Epiphanie beim Musikmachen #242

26. November 2013

Auch beim Musikmachen sind es manchmal gerade die kleinen Dinge, die einen so richtig weit bringen und zu einer großen Verbesserung in der Qualität der eigenen Produktionen verhelfen. Natürlich hat jeder einzelne von uns im Moderatorenteam solche Epiphanien gehabt und in dieser 242. Episode des delamar Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte erfährst Du, welche das waren und wie sie dir in deinem musikalischen Schaffen ebenfalls helfen können.

Aha-Erlebnisse im Musikmachen #242

Musik machen könnte so schön sein und ist es meistens auch. Und wer lange genug dabei ist, wird seine eigenen kleinen Momente erlebt haben, in denen eine kleine Erkenntnis eine große Auswirkung gehabt hat. Das ist das Thema der heutigen 30 Minuten, die vollgespickt mit lehrreichen Episoden aus dem musikalischen Leben unserer Moderatoren ist. Erfahre beispielsweise, warum eine Gibson Les Paul noch lange keinen Slash aus dir macht, warum Plastiktüten nicht in die Steckleiste gehören oder weswegen ein kleines Set mit guten Werkzeugen so viel wertvoller ist als jedes Tool persönlich angetestet zu haben.

Und das ist noch lange nicht alles. Erfahre mehr zu Gitarrenverstärker, die zwar im Wohnzimmer genial klingen, auf der Bühne aber untergehen. Oder warum ein Limiter verhindert, dass einzelne Spuren in einem Mixdown lauter gemacht werden können und weswegen der Gitarrist am Lagerfeuer eben doch nicht zum Knutschen kommt.

Damit wir aber nicht dauerhaft in dieser Brummschleife gefangen sind, erfährst Du zudem, wer der Gewinner unseres letzten Gewinnspiels ist und was es in dieser und den nächsten Sendungen zu gewinnen gibt.

Es ist eine spannende Sendung und es warten viele interessante Erkenntnisse auf dich. Viel Spaß beim Hören!

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11 Kommentare

bei “Epiphanie beim Musikmachen #242

  1. Peter Nov 27, 2013

    Hallo Delamar.
    Wie immer ein gelungener Podcast.
    Mein Aha-Erlebnis war es, dass interne Mikrofon meines Macbooks zu benutzen um eigene Sounds zu verwenden.
    Damit konnte ich durch das Trommeln mit Stricknadeln auf einem Schreibheft und einer Tupperdose, sowie durch das aneinanderschlage selbiger eine Rhytmusspur aufnehmen die einen vollkommen eigenen Sound und Groove hatte. Dann noch die Hände gegeneinander gerieben und schon war eine Shakerähnliche Spur dabei.
    Nach diesem Erfolg habe ich mit einem besseren Mirkrofon (SM 57) das Brummen meiner Mirkrowelle aufgenommen, geloopt und in einen Sampler geladen und hatte einen spielbaren synthähnlichen Bass.
    Seitdem nehme ich häufiger eigene Sounds auf und weiß das niemand anderes diesen Sound in seiner Musik verwendet.
    Kann nur jeden empfehlen irgendetwas aufzunehmen um seiner Musik einen persönlichen Touch zu geben. Dabei spielt die Qualität in erster Linie keine Rolle, manchmal macht gerade ein Lofisound die Qualität des Songs aus.

  2. Fredl Nov 27, 2013

    Das war weine Sendung mit Aha Effekten. Hat mir mal wider gefallen.

    Wie genau heißt dieser Spannungssicherer, den Carlos und Maria haben?

  3. Anfänglich noch zaghaft fragend zögerlich, sprudelte es dann im Cast doch noch an erfrischenden AHA- Erlebnissen heraus. Insbesondere jenes Erlebnis von Matthias (Zitat:“Als Musiker dachte ich, das wenn ich Gitarre spiele, kann ich dadurch Mädels beeindrucken- aber während alle anderen am Lagerfeuer dann irgendwann rumknutschten, durfte ich nur weiter Gitarre spielen“) ist mal wieder soooo witzig typisch für Musiker. (Ich habe etwas ähnliches erfahren, bezüglich wer in der Band die tollsten Mädels abbekommt- und NEIN, es ist nicht automatisch immer der Sänger… :D)

