Thema Radiostimme: Wie schaffst Du es, dass deine Sprachaufnahme so satt, kräftig und seidig wie die eines Radiomoderators klingt? Was kannst Du beim Recording und Mixing tun, um in Podcasts & Co. eindrucksvoll zu klingen? Genau das erfährst Du hier im delamar Podcast Numero 363 nach der Anregung durch einen Hörer …

delamar Podcast #363 – Radiostimme

Matthias verrät gleich am Anfang, dass der erste Schritt zur Radiostimme ein gutes Mikrofon ist – das muss nicht exorbitant teuer sein, aber vernünftige Modelle gibt es eben auch nicht für ’nen Appel und ein Ei.

Wenn Du ein Mikrofon mit Richtwirkung verwendest (meist weist es eine Nierencharakteristik auf), solltest Du auch den Nahbesprechungseffekt zu deinen Gunsten nutzen – er sorgt für einen satteren, basskräftigeren Sound.

Der zweite große Schritt auf dem Weg zur Radiostimme ist ein Kompressor. Er lässt deine Stimme weniger sprunghaft, also gleichmäßiger und dadurch druckvoller erklingen.

Dann geht es ans Abmischen, aber das hörst Du am besten selbst. Viel Spaß!

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8 Kommentare

bei “Radiostimme: Wie nehme ich einen Podcast auf? #363

  1. Sebastian Aug 9, 2016

    Ein Trick aus der PostProduktion: Match EQ.
    Geht bsp. Mit Ozone oder mit dem Voxengo EQ in Cubase.

    Anpassen unterschiedlicher Sprecherquellen an einen Master.
    Dabei kann der Master auch eine Aufnahme aus dem Radio, Trailer oder Podcast sein. Der EQ analysiert je nach Einstellung die Masterstimme und erstellt einen Frequenzgang-Fingerabdruck. Dann analysiert man die zu bearbeitende Stimme und lässt das PlugIn den Frequenzbereich an den Master angleichen. Hat man ein schönen Fingerabdruck kann dieser gespeichert werden und jederzeit angewandt werden.

    Ich habe das schon oft mit Ansteckermikrofonen in TV Sendungen gemacht um Moderator/innen an die Offstimmen anzupassen.

    Ein Extrembeispiel: Eine professionelle Sprecherin hat eine Radiowerbung eingesprochen und ist dann in den Urlaub gefahren. Natürlich wollte der Kunde noch einen Satz ergänzt haben. Wir haben dann die Sprecherin mit ihrem iPad im Hotelzimmer einsprechen lassen und mit dem matcheq angepasst. Wenn man es weiß ist der Unterschied zu hören aber im Radio bekommt das keiner mit.

    • Carlos Aug 10, 2016

      Hallo Sebastian,

      das ist eine fabelhafte Idee. Das muss ich mal probieren für unsere Videos.
      Da haben wir das gelegentlich auch, dass Sätze nachträglich eingesprochen werden müssen.

      Danke für den Tipp & herzliche Grüße
      Carlos

  2. Was passiert nun eigentlich nach der 365.? Ist dann wirklich Ende Gelände oder wisst ihr es de facto noch nicht so genau?

    • Carlos Aug 10, 2016

      Hallo Patrick,

      alle Details gibt es in der 365. Sendung.
      Es wird ein Ende des delamar Podcasts sein und es wird wohl keinen direkten Anschluss geben.

      Wir brauchen eine kreative Schaffenspause.

      Herzliche Grüße
      Carlos

  3. OlliG Aug 10, 2016

    Vielen Dank für die neue Podcastfolge. Ich war, als ich das Thema gelesen hatte, schon sehr gespannt, denn ich möchte demnächst ein paar Screencasts aufnehmen und sauge gute Tipps zu einer vernünftigen Sprech-Stimme gern auf wie ein Schwamm.

    Nur war ich nach dem Anhören ein wenig ernüchtert und würde gern ein paar Anmerkungen loswerden.

