Mehr Auftritte für deine Band #136

27. September 2011

Mit unserem Gast und Freund Nils Kolonko sprechen wir heute über die wichtigsten Grundlagen für Newcomer und junge Bands. Worauf kommt es an, wenn Du dich bei einem Veranstalter für einen Gig bewirbst? Dazu kommen der Song der Woche, der Kontrapunkt und eine Hörerfrage zum Thema Ploppschutz für Mikrofone.

Und jetzt viel Spass beim Hören der 136. Folge des delamar Podcasts für Musiker & Musikbegeisterte.

Tipps & Tricks für mehr Auftritte für deine Band

Als Gast für die heutige Show haben wir uns den Experten Nils Kolonko eingeladen, Autor des Buches Bandologie. Zusammen mit ihm gehen wir den grundlegenden Fragen für Bands durch, die erst die Basis für eine erfolgreiche Selbstvermarktung bieten. Und genau auch hier liegt das Geheimnis, wie Du deine Strategie sinnvoll auslegen kannst.

Hier sind einige der Punkte, die wir ansprechen:

  • Welche Ziele hat ein Veranstalter überhaupt?
  • Was kannst Du einem Veranstalter anbieten, damit er dich bucht?
  • Ab wann bietet eine Band einen echten Mehrwert für eine Location?
  • Was hat es mit Angebot und Nachfrage auf sich?
  • Handfeste Tipps & Tricks für mehr Auftritte für deine Band

Am Ende bekommst Du nochmals eine Ladung mit handfesten Tipps für deine Band, die dir helfen können, zu mehr Gigs zu kommen. Was auch sehr deutlich wurde in der heutigen Show: Eine einzige Sendung reicht vorne und hinten lange nicht aus, um dieses breite Thema zu besprechen.

Song der Woche
Heute stellen wir einen Song von Oliver P. aka Grodio. Der Titel lautet „Nice up die area“ und stammt aus dem Genre „Moombahton“, der dem Reggaeton nicht unähnlich ist. Weitere Informationen zum Künstler erfährst Du auf soundcloud.com/grodio

delamar Hörerfrage
In der aktuellen Hörerfrage geht es um die Qualität beim Ploppschutz. Was hat es mit den teuren Varianten auf sich, die weit über 100,- Euro kosten? Lohnt sich der Kauf dieser oder reichen die gewöhnlichen Modelle um die 20,- Euro?

Noch ein kurzer Hinweis zur Live-Aufzeichnung: Da gestern unsere Server leider eine zeitlang offline waren, konnte man der Live-Aufzeichnung nur dann beiwohnen, wenn man den direkten Link zu ustream kannte. Sorry dafür, inzwischen ist wieder alles beim alten.

So, und jetzt viel Spass beim Hören der aktuellen Show. Und: Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

Antworten

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13 Kommentare

bei “Mehr Auftritte für deine Band #136

  1. Spannende Sendung, vielen Dank. Mich würde ja interessieren, wie ich einem Veranstalter denn überhaupt zeigen kann, dass ich nicht die 0815 Band bin, außer das Video.

    • Hallo Mo,
      nun, es gibt natürlich die „klassischen“ Wege bzw. Möglichkeiten, d.h. eine gute Performance auf einer gut aufgemachten CD, einen professionell anmutenden Internetauftritt, ein konsequentes, freundliches und professionelles Auftreten bei den Verhandlungsgesprächen, (wenn schon vorhanden) einschlägige Referenzen aufzeigen etc.
      Eine wirklich gute Variante wäre, insofern Du mit Deiner Band schon Auftritte gebucht hast, die Veranstalter in spe zu einer dieser bereits gebuchten Shows einzuladen (Stichwort: Gästeliste) und ihn vor, während und nach der Show gut zu umsorgen und „umgarnen“. Da muss es natürlich dann absolut krachen, so wie Ihr immer alles geben müsst auf der Bühne. Es könnten immer Multiplikatoren im Publikum stehen und da kann ein verhagelter Gig schlimme Kratzer im Image hinterlassen. Also: immer top und auf den Punkt vorbereitet sein!
      Letztendlich ist es absolut wichtig, dass Du im Umgang mit einem Veranstalter auch geschäftlich einen professionellen Eindruck machst. Es ist als Musiker vielleicht nicht immer einfach, sich selbst und seine Kunst unter einem geschäftlichen Aspekt zu betrachten und ein Produkt zu vermarkten, da es ja eigentlich um viel „Herzblut“ geht und nicht nur um den schnöden Mammon. Aber trotzdem sollte man versuchen, gerade beim Booking die geschäftliche Seite nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich musst Du einem Veranstalter klar machen, wieso er gerade Dich buchen soll. Und das entscheidet ein Veranstalter i.d.R. und auch bei allem Kunst- und Kulturverständnis als Geschäftsmann und meistens nicht als Musikliebhaber.

