Klangfärbung bei Mikrofonen / Mehr Vinylverkäufe / Mehr Transparenz bei der GEMA #15

26. Mai 2009

Wir hatten in diesem delamar Podcast für Musiker wieder eine Menge Themen für Euch. Totgesagte leben länger: Die Absatzzahlen der alten Vinylscheibe steigen wieder, Liebhaber greifen wieder zur Schallplatte. Klangfärbung bei Mikrofonen: Muss es wirklich das Röhrenmikrofon sein? Im Tipp der Woche besprechen wir das Entfernen von Klicks aus Audiomaterial. Wir sprechen über die Petition für mehr Transparenz bei der GEMA und und und…

Die aktuelle Folge dauert etwa 58 Minuten und ist 63 MB groß.

Klangfärbung bei Mikrofonen / Mehr Vinylverkäufe / Mehr Transparenz bei der GEMA

Von allem etwas und dann noch ein bisschen mehr. Die Themen für diese 15. Episode des delamar Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte decken ein weites Spektrum ab. Von aktuellen Entwicklungen voller Nostalgie bis zu aktuellen Petitionen, die die Menschen bewegen.

Vinylverkäufe steigen wieder

Eine erstaunliche Meldung aus dem „Spiegel“ besagt, dass die Vinylverkäufe im Jahr 2008 angestiegen sind. Wir sprechen über Schallplatten aus Vinyl im DJ-Koffer, über nostalgische Erinnerung, die Wertigkeit von modernen CDs und welche technischen Nachteile eine Vinylpressung.
Überlebt das Vinyl noch die CD?

Meldung auf Spiegel | Mehr Info | Und mehr

 

Klangfärbung bei Mikrofonen

Klangfärbung bei Röhrenmikrofonen ist das zweite Thema dieses Podcasts. Wir diskutieren, ob eine Klangfärbung durch Röhren notwendig für die Musikproduktion und das Recording ist oder ob das alles als Marketing-Esoterik abgestempelt werden muss. Über technische Finessen, Brauner und Neumann Mikrofone und Talent vor dem Mikrofon.
Weitere Info Mikrofone | Löten | Studio Mikrofone

 

Tipp der Woche
Wie entferne ich Klicks und kurze Knackser aus meinen Aufnahmen? Wir verraten Dir drei unterschiedliche Wege, um Knackser und Klicks aus Deiner Wave zu entfernen.
Bei Schallplatten | Kostenloses Tool dafür

 

Petition Mehr Transparenz bei der GEMA

Weil es uns alle angeht und delamar-Leser Joe Lamek uns nochmals drauf hingewiesen hat, besprechen wir diese Petition, die mehr Transparenz bei der GEMA fordert. Es fehlen eine Menge Stimmen, also nichts wie hin und unterschreiben. Die Petition fordert unter anderem verständliche Geschäftsbedingungen, größtmögliche Transparenz, Änderung der Beitragberechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter und die Offenlegung und Vereinfachung der Berechnungsgrundlagen zur Auszahlung der Künstlertantiemen.

Mehr Transparenz bei der GEMA

Und jetzt viel Spaß beim Hören von 58 Minuten delamar Podcast für Musiker und Musikbegeisterte!

Antworten

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind mit * markiert

5 Kommentare

bei “Klangfärbung bei Mikrofonen / Mehr Vinylverkäufe / Mehr Transparenz bei der GEMA #15

  1. messju Mai 27, 2009

    Eine der besseren und damit eine ganz besonders wertvolle Folge von Delamar. Vielen Dank dafür! Insbesondere, wenn ihr selbst kontrovers und kritisch werdet in eurem Podcast, dann werdet ihr herausstechend interessant. News sind toll, doch Meinungen sind super!