    – Nur die wenigsten können sich glaub ich eine Vocal Chain für 2500+ Euro mitsamt Preamp der Tegeler Audiomanufaktur und einem Brauner Mikrofon leisten. Ich selbst habe in meinem Heimstudio kein Mikrofon, das mehr als 200 Euro kostet. Aus Überzeugung? Sicher nicht, denn ich bin Lichtjahre davon entfernt, in solche Preisbereiche vorzustoßen. Und natürlich kann man mit Mikrofonen, die nur um die 100 Euro kosten, wunderbar solch einen Radio-Effekt erzielen. Natürlich zeichnen die Neumanns und Brauners dieser Welt noch feiner auf als die günstigen Røde, AKG oder sE, aber ich finde die Technik im unteren bis mittleren Preissegment ist schon so gut geworden, da müssen sich die günstigeren Mikrofone nicht mehr wirklich verstecken. Ich habe für einige meiner Kunden Erzählstimmen für kurze Werbevideos produziert und dafür zum Beispiel das Røde Procaster oder auch ein sE R1 Bändchenmikro verwendet. Unter 200 Euro, und man kann eine wunderbare Radiostimme zaubern. Es muss nicht immer das teure Equipment sein, leider kam das in dieser Folge so rüber. Deshalb wollte ich mal eine Lanze brechen für die erschwinglichere Technik. ;)

    – Ich hätte mir gewünscht, dass ein wenig mehr auf die Technik beim Einsprechen eingegangen wird. Also wie nutze ich den Nahbesprechungseffekt aus, um den unteren Frequenzbereich zur Geltung zu bringen, vermeide aber gleichzeitig übermäßige Plosivlaute und Zischlaute (und wie bekomme ich die später beim Abmischen gezähmt).

    – Ich finde, die Audioquali eures Podcasts hat oft noch Luft nach oben. Alle Stimmen (auch die von Carlos) klingen so, als würden sie einen großen Bogen um jeglichen De-Esser machen. Das ist dann an einigen Stellen schon ziemlich harsch. Ich weiß ja, dass einige von euch oft einfach an einem iPad sitzen und per Skype aufnehmen. Dementsprechend klingt es auch, und da ist dann nur noch wenig zu machen. Aber kann Delamar euch nicht mal einfach ein paar Røde Videomic Me spendieren? Die Dinger steigern die Audioquali am iPad erheblich und reißen nicht wirklich ein Loch in die Kasse mit den aktuell 57 EUR pro Stück. Wären mal meine 2 Cent zur Ohrenschonung eurer Zuhörer.

    Danke euch und weiter so!

    • Carlos Aug 10, 2016

      Hallo Olli,

      Du hast Recht mit dem DeEsser…auf meiner Stimme ist keiner drauf.

      Mit günstigen Mikrofonen lassen sich die Tipps genauso gut umsetzen. Es kommt nicht in erster Linie auf die Preise in der Kette an.
      Es geht um gute Qualität der Komponenten – der Rest sind die letzten 20%.

      Ich mache bei Gelegenheit mal ein Tutorial dazu und spreche in zwei unterschiedliche Ketten ein.
      Preiswert und teuer.

      Danke für die Anregungen.

      Herzliche Grüße
      Carlos

      • OlliG Aug 10, 2016

        Hallo Carlos,

        prima Idee. Das würde mich wirklich stark interessieren. Vielen Dank!

        Olli

  4. Thorsten Aug 10, 2016

    Hallo Carlos, hallo Matthias,

    vielen Dank für Eure Tipps zur Stimmaufnahme.

    Vielleicht noch ein Tipp, um gleich den besten Sound aufnehmen zu können. Vor das Mikro würde ich in jedem Fall ein Popfilter stellen. Die Dinger kosten 20 Euro und ersparen viel Zeit bei der Nachbearbeitung, weil die Plosivlaute wie P, T, K nicht so laut ins Mikrofon explodieren.

    In den letzten Folgen fiel mir auf, dass die Stimmspur von Carlos sehr stark von einem Noisegate beeinflusst wird. Habt Ihr an diesen Einstellungen etwas verändert?

    Ich persönlich verwende für Podcastaufnahmen ein „Audio Technica ATR 2100 USB“. Das hat ein eingebautes USB-Interface. Im us-amerikanischen Amazon-Shop bekommst du es für knapp 60 Dollar. Etwas verzerrt hörst du mein Mikrofon im Delamar Podcast, Folge 340, http://www.delamar.tv/podcasting-selbstvermarktung-340/

    Natürlich kommt es nicht an die Radiostimme von Carlos heran, kostet dafür nur ein Fünzigstel.

    Viele Grüße,
    Thorsten

© delamar.FM