Songwriting – Metaphern #259

1. April 2014

In dieser Folge des delamar Podcast starten wir eine kleine Serie, in der wir uns mit dem Thema Songwriting auseinandersetzen. Die Metaphern machen den Anfang in unserer Reihe – was Metaphern überhaupt sind, welche Arten es gibt, wie Du sie einsetzt und mehr…alles hier.

Viel Spaß beim Hören!

delamar Podcast #259 – Songwriting – Metaphern

Unserem Bildungsauftrag gemäß fragen wir uns zuerst dies: Was sind Metaphern? Dann teilen wir die sprachlichen Bilder in Kategorien, nach denen sie klassifiziert werden können. Freilich beantworten wir auch die Frage, WARUM Metaphern gebraucht werden, warum sie in Literatur und Musik so eindrücklich wirken können. Garniert mit einigen Beispielen bestreiten wir diese Episode, in der Du schon eine gute Portion des Handwerkszeugs präsentiert bekommst, das kaum wegzudenken ist, wenn Du Songs schreiben möchtest.

Unter anderem berichten wir auch davon, welche Rolle Metaphern in Hip-Hop-Textzeilen spielen und worum zum Geier es sich bei den »Teekesselchen« im Kontext des Songwriting handelt.

Gute Unterhaltung und die eine oder andere Erkenntnis wünscht dir dein Team von delamar!

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9 Kommentare

bei “Songwriting – Metaphern #259

  1. Ehrlich gesagt grauste es mir hinsichtlich dessen, was so an Beispielmetaphern angeführt wurde.
    „Du bist ein Löwe“.
    „Der Tanzsaal rockte wie die Hölle“.
    Das grenzt ja an Körperverletzung, insbesondere wenn man im Podcast versuchte, mit klischeehaften Metaphern, ja eigentlich eher Phrasen, eine PARABEL! (Bild behaftetes Gleichnis, das sich poetischen und lyrischen Symbolismus und allgemeiner Rhetorik bedient) zu erklären.

    „Schwarze Milch“ hingegen ist ein Paradebeispiel einer Parabel und „das Verb muss schwitzen“ eine geniale Metapher.

    Viele Beispiele waren nun aber eher platt und meilenweit vom Prädikat „anspruchsvoll“ entfernt und nicht gerade repräsentativ, wenn man durch den Podcast doch im Fazit anmerken mochte, sich mehr Gedanken über seine Texte machen zu sollen…okay, die Beispiele kamen nun aus dem Stegreif und da regnet es natürlich nicht gleich die genialsten Einfälle. Von daher hab ich dann auch etwas Nachsicht.

    Das man durchaus anspruchsvoll(er) mit Parabeln, Metaphern, Synonyme etc. in deutschen Texten umzugehen weiß, ist z.B. auf Grönemeyers Album „Mensch“ zu hören.
    Dutzende Songs, bzw. Texte der Beatles, sind ebenfalls ein Paradebeispiel an Parabeln, Metaphern und Wortspielen.
    (zu empfehlende Literatur: The Beatles- Die Geschichte zu jedem Song- a hard days write „).

    Ich denke, sich mit Lyrik, Poesie und generell genialen Songtexten anderer Künstler auseinander zu setzen, würde der eigenen Findungsphase nicht im Wege stehen, zumal man sich in Deutschland ja auch gerne damit rühmt, Land der Dichter und Denker zu sein, bzw. gewesen zu sein und wir dann vielleicht von solchen „Geistesblitzen“ aus den Federn und Mundwerken der Bushidos, Sidos, Haftbefehle etc. verschont blieben, was sicherlich vor allem auch Logopäden entgegenkommen und riesig freuen würde ;-)

