Drums Recording & Mixing Special / Samplingrate #54

23. Februar 2010

In der heutigen Episode haben wir ein kurzes Drums Recording & Mixing Special zum Thema. Wir hatten vergangene Woche einige typische Homerecording-Aufnahmen eines Schlagzeugs herausgegeben und besprechen heute das Recording und wie wir diese Spuren beim Abmischen bearbeitet haben.

In den News haben wir heute eine eher traurige Nachricht und bei den Hörerfragen geht es um die „Reine Stimmung“, wie man WAVs komprimieren kann, ein Programm zur Verwaltung von Audiodaten und wie sich der Unterschied zwischen 44 kHz und 48 kHz bzw. 16-bit und 24-bit bemerkbar macht.

Drums Recording & Mixing Special / Samplingrate #54

Vorneweg möchten wir uns wieder bei allen delamari bedanken, die sich im Live-Chat eingefunden haben, um mit uns über die aktuellen Themen zu diskutieren und mit ihren Kommentaren zu bereichern. Unser besonderer Dank geht in dieser Woche aber auch an die delamari, die so mutig waren, uns ihre eigenen Drum-Mixe für den Podcast zur Verfügung zu stellen und sich unsere Anregungen anhören wollen. Danke auch an alle, die ihre Drum-Mixe eingesandt haben, aber nicht mehr im Podcast untergekommen sind, weil kein Platz mehr war oder weil ihre Mixe zu spät (heute) kamen. Vielleicht das nächste Mal :)

Und das hier sind die Themen, die wir in diesem delamar Podcast besprechen:

 

News: Freiherr von Gravenreuth begeht Selbstmord
Wir sprechen über den Freitod des Abmahnanwalts und über die möglichen Beweggründe. Es geht um die vielen Abmahnungen, die er im Laufe seiner Karriere herumgeschickt hat und wie es zu seiner Haftstrafe gekommen ist.

 

Drums Recording Special

In unserem Special-Teil beginnen wir zunächst mit einer Begutachtung und Analyse der vorliegenden Drumaufnahmen und erklären, wie diese zustandegekommen sind. Wir besprechen, warum es sich bei diesen Drumaufnahmen um eine ganz typische Qualität eines Homerecording-Tonstudios handelt und was sich noch hätte besser machen lassen.

Wir sprechen über die Qualität der verwendeten Mikrofone und den Eindruck, den die Aufnahmen auf uns hinterlassen haben. Es geht um Punch, Gummi und den nötigen Druck im Spiel des Drummers.

 

Drums Mixing Special

Im zweiten Teil unseres Drums Recording & Mixing Specials sprechen wir über das Abmischen der vorhandenen Drumaufnahmen. Wir reden über die richtige Verwendung eines Gates und wie es zu Problemen mit den so genannten Ghost Notes kommen kann. Du erhältst weitere Tipps zur Verwendung von Panning, Equalizer und Kompressor für deine eigenen Mischungen.

Im weiteren Verlauf des Podcasts spielen wir unsere eigenen Mixe vor und vergleichen die Unterschiede in der Technik – und vor allem dem Geschmack. Zudem spielen wir einige Mixe vor, die von unseren Podcast-Hörern abgemischt wurden und geben dir Tipps, was sich an diesen noch verbessern liesse.

Hier sind unsere Mixe (95 MB).

 

Tipp der Woche

Irgendwie haben wir diese Woche geschafft, gleich zwei Tipps zu geben. Im ersten erfährst Du, wie Du einen Bass und eine Kick Drum miteinander verschmelzen kannst und der zweite Tipp liegt auf der Hand – aber hör einfach selbst.

 

delamar Hörerfragen

Bei den Hörerfragen hatten wir selten eine solche Bandbreite bisher erreicht.

  • Wie kann ich eine „Reine Stimmung“ berechnen/machen?
  • Wie kann ich WAVs komprimieren für geringere Dateigrösse?
  • Sind die Unterschiede zwischen 44 kHz und 48 kHz bzw. 16-bit und 24-bit hörbar?
  • Welches Programm kennt ihr zum Verwalten von Audiodaten?

 

Du siehst, es erwartet dich ein überaus spannender und interessanter delamar Podcast. Übrigens sei hier angemerkt, dass die Tipps & Tricks zum Drums Recording & Mixing durchaus auch für elektronische Musiker interessant sein dürften.

Ich wünsche dir viel Spass beim Hören dieser 54. Episode des delamar Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte!

