War der Gig sein Geld wert? – DG090

4. Juli 2015

Wer kennt das nicht – man wartet auf DEN Gig des Jahres von seinem Lieblingskünstler…und dann die totale Enttäuschung! Markus, Benny, Karsten und Henry plaudern aus dem Nähkästchen ihrer eigenen Konzerterfahrungen und berichten von guten und weniger guten Erfahrungen.

delamar Guitar #90 – War der Gig sein Geld wert?

Es gibt die 4-Takte-Künstler, die ihr Zeug an der DAW zusammenklicken und live keinen einzigen Song zusammenhängend durchspielen können. Und dann gibt es die, die eben proben und dann tatsächlich eine gute Show abliefern.

Dream Theater ist eine großartige Band, nur vielleicht nicht unbedingt live. :p Sollte Bono noch mal Gesangsunterricht nehmen? Nickelback klingt dünn – liegt das eventuell am neuen Haarschnitt der Band? Was erwartet man von Mike Oldfield – sicherlich keine Pannen!

Wenn sich die Band streitet, freut sich dann der Konzertgänger? Was kann man bei 120€ für ein Konzertticket erwarten? Das sind dann aber nicht unbedingt alle Kosten für das Konzert, denn wie sieht es mit An- und Abreise, Übernachtung, Essen und Trinken aus? Da kommt viel, viel mehr Geld zusammen. Und dann war das Konzert Käse, weil der Sänger schlechte Laune hatte – kann’s das sein?

Heute also mal etwas mehr »Hau Drauf« für unsere Podlingers, äh, delamari! Übrigens bitte nicht wundern, diesmal endet die Show etwas abrupt.

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8 Kommentare

bei “War der Gig sein Geld wert? – DG090

  1. Kleiner Aufnahmefehler meinerseits.
    Ich entschuldige mich bei den Podlin… errr delamaris dafür

    Gruss und sonniges Wochenende

  2. Patrick Jul 6, 2015

    Hi,
    beim HÖren des Podcasts sind mir doch glatt zwei Fragen gekommen.. oder mehr.
    Kommt da noch ein zweiter Teil? – der schluss ist doch recht spontan.

    Henry, wie nun, wenn da Dream Theater sein Zeug wie auf der Platte spielt, ist es dir nicht recht, bei anderen, die nicht wie auf der Platte spielen auch nicht… was nun dein Zitat „entweder die spielen ihr Zeug wie auf Platte runter oder die machen ne gute Show…“ oder so ähnlich und Dream Theater, hab ich letztes oder vor zwei Jahren in Erfurt gehört, machen ja wohl ersteres und bei einer Gesamtspielzeit von 3h mit 15min Pause kam ich da voll auf meine Kosten. Gut, das ist von vorne bis hinten durchgeplant und die spielen da jeden gig das gleiche (hab ich auch in Bamberg gehört) aber was solls. Da sind sie sich sicher, das der Fan für seine 60€ was bekmmt. IM übrigen, was erwartest du von einer technischen Band auf der Bühne? Is mir vorher schon klar gewesen, dass die da nicht die Sau rauslassen. Ebenso wie G3, die ich mal gehört habe, da spielen satriani, vai und damals Steve Morse ihre Sachen und gut. Schön sind die 3 Songs zum SChluss, die sogar mit Gesang sind, aber gut.
    NOch eine Anmerkung zu zwei Konzerten:
    Udo Jürgens – bin ich mitgegangen, weil meine Eltern eine Karte übrig hatten… perfekte Show (is schon lange her) spuer Sound und prima Lichtstimmungen etc… auch so Notenpultlichter an – Bläsereinsatz – notenpultlichter aus… hat mich total fasziniert.
    Spliff – ist schon richtig lange her, die waren aber vom Sound her mies und das klang alles irgendwie leer, nicht wie auf Platte, war halt doch ne Studioband. (da war ich allerdings erst 14….)

    schönen Gruß an alle
    Patrick
    oh, bald habt ihr so viele Folgen wie die Gitarrenstimmer… weiter so. Evtl. könnt ihr die beiden ja mal einladen…..

  3. André Jul 7, 2015

    Man man man.

    Häää. Die Plug-Ins sind schuld daran ????? MIDI ?????

    Die Situation, dass man im Studio die Stücke oder gar das ganze Album am Stück durchspielt ist doch schon seit der Mehrspur-Aufnahme so.

    Denkt ihr die Pink Floyd Titel wurden am Stück durchgespielt ? Geht im einzelnen gar nicht, da hat man ja in einzelnen Songs die Mehrspur-Technik als Effekt eingesetzt (Band umdrehen beim nächsten Durchlauf).