    Nun ja, bezüglich „doppelte PC-Power gleich doppelte Geschwindigkeit“ wollte ich eigentlich nur sagen, das dies „natürlich“ nicht der Fall ist oder sein kann.
    Ein Wagen mit einem 215 PS starken Motor mit 260 km/h Spitze, fährt auch nicht 520 km/h, weil der dann 430 PS unter der Haube hätte. Das sollte insofern verständlich selbsterklärend sein, da Plug-In’s auch jeweils spezifische Anforderungen an ein System stellen (je nach Programmierung und Ressourcenhunger). Wie bei einem Auto auch, hängt da eine ganze Kette von ineinander greifenden Aspekten zusammen, das man im Maximalfall bei doppelter Rechenpower auch nur um die 20-30% Leistungssteigerung erfahren wird… was mitunter aber eine durchaus enorme Menge sein kann. Das ist also kein Besch*** oder Fehler oder Irreführung.
    Es wäre allerdings etwas anders, wenn ich einen 333’er Celeron heute mit einem Quad-Core ins Rennen schicken würde und sich da kaum merkbare Abgründe auftun würden :D

    Witziger Post, bei dem ich weiß nicht weswegen, immer folgendes Bild im Kopf habe:
    Carlos sitzt am Schreibtisch und mit seiner stets enthusiastisch sympatisch guten Laune, halbwegs ein vorgefertigtes Script mit relevanten Fragen abzurufen versucht- aber dennoch immer wieder schmunzelnd bis lachend auf so viele satirische Situationen mehr reagierend improvisieren muß- was den Cast aber auch erst so wirklich lebendig macht.

    Maria stelle ich mir immer irgendwie bei einem sehr guten Glas Wein oder Nägel lackierend vor, die sich gerne im objektiven Statement unterbricht, weil es dann doch zu subjektiv sein mag- oder weil man anstelle des großen Zeh, gerade das Weinglas oder Sofakissen lackiert hat.
    Und selbst das dann immer absolut kompetent „klingt“ !

    Matthias sehe (höre) ich immer irgendwie etwas stetig anderes machen, weil er über das Mikro immer einen gewissen „shout“ hat… weil er in meinem Bild stets ganz locker in der Küche herum hantiert, sich gerade eine Schnitte schmiert etc. oder gerade einen Fliesenspiegel legt usw. und immer über drei Ecken in das Mikro ruft, das da irgendwo im Wohnzimmer steht- aber immer eine schlüssige Antwort und kompetente Rat hat- und sei er noch so abgelenkt !

    Auf jeden Fall wirkt das alles immer sehr lebendig und ich denke das ist insbesondere diese Atmosphäre (für mich jedenfalls), die zur Beliebtheit der SERIE beiträgt.

  4. Polyaural Nov 29, 2013

    Mein deutlichstes Aha-Erlebnis hatte ich, als ich wissen wollte wie neutral meine Presonus Firebox Audiosignale digitalisiert.

    Dazu habe ich einen Synthesizer von einem 16-Step-Sequenzer steuern lassen, und das Signal einige Minuten aufgenommen. Dann habe ich es abgespielt, und am Mischer zwischen aufgenommener Spur, und dem weiterhin laufenden Synthesizer hin und her geschaltet. Ein Freund war dabei, und wusste zu keinem Zeitpunkt, ob das Signal vom Computer (Logic 8) oder vom live-Synth kam.

    Das über die Presonus Firebox aufgenommene Signal klang tatsächlich besser! Wir haben lange probiert und mussten den ersten Eindruck bestätigen. Wir konnten nicht sagen warum es besser klang, aber seit dem weiß ich, dass gute Hardware sich nicht unbedingt maximal neutral verhalten muss, sondern durchaus klangbildend sein kann.

    Seit dem verstand ich auch, warum Menschen ein NEVE-Pult oder bestimmte Mikrofon-Vorverstärker haben wollten, obwohl im ersten Moment eine maximal neutrale Bearbeitung als oberstes Ziel zu sehen ist.

    Im letzten Mikrofon-Podcast habt ihr ja auch darüber gesprochen, das Klangfärbungen (zumindest bei Mikrofonen) nicht nur gut sind. In dem Fall der Firebox war ich aber sehr zufrieden mit den Färbungen.

  5. Philip Sumesgutner Nov 30, 2013

    Mein ganz einfaches musikalisches Aha-Erlebnis, welches ich sicherlich mit vielen teile: Das erst Mal wo man merkt, wie super es tönt, wenn man eine Note im Solo beibehält und sich die Akkorde darunter wechseln. Dieses ‚Aha‘, was einem da durchfährt… und man will alle Solos nur noch mit einer Note bestreiten.
    Okay, weil’s so schön war, gleich noch eins, was viele schon hatten, und die, die es noch nicht hatten, hoffentlich auch bald haben werden: Das Aha, was sich einstellt, wenn man den Sound seiner Gitarre im Proberaum von fettem Wohnzimmersound auf irgendwas ‚Schrilles‘ oder ‚Mittiges‘ einstellt und dann sich selber durch den sonstigen Matsch von Lärm hört und einem der eigene Sound megacool vorkommt (bis man dann sich mal wieder alleine spielen hört, wenn alle zum Rauchen draussen stehen..)
    Ich wünsche allen viele weitere ‚Aha-Erlebnisse‘
    Liebe Grüssse

  6. Manuel Dez 1, 2013

    Mein Aha-Erlebnis der letzten Woche ist, dass man sich fürs Musikmachen Zeit nehmen sollte.

