KSK – Die Künstlersozialkasse #270

17. Juni 2014

In dieser Folge geht es um die KSK, das ist die Kurzform für »Künstlersozialkasse«. Warum sollten Musiker überhaupt Mitglied werden? Und wie geht das? Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir Joachim Griebe eingeladen – der Musiker und Auftragskomponist kennt sich wie kein Zweiter mit dem Thema aus, denn er betreibt das rege genutzte KSK-Forum.

Viel Spaß!

KSK – Die Künstlersozialkasse – Podcast #270

Welche Vorteile hast Du bei einem Eintritt als musikalischer Künstler? Sozialkasse ist ein altbewährtes Prinzip, doch wie ist das bei der KSK umgesetzt und was hast Du heute davon? Hier sind die Antworten. Um die Künstlersozialkasse gründlich zu beleuchten, haben wir uns Unterstützung von Joachim Griebe geholt – er bereicherte vor einem Jahr schon einmal unsere Runde. Der Hamburger Musiker und Komponist betreibt das KSK Forum und ist somit Tag für Tag involviert in alle Belange der Künstlersozialkasse.

Beiträge, die KSK-Versicherung im Kleingedruckten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der KSK und was sonst noch wichtig ist, erfährst Du in diesem delamar Podcast. Außerdem klären wir, inwiefern der Beruf des Audio-Engineers ein künstlerischer Beruf ist und ob Tonstudios KSK-Abgaben entrichten müssen.

Die Folge wird in zwei Teilen ausgestrahlt. Hier ist der erste und übernächste Woche gibt es den zweiten Part zum Thema Künstlersozialkasse.

Antworten

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6 Kommentare

bei “KSK – Die Künstlersozialkasse #270

  1. Liebe Hörer von delamar .

    Gerne helfe ich ich Euch . Schreibt mich direkt an: griebe {ät} onlinehome.de

    Noch einmal : Ich bin kein Anwalt , bezahlter Berater oder Versicherungsvertreter. Ich bin Musiker und seit über 20 Jahren auch über die KSK pflichtversichert.
    Ich mache das „ehrenamtlich“ und helfe Kollegen die Probleme mit der KSK haben, aber auch denen die ohne jegliche Krankenversicherung sind (ich bemühe mich).
    Liebe Musiker, bitte informiert Euch so ausführlich wie möglich über die KSK.

    LG Joachim Griebe

  2. Was ich nicht so ganz verstehe ist das mit der Pflichtversicherung, das die KSK ein Gesetz sei.
    Wenn ich bezüglich aller Kriterien also nachweisbar Künstler und selbstständig bin, bisher aber nicht krankenversichert, MUSS man dann in die KSK ???

    Folgendes sehe und frage ich unter den Aspekten von Geringverdienern:

    Sozialversicherungsbeiträge etc. ist ja ohnehin das Thema akuten Geldmangels unter gering verdienenden Selbstständigen und nicht nur von Künstlern an sich.
    Alleine aber schon von Gewinn! (nicht Umsatz) bei gering verdienenden Selbstständigen zu reden, geht meiner Erfahrung nach doch ein wenig an der Realität vorbei.

    Umsatz wird doch meistens von den Fixkosten verschlungen und da bleibt fast nichts, was man tatsächlich noch als (nennenswerten) Gewinn deklarieren könnte.
    Wenn, dann wird doch üblicherweise tatsächlich erwirtschafteter Gewinn! als Rücklage für schlechte Monate zurückgelegt , um konstante Kosten decken zu können oder sich überhaupt mal etwas wie z.B. einen kleinen bescheidenden Urlaub oder eine neue Waschmaschine etc. gönnen zu können.

    Bei Geringverdienern verhält es sich doch eher so, das diese selbst nicht einmal die 3900 € an Gewinn aufbringen können, um von der KSK aufgenommen zu werden… sofern ich das insofern richtig verstanden habe, das diese 3900 € Minimalvoraussetzung wären.
    Wie verhält es sich da mit der KSK und gering verdienenden selbstständigen Künstlern, die also keine, bzw. deutlich unter 3900 € Gewinn erwirtschaften ?

    In der Regel geht man dann doch z.B. als Geringverdiener über Aufstockung durch Arbeitslosengeld 2 (sofern das als Selbstständiger überhaupt möglich ist) doch aber auch automatisch in eine gesetzliche Krankenkasse. Fragen hierzu:
    A- verhält es sich tatsächlich so ?
    B- Kann ich wenn möglich, über Bezug/Aufstockung von Arbeitslosengeld 2 auch die KSK als „Krankenkasse“ wählen ?
    C- Wenn ich mir so die Problematiken und das ganze Hin und Her-Hickhack mit der KSK anhöre, dann ist es doch als Geringverdiener mit Bezüge durch ALG 2 nicht wirklich empfehlenswert, die KSK zu wählen und sich doch besser für eine „richtige“ gesetzliche Krankenkasse zu entscheiden, oder ?