  2. Zum Thema Vinylverkäufe möchte ich aus MEINER Sicht doch mal etwas Anmerken… ich bezweifle nämlich das die Vinylverkäufe immens gestiegen sind. Zumindest in meinen Genre Soul, Funk, BigBeat, Dopebeats oder Breaks ist dem nicht so. Da glaube ich auch nicht das Jazz, im Gegensatz zum Vorjahr, um 89% im Vinylverkauf gestiegen ist.
    Marc erwähnte die Aussage von DJ CrazyCuts, welcher ein guter Freund von mir ist (wie klein die Welt ist, delamar scheint mir mittlerweile um die Ecke zu sein;-).
    Wir haben uns auch schon des öfteren über die Vinyl vs. Digital Thematik im DJ Sektor unterhalten. Crazy ist und bleibt Vinyl Konsument, auch aus dem Grund sich von neuen Technologien nicht zu stark beeinflussen zu lassen, oder sich damit auseinander zu setzen. Seine DJ Fähigkeiten sind auf einem Level wo es eigentlich auch keiner Frage bedarf mehr Vorteile der digitalen Welt zu nutzen, auch wenn dadurch neue DJ Mixtechniken möglich sind. Obwohl Crazy genau wie ich ein DJ der alten Schule ist (& die wettern gerne gegen DIGITAL, zumindest Turntablism DJs), habe ich Im Gegensatz zu Crazy mir RaneSerato zugelegt um im Studio die Möglichkeit zu nutzen jeden Sound scratchable zu machen, bin dann aber später auch mit Serato auflegen gewesen. Nicht um weniger Vinyl zu schleppen! Meiner Meinung nach hat jeder DJ der unmengen an Vinyls schleppen musste etwas Falsch gemacht. Da stimmte dann die Selektion für den Abend nicht ganz. Immer „alles“ dabei zu haben scheint mir da das Problem… das beruhigt viele DJ Seelen! Ob das notwendig ist bezweifle ich und ob darin der größte Vorteil von Digital DJing liegt auch.
    Es geht doch darum welche Sozialisation DJs heute unterliegen. Wer gleich mit Digitalen Systemen aufwächst und die Unterschiede beim Auflegen zu Vinyl nicht erfahren hat, wird später nicht zu Vinyl übergehen. Wer Turntablist werden möchte, weil scratching und beatjuggling ihn faszinieren wird wiederum im Vinyllager stehen. Doch das sind wie gesagt individuelle Entwicklungen.
    Für mich muss ich sagen, dass ich beim Auflegen von mp3s ganz schnell vermisst habe jedes Cover zu kennen (ich sag nur taggen als Mehrarbeit!), oder nicht in meinem Plattenregal zu stöbern sondern mit Suchfunktionen Tracks zu finden. Da fehlt mir ein Zufallsfaktor der mich immer inspirierte. Oder etwas real anzufassen sollte der DJ von morgen nicht unterschätzen. Denn etwas „begreifen“ liegt dem Menschen mit seinem haptischen Wahrnehmungssystem. Auch Vinyl digging hat für mich einen sehr hohen Mehrwert, mp3s anhören, kaufen und auf Festplatte ablegen schmälert den Wert… wie offt lief mir der Schweiß am Rücken runter weil das Geld im Plattenladen nicht reichte und dann immer hart selektiert werden musste welche Vinyls mit nach Hause getragen werden und welche im Laden blieben. Das ist aber der Zahn der Zeit, ist halt vieles schnelllebiger geworden und bietet neue Wege und Möglichkeiten sich damit zu beschäftigen. Wer sie wie nutzt, weiß jeder selbst am Besten ;-)

  3. Marc Weissenberger Mai 28, 2009

    HI Mario,
    Du hast absolut Recht, dass die MP3s auf Serato easier zu handeln sind. Allerdings hab ich Crazy auch schon am serato gesehen :-)
    Meine Aussage bezog sich hier hauptsächlich darauf, dass es immer noch ne Menge Tracks gibt, die nicht digital released werden und manche DJs konzentriert nach diesen Vinyls suchen. Nicht zu vergessen, gerade bei Hip-Hop Samples in Hip Hop Produktionen legen einige Produzenten Wert auf den Vintage Sound alter Platten und den kriegt man eben am besten vom Vinyl mit seinen Kratzern und der Tonfärbung.
    Des weiteren werden auch viele Tracks wieder neu auf Vinyl gepresst, so jedenfalls die Aussage des us-amerikanischen Presswerks in der Doku „The final days of full circle records“.
    Wie gesagt, Vinyl hat einen eigenen Charakter, das fängt beim Cover und dem Artwork an und endet bei der Haptik. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass es die CD überlebt.
    Ich hab wirklich nichts gegen wavs, die über ein Serato abgefeuert werden. Der Turntableism muss dabei trotzdem beherrscht werden. Wer die Tables nicht ordentlich bearbeiten und den Mixer nicht richtig jogglen kann, bei dem spielt es keine Rolle ob er Vinyl abspielt oder vom PC abfeuert. Interessant is hier auch, der neue Numark NS7 hat mich auf der Musikmesse positiv überrascht, gute Handhabung, kaum vom 1210er zu unterscheiden, ausser, dass die Platte etwas kleiner ist.