      • Chris Sep 28, 2011

        Die Veranstalter arbeiten nur als gierige Geschäftsgeier. Kunst hat keinen Platz auf der Suche nach Gigs.

  2. Taikonaut Sep 28, 2011

    Am Beginn etwas zu sehr nach den Sternen gegriffen, aber dann habt ihr ja noch die Kurve bekommen. :)

    Noch 4 kleine Tipps…

    1. Bleibt freundlich, ehrlich und aufrichtig. Auf “Dicke Hose machen” wo nur ne ganz dünne Hose ist, hat noch nie was gebracht.

    2. Sucht euch kleine lokale Booking-Agenturen, ruft da einfach mal an und quetscht die Leute aus. Viele sind da überraschend auskunftsfreudig. Und wenn einer mal pampig am Telefon wird, ruft den Nächsten an.

    3. Wenn ihr nun unbedingt in einem Laden spielen wollt, geht zu den Veranstaltungen dort, latscht zur Theke und versucht den Inhaber des Ladens oder Verantwortlichen des Abends zu sprechen. Persönlich sprechen ist immer besser, als das berühmt-berüchtigte Band-Infopaket hinzuschicken und nie wieder was zu hören. Vermeitet Bewerbungen an “info [Email-Adresse: info(at)geilerladen.de]” zu schicken. Die Mails werden eh nie von den Entscheidern abgerufen. Hingehen oder anrufen heißt die Devise.

    4. Lasst euch nicht abschrecken, wenn jemand mal nachmittags unfreundlich seine Theke putzt oder am Telefon nun so gar keine Zeit hat. Macht verbindliche Termine ab. Und wenn´s gar nicht geht, auf zum nächsten Laden… 10 Läden, ein Gig wäre doch schon ne klasse Erfolgsrate. :)

    • Carlos Sep 28, 2011

      Persönliches Vorsprechen ist immer die beste Variante – vorausgesetzt man weiss sich zu benehmen und hat ein sympathisches Auftreten. :)

  3. Hallo Chris,

    auch ich habe schon negative Erfahrungen mit Veranstaltern hinter mir und kann von daher Deinen Frust verstehen. Allerdings würde ich jetzt trotzdem nicht so verallgemeinern und sagen, dass „die“ Veranstalter alle nur „Geschäftsgeier“ wären. Sicher, i.d.R. schaut ein Veranstalter auf den Umsatz und auch auf seinen Gewinn. Aber dadurch schließt sich nicht unbedingt und bei jedem die Freude an Musik und Kultur aus.

    Also, Kopf hoch, ran an den Speck und ROCK ON!

  4. Manuel B. Sep 30, 2011

    Hallo Delamar-Team, als langjähriger und begeisterter Hörer möchte ich ein Feedback zu euer Sendung #135 abgeben da mich die Antwort auf: „Wie komme ich an mehr gigs ran?“ als Konzertveranstalter und Musiker doch etwas gewurmt hat :) Deshalb möchte ich einen Blick auf das Konzerbuisness wie ich es kenne werfen und einige Tipps geben.