  3. Lieber Gast ! Noch mal mein Angebot . Melde Dich bei mir dann telefonieren wir mal in Ruhe . Du hast hier sehr wichtige Fragen gestellt .( gerade betr. der 3900 Euro Regelung) Ich bitte aber um Verständnis das bei einem so komplexen Thema hier nicht der Platz ist um das befriedigend zu beantworten . LG Joachim

    • Felix Baarss Jun 18, 2014

      Joachim, Du bist einfach der Wahnsinn! Tausend Dank für dein Engagement und die schnellen Reaktionen auf das Feedback unserer Hörer/Leser. Ich gehe davon aus, dass ich hiermit (wiederholt) für das ganze Team von delamar spreche. :) Wir kennen uns noch nicht, aber ich habe verfolgt, wie leidenschaftlich Du für die Angelegenheiten von Musikern eintrittst.

      Beste Grüße und gutes Gelingen bei allem,
      Felix von delamar

  4. Die KSK ist schon eine echte- und im besten Falle nicht nur günstige, sondern auch ehrliche und tatkräftige Alternative.
    Hier gibt es auch nicht weniger oder mehr so genannten „Hickhack“ um Leistungen und Service, als bei jedweder anderen Krankenkasse auch. Ich würde sogar behaupten, ganz im Gegenteil.

    Hauptberuflich Freiberufler und Selbstständige (wie Meinereiner), vorerst ganz gleich welcher Zuordnung wirtschaftlicher Verhältnisse- und wie „Gast“ schon ganz richtig beschrieben hat, sind kräftige Margen ein leider zu selten erfreuliches Ereignis, zahlen aber in jeder Gesetzlichen (GKV) erst einmal den Höchstbeitrag, was alleine schon eine unverschämte Frechheit ist.
    Ich möchte zwar keine elementare Debatte lostreten, aber ich kann JEDEM nur anraten:“ Selbstständigkeit ? Überlege Dir das 100xMal- und danach noch 2xMal. Dafür muss man geboren und Überlebenskünstler sein !

    Für Freiberufler und Selbstständige gibt es zwar auch einen verlockend äußerst günstigen Mindestbeitrag von jährlich nur 921 Euro in den GKV`s, wenn man allerdings auf Lohnfortzahlung/Krankengeld verzichtet- was sich letztlich aber auch konsequent auf die Altersrente auswirkt und letztlich auch nicht der Sinn der Sache und Gelbe vom Ei sein kann, denn Krankengeld ist der wesentliche Aspekt einer zumindest befristeten Berufsunfähigkeit !
    Als Unternehmer unterliegt man stetig schwankenden Einkommen und als Künstler unterliegt man ohnehin oft auch nicht-konstanten Einkommen und ist auch stark von Saisons abhängig.
    Die KSK ist dahingehend schwankender Einkommen sehr viel flexibler und auch ohne Zweifel eine echte Alternative vor allem auch zu den Privaten !

    Ich stimme „Gast“ zu, das 3900 Euro für „Geringverdiener“ mit monatlich summa summarum 325 Euro sicherlich keine konstante Marge sein mag aber ehrlich gesagt, sollte das Ziel einer Selbstständigkeit dann konsequent in Frage gestellt sein, wenn man über einen längeren Zeitraum einen solcher Gewinn in seiner Konstante nach Abzug aller Fixkosten nicht erwirtschaften kann !
    Wenn man nach Abzug aller Kosten alles gegenrechnet, wie zum Beispiel seine Arbeitskraft und Arbeitsstunden/Stundenlohn und im Endeffekt noch nicht einmal 325 Euro Gewinn monatlich erwirtschaften kann, der sollte sich seine Selbständigkeit sehr sehr intensiv überdenken. Die „gewonnene Freiheit“ sein eigener Chef zu sein, steht somit nicht gerade im richtigen Verhältnis dazu, für das bisschen Geld Sklave seiner selbstständigen Tätigkeit zu sein !

  5. Lieber Mex ! Vielen Dank für die Punkte die Du angesprochen hast . Gerade was die Problematik der “ Selbstständigkeit “ betrifft . Ja nicht einfach , wem sagst Du das . Vielen Dank auch für Deine Informationen zu den “ Höchst – oder Grundbeträgen “ ….LG Joachim .

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