Wie Amateur nach Pro klingt #190

9. Oktober 2012

Äußerst spannend ist uns die Sendung Amateur-Produktionen auf professionellem Niveau gelungen, wie ich finde und Du sicher bestätigen wirst. Es warten zahlreiche Tipps, Tricks und praktische Handlungsempfehlungen auf dich, um die eigenen Musikproduktionen auf ein professionelles Level wie das kommerzieller Produktionen zu heben. Zum einen ist es wichtig herauszufinden, welches die auffälligsten Stolperfallen sind, um diese anschließend zu beheben. Dazu gibt es wieder ausgelassene Stimmung, die delamar Hörerfragen und eine weitere Woche mit einem Gewinnspiel…

Ich wünsche dir viel Spaß und beste Unterhaltung beim Hören!

Amateur-Produktionen auf professionellem Niveau

Nicht nur Anfänger und Einsteiger kennen die Problematik mit den Songs, die einfach so ganz anders als die der kommerziellen Produktionen im Radio klingen. Wir alle mussten da durch und es dauert bis lange in die Zeit der Fortgeschrittenen bis die häufigsten Problemstellen erkannt und dann abgestellt werden. Damit Du nicht ganz so lange dafür brauchst wie wir unsererzeit, sprechen wir heute ganz ausführlich über dieses Thema.

Damit Du auch nicht einfach nur die Schwierigkeiten erkennst, sondern auch gleich etwas dagegen unternehmen kannst, erfährst Du zudem viele praktische Tipps & Tricks. Lass dich also in den kommenden Minuten von praxisnahen Handgriffen und Verbesserungsmöglichkeiten überraschen.

In den delamar Hörerfragen sprechen wir über die richtige DAW für eine Heavy Metal Band und welche wir empfehlen können.

Ich wünsche viel Spaß beim Hören – und wir freuen uns natürlich über deinen Kommentar hier auf der Webseite!

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6 Kommentare

bei “Wie Amateur nach Pro klingt #190

  1. Raphael Okt 10, 2012

    Hallo,
    an dieser Stelle möchte ich auch mal meine Meinung zu den Deamar Podcasts kundtun, die ich ab und an mal anhöre. Generell finde ich eure Podcasts echt nicht schlecht und finde, dass sie eine gute Bereicherung darstellen. ABER…mir persönlich fehlt da ab und an der rote Faden, der sich dann in unkonkretem Gerede aus der Reihe „muss man kucken“ und „hängt davon ab“ im Nichts auflöst und der Hörer dann (v.a. wenn Amateur) wie der arme Faust dasteht und sich sagen muss „da steh ich nun ich armer Tor und bin so schlau als wie zuvor.“
    Die Kritik ist nocht böse gemeint, aber mir ist das mal so aufgefallen, nachdem ich ein paar der Podcasts angehört habe und ich mir dann für mich dachte, wenn ich jetzt amateur wäre, wäre das für mich der richtige Zeitpunkt zum Abschalten.
    Vielleicht könntet ihr da versuchen auch ab und an ein wenig konkreter zu werden.
    In Bezug auf die aktuelle Folge wäre es ja z.B. ja auch hilfreich gewesen mal ein paar Mixes aufzugreifen, die in euren Augen besonders gut sind oder auch nicht so dolle sind. Daran könnte sich der Hörer orientieren.
    Dann in Bezug auf einen Mix ist ja auch immer die Frage danach zu stellen, was verlangt die Musik eigentlich. Es wurde zwar mal in nem Nebensatz erwähnt, ist aber dennoch völlig untergegangen (wie so häufig übrigens) dass zunächst mal ein guter Song da sein muss. Ist das nicht gegeben, dann macht die Post egal ob Pro oder Amateur sowieso keinen Sinn, denn das Resultat kann immer nur so gut sein wie die Quelle! Und dann …und das ist eine meiner Erfahrungen …zeichnet sich ein guter Mix auch immer durch die Musikalität des Engineers aus. Wie ich finde ist das eine Variable, die sehr gerne unter den Tisch fällt. Ich kenne einige Leute, die extrem gut mischen, aber deren Ansatz sehr mathematisch ist. Und wenn ich da zu nem Studiojob mit nem Bassverstärker gehe, weil ich eben auch auf gefärbte Sounds und nicht unbedingt auf lineare Sunds am Bass stehe, dann nöhlt mir der Engineer irgendwas von „ausgewogenem Frequenzspektrum“ vor und stellt mir ne DI Box hin! Haha…geiler Witz! Kann man so machen, muss man nicht…ALSO…es ist durchaus möglich auch einen Bass Amp zu mikrofonieren etc…(und…der Vollständigkeit sollte ich dazusagen, dass meine Einstellungen am Instrument und Amp fern ab von Extrempositionen ist…).
    Interessant sind z.B. ein paar Aufnahmen von Jose Gonzales (vielleicht heißt der auch ein wenig anders). Ich habe mir diese neulich mal angehört und da ich auch professionell mische, höre ich mir ab und an Musik auch mal gerne analytisch an. Und siehe da…die Aufnahmen ansich lassen alles erkennen, was ne amateurhafte Aufnahme so ausmachen…Spuren rauschen ohne Ende, Teilweise schlecht geschnitten, der Umgang mit dem Compressor ist auch nicht sein Dings…etc etc…etc…ABER…die Aufnahme klingt so wie sie ist gut und man kann diese anhören.
    Zum Thema Vocals…wurde ja auch angesprochen im Pod Cast…bei einen von den aktuelleren Megadeth Scheiben (weiß nicht genau welche) ist mir aufgefallen, dass die Vocals extrem leise sind, viel zu leise, denn sie kämpfen richtig und man hat das gefühl man müsse was am Radio drehen, wenn man die Platte anhört. Wie ich finde ein gutes Beispiel für einen professionellen Mx, der nicht sonderlich gut ist. Jetzt stellt sich die Frage, weshalb das so ist…und da ich dem Engineer seine Kompetenz nicht absprechen möchte, denke ich, dass das auf künstlerischer Ebene durchaus so gewollt ist. D.h, wahrscheinlich war der rothaarige Dave der Ansicht, dass die Vocals leiser sein müssen und dann wurden diese runter gedreht. Und genau das ist ja auch ein Dings mit dem man ja auch im Studio zu kämpfen hat. Als Engineer macht man den bestmöglichen Mix. Dann trifft man sich zum Anhören mit dem Künstler und der sagt dann einem, was er gerne noch anders haben möchte und dann kommt da vielleicht sowas wie „viel mehr Hall auf die Stimme“ und man selbst denkt…genau das will ich nicht, aber wie so häufig, der der blecht hat eben das Sagen.
    Soviel zum Hall…

