Das Dongle-Gedengel #337

26. Januar 2016

iLok, eLicenser & Co. – zahlreiche Plugins und DAWs benötigen eine Kopierschutzvorrichtung in Form eines USB-Sticks (»Dongle«), auf dem die Lizenz gespeichert ist. Diese Episode des delamar Podcast beginnt mit der Geschichte eines Malheurs, gefolgt von einer unerfreulichen Entscheidung eines Herstellers, der seine Software mit Dongles schützen lässt…

Podcast #337 – Das Dongle-Gedengel

Passend zur Diskussion um Sinn und Unsinn von Dongles läuten wir diese Folge des Podcasts für Musiker und Musikbegeisterte mit einer ärgerlichen Nachricht ein: Der versehentlich in die Kaffeetasse gefallene und dadurch kaputtgegangene Dongle eines Bekannten von Matthias beinhaltete eine Lizenz von einem Hersteller, der sich daraufhin weigerte, diese neu zu vergeben. Trotz Rechnung als Beleg des Plugin-Kaufs.

Daran anschließend rollen wir das nach wie vor aktuelle Gewese um Kopierschutzstecker in der Musikproduktion – das Dongle-Gedengel – neu auf. Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Hast Du Fragen, Ergänzungen oder Korrekturen zum Gesagten? Sind für dich die Vorteile von Dongles relevant oder hast Du doch nur Ärger damit?

Antworten

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11 Kommentare

bei “Das Dongle-Gedengel #337

  1. Slashgad Jan 27, 2016

    Also ich verstehe den weit verbreiteten Haß auf die Dongle nicht so recht. Ich habe auch Verständnis für Firmen, die das machen. Gut – eine gewisse Kulanz bei einem Verlust würde ich schon erwarten – was ihr da von V. geschildert habt, das geht gar nicht.
    Für mich ist das auch kein Problem in der Praxis – wobei ich schon von iLok-Produkten die Finger lasse. Da gibt es jetzt ja auch oft Software-Lösungen, so dass man das auch umgehen kann. Das war schon schlimmer…

    Wenn man sagt: „Ich bin der Gute – warum soll ich leiden?“ Sorry, dass finde ich ein bisschen naiv…

    Persönlich komme ich auch gut mit ein eLicenser aus. Wer da professionel(ler) unterwegs ist, für den sieht die Sache natürlich etwas anders aus.

    Dass es bei WAVES mit einem beliebigen USB-Stick geht, wusste ich noch nicht – DANKE – allein für die Info hat sich das zuhören mal wieder gelohnt.

  2. WassIssn Jan 27, 2016

    Ich finde einen Dongle schon Ok.
    Ich finde allerdings teilweise den Ersatz von verlorengegangenen Lizenzen ist nicht gut gelöst.

    Der Ersatz einer Lizenz könnte wie folgt gelöst werden.

    In einem bestimmten Zeitintervall müssen die Lizenzen auf dem Dongle erneuert werden. Wird das nicht gemacht verfällt die Lizenz.
    (Natürlich sollte das wählbar sein ob man das das möchte.)

    Das Intervall sollte >= 2 Monate betragen.

    Wenn das Dongle verloren/defeckt/geklaut wird kann das Unternehmen sicher sein das die Lizenz nur maximal 2 Monate gültig bleibt.

    Auch sollte es möglich sein eine gewissse Anzahl an Temporären Lizenz zu bekommen für den Fall das man das Dongle mal vergesssen hat. Die gilt dann, sagen wir, für 24 Std. Voom mir aus kann es auch eine kleine Gebühr kosten. Dir Infrastruktur dafür muss ja vorgehalten werden und kostet Geld.

    Problem gelöst.

    Ich würde auch eine Versicherung bezahlen. Lass die mal 1-2% von dem Preis im Jahr der Lizenz kosten. Den Hausrat kann ja auch Versichern.

  3. Patrick Jan 27, 2016

    Ich kann jetzt nur von meiner Software – ich benutze Samplitude Pro X – sprechen; da ist es so, dass die normale Pro X-Version keinen Dongle benötigt, da genügt lediglich die Internetregistrierung der bei den Installations-DVDs beigelegten Seriennummer. Bei der Vorgängerversion 11 Pro war es ja meines Wissens noch so, dass man noch einen USB-Dongle gebraucht hat. Jetzt weiß ich allerdings nicht, wie Magix bei der Erweiterung Pro X Suite verfahren ist, ob die einen extrigen Dongle benötigt oder nicht. Wie ich’s vor einem Jahr mal probeweise auf der Uni installiert hatte, hatten wir vorsichtshalber den Dongle der 11 Pro-Version noch dabei und waren ganz schön überrascht, wie ich im Selbstversuch mal probiert habe, den Dongle abzuziehen und das Programm nichtsdestotrotz durchgeladen hat. Wie gesagt, das gilt nur für die normale Pro X-Version. Wie es bei der Pro X Suite ausschaut, kann ich gegenwärtig nicht sagen.

