Bandgründung: Bei der nächsten Band wird alles anders #195

13. November 2012

Wer schon einmal ein eigenes Musikprojekt aufgezogen hat, weiß um die vielen kleinen Stolperfallen, die ein solches Vorhaben mit sich bringt. Und daher soll heute „Bandgründung: Bei der nächsten Band wird alles anders“ Thema der folgenden 60 Minuten Diskussion werden. Wir haben uns dazu auch gleich mit Mike Belloth von Stoerte.Priester einen erfahrenen Gast eingeladen, der aus dem Nähkästchen plaudert.

Es erwarten dich eine Menge Informationen, Spaß & ausgelassene Stimmung – viel Spaß beim Hören!

Wie geht eine Bandgründung richtig? delamar Podcast #195

Alles wird anders? Bei der Bandgründung gibt es eine Menge zu beachten, wenn das Musikprojekt erfolgreich werden soll. Angefangen bei der Wahl der Bandmitglieder über den Proberaum bis zu so vielen kleinen Details, in denen bisweilen der Teufel stecken kann. Wo unsere Moderatoren diesen bereits gefunden und wirksam ausgetrieben haben, erfährst Du in dieser Sendung. Wir beleuchten das Thema aus drei unterschiedlichen Perspektiven: dem Band-Hobbyisten, der Cover-Musiker und der professionelle Band-Leader.

Zu den angesprochenen Punkten der heutigen Show gehören unter anderem:

  • Ziele & Ambitionen: Wollen alle in dieselbe Richtung?
  • Zuverlässigkeit: Sind alle da, wenn sie gebraucht werden?
  • Pünktlichkeit: Just in time…
  • Wie wichtig ist Reibung und kann eine Hassliebe funktionieren?
  • Gibt es Bandmitglieder außerhalb der eigentlichen Bandmusiker?
  • Wie wichtig ist ein gemeinsamer musikalischer Nenner?
  • Der Bandname – wichtig für den Erfolg?
  • Musikrecht & Business: Sollte man einen Vertrag machen?

In den delamar Hörerfragen geht es dann um das Monitoring bei der Aufnahme von Gesang mit Cubase und anderen Sequencer-Programmen.

Es ist eine spannende Sendung geworden und ich wünsche dir viel Spaß beim Hören. Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

P.S.: Herzlichen Glückwunsch an Sven Meyer zum Gewinn des Mackie Onyx Blackjack Audio Interfaces!

Antworten

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind mit * markiert

5 Kommentare

bei “Bandgründung: Bei der nächsten Band wird alles anders #195

  1. Henry Nov 14, 2012

    Moin moin

    Interessante Sendung und auch ein echt interessantes Thema.
    Ich hab mich in dem einen oder anderen Diskussionspunkt auch wiedergefunden.
    Super. Mehr davon :)

    Allerdings gab es auch zwei Dinge die mir gar nicht gefallen haben, Hätte ichs nicht live gehört, hätte ichs nicht geglaubt…

    Es ist nicht ok, dass Musiker, die sich keine High End Instrumente leisten können per se als schlechte/unfähige Musiker dargestellt werden. Das war zumindest die Aussage vonMike. Ich persönlich gebe lieber demjenigen, der mit einem geliehenen 300€ Schlagzeug bei der Probe aufkreuzt, dafür aber was kann und der will und vor allem der dann noch menschlich passt, dem Vorzug gegenüber demjenigen, der mit einem DW Set und einer grossen Klappe aufkreuzt… Das gilt genauso für alle anderen Instrumente. Der Sound ist immer das Gesamtpaket aus Instrument, Peripherie und den Händen. Wobei ich denke, dass das Können und die Attitüde mehr ausmacht, wie ein teures Instrument – auch im Klang! Was teures kann man sich nach den ersten paar Gigs immer noch kaufen!

    Es ist auch Schade, dass der Jugendwahn Einzug ins Musizieren gehalten hat.
    Wenn jemand bei mir in der Band derartige Aussagen getätigt hätte, wäre das die letzte Bandprobe oder Gig dieser Person gewesen.
    Für meinen Teil spielt es keine Rolle ob jemand 16 oder 65 ist, wenn der- oder diejenige mit mir auf einer Wellenlänge ist/sind. Wir sind doch nicht bei der Samstag Abendunterhaltung im Privatfernsehn, wo es nach Aussehen geht… Denkt mal dran, ihr werdet auch mal Alt! Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr so ausgegrenzt werden würdet?!? Für mich wäre die die Band gestorben, auch wenn das Zeug noch so rockt… Als Musiker und als Zuhörer.

