Raumakustik verbessern – Bessere Mixe für den schmalen Geldbeutel #80

31. August 2010

Für den 80. delamar Podcast wollte ich ein Thema aufgreifen, dass wirklich jeden Musiker und Produzenten – gleich ob Einsteiger oder Semi-Pro – betrifft: Die Raumakustik verbessern ist ein gern übersehener Punkt im Homerecording (und auch bei den Freunden von HiFi). Lieber wird ein neues Mikrofon oder Audio Interface auf der Suche nach einem besseren Klang gekauft.

In dieser Sendung erfährst Du, wie Du mit dem Einsatz von sehr wenig finanziellen Mitteln, einigen Möbeln und anderen Dingen aus deinem normalen Haushalt mit etwas Knowhow den Klang deines Raums merklich verbessern kannst – eben die Raumakustik verbessern.

Viel Spass beim Hören!

Raumakustik verbessern – Bessere Mixe für den schmalen Geldbeutel #80

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell Menschen Geld in die Hand nehmen, wenn sie ein Ziel zu erreichen gesuchen, ohne kurz inne zu halten, um den Ursachen des eigenen Problems auf den Grund zu gehen. Wer, wie ich in frühen Zeiten, sich ein teures Großmembranmikrofon einer renommierten Marke kauft, um den „Pro“-Sound im Gesang zu bekommen, ist ernüchtert feststellen zu müssen, dass das teure Mikrofon das Problem nicht zu lösen vermag.

Eine der Ursachen für die oftmals mindere Klangqualität eigener Aufnahmen und Abmischungen liegt in der Raumakustik der Abhöre. Die besten Studiomonitore sind in einem ungeeignetem Raum nicht in der Lage, ein brauchbares Klangbild abzugeben. Die Beschaffenheit des Raumes hat einfach zu viel Einfluss auf das Klangbild und damit auf die Klangqualität.

In vielen Schlafzimmer- und Homerecording-Tonstudios braucht es keine tausende Euro, um die Raumakustik verbessern. Merklich zu verbessern. Mit einigen wenigen Grundlagen der Raumakustik und dazu noch dem ein oder anderen Gegenstand aus deiner Wohnung sollten sich schon einige Verbesserungen machen lassen.

 

Raumakustik verbessern: Grundlagen der Raumakustik in einfachen Worten

Hier ist noch ein gutes Video zum Thema Raumakustik verbessern (Must-See):

Im Rahmen dieser 80. Episode des delamar Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte erfährst Du folgende Grundlagen der Raumakustik:

  • Was ist eine Raummode? (Rechner)
  • Was ist ein Flatterecho?
  • Was bedeutet Reflexion?
  • Was versteht man unter der Nachhallzeit?
  • Was ist der Unterschied zwischen Diffusschall und Direktschall?

Im zweiten Teil der Sendung erfährst Du, wie Du deine Abhörsituation durch die richtige Positionierung der Studiomonitore verbessern kannst. Die Verbesserung der Raumakustik durch diese Maßnahme kann gewaltig sein und erfordert meistens nur ein bisschen deiner Zeit.

Im dritten Teil der heutigen Episode zum Raumakustik verbessern geht es schliesslich um das Treffen von Maßnahmen. Besprochen werden hier natürlich Absorber und Diffusoren sowie die Verwendung von Möbeln und Pflanzen aus dem Haushalt. Erfahre weiterhin eines der wichtigsten Konzepte bei der Auslegung eines Regieraums, das von vielen Tonstudios weltweit zur akustischen Optimierung verwendet wird.

Alles in Allem gibt es eine Menge grundlegendes Wissen zur Raumakustik, auf dem wir auch in späteren Sendungen aufbauen können. Über dein Feedback in den Kommentaren freue ich mich natürlich.

Übrigens: Am Montag, dem 06. September 2010 geht es weiter mit dem Live-Podcast mit dir! Sei dabei und nimm Einfluss auf die Themen der Sendung.

