Dein Gehör – DG078

14. März 2015

Ein intaktes Hörvermögen ist nicht unwichtig für Musiker, um es vorsichtig zu formulieren – delamar Guitar dreht sich heute um Dein Gehör, welche Arten von Beeinträchtigungen der Hörkraft es gibt, was Du dagegen tun bzw. mit welchen Vorrichtungen zum Gehörschutz Du vorbeugend musizieren kannst.

delamar Guitar #078 – Dein Gehör

Zunächst geht es um Hörschäden, etwa den Tinnitus aurium (lat. »das Klingeln der Ohren«). Eine Laune der Natur, die unter Musikern freilich meist durch eigenes Verschulden hervorgerufen wird – »Zu lange zu laut« ist die unheilvolle Kurzformel. Generell werfen wir die Frage auf, woher Hörschäden rühren können und was man dagegen unternehmen kann. Was hält dein Gehör eigentlich aus? Welche Art von Gehörschutz gibt es?

Antworten darauf hörst Du (hoffentlich ohne Beeinträchtigungen) in dieser Folge von delamar Guitar. Welche Erfahrungen hast Du mit Hörschäden, dem verantwortungsbewussten Lauschen und allem, was der Themenkomplex sonst noch umfasst? Wir freuen uns auf dein Feedback zur Sendung!

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8 Kommentare

bei “Dein Gehör – DG078

  1. Marlene Mrz 15, 2015

    Ein Hörschaden ist ein schleichender, über Jahre sich manifestierender Prozess.
    Und: ein Hörschaden ist unwiderruflich !
    Und NEIN: man hat nicht mal eben `fast` einen Hörschaden und dieser verflüchtigt sich dann wieder. Mitnichten !
    Es summiert sich alles und mit der Zeit beeinträchtigt es einen Betroffenen mehr und mehr.
    Symptome treten häufiger auf und nehmen an Intensivität zu und führen schließlich zum Ersuchen ärztlicher Hilfe, was faktisch jedoch bedeutet, das man sein Gehör leider bereits zum Teufel gejagt hat.
    Abgesehen von einem Tinnitus und einiger wirksam therapeutischer Hilfen, bleiben im schwerwiegenden Falle eines einhergehenden und unwiderruflichen Hörverlusts letztlich nur zwei Alternativen: Hörgerät oder OP !

    Unsere Welt und unser Hörverhalten ist sehr viel lauter geworden und
    HNO-Ärzte verzeichnen immer mehr Kinder im Alter zwischen 12-16 Jahre unter ihren Patienten mit Hörschädigungen.
    Oftmals übermäßig laut konsumierte Musik über In-Ear Stecker sind nur eine Quelle des Übels.
    Wo liegen jedoch die anderen Quellen ?
    Laute Rockkonzerte und Clubs werden von Kindern in der Regel ja seltener aufgesucht.
    Eine der weiteren Quellen ist der Kinosaal !
    Die Lautstärke eines Actionfilms im Kinosaal steht dem eines Rockkonzerts in nichts nach und oftmals ist der Kinosaal sogar um einige db empfunden lauter.
    Hinzukommend die Surroundbeschallung in bester Akustik, der man von keinem Platz entgehen kann.

    Die Entwicklung der Abmischung der Filmtonspur ist hinsichtlich Hörschäden kritisch geworden.
    Um einen Actionfilm in seiner Brachialgewalt mit Soundeffekten bestmöglich zu unterstützen, wird Sprache im Film in seiner Lautstärke so weit runtergefahren, das Effekte noch lauter und beeindruckender zur Geltung kommen können.
    Das menschliche Gehör stellt sich sehr `feintunend` jedoch stets auf die wichtigste Informationsquelle ein und in einem Film ist das die Kommunikation durch (zu leise) Sprache, um im nächsten Moment durch ein lautstarkes Geräusch und Effektgewitter zerrissen zu werden.
    Es ist daher nicht verwunderlich, das der Kinogänger und insbesondere sind das Kinder und Jugendliche, verstärkt zu Patienten mit Hörschädigungen zählen. Kurzfristig wie langfristig.