  4. Holger Jan 28, 2016

    Hallo,
    wie immer ein interessanter und abwechslungsreicher Podcast.

    Vielen Dank für die Zeit die Ihr für uns Hörer investiert und den Input den ihr uns liefert.

    Da ich eher auf Tasten als auf Saiten unterwegs bin, würde ich mich natürlich auch über Input in diese Richtung freuen. Auch fände ich es sehr spannend, mal das Thema Linux und Open Source unvorbelastet zu beleuchten. Ich denke mitlerweile hat hier das Eine oder Andere Projekt mächtig aufgeholt. Häufig wird ja auch das Argument ins Feld geführt, dass der Konfigurationsaufwand von Linux Systeme so hoch sei… Naja wenn ich nun aber eure Probleme mit Dongle und Co. höre könnte man das ja mal gegenüberstellen….

    Aber nun zum Thema Kopierschutz….
    Ich finde das Beispiel mit dem Faherad von Carlos nicht passend. Eher würde ich das Beispiel nehmen, ich miete ein Haus und verliere den Haustürschlüssel – oder ich mache das hn kaputt, indem ich ihn abbreche. Welche Option habe ich? Ich frag den Vermieter oder rufe den Schlüsseldienst. dafür muss ich ch dann ggf. einen Betrag für den Aufwand bezahlen, dass ich wieder hinein komme, aber ich muss kein neues Haus anmieten…. So verhält es sich auch bei Software. Mit dem Kaufpreis erwerbe ich ein Nutzungsrecht. ggf. zeitlich limitiert, oder auch nicht. ggf. User basiert, oder rechnerbasiert. In jedem Fall hat der Hersteller aus dem Vertrag die Pflicht mir sieses Recht zu ermöglichen. egal ob ein Dongle kaputt ist oder nicht. Wenn ein Hersteller der Ansicht ist, ein solches System für seinen Kopierschutz einsetzen zu müssen, kann er das gerne tun, muss aber dennoch seiner vertraglichen Verpflichtungen nachkommen. sollte es nun im Kleingedruckten wirklich eine Klausel geben, dass mit der Versehentliche Beschdigung der Kopierschutzmaßnahme das Nutzungsrecht endet (was ich nicht glaube) würde ich das mal über eine Verbraucherzentrale prüfen lassen, ob das nicht gegen die guten Sitten verstößt.

    Im Übrigen gibt es mittlerweile wirklich bessere Möglichkeiten, wie Maria sagte, Kopierschutz zu implementieren. dass auch ohne online Verbindung.
    Da ja aber der Trend sowieso immer mehr in Richtung Cloud geht, werden aber auch die Studios nicht mehr ohne Online auskommen. Bleibt nun noch der Live Gick. aber auch da gibt es Wege – bspw. durch Ausstellung von zeitlich limitierten Client Zertifikaten, etc…. Ich denke, dass die Hersteller hier nur kreativer sein müssten und sich da die aktuellen Trends ansehen müssten.

    Macht weiter so und viele Grüße
    Holger

  5. Patrick P Jan 30, 2016

    Hi,
    ich hab jetzt neue (nach Umstieg auf win10) ein Cubase Essentials 8 , das zum Glück ohne Dongel läuft, auf meinenm neuen Laptop installiert. Das Alte Essentials 5 ging nur mit Dongel aber das wasr der STand PC und da war das echt egal. Mit Laptop ist die Lösung ohne Dongle besser… leider braucht mein Groove Agent 3 einen Dongel. Also mal einfach auf der Couch die Session von gestern abend auf machen geht nicht… doof. Man hat da (lt. Cubaseforum) auch nicht die Möglichkeit die Lizenz auf den Rechner (eLizenzer) zu überspielen (die essenitla 8 lizenz kann ich auf den Dongel rüberziehen) Wenn einer viele Rechner hat und die Software überall nutzt ist so ein Dongle schon die bessere Wahl, aber Steinberg könnte doch mit dem Softelizenzer auch alle möglichen lizenzen auf den Rechner spielen. Bei Waves scheint das zu gehen. Würde mich freuen, wenn Steinberg das auch ermöglichen würde, da könnte man als User dann das für einen selbst praktikablere System verwenden.
    im übrigen denke ich, dass steinberg weiß wie mein dongle heist und was da drauf ist. Kann man irgendwo bei mysteinberg nachschauen, wie ich das sehe…

    naja, abschließen brauch ich als privat Nutzer keinen Dongel. Bin auch schon am überlegen ob ich mir groove agent 4 kaufe, schau mich aber noch um, da mir die dongelei dabei nicht so gefällt.

    Offtopic: Welche Alternative gibt es zum Groove Agent? Ich brauch so rock drums, also kein electro oder so.