  4. Carlos Mai 29, 2009

    Danke für die Kommentare. Ich bin auch Marios Meinung, dass die heutige Jugend nicht auf ein Medium zurükcwechseln kann, das sie von Anfang an nicht kennt. Natürlich haben auch die neuen Möglichkeiten zum Auflegen auch Nachteile für den DJ (Stichwort Cover). Aber die Vinyl war auch nicht perfekt und hat gute Verwendung gefunden.

  5. VinylKillsMp3 Jun 1, 2009

    Verkauft mal gekaufte Mp3’s…

    Ich glaube sogar auch das im elektronischen Bereich immer mehr jüngere Leute für sich Vinyl entdecken. Der größte Vorteil zum jetztigen Zeitpunkt ist einfach, das die Leute mit Mp3’s dermassen überschwemmt werden, daß sie überhaupt nicht mehr wissen, was sie kaufen sollen. Digitale Labels hauen ein Release nach dem anderen raus und jede Woche machen hunderte von neuen Digitalen Labels auf. Kostet ja nichts! Der Vinylmarkt ist überschaubar und vorallem selektiert! Nur was wirklich gut ist bzw. woran ein Label glaubt, kommt auch auf Vinyl raus. Schliesslich muss schon recht viel Geld investiert werden, was ein Risiko mit sich bringt.

    Ich bin im elektronischen Club-bereich tätig und für mich ist der Sound von Vinyl wichtig. Der Bassbereich klingt einfach anders. Früher dachte ich es seien teure Kompressoren die dieses gewisse etwas hinzufügen, was mir früher fehlte und andere Tracks hatten. Heute weiß ich, daß es der klang vom Vinyl ist. Und ich werde selbst heute (auch von jüngeren) angeschrieben, wieso der Bassbereich anders klingt. Es werden dann öfters auch andere Vinylmitschnitte als Vergleichsbeispiel aufgezählt.

    Und lustigerweise sind ja viele Mp3’s in den Shops wie Beatport eben nicht die Mitschnitte der Vinyl sondern das Master vor der Pressung. Im schlimmsten fall hat das Signal dann nichtmal eine AD/DA Wandlung hinter sich und den Rechner nie verlassen. Jedenfalls fehlt der Vinylklang und das hört man letztendlich schnell in einem Set wenn man den Unterschied kennt.

    Viele Kolegen schwören auf digitale Verkäufe weil sie sagen sie würden viel mehr Mp3’s als Vinyl verkaufen (wenn beides verfügbar ist).

    Ich habe immer nur entweder oder auf dem Markt und wesentlich mehr Vinyl verkäufe als Mp3’s, obwohl die digitalen bei bekannteren Labels waren.

    Ich glaube, daß der Markt generell in alle Richtungen schrumpfen wird, aber der Vinylanteil – zumindest im Club bereich – mindestens gleich bleiben wird.

    Wie schon erwähnt wurde: digital vermittelt einfach nicht das gefühl etwas zu besitzten und wirkt mehr ein Lückenfüller nebenbei, als das man es bewußt und mit spass hört.

    Mein Fazit: ich habe kein Problem wenn immer mehr Leute digital auflegen und nur noch Digital kaufen oder veröffentlichen. Aber ich setzte mittleweile nur noch auf Vinyl zum veröffentlichen. Finde sogar das durch die Quantität des digitalen Markt, die Musik immer schlechter wird und es somit immer leichter wird „qualitative“ (gute) Musik auf Platte zu verkaufen.

    Gruß – Anonym –

© delamar.FM