    – ich glaube ihr habt bei der Antwort eine Nummer zu groß gedacht.
    Es gibt in einigen Musikbereichen und alternativen Musikszenen nicht unbedingt ein ausschließliches Buisnessdenken. Die alternative Musikszene bewegt sich viel in Jugendeinrichtungen, Jugendzentren, und alternativen Lokalen welche sehr häufig Konzerte aus Begeisterung und Passion (DIY) organisieren mit dem Hintergedanken ein gutes Programm auf die Beine zu stellen und spesendeckend zu arbeiten.
    – in meiner Gegend z.B. sind Jugendzentren und Jugendvereine so gut wie die Einzigen die überhaupt Konzerte organisieren! Meistens mit mehr oder wenigen fetten und internationalen Hauptacts und mehreren lokalen Supportacts
    – deshalb meine Tipps:
    besucht selbst viele Konzerte, schaut andere Bands an, seid aufgeschlossen und knüpft dort Kontakte. Musiker und Bands die nie Konzerte besuchen, die sich nicht für andere Musik interessieren haben bei mir als Konzertveranstalter kaum eine Chance
    – Bands die zuerst nach Gage fragen ebenfalls nicht! zuerst wird allgemein über den Gig verhandelt und dann erst über Gage. Zumindest ich muss spüren dass es der Band wirklich um die Musik geht und nicht um die Kohle (zumindest bei den noch jungen Bands)
    – knüpft Kontakte zu Locations, und Leuten die Parties und Konzerte veranstalten. Zeigt eure Disponibilität und nervt ruhig ein bisschen, eure Band bei einem Konzert doch noch irgendwie unterzukriegen. Wer mehr nervt hat wesentlich mehr Chancen etwas zu erreichen, ist leider so :).
    – knüpft Kontakte zu anderen Bands und Musikern: Fragt diese um Locations und Veranstalter, fragt ob ihr mal als support act spielen dürft! Organisiert selbst ein Konzert mit euch und einer befreundeten Band, sie sollen im Gegenzug ein Gig mit euch klar machen
    – seid spontan! Fällt eine Band irgendwo aus, bietet euch an. Seid auch spontan genug, auf einer Partie kurzerhand eure Akkusitkklampfen auszupacken und ein Improvisiertes kurzes Set zu spielen oder ein „akkustik“ Rapbattle zu machen!
    – seid zu den Leuten ehrlich und zeigt Respekt vor anderen Musikern und Veranstalter. Spielt auch auf Gigs vor 5 Leuten!
    – Eure Begeisterung auf der Bühne, eure Freude an der Musik, und eure sympathische Art wird sich, wenn sie ehrlich ist, rumsprechen und ev. Türen für weitere Gigs öffnen.
    – Poser und Rockstarattitude kommen selten gut an die 80er sind vorbei!
    – Haut nach dem Gig nicht sofort ab. bleibt am Ort, mischt euch unters Publikum und schaut euch die anderen Bands an!
    – Versucht freundlich zu Veranstalter, Helfern und Livetechniker zu sein!! Eure Sympathie, euer Charisma und eure gute Musik sprechen sich rum. Ein kurzes Dankeschön auf der Bühne an die Veranstalter schadet auch bestimmt nicht!!
    – Verschickt mails an Konzertveranstalter und bietet euch an. Noch besser, weil es kaum noch jemand tut: Verschickt Päckchen mit euren Infomaterial und eurer CD: Jeder freut sich auf Post. Emails sind schnell gelöscht aber ein Päckchen kann man nicht so schnell übersehen ;)
    – Habt den Mut den ersten Schritt zu machen: Weisst auf eure Band hin, fragt ob ihr nicht den support machen könnt. seit sympathisch frech :)

    ist jetzt doch etwas länger geworden..
    .es handelt sich hier natürlich nur um meine eigene Meinung und Erfahrung… und ansonsten macht jedenfalls weiter so.grüße aus Südtirol
    manuel

  5. Lieber Manuel,
    vielen Dank für Dein ausführliches Feedback! So weit scheinen wir aber dann doch nicht auseinander zu liegen. Ergänzen möchte ich allerdings zwei Bemerkungen: Erstens: Man muss natürlich zwischen kommerziell ambitionierten und kulturfördernden Veranstaltern unterscheiden und seine Verhandlungen entsprechend differenziert ausrichten (Mischformen seien hier idealtypisch mal ausgenommen). Zweitens: Bei kommerziellen Veranstaltern, d.h. solchen, die mit Ihrem Event Umsatz und Gewinn erzielen wollen bzw. müssen, sollte man durchaus mit einer eigenen „Gewinnabsicht“ entgegentreten. Für solche Veranstalter stellt Euer Auftritt nämlich eine Dienstleistung dar, die auch entsprechend vergütet sein sollte. Ob und inwiefern diese Vergütung in einer Geldzahlung (Gage) oder einer vergleichbaren „Entlohnung“ bestehen soll, bleibt Euch überlassen.

  6. airman Okt 6, 2011

    Hallo zusammen,
    mir gefällt es gut, wie auch in #137, dass es mal wieder rund um die Bühne geht.

