Der Hardware von Gitarre und Bass wollen wir mehr Platz einräumen – herzlich Willkommen bei Guidos Bastelstunde und der Episoden, die sich um den Sattel dreht. Guido – unser Chefschrauber und Mann fürs Grobe – bekommt damit eine eigene Rubrik in unserem Flaggschiff-Podcast delamar Guitar. Viel Spaß!

delamar Guitar #139 –
Guidos Bastelstunde: Der Sattel

Bei Guidos Bastelstunde wird dir alles Wissenswerte zur Gitarren-Hardware nähergebracht. Sollten wir doch einmal etwas nicht erwähnt haben, würden wir uns freuen, wenn Du uns aufklärst. Wir freuen uns immer auf konstruktive Kommentare.

Zum Thema der Sendung: Der Sattel (siehe auch »E-Gitarre: Aufbau & Schaubild« auf delamar. Da dachte ich »In 5 Minuten sind wir durch«, doch das Thema gab beinahe eine Stunde Diskussion her. Am Anfang diskutieren wir noch zwei Minuten über Meterband-Logos und Heckscheibenaufkleber. Danach geht es direkt zur Sache:

Die Themen der Sendung

  • Wo befindet sich der Gitarrensattel?
  • Aus welchen Materialien besteht ein Sattel üblicherweise?
  • Abgefahrene Materialien – braucht man sowas?
  • Warum muss man sich zu gegebener Zeit mit dem Sattel beschäftigen?
  • Gitarrensattel wechseln – was ist zu beachten?
  • Warum muss ein Sattel schmierende Eigenschaften haben?
  • … Und was ist, wenn das Material diese Eigenschaften nicht hat?
  • Verstellbare Sättel & Höhen justieren
  • Klemmsättel fürs Floyd Rose

Obacht!

Wenn Du an dem Sattel deiner Gitarre arbeiten möchtest, ist Vorsicht geboten. Nutze auf gar keinen Fall grobschlächtiges Werkzeug aus dem Heimwerkerbedarf. Nicht ohne Grund gibt es Gitarrenbauer, die viel Zeit in ihren Beruf und ebenso viel Geld in ihre Werkzeuge investiert haben.

Bevor Du deiner Schaden zufügst, geh lieber zum Gitarrenbauer deines Vertrauens. Der freut sich über jeden Kunden und Du bekommst ein perfekt überarbeitetes, sauber eingestelltes Instrument.

Viel Spaß beim Reinhören – teile deine Erfahrungen, Anregungen und Tipps mit allen delamari, die hier vorbeischauen. Danke!

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5 Kommentare

bei “Guidos Bastelstunde: Der Sattel – DG139

  1. Michael Apr 17, 2017

    Nur mal so als kleiner Denkanstoß und ohne Gewähr: 99,99 % aller Gitarrenhits der letzten 40 Jahre wurden wahrscheinlich mit Factory-installed-Knochen-oder Plastiksättel eingespielt. Wichtig ist zumindest nach meiner bescheidenen und völlig unmaßgeblichen Meinung nur, dass die Kerben in Höhe und Winkel sauber gefeilt und in der Breite möglichst auch auf die favorisierte Saitenstärke angepasst sind. Sollte jeder gute Gitarrenbauer mit speziellem Werkzeug bei Bedarf in Windeseile für kleines Geld hinkriegen, insbesondere falls man selbst 3 linke Hände, Füße und keine Erfahrung mit so etwas hat, von passendem Handwerkszeug ganz zu schweigen. Die finale Steigerung von „exzellenter Saitenlage“ ist sonst ganz fix ein elendiges und sattelmortales „schnarrrrrr“…. Dann bei „Vielbendern“ in die Kerben hinein vielleicht noch etwas Schmiermittel vom Gitarrenhändler des Vertrauens (im Notfall hilft ggf. etwas Bleistiftabrieb, habe ich mal irgendwo gelesen). Wer es aber unbedingt braucht, lässt sich als Pexxxverlxxxxxxng (Zensur!) einen Messing- ,Rollen-, Plutonium- oder gerne auch mundgeblasenen Backsteinsattel in die Klampfe einbauen und kann danach vielleicht zumindest mal besser schlafen. Oder er investiert statt Geld und Gedanken über das gesamtdeutsche Sattelwesen besser etwas Zeit in ein paar zusätzliche Übungsstunden, was (Voooorsicht!!!!) eventuell auch kleinere Wunder auslösen könnte.