    Gruß und

    • Slashgad Jan 31, 2016

      Hallo Patrick P!

      Also normal würde ich dir den EZ DRUMMER 2 von TOONTRACK empfehlen. Da hast du schnell brauchbare Ergebnisse und wenn du Richtung Rock und härter unterwegs bist, ist das sicher eine gute Wahl. Wenn du allerdings mehr an den Sounds herumschrauben willst, dann sind die ADDICTIVE DRUMS besser. Da hast du einEN Haufen Effekte und so noch innerhalb des Plugins zur Verfügung, um jedes einzelne Instrument nach deinen persönlichen Vorlieben zurecht zu biegen. Das geht so beim EZ DRUMMER nicht, da kannst du höchstens alles auf Einzelausgänge routen und das dann in deiner DAW im Mixer erledigen.

      Wenn du aber ein CUBASE ESSENTIAL hast, würde ich dir eine andere Lösung empfehlen: Mach doch ein Upgrade auf die ELEMENTS-Version von CUBASE. Dann hast du den GROOVE AGENT SE4 mit drin und du brauchst keinen Dongle mehr. Damit würdest du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Und wenn dir die kleine Version vom GA nicht mehr ausreicht (die allerdings auch einiges zu bieten hat), dann könntest du immer noch zur Vollversion upgraden. Und zudem kannst du den erweiterten Funktionsumfang der CUBASE-Elements-Version nutzen.

      (Ich glaube das Upgrade bekommt man für 49 €. Die Grundversionen der anderen Programme liegen ja schon über 100 €.)

      VG Slashgad

      • patrick p Feb 1, 2016

        hi slashgad,
        hab das elements 8 und mit dem groove agent 4se da kann man ne menge machen. die sounds find ich auch gut und man kann viel rumschrauben. ein paar mehr grooves etc. fänd ich halt gut. da sind schon viele drin, vor allem find icht toll dass die so in ending intro fill etc eingeteilt sind. Ein paar grooves mehr wären halt gut…. mit ez drummer hab ich auch schon geliebäugelt… ist gleub ich auch ohne dongel… der nervt.

        Danke und Gruß
        Patrick P

      • Slashgad Feb 2, 2016

        hi patrick p!

        O.k., dann kennst du den GA ja schon gut. Der große GA 4 kommt halt mit einer viel größeren eigenen Library daher. Glaube fast 10 GB. Da kann der EZ DR natürlich nicht mithalten.
        Dafür gibt’s bei TOONTRACK halt sehr viele Erweiterungen. Und der SUPERIOR DRUMMER ist auch eine Option. Und das halbe Jahr gibt es Angebote zum halben Preis.

        Bei Steinberg ist halt die Einbindung in CUBASE ein gewichtiges Argument. Und man kann sich eine KIT aus beliebigen Samples zusammenbauen – auch aus externen Libraries. Wenn man das denn auch will.

        Was mir beim EZ DRUMMER echt gut gefällt, ist die SEARCH ENGINE. Und wie man die Grooves mit der EDIT-Funktion variieren kann.

        An deiner Stelle würde auf jeden Fall dem GA 4 den Vorzug geben. Wie man im dem Percussion Agent die Intensität variieren kann, ist ja auch klasse. Und dann die Möglichkeit, dass man verschiedene AGENTS gleichzeitig nützen kann – auch das ist eine wunderbare Spielwiese für experimentellere Sachen.
        Und jetzt ist ja auch alles so schön in die MediaBay integriert. Und die gerade erschienene Erweiterung von Simon Phillips finde ich auch sehr interessant.

        Ich habe ein großes CUBASE, den EZ- und SUPERIOR DRUMMER – die Vollversion vom GA steht ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. Da ich jedoch noch die ABBEY ROADS DRUMS von NI KU10 habe, sollte das erst mal reichen.

        ROCK ON + VG von Slashgad

      • Patrick P Feb 6, 2016

        hi, danke noch mal für die verschiednen Aspekte. Mal sehen. DAs GA Update kostet ja auch so um die 100€, allerdings brauch ich da wieder einene dongel… mal sehen. ich glaub der EZ Drummer brauch den nicht.
        Jetzt spiel ich erst mal mit dem GA4 LE und dann sehen wir weiter…

        Gruß Patrick P

      • Slashgad Feb 9, 2016

        zu CUBASE GA4 – the finally last post ! (ich schöre….)

        GERADE IST MIR EIN SUPER TUTORIAL BEGENET –
        QUASI DIE ANTWORT ALL MEINER FRAGEN ZUM GA SE4:
        https://www.youtube.com/watch?v=clPfqiMT0bY&feature=youtu.be

        VG Slashgad

  6. Holger Jan 31, 2016

    … hab ich Gig echt mit „ck“ geschrieben??? Au Backe…

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