte ausgepackt. In den delamar Hörerfragen geht es schliesslich um das Entfernen von Hall aus einer Aufnahme.

Es ist ein spannender Podcast mit einer Menge Information geworden für alle, die nicht alleine ihre Musik machen. Viel Spass beim Hören!

Wie baue ich eine Band oder ein Musikprojekt erfolgreich auf? #89

Die vielen Kommentare und Diskussionen während der Live-Aufzeichnung haben gezeigt, dass dieses Thema ganz unterschiedliche Meinungen hervorruft. Und am Ende sind wir ja auch alle miteinander betroffen, denn wer hat noch nicht mit einem anderen Musiker zusammen gejammt oder eine Band hochgezogen?

Vielen Dank an dieser Stelle an alle delamari, die sich den Podcast wöchtenlich anhören und besonders auch an die delamari, die montags bei der Live-Aufzeichnung immer eifrig mitdiskutieren und uns damit anspornen.

In eigener Sache möchte ich auch hier nochmals auf den neuen Spendenbutton hinweisen, der sich in der rechten Spalte der Webseite befindet. Wir sind mehrfach darauf angesprochen worden, ob man uns nicht etwas Gutes tun könnte. Und so haben wir jetzt mit dem Spendenbutton allen delamari eine Möglichkeit gegeben uns zu zeigen, wie viel ihnen der Podcast wert ist.

 

Wie baue ich ein Musikprojekt oder eine Band erfolgreich auf?

Die meiste Zeit des Podcasts haben wir uns darüber unterhalten, was die Aufgabenstellung beim Aufbau einer Band oder eines Musikprojekts ist. Hier sind einige der Fragen, die wir versuchen zu klären:

  • Wie finde ich die richtigen Leute, um Musik zu machen?
  • Worauf muss ich achten in Sachen Charakter, Fähigkeiten?
  • Macht es Sinn, Verträge auszuhandeln? Und wenn ja, wann?
  • Ist eine Band wie eine Familie? Müssen alle Freunde sein und Bier trinken gehen?
  • Wie kann ich zielgerichtet nach den richtigen Leuten suchen?
  • Was sind die typischen Probleme innerhalb einer Band?
  • Wie erkenne ich stressige Menschen?

 

Cakewalk Sonar X1

Natürlich besprechen wir auch das brandneuen Cakewalk Sonar X1, das erst gestern Abend vorgestellt wurde. Es gibt weitreichende Änderungen im Workflow und der grafischen Oberfläche, die aus der Ferne natürlich nur schwer einzuschätzen sind.

In Sachen Lieferumfang scheint sich nur hier und da etwas geändert zu haben, aber da war Cakewalk Sonar schon immer sehr üppig ausgestattet.

 

Kontrapunkt – Note gegen Note

In der Diskussion sind heute Frontfrau vs. Frontmann. Und na klar, das war heiss diskutiert, wenn auch der Live-Chat seine eigene Meinung hatte :)

 

Song der Woche

Im Song der Woche stellt sich Stefan Wendler aka binary sun mit dem Titel „Lucid Skies“ vor. www.myspace.com/binarysunmusic

 

delamar Hörerfragen

In den Hörerfragen geht es heute um stark verhallte Aufnahmen. Erfahre, ob und wie Du den Hall aus einer fertigen Aufnahme herausbekommst und welche Werkzeuge dir hierbei zur Verfügung stehen.

 

Die heutige Show ist wieder richtig vollgepackt mit guten Informationen, ich wünsche dir viel Spass beim Hören und natürlich freuen wir uns auf dein Feedback!

