Warum Wiederholung wichtig ist #306

24. Februar 2015

Wiederholung ist DAS konstituierende Element der Musik – das Spiel mit dem Gewohnten hie und dem erst dadurch generierten Überraschungsmoment da. Warum Wiederholung so wichtig ist, dröseln wir in dieser Folge des delamar Podcast auf. Mach mit uns einen Abstecher in die Musikpsychologie und die Gepflogenheiten des musikalischen Gehirns.

Podcast #306 – Warum Wiederholung wichtig ist

Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir lieben Wiederholungen. Das Vertraute bereitet uns ein heimeliges Gefühl. Übersetzt in die Welt der Musik bedeutet das zum Beispiel: Je häufiger wir einen Song hören, desto eher mögen wir ihn. Im Verlauf der Sendung sprechen wir unter anderem über eine Studie, die anhand von stark und weniger stark repetitiver Musik erforscht, was sich besser genießen lässt, was interessanter ist etc.

Wiederholung führt dazu, sich in die Musik »eingeladen« zu fühlen, mitzutanzen und mitzuwippen. Mehrfaches Hören verschiebt den Fokus auf andere Aspekte des Gehörten. Diese und viele weitere Aspekte findest Du in Folge #306 beleuchtet – viel Vergnügen!

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4 Kommentare

bei “Warum Wiederholung wichtig ist #306

  1. Richard Feb 25, 2015

    Wiederholung muss nicht langweilig sein. Siehe die immer wieder beliebte sich steigernde Wiederholung.
    Ist zwar ein Beispiel aus der Klassik, aber hört Euch mal den zweiten(!!) Satz von Beethovens fünfter Sinfonie an.

  2. Wiedermal eine klasse Sendung! Ihr schafft es tatsächlich nach über 300 Sendungen immerwieder, spanndende Themen zu besprechen! Schade, dass es in letzter Zeit so wenig Feedback auf diesem Kanal gibt (gefühlt). An der Qualität liegt das sicher nicht!

  3. Philipp D. Mrz 2, 2015

    Interessantes Thema. Ich frage mich, ob man das wirklich so pauschal (von wegen „unser Gehirn ist so programmiert“) sagen kann. Mich würde der Artikel auf den sich Carlos bezieht interessieren. Wäre es möglich, den Link zu posten? Ich frage mich, ob das nicht auch etwas mit dem kulturellen Kontext, also der Sozialisation der Menschen zu tun hat? Menschen in China würden wahrscheinlich anders empfinden, als Menschen in den USA oder sonst wo. Das heißt, so eine Studie kann nur eine Momentaufnahme sein, die die gerade existierenden Musikgeschmäcker und das gerade existierende Verständnis von Musik in einem bestimmten kulturellen Kontext wiedergibt. Sie kann aber keineswegs pauschal auf „den Menschen“ angewandt werden.

  4. André Mrz 8, 2015

    Ich bin da etwas gespaltener Meinung. Gewiss stimmt die Theorie, doch wenn ich so in der Zeitgeschichte der Musik anschaue finde ich genau die Musikstücke als Meilensteine, die dieses Prinzip der Wiederholung möglichst kaschieren. Die Musik von Pink Floyd lebt von der Vielseitigkeit und gewiss nicht von der sturen Wiederholung auch wenn es analytisch betrachtet natürlich schon eine Wiederholung ist.

    Deshalb : Wiederholung ja, aber gewiss nicht auf die plumpe Tour. Musikalisch ansprechend zeichnet sich immer noch durch Abwechslung/Veränderung aus und in meinen Augen nicht durch stupide Wiederholung, selbst wenn sich das Gehirn diese leichter merken mag. Ich finde das Gefühl der musikalischen Überraschung begeisterungsfähiger als plumpe Wiederholung nach Muster F. Das dürfen sich insbesondere Deutsche Künstler etwas mehr zu Herzen nehmen.

    Das beste Beispiel für Wiederholung ist die Radio-Rotation. Eine Katastrophe der musikalsichen Wiederholung wenn auch kommerziell erfolgreich. Für mich aber nichts anderes als Gehirnwäsche. Diese entlarvt ist es eben keine musikalische Meisterleistung.

    Leider nutzen das zu viele und die Suchen nach musikalischen Perlen wird umso schwieriger. Doch die gibt es zum Glück immer noch und immer wieder mal.

© delamar.FM