Tutorial Hall Reverb extreme (mit 20% mehr Tiefenstaffelung) #149

27. Dezember 2011

Wenn wir in den ersten beiden Sendungen mit den Titeln Hall Tutorial und Reverb Tutorial die Grundlagen und fortgeschrittenen Tricks im Umgang mit dem Halleffekt besprochen haben, so geht es mit diesem dritten (und letzten!) Teil Tutorial Hall Reverb extreme ganz, ganz tief in die Materie. Wer abgefahrene Tricks oder einen kreativen Umgang mit dem Halleffekt sucht, wird hier fündig – nur für harte Kerle.

Tutorial Hall Reverb extreme – delamar Podcast #149

Was machen, wenn schon zwei Sendungen Halleffekt besprochen wurde und trotzdem noch Klangbeispiele übrig bleiben? Genau! Einfach noch eine dritte Sendung Tutorial Hall Reverb extreme produzieren und dir, unserem Hörer, die dunklen Geheimnisse bei der Verwendung eines Halleffekts in der Musikproduktion aufzeigen. Zusammen mit Matthias habe ich dazu eine Folge des delamar Podcasts aufgezeichnet, die in 46 Minuten all die Tricks zum Halleffekt aufgreift, die bisher keinen Platz gefunden hatten.

Du erfährst beispielsweise, wie die Red Hot Chili Peppers ihre Snare Drum so richtig ins Licht gerückt haben. Erfahre von Matthias eine sehr einfache Einstellung deines liebsten Hall-Plugins, um eine effektive Tiefenstaffelung zu erreichen. Dieser Tipp betrifft zwar eine sehr fortgeschrittene Technik (Tiefenstaffelung), dafür wird sie aber in einer sehr einfachen Art und Weise gelöst.

Dazu kommen noch etliche abgefahrene Methoden, um einen Hall Effekt noch besser in Szene zu setzen und anzureichern. Im Zeichen dichterer und schwerer Hallfahnen sowie des abgefahreren und kreativen Einsatzes steht diese Folge.

Song der Woche, Kontrapunkt und delamar Hörerfragen erwarten dich dann wieder ab der 151. Sendung – kommende Woche erwartet dich nämlich die delamar Gala. Für jetzt wünsche ich dir erst einmal beste Unterhaltung für diese Sendung.

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12 Kommentare

bei “Tutorial Hall Reverb extreme (mit 20% mehr Tiefenstaffelung) #149

  1. Roland Dez 28, 2011

    Mal etwas ganz banales zu Thema Tiefenstaffelung: Man nehme ein gutes Hall-Plugin mit einem gedämpften Hall, ohne Pre-Delay. Stellt man den Try/Wet-Regler auf Try, dann klebt das Signal ganz vorne an den Boxen. Je weiter man nun den Regler in Richtung Wet dreht, desto mehr verschwindet das Signal nach hinten in den Raum. Das kann man dann auch schön automatisieren, um etwas von hinten nach vorne zu holen. Wichtig ist, dass das Wet-Signal leiser ist als das Try-Signal.

  2. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Dez 29, 2011

    Hallo!

    Vielen Dank für die Sendung – war echt sehr interessant. :-)

  3. polyaural Dez 30, 2011

    Ja, auch vielen Dank von mir das ihr das Thema noch auf eine weitere, höhere Stufe gestellt habt. Da sind prima Anregungen drin. Ich wäre sicherlich nie auf die Idee gekommen, das Hallsignal zu verzerren! Auch der Chilli-Tipp war sehr wertvoll. Ich glaube, es ist sicherlich nicht falsch einzelne Themen in weiteren Sendungen zu vertiefen. Danke, dass ihr beide euch die Mühe gemacht habt.

    Aber mal eine Frage: Warum redet ihr immer von Hall *und* Reverb? Ist Reverb nicht das englische Wort für Hall?

    Ich wünsche euch allen bei Delamar ein prachtvolles Zweitausendzwölf!