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9 Kommentare

bei “Wie baue ich eine Band oder ein Musikprojekt erfolgreich auf? #89

  1. Konnte am Montag leider nicht live dabei sein, möchte auf diesem Weg meinen Senf dazu geben.

    Sollte Maria nicht gerade über geheimes Insiderwissen in Sachen Rammstein verfügen, dann halte ich ihre Aussagen im Podcast für zu hoch gehängt. Rammstein ist mit Sicherheit das, was sie später als Band definiert und mitnichten „nur“ ein Projekt. Die „fünf Nightliner“ sind mit Sicherheit kein Indiz für Projekt und gegen Band (wieso „fünf“? eigentlich müssten es ja sechs sein, es sei denn, zwei von Herren fahren dann doch zusammen … ach nee, ich glaube, Herr Riedel fährt ja eh immer mit der Crew im Bus, mmhhh … oder vielleicht wird Flake im Kessel hinterhergezogen); ebenso wenig die Information, man würde mit externen Songwriter zusammenarbeiten bzw. das Songwriting komplett „outsourcen“, was ich allerdings für ein äußerst unglaubwürdiges Gerücht halte. Schließlich wäre die Band beinahe an einem Streit über die Anteile am Songwriting zerbrochen, insbesondere Richard ist ja hier der kreative und emsige Kopf, der eingebremst werden musste (so jedenfalls der O-Ton in den bekannten Interviews). Sorry Maria, aber in puncto Rammstein schießen die Vermutungen und Behauptungen mal wieder ins Kraut; das kennt man eigentlich von den sechs Berlinern und i.d.R. ist an solchen Gerüchten kaum was dran… Ich verlasse mich dann doch lieber auf die offiziellen Infos, Interviews etc.

    Euren Ausführungen hinsichtlich Band- oder Projektaufbau konnte ich nur teilweise und auch nur mühsam folgen. Bspw. der Unterschied zwischen Band und Projekt ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, weil es einen solchen Ausschließungscharakter hatte. Auch Bands können sehr zielstrebig mit Blick auf konkrete Zielgruppen, kommerziell ausgerichtet arbeiten etc. und trotzdem eine eingeschworene, untereinander gut befreundete Truppe sein und nicht deshalb ihren „Bandstatus“ verlieren, eben weil sie etwas professioneller ausgerichtet sind. Die Differenzierung von Maria war mir da etwas zu streng… Nun gut …

    Verträge unter Bandmitgliedern, wie Carlos das ins Spiel brachte, sind aus meiner persönlichen Erfahrung immer dann unbedingt zu empfehlen, wenn es um´s liebe Geld geht. Das kann damit anfangen, dass man sich gemeinsam Equipment anschafft, bspw. die PA für den Proberaum etc. Kommt es hier zu Splits, dann ist bei nicht vertraglicher Regelung die Gefahr nicht klein, dass ein irres Gerangel losgeht, was Auszahlung etc. betrifft. Weiter geht es mit den Verträgen, wenn man mit der Band gemeinsam Geld verdient. Hier ist (nicht nur steuerrechtlich) dringend ein Vertragswerk geboten, bspw. im Rahmen einer GbR o.ä. Ein Gesellschaftervertrag stellt die Band dann nach innen wie nach außen auf rechtlich festere Füße.

    … ui … viel Senf … sorry!

  2. Phunkateer Nov 3, 2010

    Zum Thema „Verträge“:
    Man muss es nicht gleich Vetrag nennen, aber klare Abmachungen sind sicher gut und es ist auch nicht schlecht, diese irgendwie festzuhalten. Man sollte sich einfach mal in Gedanken durchspielen, was alles Positives und Negatives passieren könnte, und dann einen gemeinsame Abmachung für diese Fälle treffen.
    Beispiel: Ich habe vor kurzem einen „Auftrags-Remix“ gemacht. Entgelt gab es hierfür keins aber ich habe es gerne gemacht, weil es mich weiterbringt für diesen Künstler einen Remix am Start zu haben. Was kann nun Positives oder Negatives passieren?
    Negativ:
    Der Remix wird aus irgendeinem Grund nicht veröffentlicht. Hierzu habe ich vereinbart, dass ich diesen Remix trotzdem wenigstens im Web in meinem Portfolio streamen darf und das Instrumental anderweitig einsetzen kann.
    Positiv:
    Der Remix wird der neue Hit in irgendwelchen Genre-Charts. Hierzu haben wir vereinbart, dass im Fall von mehr als X verkauften Einheiten mir die Hälfte des Erlöses ab der X+1ten Einheit gehört. X ist recht hoch angesetzt.

