Die hohe Kunst der Raumkorrektur – im Sonarworks Reference 4 Test lernst Du das Paket aus Messmikrofon und Software kennen, mit dem sich Unzulänglichkeiten in deiner Raumakustik (weitgehend) ausgleichen lassen. Erfahre in kompakter Form, wie gut und einfach das Ganze funktioniert oder auch nicht. Und welche Alternativen es gibt. Viel Spaß mit dieser Podcast-Episode von delamar Check!

Sonarworks Reference 4 Test
delamar Check #004

Die meisten Räume haben das Problem, daß sie eckig sind. Das bedeutet für den Hobbyrecorder bis hin zum Studio Herausforderungen in der Raumakustik. Nicht selten hast Du dann mit sogenannten stehenden Wellen zu kämpfen. Generell entfernt sich der Klang mehr oder minder stark von der erwünschten Neutralität je nach Raumgeometrie, Aufstellort der Lautsprecher und Abhörposition. Sonarworks und andere Hersteller wollen dem Abhilfe schaffen.

Sonarworks Reference 4

So funktioniert Sonarworks Reference

Das Ganze funktioniert per Frequenz- und Laufzeitkorrektur – entsprechend der Akustik deines Raumes (an der vorgesehenen Hörposition), die Du über das mitgelieferte Messmikrofon einfängst. Die Software ist für alle aktuellen Betriebssysteme erhältlich und das Plugin für alle gängigen DAWs. Möglich ist auch die systemweite Anwendung zur Korrektur der Audioausgabe beliebiger Anwendungen (Skype, iTunes, Spotify, Winamp, dein Browser etc.)

Der Hersteller hat schon viel Erfahrung sammeln können und bereits die Vorgängerversion war sehr ausgereift. Neu in Version 4 ist unter anderem der latenzfreie Modus – will heißen, dass die Software auch bei Mikrofonaufnahmen auf dem Monitorsignal via Kopfhörer genutzt werden kann.

Was wir getestet haben

  • Installation
  • Kalibrierung
  • Profilierung mehrerer Räume
  • Profile von Kopfhörern
  • Die systemweite Anwendung der Profile
  • Die Profile in der DAW

Wir haben uns auch angesehen, wie die Mitbewerber dies bewerkstelligen. Die Beurteilung, welches System jetzt besser oder schlechter ist, überlassen wir gerne dir.

Teile deine Erfahrungen mit der Raumkorrektur-Software, die Du benutzt, oder diskutiere mit uns das Für und Wider dieser Softwarelösungen im Allgemeinen. Deine Sicht auf die Dinge interessiert uns!

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3 Kommentare

bei “Sonarworks Reference 4 Test – DC004

  1. Slashgad Jan 24, 2018

    Hi Henry!

    Also das ist 100% auf den Punkt, was du da gemacht hast! Respekt!

    Ja, ich nutze auch ARC 2 (mit Win10-PC) und habe schon den Eindruck, dass es meinen Sound deutlich verbessert (Bredroom). In Cubase hängt das ja in einem Control-Room-Slot, also hinter dem MasterOut, so dass man sich darüber beim Exportieren keine Gedanklen machen muss. (Mich wundert ein bisschen, dass keine andere DAW (… as far as I know) so etwas bietet… Ist hier jedoch nicht das Thema. Peace im DAW-War!
    Das Problem beim ARC2 hast du ja genau beschrieben: Man bekommt wenig Hilfe, wie man sein Mikro zum Messen richtig positionieren kann. Im Manual sind halt ein paar Grafiken, wie und in welcher Reihenfolge man das Mess-Mic platzieren soll. Und es gibt eine Mindestzahl an Messpunkten, wobei empfohlen wird, mehr zu nehmen, um die Genauigkeit zu verbessern. Die Hilfen, die Sonarworks hier bietet sind echt super, so wie sich das anhört (I didn’t know about that). Genau sowas vermisst man bei IK Multimedia. Von Ergebnis her ist es trotzdme ziemlich o.k. .

    Beim ARC2 ist die Windows-Integration ebenfalls nicht so ohne weiteres möglich. Wäre ja schon wünschenswert, dass man den verbesserten Sound für sein ganzen System nutzen könnte.
    Eine Zeit lang habe ich Virtual Audio Stream von DDMF genutzt. Das schaltet sich quasi vor den Windows-Audio-Ausgang und bietet „4 Kanäle“ in die man beliebige Plugin-Reihen laden kann. Das ist von der Idee her schon sehr cool Nur hat das mein System nicht gerade stabiler gemacht, weshalb ich jetzt wieder mit dem unkorrigierten Sound vorlieb nehme und ARC2 nur in der DAW nutze.
    http://www.virtualaudiostream.com/

    Den Vorteil, den Sonarworks bietet, der schlägt sich natürlich im Preis nieder. Mic + Software gibt’s beim ARC2 für 199€ – bei Sonarworks zahlt man dafür ’nen Hunderter mehr. Die Kopfhörer-Sachen gibt’s nochmal extra.
    https://store.sonarworks.com/

    Was Kopfhörer angeht, gibt es noch eine günstige Option mit Tonebooster’s MORPHIT. Das ist ein Plugin, das 178 verschiedene Kopfhörer emuliert. Sehr interessant! Wobei das Demo eigentlich schon voll funktionsfähig ist. Wen das zusagt, dem werden die 30 € dafür auf keine Fall zuviel sein. Hier gibt es genaueres dazu:
    https://www.toneboosters.com/tb_morphit_v1.html

    So das war’s von mir!

    VG Slashgad

    P.S.: Gruß an Matthias M. !!!

    • Hi Slashgad.
      Vielen Dank. Die Kopfhörer Sachen schaue ich mir gerne nochmal genauer an.
      Da gibts ja auch noch das Waves Nx System. Das ist auch nicht uninteressant, weil es im Kopfhörer die Posiltion des Kopfes im Raum simuliert. Ich hab das Plug in schon eine Weile, hab das aber noch nie benutzt. Muss ich wohl mal machen 😊

      Die Grüsse werde ich gerne ausrichten.
      Schönes Wochenende.
      Henry

    • Ich benutze auch Arc2, auch mit Cubase. Der Controlroom ist genial. Keine Ahnung, wie man ohne dieses Feature auskommen kann …

      Ich habe einen akustisch ziemlich gut optimierten Raum und mit Arc2 klingen meine Boxen (Yamaha NS40 und Yamaha HS80 mit Subwoofer) um Längen besser und „gerader“.

© delamar.FM