    Zum Thema Akustik möchte ich noch ein paar Worte los werden.

    Die Aussage, dass Schaumstoff nur die hohen Frequenzen absorbiert ist so nicht korrekt!
    Das Absorptionsvermögen eines Stoffes hängt von ein paar Parametern ab.
    a) dem Material an sich sowie dessen Gefüge.
    Ordinärer Noppenschaum hat einen geringeren Wirkungsgrad als beispielsweise Basotect Schaumstoff. Mineralwolle eignet sich auch hervorragend zur Absorption .
    b) der Dicke des Materials
    Die Dicke des Absorbers steht im Zusammanhang der unteren Grenzfrequenz, die absorbiert wird. D.h. je dicker ein Absorber, desto tiefer liegt seine Grenzfrequenz.
    Im Konkreten Beispiel:
    Nehme ich einen Raum und tackere diesen voll mit Noppenschaum der eine Stärke von 3cm hat, dnn wäre die Aussage im Podcast sicherlich richtig. Der Raum matscht und man müsste beim schönen Neumann die Höhen anheben.
    Würde ich den gleichen Raum aber mit nem 15cm starken Schaumstoff ausgleiten, dann wäre die Wirksamkeit dessen auch bei tiefmittigen Frequenzen deutlich hörbar.

    c) die untere Grenzfrequens einges Absorbers kann herabgesetzt werden, indem man ihn mit entsprechend Wandabstand montiert. Schallabsorption ist am efizientesten im Bereich der größten Schallschnelle. Also auch ein bissel weg von der Wand, die ja schallhart ist. D.h. mit 5cm Basotect erreiche ich ähnliche Werte, wie mit einem 10cm Basotect, wenn ich diesen ca. 5 cm von der Wand entfernt montiere.

    Zum Hall eines Raumes:

    Ich würde sagen, dass das Geschmacksache ist.
    Ich habe meinen Raum vorher grob berechnet und geschaut wo die Problemfrequenzen sind.
    Entsprechend habe ich mich aber auch entschieden meinen Raum sehr trocken zu machen, da dieser mit ca. 15qm auch recht klein ist, was man ggf. ja auch hört auf der Aufnahme. Mit gefällt der Raum mit extrem trockener Akustik (wobei ich diverse Flächen offen gelassen habe).

    Es gibt da – wie ich finde – ein sehr gutes Buch über Studiakustik. Es ist von Andreas Frieecke „Studioakustik – Konzepte für besseren Klang“…da ist eigentlich alles zum Thema Akustik drinnen.

    Soweit so gut…
    hoffe ich habe euch nicht zu sehr an die Wand genagelt.
    Macht weiter mit euren Pod Casts…

    Beste Grüße,

    Raphael

    • Marcel Okt 14, 2012

      Hey wow,
      ich finde deinen Kommentar super. Ich denke aber mal das Delamar nicht immer ganz einen roten Pfaden verfolgt, da sich viel auch entwickelt in der Sendung und ja nicht nach einem Storyboard abgehandelt wird. Ich kann aber deine Krritik daran verstehen.

      Was die anderen Sachen angeht die du so aufgezählt hast… Großartig.
      Ich denke man sollte sich im klaren sein, dass es im Detail liegt. Ein schlechter Song wird auch von nem guten Tonmenschen nicht besser. Anders herum wird ein guter Song von einem nicht so talentierten Tonmenschen kaum kaputt gemacht werden können. Habe vor kurzem einen Contest Mix runtergeladen. Dort reichte es schon fast einfach nur die Fader etwas hoch zu ziehen, was daran lag, dass der Song funktioniert und die Aufnahmen gut waren.