  2. Hallo Hallo!

    Ich glaube jede Band hat irgendwo immer die gleichen Probleme.
    Sei es die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der Mitglieder, der Umgang mit finanziellen Punkten wie der Umgang mit der Bandkasse oder pünktlich zu überweisende Mieten für den Proberaum. Das Verhalten während der Pausen (irgendeiner muss ja immer trotzdem weiterspielen), oder halt das Problem was auftritt, wenn es in einer Band die aus fünf Mitgliedern besteht, nur drei Personen gibt die einen Führerschein besitzen und der nächste Gig bevorsteht, sich aber keiner bereit erklärt das Equipment in seinem Auto zu transportieren.
    Es gehört schon sehr viel dazu eine Band über 15 Jahre lang zu erhalten, wenn man bedenkt, dass es fünf Charaktere sind die alle zu Allem eine bestimmte Meinung haben was dann in jeder zu treffenden Entscheidung zu Kompromissen führt. Wir haben schon diverse lokale Bands aus unserer Umgebung überlebt, da diese genau an solchen Punkten zerbrachen. Wir dagegen kennen uns schon etwa 20 Jahre oder länger und sind daher die besten Freunde geworden. Sollte es diese Band nicht mehr geben, gebe es trotzdem noch unsere Freundschaft.
    Um noch einen schönen Bandnamen zu nennen: „FranzLaufSchnellerNachErkrath“

    Alles klar, Liebe Grüße von Michael Beyer

  3. Ich fand die Sendung auch sehr gut.

    Viel Wahres !!

    Ich selbst hab bei der Suche nach neuen Mitmusikern auch meine Erfharungen gemacht.
    Ich muss Henry leider widersprechen, ein Musiker ohne eigenes Equipment, der auch nicht den Willen zeigt, sich solches zu kaufen, find ich in einer Band nicht tragbar. Ich hab mich auch schon mit Musikern in Mietübungsräumen getroffen um erst mal abzuschecken, ob das passen würde.
    Leider fehlt vielen der Wille irgend etwas erreichen zu wollen und seien es selbst ganz kleine Ziele. 4-5 Gigs im Jahr, Übungsraum suchen, CD machen.

    Trotzdem an alle die gerade suchen, nicht aufgeben, es gibt immer ein paar Leute, die genauso ticken wie man selbst.

  4. Marcel Dez 10, 2012

    Hallo zusammen,

    wollte nur mal mein kommentar zum thema instrumente dazugeben, wie das schlagzeuger ohne schlagzeug aufkreuzen. Das ist nicht immer so einfach. Ich spiele z.b. in 2 Band, muss also, damit ich nicht immer schleppen muss, zwei sets haben mit becken und allem drum und dran. Momentan interessiere ich mich noch für ein drittes projekt im Jazz bereich. Dafür bräuchte ich ein 3. Set mit komplett anderen größen und eve. wieder becken. Das kommt insgesamt alles viel teurer als nur eine 2 gitarre oder einen anderen bass.

    Darum kann ich dieses problem gut nachvollziehen.

    Also was tun? Richtig, Blockflöte lernen ;-)

  5. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Feb 4, 2013

    Hallo!

    Gegen Ende des Podcasts wird die Namensgebung für die Band erwähnt. Dazu ein paar Gedanken:
    Den Namen „Stoerte.Priester“ find‘ ich generall als Bandname richtig gut.

    Wirklich gut find‘ ich an dem Namen, dass er -bei mir zumindest- die richtigen Assoziationen geweckt hat – und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste bei einem Bandnamen, denn so weiß man gleich, was einen erwartet. Im besten Fall macht der Bandname einen neugierig, wie auch hier.
    Als ich den Namen das erste Mal gehört hab‘, kannte ich die Band nicht; nur ihren Namen. Meine erste Assoziation dazu war: rockige Band mit lauten Gitarren, rebellische Grundhaltung, sind öfters auf der Bühne. So wie ich das sehe, trifft diese Assoziation zu. DAS IST RICHTIG GUT! Der Bandname vermittelt schon im ersten Moment den passenden Eindruck von der Band und ihrer Musik. Besser geht’s nicht. :-)
    Das liegt größtenteils daran, dass der Name „Stoerte.Priester“ an „stören“ und „Störtebecker“ erinnert – vor allem daher kommt der rebellische Eindruck. „Priester“ gibt dem Ganzen etwas Sakrales, Abgehobenes – also (im guten Sinne) etwas Ungewöhnliches. Störtebecker und Priester sind nicht gerade für Elektromuscke bekannt :-) – daher kommt meine Assoziatioen mit den lauten Gitarren.

