Musikbusiness, Bandologie und wie man seine Band zum Erfolg führt mit Nils Kolonko #18

16. Juni 2009

In der heutigen Folge geht es um das Musikbusiness und wie man als Musiker oder Band erfolgreich sein kann. Als Gast haben wir uns Nils Kolonko eingeladen, der sein Buch „Bandologie – Wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt“ vorstellt und einige Tipps für Euch parat hat.

Musikbusiness, Bandologie und wie man seine Band zum Erfolg führt mit Nils Kolonko

Die heutige Episode ist 50 Minuten lang und wir sprechen mit unserem Gast über eine Vielzahl hochinteressanter Themen rund um das Musikbusiness, die Musikindustrie und das Musikerdasein. Nils Kolonko ist Musiker, Schlagzeuger, ehemaliger Produktmanager bei BMG und hat im Marketing für die erste Staffel von Deutschland sucht den Superstar gearbeitet.

Überraschenderweise haben wir auch Marc Weissenberger in der Show begrüßen können, der sich zur Zeit der Aufnahme bei Nils Kolonko befand und uns kurz über seine Tour mit Rock The Biz auf dem Laufenden hält.

 

Unter anderem besprechen wir:

  • Bandologie – Wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt
  • Die fünf Säulen des Erfolgs im Musikbusiness
  • Was muss ein Musiker oder eine Band mitbringen, um erfolgreich zu werden?
  • Typische Musikerausreden und Traumata
  • Status Quo der Musikindustrie
  • Die Zukunft der Musikindustrie
  • Moral oder Mehrwert bei ideellen Gütern wie Musikdownloads
  • Plattenvertrag: Wie hoch ist der Vorschuss?
  • Reichen Kontakte im Musikbusiness, um erfolgreich zu werden?

Link zu Nils

Der aktuelle Podcast ist 50 Minuten lang und nicht ganz 40 MB groß. Viel Spaß bein Hören.

Antworten

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13 Kommentare

bei “Musikbusiness, Bandologie und wie man seine Band zum Erfolg führt mit Nils Kolonko #18

  1. Thorsten Franz Jun 17, 2009

    Hallo,
    ich habe mir mal das Buch Bandologie von Nils Kokolonko durchgelesen.
    Da findet man viele nette und hilfreiche Hinweise und Tricks. Allerdings war das Lesen streckenweise eine sehr anstrengende Sache. Anstrengend deswegen, weil sich der Autor nach den ersten Seiten andauernd wiederholt. Nicht nur, dass er Aussagen alter Kapitel regelmäßig fast wortgleich in höheren Kapiteln nochmal ausbreitet und man dort über Seiten hinweg nichts neues lesen kann. Er macht auch innerhalb der einzelnen Abschnitte ständige inhaltliche Wiederholungen in dem er neu hinzugenommene Informationen in mehreren Sätzen sinngleich über einen ganzen Absatz hinweg diskutiert, obwohl ein einfacher Satz genügt hätte. Man denkt sich als Leser mehrmals „komm endlich zum Punkt!“. Ich beschreibe hier nicht vereinzelte Entgleisungen sondern weise auf ein System solcher stilistischer Fehltritte hin. Da reicht auch die gelegentliche Überschrift oder die Textformatierung nicht als Alibi, die gemeinsam eine Zusammenfassung ankündigen. Man fühlt sich ungut an Motivationstrainings irgendwelcher selbsternannter Gurus erinnert, die in immergleichen Worten den Zuhörern vermeindlich wichtige Inhalte einhämmern wollen. Oder wollte er damit Textgröße, Seitenanzahl und damit den Buchpreis in die Höhe treiben?

    Kurz gesagt, das Buch hätte man auf ein Viertel der Seiten reduzieren können, ohne irgend etwas wegzulassen. Das Lesen des Buches ist in dieser Form sehr anstrengend. Man kann abschließend nur festhalten, dass dieses Werk trotz brauchbarer Infos sehr schlecht geschrieben ist und wie eine Predigt anmutet und daher stilistische Ähnlichkeiten mit Textveröffentlichungen von Sekten aufweist. Es ist ganz und gar nicht die knapp 40 Euro wert ist.

