Gitarre kaufen 2.0 – DG081

11. April 2015

Was kannst Du beachten, wenn Du eine Gitarre kaufen möchtest? Die Antworten findest Du bei delamar Guitar, Folge 81. Wo und wie Du dich am besten umschauen, die Geräte testen und beurteilen kannst, und was beim Thema sonst noch von Belang ist, sind die Themen dieser Episode. Also schalt ein – viel Spaß!

delamar Guitar #81 – Gitarre kaufen 2.0

Hast Du schon einmal »blind« gekauft? Will heißen: online bei einem der einschlägigen Versandhändler? Oder bestehst Du darauf, in einem Musikhaus alle möglichen Instrumente ausführlich zu testen, kreuz und quer abzuwägen, und dich dann für die passende Gitarre zu entscheiden? À propos Testen: Wenn Du bei der Begutachtung möglichst das gleiche oder zumindest ein sehr ähnliches Setup (Gitarre + Amp + Effekte) wie im Proberaum bzw. beim Live-Auftritt zusammenstellst, wird der Test gleich viel aussagekräftiger.

Weiterhin beschäftigen wir uns mit der Frage, wieviel der erste Eindruck wert ist, wie streng (oder weniger streng) der Zusammenhang zwischen Preis und Qualität ist, und was es beim Zubehör zu beachten gilt.

Wir freuen uns auf Dein Feedback zum Thema »Gitarre kaufen«!

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3 Kommentare

bei “Gitarre kaufen 2.0 – DG081

  1. Tommi Apr 16, 2015

    Hallo zusammen,

    ich trau mich mal und schreibe mal ein paar Anmerkungen.

    Was den unbesehenen Online-Kauf anbetrifft muss ich gestehen, ich habe bisher alle meine Gitarren ohne ausführliche Tests erstanden und bin in 25 Jahre nur ein einziges Mal unzufrieden gewesen. Erstaunlicherweise war gerade bei der teuersten Gitarre (Gibson Les Paul Supreme) die Verarbeitungsqualität derart mies, dass sie sofort wieder das Haus verlassen musste. Die „Austauschgitarre“ hingegen war i.O. und verrichtet ihren (wenn auch seltenen) Dienst.
    Was die Preisgestaltung der Instrumentenhersteller anbetrifft muss ich anmerken, die Gewinnmarge ist oft unverschämt hoch. Und wohl kaum eine Gattung an Instrumentalisten ist anfälliger für Voodoo-Blödsinn als Gitarristen (oder solche, die es gern sein möchten).
    Interessanterweise werden die „Expertenstimmen“ immer kleinlauter, seit Prof. Dr. Manfred Zollner mit seinem Buch „Physik der Elektrogitarre“ den Spinnern dieser Welt die heisse Luft genommen hat.
    Auch wenn hier und da noch immer etwas von wirrem Tonholz-Blabla und und „überragendem Sustain, weil verleimter und nicht geschraubter Hals“ zu lesen ist, werden eben solche verschobenen Kommentare kaum noch wahrgenommen oder belächelt. Meinen Dank an dieser Stelle an Herrn Prof. Zollner für die wirklich toll zu lesenden Bücher.
    Aber zurück… einem Online-Kauf steht meiner Meinung nach nichts entgegen, denn meine Erfahrungen in Unmengen wohlsortierter Fachgeschäfte hat gezeigt, dass die Ausstellungsstücke in 99.9% aller Fälle derart schlecht eingerichtet und nach Möglichkeit noch mit versifften Saiten ausgestattet sind, das ein wirklicher Gebrauchstest (wenn denn schon richtig gestimmt) am Ekel scheitert. Auch glänzen die meisten Verkäufer eher mit unwissen… da könnte ich Sachen erzählen… das glaubt man nicht…
    Was das Spielgefühl anbetrifft, geh ich sicher zum Teil mit. Der eine mag sehr flache Hälse wie Ibanez oder Jackson und der andere braucht etwas mehr Fleisch in der Hand. Da sollte man sicher testen, was mehr behagt. Ich habe verschiedene Varianen und Formen und gerade der Wechsel lang längerem spielen ist für mich nicht unangenehm, aber natürlich jedesmal eine kleine Umstellung. Ich mag es.
    Über den sogenannten „Klang“ einer E-Gitarre hülle ich mal den Mantel des schweigens … denn ich glaube, kein Thema wird widersprüchlicher beurteilt. Nur so viel, ich habe mehrere Gitarren rumstehen und im Direktvergleich, mit gleichen Einstellungen am Amp, klingen natürlich alle ein wenig verschieden, nicht besser oder schlechter, sonder nur ein klein wenig anders. Aber… ein winzigster Dreh an den Reglern des Verstärkers verändert wesentlich mehr, als es die verschiedenen Gitarren je tun könnten. Für mich ist jede Gitarre für jede Musikrichtung gleich gut zu gebrauchen. Da macht es eher die Optik. Ein ganz böser Schwermetaller mit einer Gibson ES ist einfach nicht Stilecht ;). Aber ich habe mir fest vorgenommen, den echten „Klang“ aller Gitarren einmal über den Hi-Z-Eingang am Interface aufzunehmen und zu vergleichen. Ist zwar grundsätzlich genau so unsinnig wie den unverstärkten Klang einer E-Gitarre zu beurteilen und im Holz-Voodoo-Buch zu lesen, aber interessant allemal :). Bald steht ein verlängertes WE an.
    Zum Ende eurer Sendung taucht die Frage auf, wie es sich mit Westerngitarrensaiten auf einer E-Gitarre verhält. Unabhängig vom Spielgefühl und blutenden Fingern macht das ganze m.M.n. wenig Sinn. Um dem Tonabnehmer einen Induktionsstrom zu entlocken muss sich ein ferromagnetisches Metall im Wirkungskreis eines Magnetfeldes bewegen. Aus diesem Grund kommt in der Regel bei E-Gitarrensaiten Eisen, Nickel und Cobalt zum Einsatz. Auch die Wicklung der Basssaiten besteht dort aus diesen Metallen (bzw. Legierungsbestandteilen). Die Bronze-Wicklung bei Westerngitarren ist nicht ferromagnetisch womit nur der Stahlkern der Saiten als bewegte „stromerzeugende“ Masse zur Verfügung steht. Also ist ein ziemlich geringer Output zu erwarten.
    Aber könntet ihr mal den Link einstellen? Bin neugierig…. ;)

    Beste Grüsse

    Tommi

  2. sid vicious Apr 18, 2015

    @tommi: WORD !!!

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