    Trotz allem wieder mal ein interessanter Podcast, dem ich wie immer gerne gelauscht und nebenbei eine Dreiviertelstunde geübt habe. O.k., erwischt, ein (!) Bier habe ich auch noch dabei getrunken 😉 .

    Vielen Dank dafür und schön, dass es Euch im großen und weiten Internet gibt!

    Grüße
    Michael

    • Guido Laub Apr 19, 2017

      Hallo Michael,

      das sehen wir aber ganz bestimmt nicht anders!!! Vielen Dank für dein Kommentar und schön das Dir die Sendung gefallen hat. (Ich WUSSTE da draußen gibt es noch Leben ;)

  2. Hallöle,

    Tja, der klassische Null Bund…
    Datt is keine Dampfmaschin…

    1. gegriffene Töne klingen ziemlich wie Leertöne,
    2. Der kurz davor liegende Sattel dient nur zur Saitenfürung (Führungssattel) und ist dementsprechend tief gekerbt. Die Saiten laufen also frei im Führungssatttel.
    3. Bietet selbe Saitenlage für alle sechs Saiten, hängt nur etwas von der Saitenstärke bzw. Auslenkung am Null Bundstäbchen von E6 bis zu E1 ab.

    Jetzt dürften alle Unklarheiten beseitigt sein.

    Grüßle,
    Wutz

    • Guido Laub Apr 20, 2017

      Moin Wutz,

      erst mal, vielen lieben Dank für dein Statement. Ja das konnte ich auch so beim verbauen beobachten. Also das der Sattel nur zum führen der Saite dient. Was ich noch nicht checke und vielleicht kannst du da Licht ins Dunkel zu bringen, wo Ver+*#&$%§/$§ liegt der Unterschied zwischen, Saite startet von Bund „0“ zu Saite startet vom Sattel. Meiner Meinung nach gibt es da keinen Unterschied. Höchstens die Höhe und das ist doch bei einem richtig eingestellten Sattel nicht so der große Unterschied das man ihn guten Gewissens durch einen „0“ Bund Sattel ersetzen muss/sollte. Oder siehst Du das komplett anders ??

      Lg

      Guido

      • Hallo Guido,

        wenn ich Deine Frage richtig verstanden habe, zielt sie auch ab in Richtung Intonation.

        Beide Systeme, sowohl normaler Sattel als auch klassischer Null Bund, wenn sie exakt gefertigt und exakt angebracht sind, sollten eine gute Intonation auf der Gitarre gewährleisten.

        Das tun sie auch, da ich beide Systeme gut kenne.
        Der Null Bund bringt bzw. hat keinen Vor- oder Nachteil bezüglich der Intonation.

        In sofern macht ein Umrüsten von ein auf das andere System keinen Sinn.

        Etwas qualifizieren möchte ich abernoch, das es zwei unterschiedliche Meinungen bezüglich der Höhe des Null Bundes gibt:
        Null Bund gleiche Höhe wie alle anderen Bünde- Eine gute Saitenlage in den unteren Bünden und sehr gute Intonation, allerdings bei beginnendem Verschleiss (leichte kerben im Null Bund) kann, muß aber nicht, die Saitenlage eventuell zu flach werden und dann kann es bei nicht gegriffenen Tönen zu Schnarren beginnen.
        Null Bund etwas höher als die anderen Bünde-
        Die Intonation ist nicht ganz genau so gut, dafür etwas mehr „Bundstabmaterial“ gegen Verschleiss bzw. zu flache Saitenlage in den unteren Bünden.

        Tja, aber da streiten sich die Gelehrten noch…

        Wie auch immer, ob Sattel oder Null Bund, einfach nur eine Frage des Geschmacks bezüglich des Tons.

        Ich hoffe, zum Thema klassischer Nullbund noch mehr Licht ins Dunkle gebracht zu haben.

        Beste Grüße,
        Wutz

© delamar.FM