    Dahingegen fand ich die Aussagen des Buches im Podcast sehr gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Man braucht da eigentlich das Buch nicht mehr zu lesen.
    Sorry, das das Werk so schlecht wegkommt, aber das ist meine Meinung dazu. Grüße, Thorsten

  2. Steve Jun 17, 2009

    „dann würde keine musik mehr produziert werden sondern nur noch live Mitschnitte veröffentlicht werden.“

    Ich halte das nicht für was schlechtes, denn – gute – live aufnahmen klingen oftmals besser als überproduzierte studio aufnahmen, und dann würden sicherlich auch talentfreie bands die live absolut garnichts drauf haben verschwinden.

    Also ich bin ganz anderer Meinung als Nils Kolonko.

  3. Bitte? *wunder* also IMHO klingt eine gute Studio-Produktion 100 Mal besser als ein Live-Mitschnitt. Es gibt Produktionsweisen bzw. -elemente, die schon rein technisch in einer Live-Situation nicht durchführbar sind.

    Das „Live-Feeling“ und die Wirkung einer jubelnden Crowd auf die Psyche des Hörers will ich jetzt nicht in Frage stellen – aber das hat für mich mit dem Klang nichts zu tun.

  4. Hallo lieber Thorsten Franz,

    vielen Dank für dein offenes Feedback. Habe per Suchmaschine gerade nicht deine Mailadresse oder einen anderen Kontakt zu dir gefunden. Daher ebenfalls hier als Kommentar:

    Wenn du persönlich mit dem Bandologie-Buch nichts anfangen kannst, würde ich dich bitten, mein Angebot zu nutzen, das ich in dem Buch unterbreite und mir das Buch zurück zu senden. Bitte parallel dazu eine Email oder Zettel anbei mit deiner Bankverbindung. Ich erstatte dir dann den Kaufpreis.

    Andere Musiker beurteilen das Buch völlig anders als du. Auch Carlos hatte ja einen entsprechend anderen Eindruck davon. Aber wie auch immer. So verschieden sind nunmal die Geschmäcker und Meinungen.

    Hier andere Meinungen von Musikern zu dem Buch im Original-Wortlaut:
    http://www.bandologie.com/content/view/21/39/dontfollow

    Übrigens wäre das Buch von dir das erste Bandologie-Buch, das seit August letzten Jahres zurück kommt. Also: mein besagtes Angebot, oben, steht.

    Beste Grüße
    Nils

  5. Steve Jun 19, 2009

    @nevi

    vll hast du noch nicht den richtigen live mitschnitt gehört, aber natürlich ist das auch alles geschmackssache.
    Ich finde das es in Studioproduktionen oft übertrieben wird mit dem klang und manchmal weniger vll doch mehr gewesen wär.

    Als beispiel möchte ich mal die Band Blind Guardian nennen. In den Studioproduktionen, vorallem bei „a night at the opera“ haben sie sehr opulente Orchestrierungen und massenweise gesangsverdoppelungen um einen großen Chor zu bekommen. Wenn sie live spielen haben sie nur einen Keyboarder und benutzen keine Backingtracks und ich finde unabhängig ob da jetzt jubelnde Menschen sind oder nicht den Klang dieser Aufnahme viel besser als die Studioaufnahme.

    Aber wie gesagt, dass soll jeder für sich selbst entscheiden. aber es ist auch klar das eine band deren spielerische Fähigkeiten erst im Studio aufgewertet werden müssen, live viel schlechter klingen.

  6. … Wenn ich das kurz einwerfen darf; ich habe „nur“ sinngemäß gesagt:

    „WENN in Zukunft eine Musikproduktion im klassischen Sinne nichts mehr wert ist, sondern im Wesentlichen als Werbemittel für (bezahlte) Live-Shows und zur Fan-Bindung / Ergänzung zum (bezahlten) Merchandising dient … DANN könnten professionelle Bands möglicherweise neue Geschäftsmodelle entwickeln, in denen ‚die Musikproduktion‘ beispielsweise durch eine Live-Aufnahme oder etwas vergleichbar einfach und schnell zu produzierendes ersetzt wird. … WEIL es aus Sicht eines Profis (jemand, der davon lebt) nur Sinn macht, Dinge aufwändig zu produzieren oder darzubieten, die Geld einbringen.