    Ich finde diese Positiv/Negativ-Szenarios eignen sich im Allgemeinen ganz gut – wahrscheinlich auch für Bands und andere Projekte.

  3. elektrozid Nov 4, 2010

    Ich fand den Podcast sehr gut, jedoch ist der Unterschied von „Projekt“ zu „Band“ ziemlich schwammig definiert worden. Auch hatte ich den Eindruck dass Maria der Ansicht sei, Projekte seien knallhart kalkulierte Musikerformationen ohne Herzblut wo alles durchweg geplant und nichts dem Zufall überlassen wird. Das sehe ich nicht so, denn meiner Ansicht nach sind Projekte eher kurzzeitige Geschichten, wo gesagt wird „wir bringen jetzt dazu mal was raus aber es wird keine Fortsetzung auf ewig geben“. Spontan kommen mir da Superstar-Castings und Spaßproduktionen wie „Olli & Ditrich“ in den Sinn, wo einfach nur auf Vermarktung gesetzt wird und irgendwann fest beabsichtigt bereits Nachfolger in den Startlöchern stehen. Gerade bei diesem Duo war eine Musikproduktion Nebensache, denn sie sind primär Comedians/Moderatoren – man könnte es Vergleichen mit „Maschendrahtzaun“ und wie diese ganzen Raab-Produktionen heißen. Bei Rammstein sehe ich jedoch kein Projekt sondern eine Band, welche mit viel Engagement an Texten und vor allem auch an der Bühnenperformance gearbeitet hat. Wirft man einen Blick unter folgendem Link auf die Credits für die Single „Haifisch“ vom Mai 2010, ist es für mich nicht ersichtlich dass hier jemand anderes die Lyrics geschrieben hat: http://www.discogs.com/Rammstein-Haifisch/release/2295841

    Um zurück zum Podcast zu kommen: Ich finde die gleichsetzung Band = Spaß-Musikgruppe und Projekt = Richtiges Business absolut falsch. Wieviele Musiker (gerade im Bereich Jazz oder Rock), welche auf professioneller Ebene arbeiten und das bereits jahrelang mit Erfoilg, nennt man Band? Metallica, Ich & Ich sind jetzt nur zwei Beispiele aber hier wqäre es doch ziemlich lapidar zu sagen, dies sei nur „Musik aus Spaß an der Freud“…

    Was Freundschaften angeht, so halte ich es für ein ganz wichtiges Kriterium – eigentlich genau so wichtig wie der Wille eines jeden einzelnen, sich am Porjekt oder der Band zu beteiligen (Stichwort: mitschleifen). Bekanntschaften sind dar sogar noch eine Spur besser als Freundchaften, da gebe ich Carlos absolut Recht. Kraftwerk war so ein Beispiel. Flür und Bartos waren freischaffende Musiker welche mitspielen „durften“. Die Oberhand bzw. Zügel in der Hand hatten jedoch immer Schneider und Hütter. Ein wirkliches Mitspracherecht existierte lt. Aussagen von Flür in seinem Buch „Ich war ein Roboter“ nicht – was letzendlich dazu führte, dass man sich nach „Music non Stop“ wieder trennte. An ihre Stelle traten dann Hilpert und Schmitz – alte Freunde und Mitstundenten von Hütter und Schneider während ihrer Zeit als Musikstudenten. Die Chemie zwischen den Bandmitgliedern sollte also stimmen, denn bei Auftritten ist immerhin 100% Konzentration gefordert und da belasten einen persönliche Differenzen ungemein. Das macht man dann vielleicht 5-10 Auftritte mit und dann ist Sense. Sicher sollte man auch private Dinge vom Musikbusiness trennen, aber irgendwo spiegelt sich in der Musik auch das innere Gefühl der Musiker wieder und wenn dieses durchweg negativ auf Grund interner Differenzen ist, geht mit ziemlicher Sicherheit auch die Qualität der Produktionen langsam den Bach runter.

