Abmischen & Audiomythen mit Friedemann Tischmeyer #71

29. Juni 2010

Heute gibt es eine Sendung voller Tipps & Tricks zum Mixing und Abmischen von Songs, die von unserem lieben Gast Friedemann Tischmeyer kommen (bekannt von den Internal Mixing DVDs und Büchern). In geselliger Expertenrunde sprechen wir aber auch über die typischen Audiomythen rund um das Abmischen und die Musikproduktion und können auch den ein oder anderen entkräften. Des Weiteren gibt es einen improvisierten Tipp der Woche und natürlich auch die delamar Hörerfragen und den Song der Woche.

Es ist ein aufregender Podcast geworden, den Du am besten gleich hören solltest! Viel Spass!

Abmischen & Audiomythen mit Friedemann Tischmeyer #71

In geselliger Expertenrunde quatschen wir über eines meiner persönlichen Lieblingsthemen: Das Abmischen von Songs und Musik. Als Gast und Verstärkung haben wir uns für diese Folge mit Friedemann Tischmeyer einen Mann eingeladen, der als Mastering- & Mixing-Engineer eine Menge Erfahrung mitbringt und dir auch als Autor diverser Fachbücher und Tutorial-DVDs hinreichend bekannt sein dürfte.

Natürlich möchte ich mich auch heute für das rege Interesse an der Live-Aufzeichnung am gestrigen Abend bedanken. Trotz unsäglicher Hitze und laufender Fussballweltmeisterschaft konnten wir ein volles Haus verzeichnen und einen lebhaften Dialog im Chat mitlesen. Vielen Dank hierfür. Und falls Du selbst noch nicht deinen Weg in den Live-Chat zur Aufzeichnung gefunden hast, dann wird es höchste Zeit. Du kannst hier nicht nur andere delamari kennen lernen und mit ihnen deine Erfahrungen teilen, sondern auch Fragen in die Sendung geben, die wir beantworten.

 

Mixing, Abmischen & Audiomythen

In dieser Folge kannst Du eine Menge über das Abmischen von Songs erfahren, wenn auch es kein Abmischen Tutorial im herkömmlichen Sinne ist. Wir versuchen etwas den Prozess beim Mixing und vor allem über seine Werkzeuge zu vermitteln. Es gibt eine Menge Fragen, die gerade die genutzten Werkzeuge, sozusagen das Setup für das Abmischen betreffen.

  • Welches Audio Interface ist ideal zum Abmischen?
  • Wie gut müssen die Wandler in einem Audio Interface tatsächlich sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen?
  • Sind 16-bit, 24-bit oder 32-bit optimal, um deine Songs zu mischen?
  • Welche Samplingrate ist Standard und klingt am besten? 44.1 kHz? 88.2 kHz? 48 kHz? 96 kHz? Oder sogar 192 kHz?
  • Wie wichtig sind gute Preamps für die Klangqualität deiner Musik?
  • Was sind die typischen Fehler beim Abmischen von Songs?
  • Die besten Tipps & Tricks zum Mixing

In den delamar Hörerfragen geht es heute um den Weg zum FOH (Front of House) bzw. in deutscher Sprache Live-Mischer. Wir werden unter Umständen noch eine andere Lösung nachreichen, aber in diesem Podcast bekomsmt Du schon 2-3 Guerrilla-Tricks für deinen Einstieg.

Der Song der Woche stammt dieses Mal von der Band Carnivores und heisst „You Turn Me On“. www.carnivores.de

Du siehst, es ist eine wirklich spannende Folge im delamar Podcast, die Du auf gar keinen Fall verpassen solltest. Nochmals danke an alle, die sich im Chat während der Live-Aufzeichnung eingefunden haben.

Viel Spass beim Hören dieser 71. Folge!

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15 Kommentare

bei “Abmischen & Audiomythen mit Friedemann Tischmeyer #71

  1. Fehlt nur noch die Datei! :-)

    (Anhören, bzw. herunterladen klappt nicht)

    Viele Grüße

  2. Sebastian Jun 29, 2010

    Ich bekomme da leider immer „Error opening file“ (Opera 10.54). :(

    Aber das kriegt ihr doch bestimmt noch hin. :)

    Weil das interessiert mich doch ziemlich.

    Gruß,
    Sebastian

    • Carlos Jun 29, 2010

      Wartungsmodus! Sorry!
      Tausche die Datei nochmals gegen eine bessere Version aus!

      15 Minuten!

  3. Carlos Jun 29, 2010

    So, alles wieder gut :)

  4. Sebastian Jun 30, 2010

    Dankeschön. :)

  5. Pablo Jun 30, 2010

    Ich habe mal eine Verständnisfrage. Friedemann sagt, dass man auf jeden Spur einen Lowcut Filter packen soll, damit da unten alle frei wird. Dann wird aber auch gesagt, dass in den tiefen Frequenzen eh nichts mehr wahrnehmbar ist. Warum sollte man da also noch nen Lowcut reinschalten? Man nimmt es eh nicht wahr oder? Oder ist damit gemeint, dass die anderen Spuren (der Bass wird wohl nicht gemeint sein) einfach im unteren Bereich noch Frequenzanteile haben, die keinen musikalischen Wert haben aber trotzdem den Bass stören könnten? (Also im Grunde schon wahrnehmbar aber ohne wichtige Information)

    Ich hoffe meine Frage ist klar geworden :)
    Viele Grüße, Pablo!