Antworten

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5 Kommentare

bei “Drums Recording & Mixing Special / Samplingrate #54

  1. HILFE! Halbwahrheiten….!

    Bin erst jetzt zum Anhören dieses Podcasts gekommen, aber an einer Stelle haben sich meine Fußnägel etwas nach oben gerollt, sodass ich mir einen verspäteten Kommentar nicht verkneifen kann. Vielleicht wurde aber auch schon im Chat während der Sendung etwas dazu gesagt, dann vergesst einfach, was ich hier schreibe.

    Es geht um die Kompression von WAV-Files (für AIF gilt das gleiche…). Man unterscheidet zwei verschiedene Arten der Kompression: „Lossy“-Verfahren einerseits und „Lossless“-Verfahren andererseits. Soweit so gut.

    Zur ersten Kategorie gehören mp3, m4a mit AAC (Advanced Audio Coding, mp4) codiert, ogg und andere. Ein kostenloses Programm zum erstellen solcher Dateien wäre z.B. auch iTunes oder das kostenlose Programm „Max“ für den Mac (nicht zu verwechseln mit MAX/MSP!!!). Bei diesen Verfahren werden psychoakustische Eigenarten des menschlichen Gehörs ausgenutzt, um Informationen aus den Aufnahmen zu entfernen, die man angeblich sowieso nicht hören kann. Deswegen „lossy“.

    Lossless-Komprimierung erreicht man z.B. mit gängigen Kompressions-Tools wie zip, rar oder 7z, mit denen sich auch jedes beliebige andere Dateiformat komprimieren lässt. Für die Audio-Komprimierung sind diese Formate allerdings eher ungeeignet, da sie die Dateigrößen selten auf unter 90 % ihrer ursprünglichen Größe bringen.

    Für die verlustfreie Audio-Kompression wurden daher andere Systeme entwickelt, wie z.B. der Apple Lossless Codierer (ebenfalls als .m4a oder im Core-Audio Format .caf), der vermutlich im Beitrag gemeint war, oder der freie Open-Source-Codierer FLAC (Free Lossless Audio Codec). Der Vorteil dieser Kompressoren ist, dass sie je nach Audio-Material Kompressionsraten von 50 % und sogar mehr schaffen können, dabei aber eben verlustfrei bleiben, d.h. keine Audio-Informationen verloren gehen. Aus diesen Formaten lassen sich also problemlos wieder die ursprünglichen Formate WAV oder AIF herausrechnen, was aber eignetlich nicht erforderlich ist, da moderne DAWs und Audio-Player mit diesen Formaten umgehen können.

    Hier mal eine Seite mit einem Vergleich verschiedener Lossless Codierer:

    http://members.home.nl/w.speek/comparison.htm

    Wenn man sein Zeug archivieren, dabei aber Platz sparen will, sind solche Lossless-Formate durchaus einen Blick wert. Man sollte sich nur darüber Gedanken machen, welches Format vielleicht auch in 10 Jahren noch gelesen werden kann…

    • Carlos Mrz 16, 2010

      Hallo Olaf und vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Jetzt ist die Aufzeichnung dieses Podcasts schon etwas länger her, aber inhaltlich würde ich dir jetzt einfach mal zustimmen. Ich meine mich zu erinnern, dass wir dasselbe wie Du sagten, wenn auch nicht so ausführlich und gut zusammengefasst :)
      Im Übrigen ist dein letzter Satz der wirklich wichtigste für alle, die ihre Musik dauerhaft speichern müssen. Wir dürfen gespannt sein, wie lange sich aktuelle Formate am Markt halten werden.

  2. Im Beitrag meinte jemand, dass AAC ein Lossless-Code sei, der die Dateigrößen um die Hälfte reduziert. AAC wird aber für mp4-Audio (.m4a) verwendet und das ist genauso lossy wie mp3, soll aber qualitativ hochwertiger sein. Genauer gesagt, bei gleicher Bitrate gegenüber mp3 besser klingen, weil es „bessere“ Algorithmen zur Kodierung verwendet…. (Audioesoterik???)

    Gemeint war der Apple Lossless Code und der heißt nicht AAC sondern einfach nur Apple Lossless. Als Dateiendung kommen z.B. auch .m4a oder .caf in Frage. Weil dieser Codec eben „lossless“ ist, werden die Dateien nicht so stark verkleinert, dafür bleibt die Qualität des Originals komplett erhalten.