    Ich kann daher nur jedem raten, ob beim nächsten Kinobesuch, auf einem Rockkonzert oder im Club, auf sein Gehör acht zu geben.
    Ist das Gehör erst einmal geschädigt, ist das ein Zustand, der im Groß der Fälle nicht mehr umkehrbar ist und im Laufe der Zeit, abgesehen vom natürlichen Prozess des schlechteren Hörens im Alter (ab dem 40. Lebensjahr), verstärkt sich der Hörverlust schneller und intensiver.
    Es ist dabei auch völlig unerheblich, ob man sich regelmäßig oder eher seltener übermäßiger Lautstärke aussetzt.
    Übermäßige Lautstärken beeinträchtigen die Gesundheit stets und leider auch stets nachhaltig.

    Danke fürs Lesen und haltet die Ohren steif.
    Marlene

  2. Patrick Mrz 17, 2015

    Hi,
    war neulich auch mal bei einem Faschingsabend. Da stand ich die ganze Zeit direkt im Bereich der Box. Und Zack. Klingelt immer noch. Wird aber langsam besser. Ich habe auch schon mal ein Ginseng-Produkt von einem Ohrenarzt verschrieben bekommen, das die Durchblutung der Ohren fördert und damit auch gegen den Tinitus helfen kann. Blöderweise waren nach diesem komischen Fasching auch meine Nebenhöhlen zu, so dass ich auch obenrum nix mehr gehört habe. Ist mittlerweile aber auch wieeder besser…. nur dieser ewige Ton… Tastatutippen ist ein wenig lauter, aber nicht viel….
    Ärgert mich, vor allem weil ich die letzten Rockkonzerte echt wahnsinnig aufgepasst habe….

    Habe aber prinzipiell auch einen Tinitus, schon ewig. Vermutlich war es 1988 Metallica in Würzburg. Die waren soooo laut und ich hatte eine Woche lang keine Obertöne….

    Ich war auch mal bei einem HÖrgeräteakkustiker und der wollte 180€ für ein paar angepasste Ohrenstöpsel. Wie lange hast du deine schon, Henry? Ist der Preis aktuell?

    Gruß (Peifffffff) Patrick

  3. Ich habe zwei Sätze, einen schon ein paar Jahre und die neueren bei denen hier gekauft:

    http://www.hoergeraete-isma.de/filialen/thueringen/jena_neugasse.php

    Gruss
    Henry

  4. Zuerst bei euch im Podcast davon gehört und jetzt in aller Munde. Ich dachte, das muss ich kurz positiv rückmelden :-)

    http://www.tinnitracks.com/de

    Grüße
    Andy

    [ Anm. d. Red.: URL geändert – führt jetzt direkt auf das, worauf Du hinweisen wolltest. :) ]

  5. Axel Christel Mrz 20, 2015

    Hallo zusammen,
    ich habe mir nach 8 Jahren Livemusik machen auch beim Akustiker einen angepassten Gehörschutz machen lassen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Sehr guter, weitgehend linearer Sound und angenehme Reduktion. Den hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, vor allem weil Livemusik sehr dynamisch ist und die Peaks trotzdem manchmal zu laut sind. Aber man tut sich damit soviel Gutes, wirklich.

    Rock on!

  6. Markus Apr 17, 2015

    Danke, guter Beitrag! Ich habe leider auch einen leichten Tinitus – ob durch Musik machen/hören oder duch meinen erhöhten Blutdruck (ab da aufgetreten) ist mir nicht ganz klar. Ich sollte mich auch mal mit einem brauchbaren Schutz befassen … das war Anlass genug …

    Ich habe den Tipp mit der Audio-Site (www.s….audio.com) nicht korrekt verstanden oder auch nicht gefunden. Könnt ihr den Link noch bitte angeben? Wäre nett … Brauchbare Fortbildung ist immer willkommen …

    • Hi
      die Seite ist folgende:
      http://www.sengpielaudio.com

      Das ist für sehr viele Dinge eine spitzen Infoquelle.
      Viel Spass beim stöbern

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