    Und doch habt ihr irgendwo recht. Die Chance als Musiker durchzugehen ist heute vielleicht einfacher möglich als früher bzw. halt anders als früher.
    Heute kann man gewiss in vielen Bereichen mehr tricksen als früher und das bei beinahe allen Band-Mitgliedern. Für den Gasang muss dann halt Autotune her.
    Die Wahrheit kommt dann halt eben auf der Bühne ans Licht.

    Gibt ja zudem unterschiedliche Genres und die haben auch unterschiedliche Schwerpunkte.

    Ein gutes Stichwort habt ihr zum Glück noch am Schluss gefunden „Lustlos“.
    Das ist gewiss einer der Killer für emotionalen Konzert-Genuss.

    Was halt sehr selten geworden ist ist der Jam-Faktor. Eben dieses „Wir müssen so klingen wie auf der CD“ verdirbt doch total den Freiraum für Improvisation. Oder man kann heute nicht mehr improvosieren.

    Je stärker auf diesen Punkt gesetzt wird umso mehr muss die Unterhaltung dies wieder wett machen.
    Doch wenn da die Unterhaltung stimmt ist es trotzdem ein gutes Konzert-Erlebnis für die meisten der Besucher. Man muss natürlich auch wissen, dass die Nicht-Musiker unter den Besuchern diese Analytik nicht haben bei einem Konzertbesuch und nur den Gesamteindruck haben. Das kann manchmal sogar ein Vorteil sein und diese Analytik kann einem manchmal schon den Genuss verderben.

    Vielleicht rührt auch daher dieser Eindruck unter Musikern. Unter Nicht-Musiker muss das nicht zwangsläuftig zum gleichen Ergebnis führen.
    Wobei das mit der Emotionslosigkeit auch ein Nicht-Musiker spürt und fühlt. Das mit dem falsch spielen/singen vielleicht eher weniger.

  4. Joe_CGN Jul 8, 2015

    Zum Bobby Kimball-bashing kann ich eigentlich nur sagen, dass er mit seinen 68 jahren wesentlich mehr Töne trifft als ein Jon Bon Jovi mit knapp über 50… Dabei spielen Toto ihre Songs in der Originaltonart und nicht „altersfeige“ zwei oder mehr Halbtöne tiefer…

    Just my 2 cent

    • Moin Joe,

      Ich habe 2 Gigs mit dem gesehen. Tut mir leid, der hat jeweils 10 Songs gesungen und nicht einen davon Richtig. Trotz Teleprompter den Text zu verreissen ist schon eine Kunst. Und er hat nicht einen Ton auch nur halbwegs getroffen. Das macht jede Schülerband besser. Ich bin da nur geblieben, weil ich die anderen Bands noch sehen wollte. Zum Glück waren die Musiker von Herrn Kimbal besser. Die konnten ihr Zeug wenigstens abliefern.

      Gruss
      Henry

  5. Hallo Dellingers & Podlimaris ;-)

    ich habe für mich eigentlich ein anderes Problem bei Konzerten ausgemacht – weiß aber auch nicht, ob ich da richtig liege:

    Schlichtweg der Sound an sich. Böse gesagt hätte ich bei den letzten Konzerten, die ich noch besucht habe, jedesmal „den FOH“ gefeuert (oder die, die ihn gebucht und/oder zu schlecht bezahlt haben).

    Nun bin ich schon etwas älteres Semester und das ist natürlich insg. SEHR subjektiv:
    So „glaube ich“, dass es doch früher alles besser war (ich kann’s nicht genau sagen – könnte auch Verklärung meiner Jugend sein ;-)

    Vielleicht sollte ich genauer werden:
    Seit mitte der 1980er Jahre war ich häufiger Konzertbesucher in Hamburgs Clubs und „Arenen“. Letztere hießen damals meist einfach „Sporthalle HH“ und die war damals auch soundtechnisch verschrien, war aber auch ab und an gar nicht schlecht.

    Lieber waren mir aber schon immer die Clubkonzerte wegen des wirklicheren Live-Gefühls.

    Es kann viele Gründe haben, aber ich meine in der „Fabrik“ (auch HH) immer den besten Sound erlebt zu haben.
    Dort war es nun aber zuletzt halt Peter Murphy den ich dort gesehen habe (war SUPER!/auch länger her).

    Soundtech. eher „problematischen“ „Rums-Metal ;-)“ zum Bsp. die Band „Filter“ gabs halt „nur(?)“ in der „Markthalle“ und war m.E. nur übles Bass-gewummer.