    • Carlos Jun 30, 2010

      Hallo Pablo,

      auch wenn Signale unterhalb von 20 Hz für uns Menschen nicht mehr wahrnehmbar sind oder unsere Stereoanlage bei 40 Hz nichts Hörbares mehr wiedergibt: Diese Signale benötigen eine Menge Energie, denn die Lautsprecher schwingen, um diese Signale wiederzugeben. Alles, was hier unten mitschwingt, nimmt den anderen Instrumenten Platz weg.

      Du kannst dir den Mix wie einen Raum vorstellen, in dem nur begrenzt Platz ist. Bass benötigt besonders viel Platz. Je mehr Bass Du im Raum hast, desto weniger andere Instrumente, die Du reinstellen kannst.
      Räumst Du unten den Bass auf, so ist plötzlich mehr Raum für die anderen Spuren, um sich zu entwickeln.

      Schau dir vielleicht auch mal einen Mix ohne LowCut-Filter in einem Spektralanalyzer an und beobachte mal, wie auch bei 20 Hz noch ein Ausschlag kommt.

      Viele Grüße
      Carlos

  6. Pablo Jun 30, 2010

    Danke für die super Erklärung Carlos. Hab es jetzt verstanden und bin wieder ein Stück schlauer dank Delamar ;)

  7. listener Feb 15, 2011

    die verbindung zwischen 88.2 und der vermeidung von aliasing wurde nicht aufgezeigt…. nicht alle plugins nutzen oversampling..so das nach 40 spuren aliasing artefakte sich summieren. wahr oder nicht wahr ?

  8. Matteo Dez 29, 2011

    Interessante Sendung! Finde ich gut, mal das Thema Wandlerqualität etwas genauer zu beleuchten. Allerdings kommt diese Einteilung in 50% Qualität usw. für den Laien etwas hart und erschreckend rüber, wenn man hören muss, wie ein RME-Wandler Friedemann Tischmeyers Meinung nach steht. Ich denke für die Einschätzung ist auch die Tatsache wichtig, dass diese ganz teuren Wandler wie Lavry und Mytek usw. ein besonderes Clipping-Verhalten bieten, dass recht unversehrt viel lauter aufnehmen lässt. Vielleicht kann ja mal der Matthias Müller nochmal was dazu sagen (der hat doch glaube ich einen Mytek). Man könnte z.B. eine Snare sehr ins Clipping fahren und die Aufnahme wird nachher nur in den lautesten Frequenzen zerren; sprich: nicht die hohen Frequenzen dort abschneiden, wo die tieferen übersteuern – das ist eigentlich mit der stärkste Grund für die Hardware- und Preis-technischen Unterschiede. Ich kenne mich zwar mit Elektronik nicht so aus, aber ich denke für so ein Verfahren ist ein Band-Split vor der Wandlung nötig – was die Anforderung an die Bauteile dahingehend stellt, das diese sich in ihren Schwellenbereichen sehr genau treffen ohne diesen Bereich überzubetonen oder Phasenungenauigkeiten zu verursachen… oder? Ich denke mir, das so etwas einen Wandler teuer macht. RME-Wandler gelten z.B. als sehr linear, während man Apogee einen schönfärbenden Klang nachsagt… das sind beides Geräte im nicht so teuren Preissegment, die hald nur „normal“ aufnehmen können – aber das dennoch sehr gut! Bei Wandlern ist für mich mal in erster Linie der Rauschabstand und der Klirrfaktor wichtig, dann können wir über so Dinge wie Färbung (was eben Geschmacks- oder Anforderungssache ist) reden und dann meinetwegen über Lautstärke-Gimmicks. Denn ich glaube, die brauchen nur die wenigsten. Ich bekomme meine Aufnahmen eigentlich mit einem stinknormalen Babyface in eine Lautstärke, die mir nachher auch hinsichtlich des Rauschabstands nichts zu wünschen übrig lässt. 24 Bit, baby!

    Gruß
    Matteo

    • Carlos Jan 3, 2012

      Hallo Matteo, vielen Dank für deinen Kommentar. Es ist nur eine Meinung und dann gibt es noch einen wichtigen Fakt: Am Ende entscheiden nicht die Wandler, ob es gute Musik ist…insofern bist Du mit jedem Audio Interface in der Lage, fantastisch zu Musizieren.

  9. Aufmerksamkeit ist die We4hrung des Internets?Mag sein, aber die These dazu ist blf6dsinn. Wer viel Aufmerksamkeit bekommt (auf sneiem Blog) der kann viel Aufmerksamkeit ausgeben (einem anderem Blog; oder einen Onlineshop (Werbung))

  10. Markus Krellmann Dez 30, 2013

    Zum Thema höhere Samplerate: Ich könnte mir vorstellen, dass aufgrund des angesprochenen Zugewinns an Luftigkeit bei höherer Samplerate die Mixentscheidungen anders verlaufen als bei 44.1khz.

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