  2. Jürgen Bromant Apr 2, 2014

    Liebe Leute,
    Ihr wisst, dass ich den Podcast seit Jahren höre und kein Hater bin, aber ich muss Euch sagen, dass diese Folge leider nicht gut war.
    Vor allem im deutschsprachigen Raum, auch in der Schule, wird der große Fehler gemacht, Metaphern als eine Art „Rechenaufgabe“ anzusehen, die man mit der richtig angewandten Formel lösen kann und somit an die Bedeutung kommt.
    Dabei ist die eigentliche Aufgabe einer guten (!) Metapher mehr zu sagen, als man es mit dem normalen Wortschatz könnte. Man will mit ihr eine Metaebene jenseits des normalen Sprachgebrauchs erreichen – hier das Unbewusste bzw. die Intuition ins Spiel.
    Es ist dann auch nicht möglich, diese Metapher in normale Sprache aufzulösen.
    Beispiel:
    Led Zeppelin – „She’s buying her stairway to heaven…“.
    Diese kurze Zeile beschreibt unglaublich abstrakt einen Sachverhalt, der nicht 1:1 übersetzt werden kann und soll.
    Aus der einschlägigen Literatur ist bekannt, dass es bei dem Song um ein drogenabhängiges Mädchen geht – allerdings wird hier nicht die Metaebene verlassen und das beschriebene auf profane Weise umrissen, was aber so beabsichtigt ist, da nicht die konkrete Szene sondern das bloße Gefühl vermittelt werden soll.
    Hier funktioniert das mathematische Lösen der „Rechenaufgabe“ Metapher nicht, aber trotzdem berühren einen diese Zeilen beim Hören des Liedes in Verbindung mit dem gefühlvollen Arrangement.
    Also bitte nicht den Fehler machen, Metaphern auf eine Art codierte Zeichensprache zu reduzieren, die sich schablonenhaft entschlüsseln lässt.

  3. Matthias Müller Apr 2, 2014

    Krass! Ich fand den Podcast eigentlich ganz gut und dachte der müsste ganz gut ankommen…..! So kann man sich täuschen!

    • Naja so ganz schlecht war der Pod nun nicht, bzw. war die Absicht die Richtige, sich einmal um textliche Inhalte und Umschreibungen seiner Songs Gedanken zu machen.
      Allerdings muß man dann bemängeln, wenn man sich also mit Überlegungen um einen (tieferen) Sinn bzw. Gesamtkonstrukt seiner Texte auseinandersetzen soll, die angeführten Beispiele (mit ganz wenigen Ausnahmen) dafür doch sehr sehr plattitüdenhaft waren.
      Ich hatte mir da einfach etwas mehr Tiefgang versprochen oder Anhand kurzer Rezensionen von Song/Textpassagen repräsentativeres erwartet.

      Es soll ja nun eine kleine Serie werden und vielleicht wird die Kritik in den weiteren Folgen ein wenig berücksichtigt, dahingehend vielleicht etwas tiefer gehend anspruchsvoller zu sein ;-)

  4. Carlos Apr 2, 2014

    Vielen Dank für eure Kritik, Jürgen und Mex.

    Wie Matthias schon im Podcast gesagt hat, ist unser Format für die wortgenaue Definition nicht der richtige Platz, den ganzen Tiefgang kann in der Schule und der weiterführenden Literatur erfahren.

    Mir persönlich war wichtig, dass unsere Hörer erfahren, wie man auf einfache Art und Weise eine Metapher bilden kann. Das haben wir meiner Ansicht nach erklären können – vielleicht nicht mit den anspruchsvollsten Beispielen und bisweilen auch nicht sehr poetisch.

    Wichtig ist, dass unsere Hörer jetzt vielleicht eine neue Idee in sich tragen und aus zunächst langweiligen, wenig lyrischen Worten eine eigene poetische Ader entwickeln können.

  5. Matthias Müller Apr 2, 2014

    Na gut! Ich will euch nicht überzeugen und nehme die Kritik gerne an. Es waren keine ausergewöhnliche Beispiele, mehr die Standard-Beispiele, damit es jeder verstehen kann….. Gute Songtexte schreiben bzw. Gute Metaphern finden, das muss jeder selber, das können wir nicht für euch erledigen. Ich fand eigentlich meine „wie mache ich eine Metapher für Dummies“ eigentlich sehr gut nachvollziehbar. So sollte jeder auf Anhieb eine Metapher erstellen können. Naja….. Wie gesagt, ich war überrascht, da ich die Sendung selbst eigentlich sehr gut fand. Aber gut…… Ihr seid die Hörerschaft und keine 0815 Trolle, die grundlos motzen…….