    Und nach dem Stadtpark-Freiluft(!)-konzert von „Queens Of The Stoneage“ haben mein Kumpel und ich uns danach wortlos angeguckt und dann gleichzeitig „Shice-Sound“ gesagt.

    Erwarte ich also zuviel von den FOH-Mixern und dem Live-Sound oder ist (heute?) zuwenig Zeit und Geld da, um vernünftigen Soundcheck zu machen?
    Oder sind einige Clubs auch einfach gar nicht unter Kontrolle zu bringen – jedenfalls nicht mal eben auf die Schnelle von mitreisenden FOH-Mixern? (Das „Docks“ (HH) ist ja fast würfelförmig, oder? – akustisch eher ungünstig will ich damit sagen ;-)

    Mir kommts auch vor, dass „früher“ mehr Soundcheck und ewiges „Teßt!, Teßt!“ von den Roadies üblich war.
    Heute (äh bei meinen letzten Erlebnissen…) dudelt bis zum Konzertbeginn Musik vom ‚Band‘ und dann gehts einfach los – das kann doch nicht funktionieren, oder?

    Wie gesagt: Alles subjektiver Eindruck. Ist da was dran?

  6. Joe_CGN Jul 12, 2015

    Hi Henry,

    ich stell Deine Erfahrung ja gar nicht in Abrede.

    Allerdings grenzt eine Aussage wie „Nicht einen Ton auch nur halbwegs getroffen“ ein wenig an Rufmord, auch wenn es bloß zur Verdeutlichung gedacht war…

    Ich selbst hab Toto in den vergangenen Jahren ebenfalls mehrfach gesehen und kann Deine Aussage SO wie Du sie tätigst keinesfalls verifizieren. Als Du zu Beginn meintest, Steve Lukather träfe keinen Ton, konnte ich das noch nachvollziehen, weil der wirklich manchmal übelst daneben liegt (bei „I Won’t Hold You Back“ z.B.), Kimball ist auch ohne Frage weit über seinen Zenit hinaus, aber zumindest bei den Shows die ich gesehen habe war er wenn es drauf ankommt (er singt ja noch lange nicht in jedem Song die Hauptstimme) sogar noch im Vollbesitz seiner Range, die er in den frühen 80-ern besaß. Und bei den Songs und Gesangslinien von Toto will das was heißen…

    Da habe ich Leute wie Meat Loaf, David Lee Roth oder Jon Bon Jovi aber schon wesentlich mehr abkacken sehen bzw. hören… von einem gewissen Herrn Rose ganz zu schweigen.

    Im Podcast wurde es von Deinen Mitstreitern ja schon angesprochen…und auch wenn Du es dementiert hast: Du bist eben (in den podcasts, eine darüber hinausgehende Meinung maße ich mir nicht an) ein kleiner Miesepeter. Das war damals bei der Coverband-Sendung so, bei der Du Dich beschwert hast, DASS es so klingt wie auf Platte und nun auch in dieser Sendung, wo Du Dich zum Teil darüber beschwerst, dass es eben NICHT so klingt…

    Am Ende ist es eben die Erwartungshaltung. wie Du ja selbst in beinahe jedem Satz gesagt hast („Ich erwarte, dass“…)

    Am Ende gibt der Erfolg den Bands Recht, wenn sie seit Jahren vor X-tausend wiederkehrenden Zuschauern spielen, deren Geschmack und Expertise mit Sicherheit nicht weniger exquisit sind wie Deine(r) oder meine(r)…

  7. Patrick Jul 12, 2015

    Daumen hoch Henry. Als ich den Kimbal gesehen habe fanden wir das alle (zwei meiner Bandmitglieder und meine Frau) echt böse. Gut drauf war er ja, konnte aber nicht singen. Schön war, als der Sänger der Begleitband mal Hauptstimme gesungen hat und der Kümmert, der im Vorprogramm war auch ein Toto Song und noch was anderes mit Band gesungen hat. Das hat den Abend irgendwie gerettet, sonst hätten micht die ca. 30€ richtig geärgert.
    Und, das ist kein bashing, wenn einer keinen Ton trifft und man sagt das, dann ist das ja nicht mal gehässig oder so. Er kann es halt einfach nicht mehr…..
    Ich fand nur doof, dass ich mir vorher noch toto auf youtube angesehen habe und mir gedacht habe, mein gott der keyboarder, der da gerade singt kann das ja nicht wirklich… gut, dass ich zum original-sänger gehe……. tja, so kann man sich irren….

    Gruß Patrick

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