Digital Audio 2.0 #328

20. Oktober 2015

Immer gern gehört im delamar Podcast: Friedemann Tischmeyer ist erneut bei uns zu Gast, diesmal zum Thema der schönen neuen Welt digitaler Audiobearbeitung. In dieser Episode wollen wir aufzeigen, wie weit sich Plugins und die digitale Signalverarbeitung im Allgemeinen von der Nachbildung vergleichsweise limitierter analoger Geräte emanzipiert haben.

Podcast #328 – Digital Audio 2.0

Anfangs streifen wir die jüngsten Entwicklungen von Equalizern und Dynamikprozessoren. Mit heutigen Plugins sind Dinge möglich, die vor noch nicht allzu langer Zeit schier unmöglich erschienen. Am Beispiel des EQs: Dinge wie die unterschiedliche Phasencharakteristik bzw. die freie Wahl zwischen Mitten- und Seitenbearbeitung pro Band.

Natürlich kann man sich bei den exponentiell wachsenden Möglichkeiten der Klangbearbeitung auch heillos verlaufen. Schlichte, an den analogen Workflow angelehnte Plugins üben nach wie vor einen großen Reiz aus. Doch wer sich die Mühe macht, die komplexen Tools von heute in- und auswendig zu lernen, kann mit unheimlich großem Gewinn aus diesem Lernprozess hervorgehen. Dem Friedemann ist ohnehin nichts zu geeky. ;)

Viel Vergnügen mit dieser spannenden Episode. Wie immer freuen wir uns auf dein Feedback, gleich hier unter dem Artikel…

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3 Kommentare

bei “Digital Audio 2.0 #328

  1. Joe_CGN Okt 25, 2015

    Mit der Folge habt Ihr mich ins Grübeln gebracht. Zwar läuft bei mir seit Jahren alles auf Gruppenbusse, bevor die Audiosignale den Mixbus erreichen, Effekte wie Reverb und Delay liegen bei mir bislang jedoch ebenfalls auf einem eigenen Effektbus, dessen Signal wiederum auf dem Mixbus mit dem restlichen Audiosignal zusammentrifft.

    Vielleicht denke ich zu umständlich: Aber wenn ich z.B. nun nach dem Beispiel von Friedemann den Hall-Return auf den jeweiligen Stembus schicke, benötige ich pro Hall am Ende doch wesentlich mehr Instanzen – nämlich so viele Instanzen wie Stem Busse oder nicht ?

    So ganz verstanden habe ich daher (mit Ausnahme des prefader-send Beispiels) nicht, welches Problem das Ausspielen einzelner auf „solo“ gestellter Gruppen mit sich bringen sollte und warum das am Ende länger dauern sollte. Ressourcenschonender müsste der altherkömmliche Weg allemal sein. Oder übersehe ich dabei etwas ?

    • Matthias Müller Okt 25, 2015

      Du bleibst über Stems einfach flexibler. Zum Beispiel bei dem Fall, wenn du eine Instrumentalversion erstellen willst oder eine Version mit nur den Backing-Tracks für den Live-Auftritt.
      Wenn alle auch die Mainvoice auf den Effektkanälen der Drums hast, wird das einfach schwieriger…!
      Und wenn du die einzelnen Stems gebounct hast und hast quasi alle Effekte auf einer Stereosspur ist es unmöglich…!

      Aber klar, wenn du keinen schnellen Rechner hast, dann wird es schwierig!

  2. Joe_CGN Okt 29, 2015

    Vielen Dank Matthias für die Rückmeldung.

    Also hab ich’s richtig verstanden (welch‘ Erleichterung ;-) )

    Trotzdem komm ich jetzt noch ins Grübeln, wenn es um den Aufwand geht, z.B. einen Raumhall zum „glue“ zu befeuern. Mit einer einzelnen Instanz geht das dann ja nicht mehr. Es sei denn, ich schicke nur noch die Stems und keine Einzelspuren mehr auf den Bus, was aber durch mangelnde Flexibilität keine Lösung ist (wenn ich z.B. keine Kick oder keinen Bass in den Hall jagen möchte).

    So müsste man nun ja dann z.B. jeweils einen Bus „room glue drums“, „room glue guitars“, „room glue vox“ „room glue backings“ etc. anlegen, mit demselben Reverb und die returns auf den jeweiligen Stembus zurückschicken. Dabei den Überblick über die Hallanteile untereinander zu behalten (wie z.B. bei einem Hallsystem wie in Eurer legendären Folge damals) ist dann ja unmöglich, sobald sich der Volume-Level des Stem-Busses irgendwann ändert. Ich werd’s trotzdem mal ausprobieren bei einem der nächsten Mixe. Bin mal gespannt, wieviel Hirn**ck das wird :-)

    Ich schätze ich habe einfach das Problem mit den prefader-sends nicht… und bei mir hat Muten bislang immer ausgereicht, um in 2 Minuten das Ausspielen zu können, was ich gerade benötigt habe.

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