  6. Jürgen Bromant Apr 3, 2014

    Als konstruktive Kritik:

    Wie wäre es denn, wenn Ihr mal darüber sprecht, vielleicht in einer extra Folge, inwieweit Songtexte überhaupt interpretiert werden sollten.
    Das fände ich interessant.
    Wir können dabei ruhig im deutschsprachigen Raum bleiben, ohne die aktuelle deutsche Dichtkunst auf Bushido & Co. zu reduzieren.
    Gerade Bands wie Tocotronic, Blumfeld, Die Sterne, Kettcar – um nur einige wenige zu nennen, schreiben ganz hervorragende Texte, die oft auf der oben angesprochenen Metaebene funktionieren – es wird weniger ein Sachverhalt vermittelt, als ein Gefühl, eine Stimmung.
    Wie ein Maler mit Farben malt, malt ein guter Dichter (bzw. Songtexter) mit Worten.
    Ich bin bei meinen Texten mittlerweile komplett auf die intuitive Methode umgestiegen. Ich schreibe meistens die Musik und den Text zusammen, bzw. lasse den Song beim Jammen mit mir selbst, entstehen.
    Früher habe ich mich ganz klassisch mit Stift und Papier hingesetzt und versucht, erstmal alles in Strophen niederzuschreiben – das führte dann leider auch oft zur Schablonenhaftigkeit, klang gezwungen und steif.

    Nichts für ungut, bei so vielen tollen Podcast-Folgen, kann ja auch ruhig mal eine etwas schwächere bzw. kontroverse dabei sein. :-)

    • Matthias Müller Apr 3, 2014

      Ja danke, ich weiß, wir haben manchmal schwächere Folgen dabei. Ich denke mir manchmal, boah, für die Folge steinigen sie uns bestimmt. Und dann kommen auf einmal nur positive Kommentare. Bei dieser Folge ist es genau anders rum…! Persönlich fand ich sie wirklich verdammt gut….! Sind echt ein paar Tricks versteckt, die einem echt weiterhelfen können….. ! Aber du siehst, so verschieden können die Geschmäcker sein.
      Ich bin ja selbst ein großer Fan von Blumfeld, Sterne und Tocotronic…. auf jeden Fall die alten Sachen, und meine besten Texte hab ich auch beim Akkordeklopfen mit der Gitarre enstehen lassen…..! Diese Folge hieß halt, die Metapher – nicht mehr und weniger. Vielleicht war dann das Thema zu basic gewählt…..! Menn wirnächste Woche über Reime und Metrik sprechen wollen, dann wird das wahrscheinlich ähnlich uninteressant sein…..! Ich denke beim Thema Schreibblokaden und Alternatives Texting, dann bist du wieder dabei….. :-)

      • Nun, auch wenn man mal etwas schwächere Folgen hat… uninteressant fand ich diese Folge (und auch andere vlt. „etwas schwächere“) definitiv nicht und nie.
        Der Lerneffekt(!) ist jedenfalls immer irgendwo vorhanden- weil da auch jeder für sich selbst entscheiden kann, was er davon wissenswertes mitnimmt oder sich zu Überlegungen angeregt fühlt und ja auch werden soll.

        Ich denke, das ist auch die Grundaussage die CARLOS hier im Fazit getroffen hat und dem ich absolut beipflichte.
        Klar, Geschmäcker sind nun einmal verschieden und man kann nicht immer jedem gerecht werden. Da muss man natürlich auch als Zuhörer objektiv gerecht bleiben, das man im Podcast natürlich ein Großteil der Thematik skizzenhaft im Sinne der Sachlichkeit beschrieben und vermittelt bekommt.

        Hörenswert und sympatisch macht euch auf jeden Fall auch abgesehen davon, das ihr einfach stets gute Laune im Pod versprüht, das ihr auch selbstkritisch seid und bleibt, aber auch mal eben kein Blatt vor dem Mund nehmt, wie MARIA dann auch mal (mit meinem vollen Verständnis) den Moral geschwingten Dampfhammer aus der Ecke kramt (Thema:Verantwortung mit seiner Musik übernehmen) und mal Tacheles klopft ;-)
        Uninteressant ist eure Arbeit also eigentlich nie… weder thematisch, noch mit diesen kleinen Interventionen und witzigen Anekdoten die ihr alle Drei immer gut einzubringen wisst und meist auch im nachträglichen Cut übernommen werden.
        Bei aller Kritik kann, sollte und darf man also auch einfach mal ein Lob aussprechen.

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