    Sein eigenes Ding durchzuziehen und auf Symbiose zu verzichten, halte ich für extrem egoistisch und ich würde – wenn ich nicht der Frontmann wäre – mir erxtrem blöd vorkommen, wenn sich einer nach vorne Stellte und die Lorbeeren erntet, dies jedoch nur kann, weil andere ihn (musikalisch) unterstützt haben. Ich kann nicht als SÄnger den Erfolg mir alleine zuschreiben obwohl ohne Gitarrist oder Schlagzeuger überhaupt nichts laufen würde. Dazu müsste ich Alleinunterhalter oder Comedian sein, da würde das ganze klappen.

  4. oli_sandammeer Nov 5, 2010

    ich brauch ´n mac…

    liebe grüße

  5. Maria Kimberly Nov 9, 2010

    Hallo zusammen,
    zum Thema „Rammstein“ kann und will ich nicht mehr sagen. Ich hätte, da geb ich Euch recht, diese Beispiel nicht bringen sollen. Sorry. Die Quellen, die ich dazu kenne sind eigentlich zuverlässig, aber ja, es sind „Gerüchte“ und hat nicht dazu beigetragen den Podcast weiter zu bringen..sorry dafür :-)

    Bzgl. Band vs. Project:

    Ich will hier nochmal meine Sicher der Dinge sagen, da ich mich das wohl missverständlich ausgedrückt habe im Podcast :-)

    Band und Projekt sind nicht 2 Seiten einer Medallie, sind nicht + und Minus, sind nicht schwarz oder weiss…Genauso wenig gibt es wohl auch keine Wikipedia definition, die ich dafür nutze. Es ist mein Versuch verschiedene Ansätze zu beschreiben, die ich im Business kennengelernt hat…aber wie gesagt…sie WIEDERSPRECHEN sich NICHT!!

    Projekt: Die meinsten Projekte beginnen mit maximal 1-2 Personen. Meistens Songwriter/Produzenten, die sich am Reissbrett überlegen, was sie gerne machen wollen (was sehr wohl mit Herzblut passiert..aber halt nicht unbedingt in Abstimmung von 3-4 Leuten). Danach überlegen Sie sich wie sie dieses Ziel (sei es Kohle, Ruhm, oder was weiss ich…) am effektivsten erreichen können. Erst danach wedern „passende“ Musiker gesucht.

    Band: Der „klassische“ Ansatz findet am Anfang Leute, die sich zusammen tun, um Musik zu machen…egal wohin es führt…sie lassen es offen…sie wollen schauen, wohin es führt. Meistens jedoch ist in diesem Ansatz sehr viel Demokratie enthalten.

    Nun kann natürlich beides zu beidem werden..soll heissen: bei einer Band können sich irgendwann (oft!) 1-2 Personen herauskristallisieren, die „Cheffe“ sind und man sich teilweise von Leuten trennt, die nicht „richtig mitziehen“.

    Umgekehrt (so übrigens bei meiner „Band“), kann aus einem Projekt durch die zusammenarbeit mit anderen Musikern eine richtig fette Band von Freunden werden…..

    Sö..ich hoffe ich konnte etwas besser sagen, wie ich es gemeint habe…..und wie gesagt…..nix ist schwarz oder weiss……sondern irgendwo dazwischen :-)

    Lg,
    Maria

    • elektrozid Nov 9, 2010

      Ich denke es war gut, dass du hier noch einmal deinen Standpunkt genauer erläutert hast. Denn oftmals bleiben viele Fragen im Podcast unbeantwortet oder werden u.U. im Eifer der Diskussion um bestimmte Themen nicht richtig geklärt. Ich für meinen Teil weiss nun, wass du damit meintest – wobei ich zugebe, dennoch ein Schwarz/Weiss-Denker zu sein – aber das hat andere Gründe :-)

    • Ist ja keine Sache … wenn Du über entsprechende Quellen verfügst (wie ich ja geschrieben hatte). Die Gerüchteküche ist ja gerade bei Rammstein immer besonders fleißig ;-)

  6. Maria Kimberly Nov 9, 2010

    PS: bin in Eile…unt tippe wie ich denke….;-)

© delamar.FM