Tonstudio Knigge #124

5. Juli 2011

Heute geht es um das richtige Verhalten im Tonstudio. Was gilt es zu beachten, wenn Du einerseits als Musiker bzw. mit Deiner Band oder andererseits als Produzent/Toningenieur eine Session im Tonstudio abhältst? Wir besprechen das Thema in vielen Facetten und haben wie immer einen Song der Woche, einen Kontrapunkt und die Beantwortung einer delamar Hörerfrage für Dich parat.

Viel Spaß beim Hören der aktuellen Folge!

Tonstudio Knigge #124

Carlos ist im wohlverdienten Urlaub, und so haben wir das Zepter der Moderation an Matthias Oestreich weitergereicht – er ist dem einen oder anderen vielleicht schon aus einem der früheren Podcasts bekannt. Leider konnte der gute Jens »Ich habe nur einen Vornamen« Geilich nicht bei diesem Podcast dabeisein, doch sonst haben wir wieder in gewohnter Besetzung und gutgelaunt für den knapp einstündigen Podcast zusammengefunden.

Wir starten mit der Besprechung so wichtiger Tugenden wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und plaudern über die richtige Einstellung, um einen produktive Session im Tonstudio hinzubekommen. Welche Tricks gibt es, um dem Lampenfieber ein Schnippchen zu schlagen? Und wie sieht es mit essen, trinken und rauchen in den Studioräumen aus?

Du erfährst, wie Du einerseits als Produzent oder Toningenieur, andererseits als Band am besten mit den unterschiedlichen Charakteren innerhalb einer Gruppe von Musikern umgehst, um eine harmonische Atmosphäre zu schaffen und die Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit zu bilden.

 

Song der Woche

delamari Micha Hoppe schickte uns das Stück »Himmelreich« als Song der Woche. Weitere Informationen zu Michael erhältst Du auf soundcloud.com/micha-hoppe/

 

delamar Hörerfragen

Die heutige Frage dreht sich darum, wie man seine Musik im Internet publik macht, ohne gleich eine eigene Webseite betreiben zu müssen. Zudem geben wir Empfehlungen, welche Dienste und Netzwerke sich dafür am besten eignen.

Und nun viel Spaß beim Lauschen der 124. Folge des delamar Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte!

Antworten

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11 Kommentare

bei “Tonstudio Knigge #124

  1. Hi,
    Wie heisst denn das Stück von Tower of Power welches während des Podcasts zu hören war?

    Danke und Gruß

    Toni

  2. Phunkateer Jul 6, 2011

    zur Rubrik „Was habt Ihr gehört?“:

    Sepalot ist der DJ der nicht ganz unbekannten Münchner HipHop Kombo Blumentopf. Das erwähnte „Beat Konducta Bavaria“ gibt’s als Gratis download auf seiner Soundcloud. Gefällt mir auch extrem gut. Einfach googeln…

  3. Carlos Jul 6, 2011

    Liebes Team vom delamar Podcast: Vielen Dank für diesen wundervollen Podcast. Es hat mir viel Spass gemacht, euch zuzuhören :)

    Passiv genießen ist definitiv eine spannende Abwechslung. Fein!

  4. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Jul 7, 2011

    Hallo!

    Zum Thema Drogen im Tonstudio folgendes Wort: Nein, nein, nein!

    Es mag sein, dass derlei Drogen die musikalische Kreativität beflügeln (wobei ich davon nicht ganz überzeugt bin, aber das sei mal dahin gestellt) – im Tonstudio hat das allerdings nichts verloren.

    Es geht ja im Tonstudio eben nicht um die musikalische Kreativität (im Sinne von Komponieren, Texten, Songs gestalten) – es geht vielmehr um das musikalische Handwerk. Und da sind Drogen hinderlich: Stellt Euch mal einen Schreiner vor, der im Suff einen Holzstuhl bauen will … da kann man sich vorstellen, wie der Stuhl am Ende aussieht.
    Bei Musikern ist es nicht anders: Wenn ein vollgedröhnter Musiker im Tonstudio seine Gitarre nicht mehr festhalten kann, nutzt auch die tollste Bewusstseinserweiterung nix mehr. ;-)

    Wer (im Tonstudio) bedröhnt, bekifft, besoffen oder sonstwie zugeknallt sein musikalisches Handwerk darbietet, wird schlecht spielen; es mangelt an Fingerfertigkeit, Tempogefühl, Konzentrationsfähigkeit, Stimmgewalt.
    Das wird dadurch verstärkt, dass man sich überschätzt, wenn man berauscht ist, oder man durch den Drogenschleier nicht mehr richtig wahrnimmt, was man da eigentlich tut. Kurzum: Man spielt schlecht und merkt es nicht mal – im Tonstudio eine tödliche Kombination.