    Allen Mac-Usern möchte ich hier noch mal den Container .caf (Core Audio Format) ans Herz legen. Es könnte auch gut sein, dass sich CAF-Files unter Windows verwenden lassen, wenn der Quicktime Player 7 installiert ist. Auf einen Versuch käme es an…

    Innerhalb eines CAF-Files lassen sich diverse Codecs verwenden, u.a. von 64Bit Linear-PCM (24 Bit und 16 Bit sowieso) über AAC bis Apple Lossless. Ein riesengroßer Vorteil gegenüber z.B. AIF und WAV (ausgenommen Broadcast-WAV) ist, dass zusätzliche Meta-Daten gespeichert werden können und die Dateigröße nicht auf 4GB begrenzt ist. Die Apple-Loops aus Logic 8 und 9 bzw. den Jam-Packs liegen mittlerweile alle als CAFs vor.

    In Logic 9 kann man als Standard Speicherformat auch CAF einstellen, statt AIFF, was ich ebenfalls sehr empfehlen kann. Wer schon mal Probleme mit korrupten AIF-Dateien bei Aufnahmen hatte oder stundenlange Aufnahmen in 24 Bit/192kHz machen will, findet hier eine Lösung.

  3. Und noch eine Ergänzung zur Frage der Abtastrate und Bittiefe bei digitalen Audiosignalen.

    Über die Bittiefe ist alles gesagt aber mit der Abtastrate muss man das vielleicht doch etwas differenzierter sehen. Ich habe den Artikel, von dem die Rede war, nicht gelesen, aber ich gehe mal davon aus, dass dort für die Hörtests fertig abgemischtes und produziertes Material verwendet wurde, was eben einmal mit 48 und einmal mit 96 kHz ausgegeben wurde. Dass man hierbei nicht unbedingt einen Unterschied feststellen kann, ist durchaus vorstellbar, aber auch das hängt möglicherweise von der Qualität der Abhöre ab. Es soll auch Lautsprecher geben, auf denen man zwischen 128 kbit/s-mp3 und Raw-PCM keinen Unterschied hören kann…

    Was man aber sicher nicht vernachlässigen kann, ist die Tatsache, dass wir es bei der _Musikproduktion_ 1. mit mehr als nur einer einzelnen Stereo-Spur zu tun haben und das 2. bei der Generierung von Sounds aus Software-Synthesizern oder der Aufnahme externer Schallquellen bei höherer Auflösung ein differenzierteres Bild des Originals entsteht. Diese zusätzlichen Informationen bieten dann im weiteren Verlauf einer Produktion den verwendeten digitalen Effekten (vor allem Hall) wiederum die Möglichkeit differenzierter und „genauer“ zu arbeiten. (Dies trifft natürlich nicht zu, wenn ich in einer 96 kHz-Produktion 44,1 kHz-Samples aus einem Sampler verwende oder 44,1 kHz-Impulsantworten in einem IR-Hallgerät.)

    Mehr Samples pro Sekunde heißt erstmal nur, dass die digitale Wellenform dem analogen Original immer ähnlicher wird. Bei der Rückwandlung von digital zu analog werden die „Zwischenwerte“ zwischen zwei diskreten Samples durch mehr oder weniger geschickte Interpolation berechnet. Je mehr Informationen also vorhanden sind, desto weniger Berechnungsfehler können entstehen. Je mehr Spuren ich nun in einer Produktion einsetze, desto mehr Fehler können entstehen, die sich am Ende vielleicht doch hörbar aufsummieren, wenn die Abtastrate zu niedrig ist.

    Die zusätzlichen Informationen gehen allerdings auch immer zu Lasten der Speicherkapazität und der System-Performance, was sicher auch nicht zu vernachlässigen ist. Wer die Möglichkeit, sprich ein ausreichend ausgebautes System, hat, sollte es aber ruhig mal testen, eine Produktion mit 96 (oder 88,2) kHz zu fahren und erst beim Ausspielen auf 48 oder 44,1 kHz runterrechnen lassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man da einen Unterschied hören kann, eine entsprechende Abhöre und ausreichend komplexes und umfangreiches Material vorausgesetzt.

    Aber vielleicht ist auch das alles nur Audio-Esoterik… Wenn man sich ansieht, dass manche Leute Musik über Mobiltelefon-Lautsprecher anhören, braucht man sich über 96 kHz nun wirklich keine Gedanken zu machen. Hört eh keiner! Nichtmal mein Hund ;-)!

© delamar.FM