      Also jeder der Pro klingen möchte sollte sich klar machen, dass schon bevor die Aufnahme angefangen hat alles stimmen sollte. Der Song sollte gut Arrangiert sein, die Mikros gut ausgerichtet und eingepegelt. Außerdem sollte man schauen ob Live oder Overdub, oder halb halb.
      Es gibt außerdem auch immer wieder Tonmenschen die aus wirklich „schlechten“ Eqipment richtig viel raus holen und es gibt Leute die schaffen es sogar aus richtig teurem Equipment nicht ein gutes Signal zu entlocken. Ich selber habe auch mit „billigen“ Equipment angefangen, dafür aber auch gelernt gerade mit solchem immer noch gute Ergebnisse zu erziehlen. In vielen Foren werden gerne mal Mikros u.Ä. empfohlen welches tausender kostet. Ich habe schon Leute unter anderem von der SAE (ohne diese jetzt schlecht reden zu wollen) kennen gelernt, die hatten einfach das Geld für das Studium, konnten aber mit der ganzen schweine teuren Technik nicht um. Dies ist auch eines der Probleme die herschen. Das Equipment wird teils immer günstiger und jeder meint wenn er sich ein Mikro kauft und vor seinen Amp stellt, klingt wie Rammstein, leider weit gefehlt.

      Naja aber lange rede kurzer Sinn

      Stay tuned

      • Raphael Okt 15, 2012

        Hey Marcel,
        danke für die Blumen.

        In der Tat sprichst du eine Reihe wichtiger Sachen an, die ich genauso sehe. Der Reihe nach mal durch…
        1. Was das Konzept des Podcasts angeht. Da stimme ich dir dahin gehend zu, dass sich die Sendung in ihrem Verlauf entwickelt. Dennoch denke ich, dass man sich mit ein paar relativ einfachen Fragen im Hinterkopf durchaus einem roten Faden entlang hangeln kann und der Sendung ein wenig Direktion geben kann. Z.B. welches Ziel verfolge ich mit einer Sendung. Was will ich, das der Zuhörer schlussendlich mitnimmt. Sprich…ein „Lernziel“ muss her. Und auf das arbeitet man sich kontinuierlich hin.
        Ich finde es z.B. weniger sinnvoll, wenn man einen Podcast hat in dem es darum geht ob man mit der Band ins Studio gehen sollte oder zuhause aufnehmen kann, wo man dann diskutiert ohne mal vorab einen Rahmen zu setzen und dann neben Phrasen wie „kommt drauf an“ dann zum Schluss kommt, dass man unbedingt ins teure Tonstudio gehen muss, weil der ja auch das schön teure Neumann Mic hat.
        Ich denke (das Beispiel eben gab’s mal so ähnlich in ner Form in einem der Pod Casts), dass man sich hier einfach mal vorher kurz hinsetzen sollte und sich ein paar Variablen etc…überlegen könnte und dann wäre auch vieles schon sehr viel aufgeräumter. Anderenfalls denke ich, dass man halt auch nicht wirklich aufklärt oder dem Hörer irgendwas vermittelt, was ich schade finde.

        Zum Mischen:

        Genau, da stimme ich dir 100% zu. EIn schlechter Song wird auch im Mix nicht gut. Anders herum, wenn ein Song funzt, dann denke ich, dass man immer irgendwas rausholen kann. Wenn man sich dann auch vor Augen führt, dass ein Mix immer nur so gut sein kann, wie seine Quelle, dann weiß man auch, dass Equipment zwar eine Variable ist, aber viel wichtiger ist dann doch noch das, was vor dem Mikro geschieht. Und da ist es dann nicht ganz verkehrt ein klein wenig Zeit zu investieren.
        Es ist interessant, dass es sich- und das schließt auch diverse Fachzeitschriften etc…mit ein, dass es immer daraus hinausläuft, dass man das beste und teuerste Equipment benötigt. Ich weiß nicht, wo solch unreflektiertes denken herkommt, aber der Preis ist ja nicht unbedingt die Größe, die über Qualität entscheidet. Da spielen ja noch andere Faktoren wie Lohnkosten, Stückkosten, Entwicklung und und und mit rein…
        Interessant finde ich jedoch, dass eine Variable stets unter den Tisch fällt, nämlich das KNOW HOW des Toningeneurs. Wie du schon geschrieben hast, hat der Plan und weiß was der macht, dann kann der auch auf einigermaßen bescheidenem Equipment ordentlich was rausholen. Anders herum…hat man keine Ahnung von der Materie, dann wird’s auch mit dem teueren Equipment nix…aber irgendwie scheint so „Wettrüsten“ und Equipmentschau Teil unseres Menschentums zu sein…haha.

  2. Ben Blutzukker Okt 10, 2012

    Hey Carlos… REAPER ist doch gar nicht (mehr) hässlich ;-)

  3. Kahlbert Okt 11, 2012

    Der Faltungshall klingt dünn? Andere Impulsantwort verwenden!

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