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12 Kommentare

bei “Raumakustik verbessern – Bessere Mixe für den schmalen Geldbeutel #80

  1. Dominic Aug 31, 2010

    Hi

    Ich sach ma so … Es war ein Interesanter potcast …. ABER !!!
    Wiso macht sich keiner mal die Mühe und das mit der Akustik per VIDEO zu erklären ? In verschiedenen Räumen .u.s.w. …

    Hoffe das hir auch mal Themen dran kommen wie mache ich ein Label Klar oder einen von der Gema mal ein laden um die Fragen in Chat zu beantworten … Und nicht solche sahchen wie mache ich Musik … oder wie schreibe ich einen Hit ( Lied ) das müsste eigentlich jeder der sich das hir antut ;-) schon wissen …. oder zumindest ein Instrument Spielen können …. Ich freu mich auf Montag Abend mal schaun ob es dieses mal Pünktlich los geht :) bis dahinn cu

    • Carlos Sep 1, 2010

      Hallo Dominic,
      danke für dein Feedback.
      Jeder Mensch hat seine eigene Art und Weise, sich über Dinge zu informieren: Lesen, hören, sehen.
      Der delamar Podcast ist als Audio Podcast für Musiker konzipiert und, ehrlich gesagt, ist im Vorfeld nicht einmal klar gewesen, ob dieses Thema überhaupt Interesse bei den Hörern weckt.
      So gesehen darfst Du es als Versuchsballon sehen und deine Anregung ist nicht auf taube Ohren gestossen.
      Herzliche Grüße,
      Carlos

  2. Jakob Siegler Sep 1, 2010

    Sehr interessante Folge! Musste gleich erstmal ein paar Tipps mitschreiben.
    Mit Matratzen, Teppich und Vorhängen habe ich schonmal ziemlich gute Ergebnisse hin bekommen. Leider bietet nicht jeder Raum sonderlich viel Platz (z.B. zum Positionieren der Abhöre möglichst weit von Wänden entfernt).
    Alles in allem ein sehr gelungener Podcast. Macht weiter so!
    Achso, werden eigentlich noch Literatur-Empfehlungen gegeben oder hab ich da jetzt was übersehen?
    Gruß
    Jakob

  3. Interessanterweise wieder einmal genau der richtige Podcast zum richtigen Zeitpunkt. Ich betreibe Homerecording in einem ganz normalen, recht kleinen Zimmer und schaffe mir demnächst meine ersten Studiomonitore an. Da ich gleichzeitig noch mein Zimmer renoviere, passte das Thema wunderbar. Da kann ich gleich noch schauen, ob ich beim Umgestalten noch ein wenig die wohl recht ungünsige Akustik verbessern kann.

    Vielen Dank an euch und weiter so! =)

  4. Phunkateer Sep 2, 2010

    Ja, sehr guter Podcast mit vielen nützlichen Tipps. Für mich persönlich konnte ich leider nur die Info rausholen: Dein Raum ist Schrott, Mix aufm Kopfhörer (Schlafzimmer mit wenig Gestaltungsmöglichkeiten, Monitore asymmetrisch und doch in den Ecken). Aber auch gut zu wissen, dass ich das schon intuitiv seit langer Zeit „richtig“ mache mit dem Kopfhörer!

    Soweit ich das selbst beurteilen kann, funktioniert das gar nicht so schlecht, solange man zur Endkontrolle noch andere Abhören heranzieht.

  5. Ernst Mosch Sep 23, 2010

    Hi!

    Endlich sagt’s mal einer! Sehr gut. Unglaublich was immer gefaselt wird über teures Equipment von Leuten, die damit quasi in ’ner „Toilette“ aufnehmen. Lieber ein geiler (Aufnahme-)Raum und mittelgutes Equipment…

    Sehr informativ und gut erklärt, gerade die Sache mit dem Absorbtionsgrad. Weiter so!