    Natürlich gibt es Ausnahmen von der Regel, beispielsweise Mad Professor, der 1995 ein ganzes Album von MAssive Attack remixte – in seinem eigenen Stil. Da hört man deutlichst heraus, woher Mad Professor seine Inspirationen nahm (nämlich aus dem BTMG ;-) ) – dsa geht da wohl in Ordnung, denn in dieser Musikrichtung is‘ ja eh jeder berauscht: Musiker, Sänger, Produzenten und Hörer. Da passt das dann zusammen. :-)

    Als Gegenbeispiel sei ein Interview der Toten Hosen angeführt, die im Rückblick auf ihre jungen Jahre mal meinten, sie hätten damals ihre Konzerte öfters besoffen gespielt und seien damals voll begeistert gewesen – sie hätten seinerzeit gedacht, dass sie im Suff gute Konzerte spielen.
    Sie hätten dann aber gemerkt, dass solche Auftritte schlecht gewesen seien; sie hätten es halt bloß nicht gemerkt, weil sie sich und den ganzen Auftritt durch den Alkoholrausch überschätzten hätten.

    Ich kann es nicht verstehen, wie Leute im Tonstudio meinen, sich zudröhnen zu müssen. Dadurch wird man nicht besser, man glaubt das nur – in Wirklichkeit kann man nichts mehr, überschätzt sich aber. Böse!

  5. christian schneeberger Jul 10, 2011

    drogen!? why not?

    was unterm strich rauskommt zählt

    so – turn up the bass!!!

  6. Thomas "thommytulpe" Nimmesgern Jul 12, 2011

    Hallo!

    Entscheidend ist, was hinten rauskommt – wohl wahr.
    Ich seh‘ allerdings das Problem, dass man im berauschten Zustand gar nicht beurteilen kann, ob das, was man da grad macht, gut ist – „gut“ meint dabei vor das Handwerkliche, nicht so sehr das Künstlerisch-Kreative (da nenn‘ ich nochmal das Beispiel mit der Gitarre, die man im Suff kaum halten kann, auch wenn man dabei meint, das tollste Solo der Welt zu spielen).

    Wenn am Ende doch eine gute Produktion rauskommt, dann ist das gut – dann aber trotz Drogen, nicht wegen Drogen.

    Nichtdestotrotz geb‘ ich Dir recht: BASS! Wir brauchen BASS! :-)

  7. christian schneeberger Jul 12, 2011

    Hallo Thomas!

    Hast natürlich recht, wenn dann trotz Drogen und nicht wegen Drogen.
    Hab ich eh so gemeint.

    so – turn up the volume!!!!!

  8. Stefan Bode Jul 13, 2011

    Jo, generell wird’s eher so gehandhabt, dass es NACH dem Rausch ins Studio geht, aber ganz bestimmt nicht immer…
    Und das Drogen definitiv die musikalische Kreativität beflügeln ist ja wohl mehr als hinreichend belegt.
    Siehe: The Who, The Small Faces, Falco (bzw. T>>MA), Beatles, Fred Astaire, Johnny Cash, Rimal Scream, Dimple Minds, Fatboy Slim, Rob Gee, 3 Steps Ahead, C.J.D., DJ Duro, Missy Elliot, Moby, Bone Thugs N‘ Harmony, The Streets, Warrior Soul, Paul Oakenfold, Roland Kaiser, Alastis, Kansas Joe and Memphis Minnie, Slim & Slam, Dilinger, Bob Marley, Louis Armstrong, Cap Calloway, Die Toten Hosen, Böhse Onkelz, Heinz Rudolph Kunze, BOTS, Die Schröders & gefühlte 99,98% der Rap- Happy Hardcore- und Eurodanceszene, um nur einige wenige zu nennen.

    Ausserdem wurde allein hier im Podcast ja wohl schon oft genug der bierbefüllte Kühlschrank im Proberaum (in dem ja nicht nur geprobt, sondern auch komponiert wird) erwähnt.

    Grüße aus Bremerhaven,
    Bodonator

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