  4. Uwe N. Berger Jan 11, 2012

    Hallo!

    Die Sache mit dem Predelay hat ja schon an anderer Stelle Fragen aufgeworfen.

    Ich habe eben für mich folgenden Test gemacht:

    EZ Drummer 8tel Groove, in der DAW 75bpm eingestellt.

    Lexicon Pantheon Plugin Large Hall 3 mal geladen als Effektkanal. (Cubase)

    Plugin 1 0ms Predelay
    Plugin 2 30ms Predelay
    Plugin 3 60ms Predelay
    alle anderen Parameter gleich gelassen.

    Dann auf die Snare abwechselnd die Anteile reingedreht und gehört was geschieht:

    Für mein Hörempfinden, was ja sicherlich subjektiv ist steigt mit längerer Predelayzeit nur die Wahrnehmung, dass der Raum größer wird. (Was er ja tatsächlich nicht wird )

    Was ich nicht festgestellt habe ist das sich die Snare vom reinen Höreindruck im Raum weiter noch Vorne oder Hintern bewegt hat.

    Den Ort in der Tiefenstaffelung im Mix regele ich zumindest über die Lautstäreke des Faders in Spur und und den Anteil an Hall im Kanal über die Effektgruppern.

    Wenig Fader, viel Effekt = hinten
    Viel Fader, wenig Effekt = vorne.

    just my 2 pence

    Uwnbrgr

  5. Uwe N. Berger Jan 11, 2012

    Nachtrag:

    Hatte leider nicht die:

    „Immer dann wenn Arzt das Licht erlischt“ wav zur Verfügung.

    (;-)

  6. Hallo delamar-Podcast-Team,

    sehr schöne „Serie“ zum Thema Hall. Vielen vielen Dank dafür. Gerade Teil 3 war sehr interessant (den RHCP Trick werde ich bei der nächsten Gelegenheit mal ausprobieren).

    Interessant wäre gewesen, wie sich im Vergleich zu kommerziellen Plugins ein Hörbeispiel der (als ziemlich gut geltenden) Freeware „Ambience“ gemacht hätte.

    Stichwort Freeware: Wisst ihr, ob es einen Freeware Faltungshall für Mac OS gibt?
    Denn: Carlos, dass Leute, die einen Mac haben, sowieso genug Kohle für kommerziellen Kram haben, kann ich nicht bestätigen ;o)

    Soweit. Liebe Grüße, macht weiter so, die Podcasts sind immer wieder schön!

    René

  7. Sam Tenpenny Feb 19, 2012

    Carlos, ich liebe eure Seite jetzt seit gefühlten 100 Podacsts..
    (Rückwirkend hab ich mitlerweile ALLE gehört!!)

    Ich habe gleichzeitig mit meinem Anfang mit dem HomeRecording eure Seite entdeckt und liebe die Tipps jede Woche aufs neue..
    Ohne jegliches Vorwissen, aber mit viel viel liebe zu dem neuen Hobby hab ich so viel lernen können durch eure Arbeit.

    mit jedem Podcast lern ich wieder was neues und dadurch wird unser Album niemals fertig..
    Diese Reverb-Podcasts haben wieder mal stundenlange Arbeit nach sich gezogen, die sich sowas von gelohnt haben!

    Wenn ihr endlich mal aufhört gute Tipps zu geben, wird auch mal n Song der Woche eingeschickt ;)

    P.S.
    Moritz mit in den Pod zu nehmen war der Oberbesorger!!! ;)

  8. Steve Graul Mai 28, 2012

    Reverse Reverb

    Hallo,

    es gibt von Waves ein Reverb Plug-in (IR-1) der hat die Funktion drin.

    Also muss man eigentlich nur einen Schnipsel von der Originaldatei nehmen und im Mix entsprechend nach vorne setzen und schon hat man diesen Effekt.