    Dies habe ich durch meine letzten Produktionen gemerkt, welche technisch (auch wegen Delamar) besser waren als je zuvor, allerdings steckte in ihnen „kein Herz“. Ihnen fehlte Innovation, Liebe zum Detail und gute Komposition.

    Hätte ich mir mehr Zeit gelassen, wäre mein Song vllt. zu einem Meisterstück avanciert, so ist es ein bißchen gut klingender Müll.

  7. Strubi3 Dez 1, 2013

    Mein erstes musikalisches Aha-Erlebnis: Früher dachte ich das Musik unglaublich kompliziert ist und man von Geburt an ein musikalisches Verständnis haben musste, um selbst Musik machen zu können. Damals im Deutschunterricht wurde darüber gesprochen, dass es bei einem guten Text auf das richtige Verhältnis von Redundanz und Information ankommt. Ich dachte mir vielleicht gilt das ja auch für Musik. Ich hatte auf meinem Computer ein Freeware Notenprogramm installiert und einfach zufällig Noten eingegeben. Dieses dann wiederholt, mal nur den Rhythmus mit neuen Noten wiederholt, Notengebilde kopiert und auf der Tonleiter nach oben oder unten verschoben, irgend etwas neues eingeführt, wiederholt mit absteigender statt aufsteigender folge, mit halber Geschwindigkeit wiederholt…
    Ich hatte erwartet, dass das Endergebnis einfach nur schlecht klingt, es klang nicht schlecht, es Klang wie eine akzeptable Melodie. Durch das richtige Verhältnis von Wiederholungen und Inhalt erhält man etwas, das nach Musik klingt. Dieses Aha-Erlebnis hat dazu geführt das ich angefangen habe mich ernsthaft mit Musik zu beschäftigen.

  8. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Dez 2, 2013

    Hallo!

    Eines meiner Aha-Erlebnisse war vor kurzem: Ich konnte auf Befehl im Schlaf komponieren. GENIAL! :-)

    Das läuft unter dem Stichwort „luzides Träumen“. Normalerweise laufen Träume ja ungesteuert ab. Man beeinflusst den Traum also nicht willentlich – stattdessen läuft der Traum so ab, als hätte jemand anderes das Drehbuch dazu geschrieben, ohne dass man ihn selbst beeinflussen könnte. (Das erklärt, warum Alpträume so bedrückend sein können: Man kann sie nicht für gewöhnlich beeinflussen, sondern ist ihnen unterworfen.)
    Das luzide Träumen setzt hier an: Man kann diese passive Haltung beim Träumen durch eine aktive Haltung ersetzen; oder anders gesagt: Ich kann selbst bestimmen, was in meinem Traum passiert, und ich kann auch selbst Befehle an meinen Traum geben.

    Das ist mir vor ein paar Tagen passiert. Ich hatte einen Alptraum; dabei ist mir klargeworden, dass das nur ein Traum war, und ich mir hatte mir bzw. meinem Unterbewusstsein den Befehl gegeben, mir keinen bedrückenden Traum zu liefern, sondern stattdessen zu komponieren.
    Zu meiner eigenen Überraschung hat das sogar geklappt: Als ich wach wurde, wurde mir erst mal klar, dass das alles nur geträumt war – und ich hatte eine Textzeile samt Melodie im Kopf, die das Ergebnis meines Traumes (beziehungsweise das Ergebnis meines Befehls im Traum) war.

    Das geht tatsächlich: Mit etwas Übung kann man betsimmt auch Welthits im Schlaf komponieren. Muss ich mal weiter ausprobieren! :-)

  9. Sebastian Dez 9, 2013

    Mein Aha-Erlebnis war tatsächlich, als ich beim Produzieren von Beats die Sidechain-Kompression entdeckt hab. Ich stand damals noch ganz am Anfang und hab mich voll gefreut, als ich die Bässe zum „pumpen“ bringen konnte :D

  10. @ thommytulpe
    Komponieren im Schlaf habe ich auch schon gemacht, jedoch nicht auf Befehl.. ;)

    Naja. Zumindest bin ich irgendwann nachts aufgewacht und hatte DIE EINE IDEE, die einem Song noch fehlte..

    Ein wunderschönes AHA-Erlebnis war auch die Einsicht, dass weniger oft viel mehr ist.
    Vier gedoppelte Gitarren in einen Song einbauen, damit es fetter wird, hat sich irgendwie nicht bewahrheitet.
    Zwei hübsch synchron gespielte Gitarren klingen einfach doch besser.. und auch fetter..

© delamar.FM