Der Bass live und im Studio – DG084

9. Mai 2015

Die Auf- und Abnahme von (E-)Bässen ist das Thema dieser Folge von delamar Guitar. Dabei unterscheiden wir zwischen Live- und Studiobetrieb, andererseits zwischen der Direktaufnahme (ob via DI-Box oder hochohmigem Eingang) und der Mikrofonierung. Am Ende geht es außerdem noch kurz um den Kontrabass. Wir begrüßen wir einen Gast, …

delamar Guitar #84 – Der Bass live und im Studio

…nämlich Thom Wettstein aus der Schweiz, erfahrener Live- und Studiobassist mit eigenem Label plus Mixing- und Mastering-Studio (Mondstein Records). Mit ihm sprechen wir über die folgenden Themen: Wer mikrofoniert wie auf der Bühne und mit welchen Mikrofonen? Wo gibt es Unterschiede in den Genres? Sollte lieber eine DI-Box zur direkten Aufnahme oder eine Gitarrenbox zur Mikrofonierung des Basses auf der Bühne genutzt werden?

Und wie mikrofoniert Thom im Studio? Außerdem streifen wir den Kontrabass und seine Aufzeichnung per Mikrofon.

Wir hatten uns für diese Sendung gemeinsam auf die Fahne geschrieben, den 2. Teil der EQing-Folge nachzuholen. Allerdings stellten wir unterwegs fest, dass das Thema Bass doch deutlich mehr hergibt. Daher: Wenn Du ein Live/FOH-Engineer bist, der uns gerne über die Abgründe des EQings und generell des Live-Sounds von Gitarre und Bass aufklären möchte, dann schreib uns! Wir würden gerne eine komplette Episode darüber machen.

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Ein Kommentar

bei “Der Bass live und im Studio – DG084

  1. Sodele…
    ich schreibe einen Kommentar.
    Tom aus der Schweiz ist ne coole Socke! Sehr angenehm …

    Inhaltlich hier auch noch ein paar Gedanken:
    Im Poddy fiel der Begriff der Plexiglaswand, die man ab und an auf Bühnen vor Amps und Drums sieht.
    Insofern diese nur eine plane Fläche darstellen – also 2-3 Scheiben vor der Schallquelle – bewirken die v.a. eine Reflexion hoher Frequenzen. Es sind nämlich – aber das hat Tom bereits gesagt – die hohen Frequenzen, die im Ohr „aua!“ machen. Zudem ist die Hörkurve des Menschen sehr stark frequenzabhängig so dass das menschliche Ohr auf tieffrequente Frequenzen nicht so empfindlich reagiert (Fletcher-Munson Kurve als Stichwort).
    Das gleiche kann man natürlich auch bei Gitarren machen, wenn diese zu sehr rumpelt.
    Ich habe – aber da bin ich mir über die genauere Physik dahinter nicht ganz sicher – auch mal so komische Gebilde gesehen, die soe dreieckig vor dem Gitarrenamp stehen. Ich kann mir diese nur als eine Art Diffusor erklären, der das gerichtete Abstrahlverhalten eines Gitarren Cabs diffuser gestaltet.

    Dann war noch die Sache mit dem Bass und dem Mikro. Ich für meinen Geschmack mache das sehr gerne; den Bass mit dem Mikro abnehmen. Live überlasse ich das immer dem FOH Mann, aber wenn ich aufnehme und die Möglichkeit habe einen Amp abzunehmen, dann bevorzuge ich das in aller Regel. Allerdings muss ich hier gleich eine Einschränkung machen:
    Soundmäßig muss man es einfach von seinem Geschmack abhängig machen. Wenn es darum geht einen möglichst cleanen Bassound zu erhalten, würde ich IMMER das DI Signal nehmen. Soll der Bass jedoch färben, dann würde ich das Ampsignal nehmen.
    Oder…wie auch im Poddy erwähnt. Man kann beide Signale mischen, z.B. DI für die Tiefbässe und Mikro für die Mitten …Diesen Ansatz würde ich im Übrigen bei der Aufnahme verzerrter Basssounds durchführen, denn gerade dann wenn man eine nette Zerre mit einem Gitarrenamp herstellt (z.B. Marshall), fehlt einem plötzlich der Tiefbass.
    Physikalisch gibt es auch noch einen Punkt zu bedenken, wenn man den Bass mit einem Mikro abnimmt.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der Punkt, der Tom erwähnt hat – mit dem Übersprechen der Kick – so gravierend ist, wenn man daneben den Bass mit einem Mikro abnimmt. Ich denke, dass dieser Umstand von der Lautstärke und v.a. der relativen Lautstärken zueinander abhängt (z.B. extrem lautes Schlagzeut und leiser Bassamp).
    Ich denke, dass v.a. die Geometrie vieler Räume bei der Mikrofonierung von Bässen im Raum zu schaffen macht und so störende Kammfilter entstehen können. V.a. in kleinen räumen sind solche tieffrequenten Sachen ein Problem. Ich denke, dass das ebenfalls ein Argument dafür darstellen könnte, den Bass eher mit einer DI Box abzunehmen, denn dann fängt man sich zumindest in der Quelle dieses Problem nicht mit ein.

    An dieser Stelle mal noch ein paar Mics, die ich ganz gerne für Bassabnehme verwende:
    1. Rhode NT 2-A
    2. Sennheiser MD 441 (das 421 ist auch ok).

© delamar.FM