    Carlos meinte, dass es speziell zum Thema Bandname und Namensfindung mal ’nen eigenen Podcast geben sollte. Gute Idee. :-) Einige Ideen dazu:

    – Wie im Podcast schon gesagt, sollte es den Bandnamen nicht schon einmal geben. Das kann man in zwei Richtungen sehen, nämlich im musikalischen Bereich und weitergefasst im allgemeinen kommerziellen Bereich. Soll heißen:
    „im musikalischen Bereich“ – das bedeutet, dass man keinesfalls einen Namen wählen sollte, den eine Band schon hat. Da ist die erwähnte Google-Suche sicher ein guter Ansatzpunkt, das heruaszufinden. Jens hat ja schon erzählt, welche Probleme man kriegen kann, wenn man für die eigene Band einen schon existierenden bandnamen wählt – das gibt schnell Ärger und Probleme, sobald die eigene Band bekannter wird.
    „im allgemeinen kommerziellen Bereich“ – das bedeutet, dass es problematisch sein kann, einen Bandnamen zu wählen, den man schon aus einem anderen (=einen nicht-musikalischen) Zusammenhang kennt. Nehmen wir das Beispiel „Lenor“, das Carlos gebracht hat – auch sowas finde ich nicht sooo gut. Ein solcher musikfremder Name ist ja schon inhaltlich besetzt, ruft damit bestimmte Assoziationen hervor…das kann den Hörer in die Irre führen. Ebenso kann es rechtliche Probleme geben; das ist zwar dann nicht so eindeutig wie bei dem Fall, dass es bereits eine Band unter dem gewünschten Namen gibt, aber rechtlichen Stress kann’s schnell geben. Und noch eine ganz persönliche Meinung: einen bereits bekannten Namen zu nehmen, find‘ ich in den allermeisten Fällen reichlich unoriginell.

    – Auf die richtigen Assoziationen achten – wie das Beispiel mit „Stoerte.Priester“ zeigt.
    Das ist nicht ganz ohne, denn die Assoziationen des Hörers hängen ja vor allem von den Erfahrungen und dem Wissen des Hörers selbst ab – also muss man darauf achten, was die Zielgruppe mit einem bestimmten namen verbinden kann (und was nicht).
    Ich bin mir aber sehr sicher, dass jeder Name bestimmte Assoziationen hervorruft – und das kann gerade dann wichtig werden, wenn man von einer Band kaum die Musik, sondern vorrangig den Namen kennt. Anders gesagt: Der bandname trägt seinen Teil zum allerersten Eindruck bei.

    – Nicht zu kompliziert – das ist auch ein Ratschlag. Mir fällt da die Band „Throw That Beat Into The Garbage Can“ ein…also…länger dürfte der Bandname auf keinen Fall sein. Es gibt auch Bandnamen, an die ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann. „The Intocatchables“? „The Intoxatables“? Nein…irgendwie sowas in der Art, aber ich komm‘ nicht drauf; tja, an diese Band und ihren Bandnamen werd‘ ich mich wohl nie richtig erinnern können. Schade drum.
    Anders gesagt: Der Bandname soltle einem leicht von der Zunge gehen, und man sollte keine halbe Stunde brauchen, um bei Google die richtige Schreibweise herauszufinden. ;-)

    – Vielleicht ist es auch interessant, wenn der Bandname sowas wie eine kleine Geschichte erzählen kann. Bei „Stoerte.Priester“ ist das ja der Fall.
    Das ist kein Muss, find‘ ich aber interessant – vor allem dann, wenn die Bandnamen Wert auf Geschichten in ihren Liedtexten legt. Wenn die Band allerdings eher keine Geschichten in ihren Liedern erzählt, dann braucht auch der Bandname keine Geschichte zu erählen.

© delamar.FM