Typische Fehler beim Arrangieren #336

19. Januar 2016

Nicht zuletzt durch ein gelungenes Arrangement von Musik kann man als Songwriter und Produzent sein Können unter Beweis stellen. Diese Folge für Musiker und Musikbegeisterte dreht sich um typische Fehler beim Arrangement von Musikstücken. Welche es warum zu vermeiden gilt, erfährst Du hier im delamar Podcast.

Podcast #336 – Typische Fehler beim Arrangieren

Carlos hat sich kürzlich dabei ertappt, dass er in früheren Produktionen fast alle Spuren in doppelter oder gar dreifacher Instrumentierung erklingen ließ. Klar, dass das oft zu einem zu dichten Mix führt, der sich kaum noch vernünftig handhaben lässt.

Ein gutes Arrangement ist eben oft die Grundlage für einen guten Mix, verrät Matthias denn auch gleich im Anschluss. Sein Problem war hingegen der Abwechslungsreichtum in der Dramaturgie eines kompletten Songs. Und schließlich Marias Appell: Versuche nicht krampfhaft, aktuelle Stilmuster in deine Produktionen einfließen zu lassen! Das klingt (später) immer nach Gimmick.

Und nun freuen wir uns auf deine Tipps. Wovon sollte man beim Songwriting und beim Arrangement die Finger lassen? Gespannt wie Flitzebogen: dein Team von delamar.

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6 Kommentare

bei “Typische Fehler beim Arrangieren #336

  1. Slashgad Jan 20, 2016

    Also heute stimme ich Maria mal ausnahmsweise nicht zu. Klar, wenn man seinen eigenen Songs einfach irgendwelche gerade modische Tweaks aufpfropft, dann kommt das natürlich nicht so gut.

    Aber andererseits lebt Musik doch davon, dass sich verschiedene Einflüsse verbinden. Ist es nicht immer fruchtbar war, sich von neuen Ideen inspirieren zu lassen und sie in seine eigenen „Werke“ zu integrieren?
    Wenn ich dagegen eine Band habe, die für eine bestimmte Musikrichtung steht, muss ich damit natürlich vorsichtig sein. Aber als freier Bastler, der daheim an seinen Tracks rumschraubt, habe ich doch alle Freiheiten.
    Und was macht es, wenn irgendetwas wieder aus der Mode kommt. Deswegen kann ich doch immer noch zu meinen alten Tracks stehen! Natürlich würde man sie heute anders machen, aber daran sieht man ja auch die eigene Entwicklung.

    Was mir im Moment bei meinen Sachen auffällt, ist, dass ich dazu tendiere meine Tracks zu überladen (ähnlich wie Matthias es sagte). Man hat heute so viel tausend Sounds auf seinem Rechner und so viele Instrumente – da muss ich echt aufpassen, dass nicht zu viele verschiedene davon in ein Arrangement wandern. Das kommt nämlich nicht gut. Die Sachen, die da sind, müssen gut zusammenpassen, ihre Funktion im Arrangement übernehmen und verschiedene Frequenzbereiche abdecken: Schlagzeug, Bass, Gitarren, Keyboards und Melodie. Je nachdem halt. Auch hier gilt wohl der alte Satz: Weniger ist mehr!

    Grundsätzlich gibt es zwei Arten, wie man verschiedene Stimmen bzw. verschiedene Instrumente im Arrangements anordnen kann: Die eine ist, dass die Stimmen parallel zueinander verlaufen, die andere Möglichkeit ist die komplementäre Anordnung. Parallel brauche ich glaube ich nicht zu erklären und was „komplementär“ ist, habt ihr ja auch erwähnt: Wenn ein im Instrument spielt und viele Noten hat, dann hat das andere Pause oder lange Noten. Das ist für mich eines der wichtigsten Prinzipien beim Arrangieren; auf das man immer besonders achten sollte.

    VG von SLASHGAD

  2. Slashgad Jan 20, 2016

    kleiner Nachtrag:

    In CUBASE gibt es zum Probieren von verschiedenen Ideen ja die sogenannten TRACK VERSIONS, mit denen man auf einer Spur verschiedene Variationen erstellen kann. Und dann noch den Arranger-Track, um verschiedene Songabläufe ausprobieren zu können. Beides sehr, sehr nützlich.

    In STUDIO ONE 3 sind die SCRATCH PADS ein interessantes neues Feature, um alternative Songteile zu entwickeln.

  3. fatman Jan 22, 2016

    „typische Fehler beim Arrangement von Musikstücken“ Von was für welchen Stücksken redet Ihr? Nach dem Podcast scheint es wohl um Rappen, Club, Dub, u.ä. zu gehen. Auf jedenfall um Stücksken, die mit handgespielter Musik wenig zu tun hat.
    Dementsprechend kommen mit die Kommentare mehr wie Bastelanleitungen vor, um coole Sachen möglichst gewinnbringend zu verkaufen.
    Also schlage ich vor, so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu Basteln.
    Gerne hätte ich von diesen Profis etwas über Tonarten, Emotionen, Auswahl von Instrumenten, Anpassen an den Text etc. gehört.
    Für mich sind Songs von den guten alten Beatles aus ihrer Experimentierphase (White Album etc.) richtig gute Beispiele, um gute Arrangements zu hören. Die hatten nie das Problem, gerade aktuelle Trends mit einzubauen, die haben sie gemacht. Und das scheint mir der richtige Weg zu sein.

    • Richtig! Ich kenn mich vor allen Dingen in Rap-Musik aus. Die Musik der Beatles ist aber auch cool….. ! Ein Video auf YouTube hab gesehen, wie Ringo Star auf seine Drum-Patterns gekommen ist! Siehst du hier!
      Genial durch sein Handicap!
      https://www.youtube.com/watch?v=vl9188EPdLI

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