    Nur bei einer Sache würde ich widersprechen: ein Aufnahmeraum sollte meiner Meinung nach so gut wie „tot“ sein. Noch mehr als die Regie. Zumindest für „furztrockene“ Sprach- bzw. Gesangsaufnahmen. Eventuellen Hall kann man ja am Rechner immer noch hinzufügen.

    Oder wir meinst Du das mit dem „lebendig klingen“?

    Lieben Gruß,
    Ernst Mosch

    • Carlos Sep 23, 2010

      Für Voice-Over Anwendungen ist ein trockener Aufnahmeraum sicherlich wünschenswert. Für Musikaufnahmen von Gitarre, Schlagzeug, etc. ist ein gut klingender Raum vorzuziehen, um der Aufnahme Charakter zu geben.

  6. Rattattapeng Feb 7, 2011

    sorry das ich dir jetzt hier mitten rein schreib aber uch weiß0 nicht wo sonst

    hab ein mic fame studio co10

    welchen vorverstärker dol ich mir am besten welche sounkarte

    ja und taugt das mic was danke im vorraus

  7. Daniel Sep 6, 2011

    Wo sind die shownotes?

  8. Kurze anmerkung zu den Erstreflexionen und den beispiel mit den boxen an den wänden ist es nicht so das wegen dem dreick die erstrefektion auf die gegenüberliegende wand treffen und nicht auf die neben der die box steht (jednefalls der hauptanteil) meiner meinung nach haste dich da mit den seiten vertan was aber nicht schlimm ist das die sache auch so verständlich ist und es dazu nicht wichtig war welche wand zuerst getroffen wird …..Zum schaustoff hättest du vielleicht noch erwähnen sollen (ich habs jedenfalsl nicht mitbekommen) das die dicke des schaumstoffe oder anderen materials sich auf die zu absorbierende frequnez auswirkt und die tiefe des difusors auf die frequnez die zerstreut wird ….deshalb isses aushc richtig das man mit dünnem schaumstoff nur hohe frequenzen absorbieren kann aber mit dicken dann auch tiefere. klar kommt man bei schaustoff nicht ganz bis nach unten aber ich hab auch basstraps die aus schaumstoff sind und funktionieren für mich ausreichend und ich produzier dubstep hab also einiges an bässen hier ;-) sind aber kein baumarkt schaumstoff sondern dichterer( schaumstoff hat verschiedene dichten also verschieden absorbationsgrade und akustikschaumstoff wird immer dichter angerührt als normal ausm baumarkt deshalb absorbiert der besser)und aksutikschaumstoffe nicht nur basotec sind (fats)alle schwer empflambar … akustikschaumstoff bitte nicht mit dem aussm baumarkt verwechseln wegen der dichte und feuerfestigkeit …. und steinwolle ist gesundheitsschädlich sollteman auch erwähnen wenn man solche tips gibt deshalb ist das einpacken bei der so wichtig ….deshalb nehm ich lieber akustik schaumstoff auch wenn der nicht so gut ist wie steinwolle weil mir meine gesundheit da doch lieber ist ….

  9. Hallo,

    erstmal Danke für die immer wieder interessanten Informationen von euch. Auch wenn dieses Thema schon älter ist, hoffe ich vielleicht noch eine Antwort auf meine Frage zu bekommen.
    Ich bin am ständigen umändern meines Homestudios auf Hoffnung das beste Ergebnis zu erzielen und das ganze immer möglichst Low-Budget.

    Vor einiger Zeit hatte ich im Netz mal gelesen, das es am besten wäre, wenn die Abhörmonitore in der Wand versenkt wären. Nach längeren überlegen und mit ein paar schon gekauften Metern Akustikschaum hab ich mich gefragt, ob es dann nicht sinnvoll wäre sich einen Kasten zu bauen, diesen mit Akustikschaum auszufüllen und das Ganze über die Abhörmonitore zu schieben. Hat das schon mal jemand probiert?

    Grüße

    Mic

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