    Bei der elektronischen Musik wird er oft als Uplifter genommen!
    Super zu hören bei den Vocals von dem grandiosen Sasha Remix von Spooky – Belong

    Viele Grüße

    Steve

  9. Joe_CGN Aug 12, 2012

    Da stelle ich auch noch einmal eine Frage in die Runde:

    1a)Wenn ich bereits beim Direktsignal eine Tiefenstaffelung durch EQ erzeuge, gehe ich dann richtig in der Annahme, dass ich den Reverb in der Folge per prefader-Einstellung ansteuern MUSS, um die jeweiligen Hallfahnen in der Folge sinnvoll in ihren Frequenzen staffeln zu können ?

    1b)Andernfalls würde ich meiner Logik nach ein bereits tiefengestaffeltes Originalsignal (z.B. HiHat mit weniger Höhen = fern) in den Reverb senden, dass dann noch einmal (mit teilweise entgegengesetzten Einstellungen = Hallfahne mit mehr Höhen im Vergleich zu Hallfahnen anderer Instrumente) eq-d werden würde.

    1c)Dabei müßte die Hihat , die in den Hall geht doch mehr Höhenanteil haben, als das Direktsignal, da erstere näher zur reflektierenden (Rück-)Wand ist. In der Folge dürfte dann nur die Hallfahne in den Frequenzen beschnitten werden, was eine Verwendung der bereits durch EQ tiefengestaffelten HiHat quasi verbietet, da sonst eine „doppelte Frequenzbeschneidung“ vorliegen würde.

    1d) oder denke ich hier vollkommen unnötig um die Ecke, da der Hall und dessen EQ-Beschneidung dem bereits in der Summe Rechnung tragen ? (Insgesamt müßte die Hallfahne der HiHat ja mit weniger Höhen beim Hörer ankommen als das Direktsignal, da die gesamte Laufzeit des Signals ja länger ist.)

    xxx

    An anderer Stelle hat Carlos hier auf Delamar geschrieben, dass er beim Reverb eher postfader sends empfiehlt.

    Falls 1c zutreffen sollte: Macht es gar Sinn, jede Spur per prefader-send zu doppeln, mit Ausnahme des EQ dieselben FX & Faderinstellungen der Originalspur zu verwenden und diese Spur(en) dann per postfader in den Hall zu schicken ?

    Ich hoffe, die Fragestellung war nicht zu kompliziert ? (Notfalls versteht “the Brain” Matthias aber was ich meine) ;-)

  10. Matthias Aug 13, 2012

    Hallo Joe,

    Fürs reine Mxing denk ich hast du dich schon weit in die Materie eingearbeitet, daß du jetzt einfach mal auf deine Ohren hören solltest.

    Du willst die HH weiter weg? Dann beweg die Regler und hör hin. Stimme soll weiter vor kommen…. mach das gleiche!

    Was ich damit sagen will… Theorie ist gut und wichtig, aber bitte: Probiert doch Alles (und auch die eigenen Ideen) praktisch aus. Wenn es dann gut klingt – dann ist es richtig!

    Thats all!

  11. Markus Feb 22, 2013

    Zitat (Sinngemäß) „Die Energie des Schalls nimmt mit zunehmender Frequenz ab, deshalb kommt es zu höherer Luftreibung“.

    Als Physiker muss ich da widersprechen. Wenn man die Schallenergie betrachtet, sieht man, dass dort die Schallschnelle quadratisch eingeht. Schallschnelle ist definiert als Amplitude mal Kreisfrequenz – daraus folgt, dass die Energie (bei gleicher Amplitude) mit zunehmender Frequenz (quadratisch) ansteigt.

    Richtig hingegen ist, dass höhere Frequenzen eine höhere Dämpfung haben. Auch richtig ist natürlich, dass in der Musik Bässe mit riesiger Amplitude verwendet werden, was unterschiedliche Ursachen hat (z.B: Gehör, Wellenlänge)

    Für Interessierte ist hier eine schöne Webseite, wo man sehen kann wie groß der Einfluss von Frequenz, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf die Dämfung sind:
    sengpielaudio.com/Rechner-luft.htm

© delamar.FM