Songwriting: Die eigenen Songs analysieren #311

7. April 2015

Es folgen eine Menge Gedankenanstöße zum Songwriting – Hilfe zur Selbsthilfe, wenn es heißt, die eigenen Songs zu analysieren, nachdem Du sie im Groben fertiggestellt hast. Oder schon währenddessen. Arrangement, Melodie, Kontrastierung, Text und Botschaft und und und. Viel Vergnügen mit dieser Episode des delamar Podcast!

Podcast #311 – Die eigenen Songs analysieren #311

Einige Arrangements funktionieren besser als andere, also lohnt es sich, die Struktur des Songs grundsätzlich in Frage zu stellen. Hier gilt wie überall: Du musst die Regeln kennen, um sie dann zu brechen. Was die Melodie betrifft, kannst Du dich fragen, ob man sie einfach pfeifen oder nachsummen kann – ist sie ein Ohrwurm? Ein Tonhöhenumfang von zwei Oktaven könnte zu klein sein. Passt die Phrasierung? Sind die Songteile unterschiedlich genug? Gibt es genug Kontraste aus schnell/langsam und dicht/sparsam?

Sitzen die Lyrics richtig oder gibt es zu viele/zu wenige Silben? Schmeiße Überflüssiges raus, konzentriere dich stärker auf die Essenz! Ist der Blickwinkel auf das Thema neu und anders als die gewohnte Perspektive? Was soll die Grundaussage sein und transportiert der Song diese? Packt dich schon die erste Zeile oder macht sie neugierig? Hast Du eine Hook und ist sie schmissig genug?

Was sind die Fragen, die Du in der Selbstanalyse stellst? Gespannt wie Flitzebogen: dein Team von delamar.

Antworten

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2 Kommentare

bei “Songwriting: Die eigenen Songs analysieren #311

  1. Wie sehr Maria Recht hat, wenn sie sagt, dass man alles im ersten Moment der Kritik als „so gemeint“ abtut! Geht mir jedes Mal so, deswegen ein sehr guter Tipp von euch, ein paar Tage zu warten, bis man Ideen weiterzeigt und dann mit der Kritik arbeiten :-)

  2. Claudia R Mai 10, 2016

    Ja, Text und Melodie fließen – dann aber zu redundant vor sich hin. Das passiert leicht, wenn man sich gleich bei dem Einfall einer ersten Zeile oder bei mir meist der Chorus hinsetzt und dann irgenswie weiter wurschtelt ohne dass was passiert. Meine gelungensten Songs beginnen im Kopf zwar gleichzeitig mit Text und Melodie; aber die gesamte Struktur, ihre unterscheidbaren Teile (Chorus muss herausstechen) stehen fertig vor meinem geistigen Auge und Ohr. – Also erst schreiben, wenn der fertige Song dich antreibt. Sonst bleibt es ein gleichbleibender Rap (Sprechrythmus) mit irgendeinem Beat.

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