    … Andere Dinge, die eher zu Werbezwecken dienen, produziert man in der Regel mit einem möglichst geringen Aufwand, als Unternehmer.“

    Es ging mir also NICHT darum, dieses mögliche Verhalten in der Zukunft irgendwie zu bewerten, oder ein Urteil über den Unterschied ‚Live-Aufnahme / Studio-Aufnahme‘ zu fällen.

    Sondern es ging mir nur darum zu sagen: Wenn Musikproduktionen in Zukunft nichts mehr wert sind, dann werden sie voraussichtlich den Stellenwert von Werbemitteln einnehmen. (So, wie es ja heute schon zu großen Teilen passiert.)

    … UND … (das war der Gedanke), wenn das so kommt oder weiter so geht, dann wäre es gut möglich, dass eine Vielzahl moderner, professioneller Bands ihren Studio-Produktions-Aufwand stark herunterfahren oder sogar ganz damit aufhören, klassische ‚Studio-Alben‘, überhaupt (aufwändig) zu produzieren.
    (… Und sich somit das Model ‚Musikgeschäft‘ erneut drastisch verändert.)

    Alles Gute und beste Grüße
    Nils

  7. Sebastian Jun 21, 2009

    Auch wenn der tatsächliche Wert von Studioaufnahmen/CDs/Alben dadurch sinkt, dass viele Konsumenten nicht bereit sind, Geld dafür auszugeben – die CD bleibt einer der wichtigsten Bestandteile des Produkts „Band“.

    Produziert eine Band also keine hochwertigen Studioaufnahmen, dann schmälert sie ihren Gesamtwert und überlässt damit das Feld den anderen Bands.

  8. Liebe Delamar-Leser, lieber Thorsten Franz,

    nahezu ein Monat ist vergangen und ein „Thorsten Franz“ hat sich nicht bei mir gemeldet.

    Ich finde es etwas schade, erst mein Buch auf diese Weise öffentlich zu ‚zerlegen‘ und dann nicht konsequent zu sein und das selbst gekaufte(?) Exemplar zurück zu geben. Immerhin hätte ich das Geld erstattet. So, wie ich es ja auch im Buch und auf meiner Webseite anbiete.

    Wie wohl deutlich zu merken ist, bin ich daran interessiert, meinen Buchkunden die volle Zufriedenheit zu geben. Und wenn das bedeutet ‚Geld zurück‘; dann auch das!

    Ich vermute übrigens, dass es sich hier um jemanden handelt, der das Bandologie-Buch nur sehr unaufmerksam gelesen, oder möglicherweise nur überflogen hat. Denn beispielsweise schreibt er weiter oben meinen Namen falsch.

    Also, wenn nicht einmal diese Info (Name des Autors) aus dem Buch bei Thorsten Franz richtig ankam, dann hat er möglicherweise auch andere Infos aus dem Buch falsch aufgenommen oder falsch erinnert.

    Wie auch immer. Nachdem weiter oben eingeschätzt wurde, wie ich / was geschrieben hätte, war das nun also meine Einschätzung aufgrund des Geschriebenen.

    => Es bleibt also bei bislang null Reklamationen des Bandologie-Buches.

    SOLLTE sich Thorsten Franz noch innerhalb der ersten 180 Tage nach dem Kauf bei mir melden, was er gerne machen kann, und sein Buch zurück geben, würde ich ehrlicherweise erneut hier posten.

    Ansonsten betrachte ich die Sache jetzt als abgeschlossen.

    Alles Gute und beste Grüße,
    Nils

  9. das problem wäre dann doch dass keine sau zu dem konzert von einer band geht die keine tolle produktion hat. das zeigt doch auch heute die realität. wer keine super aufnahmen auf seiner myspace seite hat hat verloren. egal wie toll die band live ist.

  10. Carlos Sep 8, 2009

    @c666:
    Das war im Prinzip schon immer so. Wer sich nicht richtig präsentiert, der wird nicht wahrgenommen.Insofern hast Du natürlich bedingt recht, denn eine Band kann ja auch im Vorprogramm einer bekannten Band spielen oder auf einem Festival oder, oder, oder…
    Aber es gilt natürlich auch: Wer seine Musik wahrlich ernst nimmt, der scheut auch nicht 5.000 Euro in die Produktion seiner CD zu stecken.

© delamar.FM