    Hat jemand Erfahrung mit kleinen Booking-Agenturen?
    Mir scheint es so, dass die mit ihren Acts schon zu viel zu tun haben, man also schwer da rein kommt. Und für die größeren braucht man natürlich schon ein paar amtliche Referenzen.

    cheers,
    Stefan

  7. Hallo liebe Leute,
    also eigentlich muss man allen Parteien Recht geben. Es ist aber auch von Ortschaft zu Ortschaft unterschiedlich. Schaue ich nach Düsseldorf, so gibt es scheinbar ein Überangebot an Bands, die sich die wenigen kleinen Läden unter sich aufteilen müssen. Daher ist es so, dass unsere Band häufiger ins Ruhrgebiet oder nach Köln ausweichen durfte.
    Weiter ist es ein Problem das häufig Konzerte mitten in der Woche angeboten werden, so das unsere Freunde/Anhänger/Fans keine Zeit haben dort hinzufahren, da diese am nächsten Tag Arbeiten, zur Uni oder zur Schule müssen. Ein nächstes Problem ist es, dass es scheinbar nur noch Gigs in Form von sogenannten Band-Contests gibt, was einen Zusammenhalt der Bands untereinander eher behindert als fördert, da diese dadurch gezwungen werden gegeneinander zu spielen und nicht miteinander.

    Nunja, das war mein Beitrag dazu der rein auf unseren Erfahrungen basiert.

    Prost und alles Gute!!! M. Beyer

    • Hallo! Oh ja … mit diesen ganzen Pseudo-Contest-Veranstaltungen sprichst Du wirklich etwas an, was auch aus meiner Sicht ein großes Problem darstellt. Leider ist es wohl so, dass das Sich-Messen im Wettkampf im Rahmen von Musik- und Kulturveranstaltungen mit Dieter Bohlen und Co. selbst zum Event geworden ist und das Eigentliche, um was es beim Musizieren geht, vollkommen in den Hintergrund getreten ist. Veranstaltern, die solche Contests anbieten, geht es nicht selten nur um den Contest als Event. Aber es gibt noch andere Hintergründe, die meiner Meinung nach nicht weniger problematisch sind: man versucht sich von Seiten des Veranstalters möglichst günstig oder gar billig zu halten. Ein Contest wird mindestens von drei oder mehr Bands bestritten. Dadurch hat man ein mehrstündiges Event, aber: bezahlen muss man dann nur den oder die Gewinner.
      Ich möchte betonen: Es gibt natürlich auch seriöse Contest-Veranstaltungen. Die Kunst ist herauszufinden, ob die gerade anstehende Veranstaltung zu den seriösen gehört. Es wäre bestimmt interessant, hier einen Kriterienkatalog zusammenzustellen. Vielleicht ein Thema für einen kommenden Podcast ;-)
      Liebe Grüße Jens

    • Carlos Okt 27, 2011

      Ich denke eher, dass das „Sich-Messen“ einfach im Menschen vorgegeben ist. Deswegen stehen Männer ja auch so auf Sport. Und am Ende ist ein solcher Gig ja immer noch eine gute Möglichkeit, aufzutreten. Nur darf man sich eben keine Hoffnungen machen, dass damit irgendetwas gewonnen wäre.

      Zu diesem Thema hatten Marc Weissenberger und ich ja auch ein Special gemacht.

      • Hehe, jau^^.

        Worauf ich noch hinweisen wollte, ist die Tatsache dass sich die Fans der Bands während eines sogenannten „Contests“ eher nur ihre favorisierte Band anschauen und den Rest des Tages außerhalb der Veranstaltungsstätte verbringen. Als Band finde ich das super schade, da auf diesem Wege der Raum immer nur zur Hälfte oder noch weniger gefüllt ist und man dadurch eh fast nur vor den Leuten spielt die einen schon hundertmal gesehen habe. Dann macht selbst das Gewinnen keinen Spaß mehr.
        Das ist jetzt aber weniger die Kritik an den Veranstaltern als an der Veranstaltungs-Art. Die Contest-Besucher allerdings, sollten daran denken, dass sie Eintritt gezahlt haben und sich vielleicht lieber eine komplette Show statt nur einer Band ansehen.

        Alles klar, bis dahin grüßt der Beyer

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